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Deimeke / Soest / Kania | Linux-Server | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 1306 Seiten

Reihe: Rheinwerk Computing

Deimeke / Soest / Kania Linux-Server

Das umfassende Handbuch
7. Auflage 2023
ISBN: 978-3-8362-9617-5
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Das umfassende Handbuch

E-Book, Deutsch, 1306 Seiten

Reihe: Rheinwerk Computing

ISBN: 978-3-8362-9617-5
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Schweizer Messer für Linux-Admins!

Wie Sie Linux-Server effizient nach den aktuellen Standards administrieren , vermittelt Ihnen dieses Buch. Von Hochverfügbarkeit über Sicherheit bis hin zu Scripting und Virtualisierung: Sie lernen Linux-Server distributionsunabhängig intensiv kennen. Das Buch bietet Ihnen über benötigtes Hintergrundwissen hinaus zahlreiche Praxisbeispiele zu den häufigsten in Unternehmen eingesetzten Distributionen. Und dank Shell-Programmierung, Python, Ansible, Docker sowie den im Buch vorgestellten Tools und Automatisierungsskripten lassen Sie Ihre Rechner für sich arbeiten!

  • Linux-Server einrichten und administrieren
  • Backup, Sicherheit, Netzwerke und modernes DevOps
  • Container mit Docker, Automatisierung mit Ansible, Datei-Server und Userverwaltung mit LDAP und Samba

Aus dem Inhalt:

  • Administrationsgrundlagen
  • Devices und Paketmanagement
  • Dateisysteme und Berechtigungen
  • Scripting und Shell-Coding
  • Dienste
  • Web-, Mail-, Proxy-, FTP- und Druckserver
  • Samba, LDAP, Kerberos, NFSv4
  • Infrastruktur und Netze
  • Hochverfügbarkeit
  • Virtualisierung (KVM, Docker)
  • Routing, Bonding, Firewalls
  • DHCP, DNS, OpenSSH
  • Versionskontrolle (VCS)
  • Sicherheit, Monitoring & Co.
  • Backup und Recovery
  • Verschlüsselung
  • Zertifikate
  • Automatisierung
  • Ansible
  • PKI mit OCSP
Deimeke / Soest / Kania Linux-Server jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


  Vorwort ... 33

  Über dieses Buch ... 43

  1.  Der Administrator ... 47


       1.1 ... Der Beruf des Systemadministrators ... 47

       1.2 ... Nützliche Fähigkeiten und Fertigkeiten ... 54

       1.3 ... Das Verhältnis des Administrators zu Normalsterblichen ... 57

       1.4 ... Unterbrechungsgesteuertes Arbeiten ... 59

       1.5 ... Einordnung der Systemadministration ... 60

       1.6 ... Ethischer Verhaltenskodex ... 64

       1.7 ... Administration -- eine Lebenseinstellung? ... 65

TEIL I  Grundlagen ... 67

  2.  Der Bootvorgang ... 69


       2.1 ... Der Bootloader GRUB 2 ... 69

       2.2 ... Bootloader Recovery ... 76

       2.3 ... Der Kernel und die initrdignorespaces ... 77

       2.4 ... systemd ignorespaces ... 83

  3.  Festplatten und andere Devices ... 97


       3.1 ... RAIDignorespaces ... 97

       3.2 ... Rein logisch: Logical Volume Manager (LVM) ... 110

       3.3 ... udev ... 133

       3.4 ... Alles virtuell? »>/proc« ... 137

  4.  Dateisysteme ... 145


       4.1 ... Dateisysteme: von Bäumen, Journalen und einer Kuh ... 145

       4.2 ... Praxis ... 149

       4.3 ... Fazit ... 162

  5.  Berechtigungen ... 163


       5.1 ... User, Gruppen und Dateisystemstrukturen ... 163

       5.2 ... Dateisystemberechtigungen ... 166

       5.3 ... Erweiterte POSIX-ACLs ... 170

       5.4 ... Erweiterte Dateisystemattribute ... 179

       5.5 ... Quotas ... 181

       5.6 ... Pluggable Authentication Modules (PAM) ... 188

       5.7 ... Konfiguration von PAM ... 194

       5.8 ... ulimit ... 195

       5.9 ... Abschlussbemerkung ... 197

TEIL II  Aufgaben ... 199

  6.  Paketmanagement ... 201


       6.1 ... Paketverwaltung ... 201

       6.2 ... Pakete im Eigenbau ... 206

       6.3 ... Updates nur einmal laden: Cache ... 219

       6.4 ... Alles meins: Mirror ... 224

  7.  Backup und Recovery ... 237


       7.1 ... Backup gleich Disaster Recovery? ... 237

       7.2 ... Backupstrategien ... 238

       7.3 ... Datensicherung mit tar ... 241

       7.4 ... Datensynchronisation mit rsync ... 243

       7.5 ... Imagesicherung mit dd ignorespaces ... 250

       7.6 ... Disaster Recovery mit ReaR ... 255

TEIL III  Dienste ... 269

  8.  Webserver ... 271


       8.1 ... Apache ... 271

       8.2 ... nginx ... 289

       8.3 ... PHP ... 294

       8.4 ... Fortgeschrittene TLS-Konfiguration und Sicherheitsfunktionen ... 301

  9.  FTP-Server ... 307


       9.1 ... Einstieg ... 307

       9.2 ... Download-Server ... 308

       9.3 ... Zugriff von Usern auf ihre Homeverzeichnisse ... 310

       9.4 ... FTP über SSL (FTPS) ... 311

       9.5 ... Anbindung an LDAP ... 313

10.  Mailserver ... 315


       10.1 ... Postfix ... 315

       10.2 ... POP3/IMAP-Server mit Dovecot ... 335

       10.3 ... Anti-Spam/Anti-Virus mit Rspamd ... 348

       10.4 ... Monitoring und Logfile-Auswertung ... 370

11.  Datenbank ... 371


       11.1 ... MariaDB in der Praxis ... 371

       11.2 ... Tuning ... 384

       11.3 ... Backup und Point-In-Time-Recovery ... 394

12.  Syslog ... 397


       12.1 ... Der Aufbau von Syslog-Nachrichten ... 397

       12.2 ... systemd mit journalctl ... 399

       12.3 ... Der Klassiker: Syslogd ... 408

       12.4 ... Syslog-ng ... 410

       12.5 ... Rsyslog ... 416

       12.6 ... Loggen über das Netz ... 418

       12.7 ... Syslog in eine Datenbank schreiben ... 420

       12.8 ... Fazit ... 423

13.  Proxy-Server ... 425


       13.1 ... Einführung des Stellvertreters ... 425

       13.2 ... Proxys in Zeiten des Breitbandinternets ... 426

       13.3 ... Herangehensweisen und Vorüberlegungen ... 427

       13.4 ... Grundkonfiguration ... 427

       13.5 ... Authentifizierung ... 440

       13.6 ... Log-Auswertung: Calamaris und Sarg ... 455

       13.7 ... Unsichtbar: transparent proxy ... 458

       13.8 ... Ab in den Pool -- Verzögerung mit delay_pools ... 459

       13.9 ... Familienbetrieb: Sibling, Parent und Co. ... 462

       13.10 ... Cache-Konfiguration ... 466

14.  Kerberos ... 471


       14.1 ... Begriffe im Zusammenhang mit Kerberos ... 472

       14.2 ... Die Funktionsweise von Kerberos ... 472

       14.3 ... Installation und Konfiguration des Kerberos-Servers ... 473

       14.4 ... Initialisierung und Testen des Kerberos-Servers ... 481

       14.5 ... Kerberos und PAM ... 487

       14.6 ... Neue Benutzer mit Kerberos-Principal anlegen ... 489

       14.7 ... Hosts und Dienste ... 490

       14.8 ... Konfiguration des Kerberos-Clients ... 494

       14.9 ... Replikation des Kerberos-Servers ... 496

       14.10 ... Kerberos-Policies ... 504

       14.11 ... Kerberos in LDAP einbinden ... 507

       14.12 ... Neue Benutzer in den LDAP-Baum aufnehmen ... 526

       14.13 ... Authentifizierung am LDAP-Server über »GSSAPI« ... 527

       14.14 ... Konfiguration des LAM Pro ... 533

15.  Samba 4 ... 537


       15.1 ... Vorüberlegungen ... 537

       15.2 ... Konfiguration von Samba 4 als Domaincontroller ... 538

       15.3 ... Testen des Domaincontrollers ... 546

       15.4 ... Benutzer- und Gruppenverwaltung ... 552

       15.5 ... Benutzer- und Gruppenverwaltung über die Kommandozeile ... 553

       15.6 ... Die Remote Server Administration Tools (RSAT) ... 564

       15.7 ... Gruppenrichtlinien ... 567

       15.8 ... Linux-Clients in der Domäne ... 577

       15.9 ... Zusätzliche Server in der Domäne ... 588

       15.10 ... Die Replikation der Freigabe »sysvol« einrichten ... 602

       15.11 ... Was geht noch mit Samba 4? ... 607

16.  NFS ... 609


       16.1 ... Unterschiede zwischen NFSv3 und NFSv4 ... 609

       16.2 ... Funktionsweise von NFSv4 ... 610

       16.3 ... Einrichten des NFSv4-Servers ... 611

       16.4 ... Konfiguration des NFSv4-Clients ... 616

       16.5 ... Konfiguration des idmapd ... 617

       16.6 ... Optimierung von NFSv4 ... 619

       16.7 ... NFSv4 und Firewalls ... 621

       16.8 ... NFS und Kerberos ... 622

17.  LDAP ... 629


       17.1 ... Einige Grundlagen zu LDAP ... 630

       17.2 ... Zu den hier verwendeten Distributionen ... 638

       17.3 ... Installation der Symas-Pakete ... 639

       17.4 ... Die Verbindung zum LDAP-Server über TLS absichern ... 656

       17.5 ... Einrichtung des sssd ... 660

       17.6 ... Grafische Werkzeuge für die LDAP-Verwaltung ... 666

       17.7 ... Änderungen mit »ldapmodify« ... 667

       17.8 ... Absichern des LDAP-Baums mit ACLs ... 669

       17.9 ... Grundlegende ACLs ... 673

       17.10 ... Der neue LDAP-Admin ... 676

       17.11 ... Absichern der Passwörter ... 678

       17.12 ... ACLs mit regulären Ausdrücken ... 679

       17.13 ... Filter zur Suche im LDAP-Baum ... 685

       17.14 ... Verwendung von Overlays ... 690

       17.15 ... Replikation des DIT ... 696

       17.16 ... Weiterleitungen für den Mailserver Postfix ... 712

       17.17 ... Benutzerauthentifizierung von Dovecot über LDAP ... 714

       17.18 ... Benutzerauthentifizierung am Proxy Squid über LDAP ... 717

       17.19 ... Benutzerauthentifizierung am Webserver Apache über LDAP ... 720

       17.20 ... Und was geht sonst noch alles mit LDAP? ... 723

18.  Druckserver ... 725


       18.1 ... CUPS administrieren ... 726

       18.2 ... Policies ... 731

       18.3 ... Drucker und Klassen einrichten und verwalten ... 736

       18.4 ... Druckerquotas ... 739

       18.5 ... CUPS über die Kommandozeile ... 740

       18.6 ... PPD-Dateien ... 743

       18.7 ... Noch mehr Druck ... 744

TEIL IV  Infrastruktur ... 745

19.  Hochverfügbarkeit ... 747


       19.1 ... Das Beispiel-Setup ... 747

       19.2 ... Installation ... 748

       19.3 ... Einfache Vorarbeiten ... 749

       19.4 ... Shared Storage mit DRBD ... 749

       19.5 ... Grundkonfiguration der Clusterkomponenten ... 755

       19.6 ... Dienste hochverfügbar machen ... 762

20.  Virtualisierung ... 775


       20.1 ... Einleitung ... 775

       20.2 ... Für den Sysadmin ... 776

       20.3 ... Servervirtualisierung ... 780

       20.4 ... Netzwerkgrundlagen ... 784

       20.5 ... Management und Installation ... 785

       20.6 ... Umzugsunternehmen: Live Migration ... 802

21.  Containervirtualisierung mit Docker und Podman ... 805


       21.1 ... Einführung, Installation und Grundlagen für den Betrieb ... 805

       21.2 ... Management von Images und Containern ... 815

       21.3 ... Docker-Networking ... 832

       21.4 ... Containerdaten und Persistenz ... 836

       21.5 ... Erstellen eigener Images mit Dockerfiles ... 842

       21.6 ... Multi-Container-Rollout mit Docker Compose ... 855

       21.7 ... Betrieb und Verwendung einer eigenen Registry ... 862

TEIL V  Kommunikation ... 871

22.  Netzwerk ... 873


       22.1 ... Vorwort zu Predictable Network Interface Names ... 873

       22.2 ... Netzwerkkonfiguration mit iproute2 ... 874

       22.3 ... Routing mit ip ... 885

       22.4 ... Bonding ... 896

       22.5 ... IPv6 ... 902

       22.6 ... Firewalls mit netfilter und iptables ignorespaces ... 911

       22.7 ... DHCP ... 934

23.  DNS-Server ... 939


       23.1 ... Funktionsweise ... 939

       23.2 ... Vertrauen schaffen mit DNSSEC ... 957

       23.3 ... Client-Anfragen absichern mit »DNS over HTTPS (DoH)« ... 967

24.  OpenSSH ... 973


       24.1 ... Die SSH-Familie ... 973

       24.2 ... Schlüssel statt Passwort ... 978

       24.3 ... X11-Forwarding ... 981

       24.4 ... Portweiterleitung und Tunneling ... 982

25.  Administrationstools ... 985


       25.1 ... Was kann dies und jenes noch? ... 985

       25.2 ... Aus der Ferne -- Remote-Administrationstools ... 1008

26.  Versionskontrolle ... 1017


       26.1 ... Philosophien ignorespaces ... 1018

       26.2 ... Versionskontrollsysteme ... 1020

       26.3 ... Kommandos ... 1032

       26.4 ... Serverdienste ignorespaces ... 1033

TEIL VI  Automatisierung ... 1041

27.  Scripting ... 1043


       27.1 ... Aufgebohrte Muscheln ... 1043

       27.2 ... Vom Suchen und Finden: ein kurzer Überblick ... 1044

       27.3 ... Fortgeschrittene Shell-Programmierung ... 1048

       27.4 ... Tipps und Tricks aus der Praxis ... 1060

28.  Konfigurationsmanagement mit Ansible ... 1065


       28.1 ... Einführung und Installation ... 1065

       28.2 ... Basiseinrichtung und erstes Inventory-Management ... 1074

       28.3 ... Ad-hoc-Kommandos und Patterns ... 1084

       28.4 ... Die Konfigurations- und Serialisierungssprache YAML ... 1090

       28.5 ... Playbooks und Tasks: die Grundlagen ... 1095

       28.6 ... Playbooks und Tasks: fortgeschrittene Methoden ... 1112

       28.7 ... Module und Collections verwenden ... 1137

       28.8 ... Nächste Schritte ... 1153

29.  Monitoring -- wissen, was läuft ... 1155


       29.1 ... Monitoring mit Checkmk ... 1155

       29.2 ... Installation der Pakete ... 1155

       29.3 ... Einrichtung der ersten Monitoring-Instanz ... 1157

       29.4 ... Server, Geräte und Dienste überwachen ... 1160

       29.5 ... Installation des Checkmk-Agenten ... 1161

       29.6 ... Anlegen eines Hosts ... 1162

       29.7 ... Betriebs- und Fehlerzustände von Host und Services im Überblick ... 1163

       29.8 ... Konfiguration durch Regelsätze ... 1164

       29.9 ... Notifications ... 1173

       29.10 ... Alarme managen ... 1176

       29.11 ... Weitere Fähigkeiten von Checkmk ... 1179

       29.12 ... Fazit ... 1180

TEIL VII  Sicherheit, Verschlüsselung und Zertifikate ... 1181

30.  Sicherheit ... 1183


       30.1 ... Weniger ist mehr ... 1184

       30.2 ... chroot ... 1184

       30.3 ... Selbstabsicherung: AppArmor ... 1187

       30.4 ... Gotcha! Intrusion-Detection-Systeme ... 1193

       30.5 ... Installation und Konfiguration ... 1195

       30.6 ... Immer das Neueste vom Neuen: pulledpork ... 1201

       30.7 ... Klein, aber oho: fail2ban ... 1204

       30.8 ... OpenVPN ... 1210

       30.9 ... Schnell, Modern, Sicher: WireGuard ... 1232

       30.10 ... Fazit ... 1239

31.  Verschlüsselung und Zertifikate ... 1241


       31.1 ... Definition und Historie ... 1241

       31.2 ... Moderne Kryptologie ... 1243

       31.3 ... Den Durchblick behalten ... 1245

       31.4 ... Einmal mit allem und kostenlos bitte: Let's Encrypt ... 1249

       31.5 ... In der Praxis ... 1253

       31.6 ... Neben der Kommunikation -- Dateiverschlüsselung ... 1279

  Die Autoren ... 1287

  Index ... 1289


Vorwort


Willkommen zur siebten Auflage von »Linux-Server. Das umfassende Handbuch«! Auch mehr als 10 Jahre nach der Erstauflage finden sich noch neue Themen oder große Änderungen, die eine neue Auflage füllen können. Das gilt nicht nur für die Cloud! Auch der eigene Server, den Sie in Ihrem Rechenzentrum oder Serverraum pflegen, ist wichtiger denn je. Innovationen und Änderungen in diesem Bereich werden uns noch lange begleiten.

Wieder standen wir vor der Wahl, welche Distributionen wir für diese Ausgabe bearbeiten sollten. Debian und Ubuntu waren von Anfang an fest eingeplant. Auch Suse war fest gesetzt. Bei Redhat haben wir uns dafür entschieden, wieder auf die Stream-Variante zu setzen, die die Zukunft der neuen Ableger AlmaLinux oder Rocky Linux nicht ganz klar ist. Wir werden diese Situation aber weiterhin beobachten, denn es ist davon auszugehen, dass sich in diesem Bereich in den nächsten Jahren viel tun wird.

In dieser Aktualisierung gab es wieder viele kleine und große Änderungen. Am wichtigsten ist die neue Version von OpenLDAP. 14 Jahre nachdem Version 2.4 erschienen ist, wurde mit Version 2.6 eine vollständige Überarbeitung veröffentlicht, auf die wir ausführlich in Kapitel 17 eingehen.

Beim Thema Datenbanken haben wir uns schon in der letzten Auflage dafür entschieden, MySQL durch MariaDB zu ersetzen, da MySQL teilweise gar nicht mehr in den Repositories der Distributionen vorhanden ist. Wie wir heute sagen können: Eine gute Entscheidung.

Bei den Distributionen hat sich – wie bereits angeführt – auch etwas geändert. Bei Debian ist die Version Debian Bullseye neu hinzugekommen, bei Suse sind wir auf Suse Leap 15.4 umgestiegen. Von Ubuntu ist eine neue LTS-Version auf dem Markt, die Version 22.04. Bei CentOS werden wir weiterhin die Version Stream nutzen.

Fast alle Kapitel wurden von uns komplett überarbeitet, teilweise neu geschrieben, um möglichst aktuell zu bleiben. Hier war es uns wieder besonders wichtig, die neuen Funktionen von Programmen aufzunehmen und eventuell ältere Optionen und Vorgehensweisen herauszunehmen. Zudem haben wir auch wieder viele Anregungen und Kommentare erhalten, die uns dazu inspiriert haben, eine neue Auflage zu schreiben. Außerdem schreiben ein paar der Autoren noch Bücher zu speziellen Themen und haben daraus die eine oder andere Idee übernommen. Sicherlich hätten wir an manchen Stellen noch tiefer einsteigen können, aber der Umfang des Buches kommt so langsam an die Grenzen des technisch Machbaren. Zudem soll das Buch einen Überblick über möglichst viele verschiedene Dienste geben; es kann und will kein Wälzer sein, der alle Dienste bis zum letzten Bit beschreibt.

Wie schon bei der sechsten Auflage wollen wir Ihnen mit diesem Buch eine Anleitung bieten, wie Sie die verschiedensten Dienste, die Ihnen ein Linux-System bereitstellen kann, schnell und einfach konfigurieren. Ohne große Umwege geht es über die Konfiguration hin zu einem funktionsfähigen Dienst, den Sie dann an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen können. Zudem haben wir alle großen Neuerungen für Sie so zusammengefasst, dass Sie auch neue Techniken nachlesen und umsetzen können.

Wir wollen Ihnen ein Nachschlagewerk an die Hand geben, das Sie mit vielen verschiedenen Techniken und Diensten vertraut macht. In den einzelnen Kapiteln gehen wir auch immer wieder auf Besonderheiten der verschiedenen Distributionen ein. Gerade durch die Vielfalt der Dienste und Techniken können Sie dieses Buch wie ein Schweizer Taschenmesser nutzen: immer griffbereit und immer das richtige Werkzeug dabei. Mit jeder Auflage bekommt dieses Schweizer Taschenmesser ein paar Werkzeuge mehr, und die bestehenden Werkzeuge wurden an vielen Stellen noch schärfer und präziser gemacht. Auch in dieser Auflage haben wir viele Beispiele aus unserer täglichen Arbeit aufgenommen, denn das, was wir in den verschiedenen Unternehmen erleben und einrichten, ist immer eine gute Grundlage, um Ihnen zu helfen, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen.

Für wen haben wir das Buch geschrieben?

Dieses Buch richtet sich an alle Linux-Systemadministratoren, die immer wieder vor der Aufgabe stehen, neue Dienste in ihrem Netzwerk zu etablieren, und die am Anfang einen möglichst schnellen und kompakten Einstieg in das Thema wünschen. Grundlegende Linux-Kenntnisse, wie sie zum Beispiel in LPIC-1 verlangt werden, sollten auf jeden Fall schon vorhanden sein, damit Sie die einzelnen Dienste erfolgreich in das eigene Netz integrieren können.

Wie können Sie mit diesem Buch arbeiten?

Wir haben das Buch so geschrieben, dass Sie gezielt mit den Beispielen aus den einzelnen Kapiteln einen neuen Dienst konfigurieren und testen können. An vielen Stellen verweisen wir aber auch auf andere Dienste, die hier im Buch beschrieben sind, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, auch komplexere Aufgaben zu realisieren.

Was dieses Buch nicht ist

Dieses Buch ist kein Lehrbuch, um den Umgang mit Linux von Grund auf zu verstehen, dafür gibt es viele andere Bücher auf dem Markt. Auch war das Buch von Anfang an nicht dazu gedacht, einen oder mehrere einzelne Dienste bis ins Letzte zu konfigurieren. Denken Sie an Ihr Schweizer Taschenmesser: Es kann Ihnen bei vielen Aufgaben helfen, aber für spezielle Aufgaben gibt es spezielle Werkzeuge. Das Gleiche gilt für unser Buch.

Viele Aufgaben können Sie mithilfe unseres Buches erledigen, aber wenn es dann sehr speziell wird, brauchen Sie ein Buch, das genau dieses eine Thema bis in kleinste Detail beschreibt.

Über 10 Jahre Linux-Server Buch

Am 28. Januar 2011 wurde die erste Auflage unseres Buches Linux-Server veröffentlicht.

Die Idee zum Buch erblickte im April 2008 das Licht der Welt, bis zum Erscheinen der ersten Auflage vergingen also fast drei Jahre. Nach dem Ausstieg des Ideengebers Marcus Fischer fand sich ein erstes Autorenteam, das sich im Januar 2009 mit allen Beteiligten in einem Café in Stuttgart traf, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Leider hat sich dieses erste Team bis auf Stefan Kania und Dirk Deimeke wieder zerschlagen, neue Mitautoren wurden gesucht und mit Charly Kühnast, Daniel van Soest und Stefan Semmelroggen auch gefunden. Im November fand ein Treffen des neuen Teams auf der allerersten OpenRheinRuhr-Konferenz im Bottroper Saalbau statt, ein Mitglied des Teams konnte damals leider nur telefonisch teilnehmen. Nachdem die Eckbedingungen für das Buch klar waren, fand die weitere Kommunikation überwiegend auf der eigens dafür eingerichteten Mailingliste statt. In unregelmäßigen Abständen gab es weitere Audio- und Videokonferenzen, um strittige Punkte und Inhalte miteinander abzustimmen.

Wir durften gemeinsam erleben, wie schwierig es ist, in einem verteilten Team zu arbeiten, bei dem sich die Teilnehmer kaum persönlich kennen. Alle von uns haben verschiedene Hintergründe und Lebensläufe, aber wir sind alle Experten für die Bereiche, die wir im Buch übernommen haben. Viel wurde darüber diskutiert, was in das Buch kommt und wie umfangreich die einzelnen Kapitel werden sollen. Jeder hatte seine Ideen, und wie das so ist: Wenn viele Köche an einem Menü arbeiten, ist für jeden sein Teil der wichtigste. Nachdem wir uns auf die Inhalte geeinigt hatten, konnten wir endlich loslegen. Für die meisten von uns war das Schreiben eine komplett neue Erfahrung. Schulungsunterlagen hatte der eine oder andere schon erstellt, aber ein Buch! Das ist noch mal eine ganz anderer Herausforderung.

Für einige von uns war der Umgang mit LaTeX neu, aber selbst der größte Skeptiker hat es zum Schluss lieben gelernt. Technisch haben wir anfänglich alles mit Subversion als Versionskontrollsystem versioniert und sind im Laufe der Zeit auf Git umgestiegen.

Es hat geklappt, wie Sie sehen. Über die Jahre wurden wir immer sicherer, und der Inhalt wurde von Auflage zu Auflage besser. Aber wenn man dann so dabei ist, bekommt man immer neue Ideen, was noch alles wichtig sein kann. Jetzt sind wir an die Grenzen des technisch Machbaren gelangt, was den Druck angeht, nd mehr als das, was Sie jetzt in der Hand halten, geht nicht. Obwohl wir noch einige Ideen hätten ...

Über die verschiedenen Auflagen hinweg haben wir den einen oder anderen Autor verloren, aber auch immer wieder neue gute Autoren dazu gewonnen. Bei über 10. Jahren sollte man, denken wir, alle Namen nennen, die geholfen haben das Buch zu gestalten. Hier die Liste aller Autoren:

  • Dirk Deimeke

  • Stefan Kania

  • Charly Kühnast

  • Stefan Semmelroggen

  • Daniel van Soest

  • Peer Heinlein

  • Axel Miesen

Auch der verantwortliche Lektor aus dem Verlag hat während der Zeit einige Male gewechselt. Ohne einen guten Lektor kann so ein Projekt wie dieses Buch nicht über so lange Zeit erfolgreich sein. Aus diesem Grund möchten wir auch die Lektoren auflisten, die uns in dieser Zeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben:

  • Jan Watermann

    ...


Deimeke, Dirk
Dirk Deimeke, Jahrgang 1968, beschäftigt sich seit 1996 aktiv mit Linux. Zusätzlich zu seinem Engagement für Ubuntu Linux unterstützt er das Projekt "Taskwarrior", eine Aufgabenverwaltung für die Kommandozeile und die Blogsoftware "Serendipity". 2008 in die Schweiz ausgewandert, arbeitet er seit Juni 2014 als Senior System Engineer Unix/Linux für die Bank Vontobel AG. In seiner verbleibenden freien Zeit widmet er sich der eigenen Unternehmung "My own IT – Dirk Deimeke", die im Rahmen einer "digitalen Nachbarschaftshilfe" Privatpersonen und Organisationen darin unterstützt, die Autonomie über ihre eigenen Daten zu behalten. Neben Artikeln in seinem Blog hält er Vorträge und Workshops auf Open-Source-Konferenzen.

Soest, Daniel van
Daniel van Soest, Jahrgang 1981, veröffentlichte bereits mehrere Fachartikel zu IT-Themen. Während seiner Ausbildung zum Informatikkaufmann kam er zu Beginn des neuen Jahrtausends erstmals mit dem Betriebssystem Linux in Kontakt. Seit seiner Ausbildung arbeitet er im Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein in Kamp-Lintfort. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf der Betreuung der zentralen Internet-Infrastruktur und der Administration der Sicherheitssysteme.

Heinlein, Peer
Peer Heinlein ist E-Mail-Spezialist, Gründer des sicheren E-Mail-Dienstes mailbox.org und Autor zahlreicher Fachbücher zum Thema sicherer Server-Betrieb. Er berät Unternehmen und Internet-Provider in Sicherheitsfragen rund um elektronische Kommunikation und engagiert sich aktiv für den Schutz der Privatsphäre. Bereits 1989 gründete Peer Heinlein den Internet Service Provider JPBerlin.de – einen der ersten Anbieter für private E-Mail-Adressen in Deutschland.

Miesen, Axel
Axel Miesen ist zertifizierter Linux-Systemadministrator und Trainer. Seit 2001 hat er zahlreichen Schulungen zu Themen wie Linux-Shellscripting, Perl, Docker und Ansible durchgeführt.

Kania, Stefan
Stefan Kania ist seit 1997 freiberuflich als Consultant und Trainer tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Implementierung von Samba und LDAP sowie in Schulungen zu beiden Themen. Seine Wahlheimat heißt Schleswig-Holstein.



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