E-Book, Deutsch, Band 673, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
Dark John Sinclair 673
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0278-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Die Jagd
E-Book, Deutsch, Band 673, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
ISBN: 978-3-8387-0278-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!
Die Jagd (2. Teil).
Die verdammte Ratte saß auf Sukos Kopf, während er aus der Röhre schaute. Diesen Angriff hatte er nicht abwehren können, sie war von hinten gekommen und plötzlich auf seinem Schädel gewesen.
Sie hielt sich an den Haaren fest und riss dabei die Kopfhaut auf. Dann bewegte sich die Ratte nach vorn, biss zu, sprang zu Boden und huschte davon. Dabei hatte sie Suko an der Stirn erwischt. Er spürte, wie das warme Blut aus der Wunde rann, und er ahnte, dass dies der Anfang vom Ende sein konnte ...
John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.
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* * * (S. 43-44)
Logan Costello saß so unbeweglich auf seinem Stuhl, als hätte man ihn eingefroren. Auch ich rührte mich nicht, denn ich war ebenso überrascht worden. »Sie… sie ist hier?« flüsterte er. »Ja, Chef.« Der Mafioso atmete tief ein, legte seine Hände flach auf den Schreibtisch. »Dann soll sie herkommen.« »Ich bin schon da!« hörte ich Janes helle Stimme, drehte mich auf dem Stuhl, sah sie durch die Tür treten und auf den Schreibtisch zugehen.
»Hi, John«, sagte sie. »Ich freue mich…« »Du bist okay?« »Sicher.« Costello hatte seine Brille abgenommen und glotzte Jane an. »Was willst du hier?« »Ich suche John Sinclair.« Sie lächelte knapp. »Und ich bin froh, ihn gefunden zu haben.« »Weiter.« »Nichts weiter.« »Noch habe ich verhältnismäßig gute Laune, Jane. Aber die kann sich ändern.« »Was soll das?« »Ich habe dir sagen lassen, daß du verschwinden sollst. Du hättest schon längst in London sein müssen.
Statt dessen stehst du hier, und ich vermisse meine Boten. Könnte es sein, daß ich von dir eine Erklärung erhalte?« »Auf jeden Fall.« Costello trank einen Schluck Wein. »Dann rück so schnell wie möglich damit raus.« »Deine beiden Leute haben mich tatsächlich angemacht, Costello, aber es nicht geschafft, obwohl sie mich nicht aus den Augen ließen. Jetzt ist es zu spät.« »Was heißt das?« »Sie leben nicht mehr. Sie sind tot. Alle beide. Du wirst sie kaum erkennen, denn ihre Gesichter sind einer starken Säure zum Opfer gefallen.«
Logan Costello schwieg. Was Jane ihm da so frank und frei berichtet hatte, war schon ein hartes Stück. Das ging bis an die Schmerzgrenze heran, und der Mafioso konnte es kaum begreifen. Ich an ihrer Stelle hätte es ihm schonender erklärt, aber Jane kannte da keine Hemmungen. Nicht kleckern, sondern klotzen. »Alles klar?« fragte sie. Costello antwortete nicht. Aus seinem Mund drangen die Worte flüsternd. »Mit Säure, sagst du?« »Richtig.« »Und wer hat es getan?«
»Ich nicht.« Logan Costello sprang so heftig auf, daß beinahe der Stuhl gekippt wäre. »Wer, verdammt noch mal?« »Ich habe es nicht gesehen, aber ich kann es Ihnen sagen. Es war eine Frau, eine Hexe.« Costellos Augen liefen wieder rot an. »Eine Hexe«, echote er, »bist du nicht auch eine Hexe?« »Gewesen, Costello.« »Nein!« keuchte er. »Für mich bist du auch heute noch eine Hexe. Ja, eine verfluchte Hexe, die auf den Scheiterhaufen gehört. Da ich keinen Scheiterhaufen zur Hand habe, werde ich dich auf andere Art und Weise umbringen. Dich und deinen verdammten Freund Sinclair. Ich werde euch…«
»Machen Sie keinen Fehler, Costello!« rief ich. »Halt die Schnauze!« Ich wollte auf Jane zuspringen, doch einer seiner Bodyguards war schneller. Er hämmerte mir mit seiner MPi in den Rücken. Wahrscheinlich mit dem Kolben voran, und dieser Treffer schickte mich auf den hellen Teppichboden. Ich wälzte mich herum, ein Fehler, denn der schwere Winterschuh drückte genau auf meine Brust. Wenn ich an ihm vorbeischaute, sah ich die Waffenmündung und ein Stück darüber das grinsende Gesicht und die kalten Augen des Leibwächters. Eine besch… eidene Lage. Jane hätte nicht kommen dürfen.




