deVries | Die Abenteurer - Folge 14 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 14, 66 Seiten

Reihe: Auf den Spuren der Vergangenheit

deVries Die Abenteurer - Folge 14

Kloster der Prüfungen
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7325-3310-7
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Kloster der Prüfungen

E-Book, Deutsch, Band 14, 66 Seiten

Reihe: Auf den Spuren der Vergangenheit

ISBN: 978-3-7325-3310-7
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



FOLGE 14: KLOSTER DER PRÜFUNGEN:

Mit einem Male geht es für die Abenteurer nicht mehr allein um die archäologische Suche nach Atlantis, sondern um mehr - viel mehr. Die Jagd nach dem zweiten Schlüssel ist zu einem Wettlauf gegen die Zeit geworden. Achtundzwanzig Tage nur, dann wird Valerie zum Tode verurteilt sein. Und das erste Tor wird sich auf immer schließen.

Dabei wissen die Abenteurer weder wie dieser Schlüssel aussieht noch an welchem Ort der Erde sie ihn suchen müssen. Doch dies sind nicht die einzigen Probleme: Ihr Schicksal hängt an der Lösung von Rätseln, die eine der schillerndsten Gestalten der Antike erdacht hat: Königin von Saba, Königin der Rätsel.

Damals galten ihre Rätsel als unlösbar - Sind sie es noch immer?

Die Abenteurer - Auf den Spuren der Vergangenheit: Ein rasanter Trip an atemberaubende Orte der Menschheitsgeschichte. Ein Wettlauf um nie endenden Ruhm, unermesslichen Reichtum und längst vergessene Geheimnisse. Spring auf und entdecke zusammen mit den Abenteurern die Rätsel der Vergangenheit!

Ein Muss für Fans von Indiana Jones, Clive Cussler und Matthew Reilly!

***

DIE ABENTEURER - AUF DEN SPUREN DER VERGANGENHEIT:

Auch in unserer modernen Welt gibt es unzählige Rätsel. So ist bis heute das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks ungelöst. Auch wurde bisher noch kein Hinweis auf die Existenz von Atlantis gefunden. Und welche Vorgänge verbergen sich hinter der Entstehung von Kornkreisen? Können tatsächlich alle UFO-Sichtungen auf optische Täuschungen zurückgeführt werden? Und gibt es irgendwo nicht doch ein 'El Dorado' zu entdecken?

Diesen und vielen anderen Rätseln sind die Abenteurer Thomas Ericson und Gudrun Heber auf der Spur. Egal, ob als dynamisches Duo oder in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen des A.I.M.-Teams, sie entschlüsseln antike Hinweise, erkunden atemberaubende Orte und bestehen tödliche Gefahren.

Doch nicht nur sie haben es auf die vergessenen Geheimnisse abgesehen. Verfolgt vom mysteriösen Professor Karney hetzen die Forscher über den ganzen Globus. Und dabei entpuppt sich ihr größenwahnsinniger Verfolger schnell als intelligenter Gegner: berechnend, eiskalt und immer tödlich ...

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KLOSTER DER PRÜFUNGEN

Die beiden Hubschrauber donnerten im Tiefflug über die bolivianische Hochebene hinweg. Nicht weit entfernt erstreckte sich die dunkelblaue, endlos erscheinende Fläche des Titicacasees, und dahinter ragten einige wolkenverhangene Andengipfel in den Himmel.

»Da!«, brüllte der Pilot der ersten Maschine durch den Lärm der Rotorblätter und zeigte auf den Radarschirm, der zusätzlich im Cockpit montiert worden war. »Das Signal ist nun ganz deutlich!«

Professor Richard Dean Karney, der auf dem Kopilotensitz Platz genommen hatte, beugte sich erregt vor und starrte auf den kleinen roten Punkt, der auf dem Radarschirm aufblinkte.

»Wie weit sind wir noch entfernt?« Obwohl er nicht besonders laut sprach, war seine Stimme scharf genug, den Lärm in der Kanzel zu durchschneiden.

»Zwischen zehn und fünfzehn Minuten«, gab der Pilot zurück, wobei er sich bemühte, Karney nicht direkt anzusehen.

Der Mann, der sich ihnen als »Mr. Kar«, vorgestellt hatte, war ihm irgendwie unheimlich. Es lag nicht am Aussehen, denn von seiner körperlichen Erscheinung war der 1,74 Meter große, hagere Mann nicht sehr beeindruckend. Dafür umgab ihn eine düstere, bedrückende Aura. Es war fast schon eine körperliche Übelkeit, die der Pilot in seiner Nähe verspürte, und er sehnte sich danach, der qualvollen Enge der Pilotenkanzel zu entfliehen. Vielleicht hatte das etwas mit der Entstellung von Kars linker Gesichtshälfte zu tun. Die Haut dort schimmerte grünlich und verliehen ihm ein leicht fremdartiges Aussehen.

Der Pilot war beileibe kein Anfänger. Er hatte schon viele Verletzungen, Verbrennungen und Wunden gesehen, aber so etwas war ihm noch nie untergekommen. Er fragte sich insgeheim, ob sich die Entstellungen auch auf die linke Hand erstreckten, die in einen schwarzen Handschuh gehüllt war. Hoffentlich war die Sache nicht ansteckend!

Er hütete sich allerdings, irgendwelche Fragen zu stellen – ebenso wie seine Begleiter, die in den Frachträumen der Maschinen auf ihren Einsatz warteten. In ihrem Geschäft wurde man nicht nur bezahlt, damit man seinen Job machte, sondern auch dafür, dass man darüber hinaus keine dumme Fragen stellte.

Über die Art der Arbeit, die man von ihnen erwartete, gab es ohnehin keine Zweifel. Wofür heuerte man schon ein Dutzend schwer bewaffneter Söldner an?

»Gut.« Karney nickte grimmig. »Geben Sie der anderen Maschine Bescheid. Sie sollen sich zum Einsatz bereit machen.«

Während der Pilot einen entsprechenden Funkspruch losschickte, lehnte sich Karney zufrieden zurück. Er konnte seine Vorfreude nicht verhehlen. Alles lief genau nach Plan. Noch eine knappe Viertelstunde, dann würden sich Sutherland und ein Großteil seiner Mitarbeiter in seiner Gewalt befinden. Und das Beste daran: Der schottische Earl of Oake Dûn ahnte nicht einmal, welche Überraschung da mit rund zweihundert Stundenkilometern aus der Luft auf ihn zubrauste.

Richard Dean Karney und Ian Sutherland, der Gründer der privaten Forschungsorganisation A.I.M. mit Sitz in Schottland, waren so etwas wie Intimfeinde auf dem Gebiet der Archäologie. Sie beide waren auf dieselben Geheimnisse einer uralten, versunkenen Zivilisation gestoßen, doch während Sutherland die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zuzuführen gedachte, interessierten Karney in erster Linie die gewaltigen Machtpotenziale, die in diesen alten Artefakten verborgen lagen. Da gab es Techniken oder vielleicht auch Arten von Magie – er war sich in dem Punkt selbst nicht sicher –, von denen heutige Wissenschaftler oder Generäle nur träumen konnten. Allein für die Einrichtungen der schwarzen Unterwasserpyramide, die er im Pazifik entdeckt und zu seinem Hauptquartier gemacht hatte, würde ihm jedes Land der Erde utopische Summen bieten. Dabei war dies nur eine einzige Anlage aus jenen vergessenen Zeiten. Wie viele mehr mochte es auf dem Erdenrund noch geben?

Und – da war er sich sicher – für denjenigen, der sie für sich einzusetzen wusste, rückte selbst ein Begriff wie der der Weltherrschaft in den Bereich des Machbaren. Doch bei all diesen Aussichten und Zielen – Karney stand gerade erst am Anfang. Noch beherrschte er kaum mehr als einen winzigen Bruchteil dessen, was ihm allein diese eine Pyramide ermöglichte.

Er hätte sich in Ruhe daran machen können, die Funktionen der Anlage auszuloten und zu testen, wenn der Earl of Oake Dûn nicht hinter denselben Geheimnissen her gewesen wäre. Bereits mehr als einmal hatte Karney versucht, seinen lästigen Konkurrenten auszuschalten, doch es war ihm nie geglückt. So viel Überwindung es ihn auch kostete, er musste zuzugeben, dass sich Sutherland mit außergewöhnlich fähigen Mitarbeitern umgeben hatte.

Alle Begleiter jedoch würden ihm nichts nutzen, wenn er in ein paar Minuten der geballten Feuerkraft dieses Söldnertrupps gegenüberstand. Hier auf dem kargen Hochland der Anden würde die Entscheidung fallen – und Karney hegte keinen Zweifel, zu wessen Gunsten sie ausfallen würde.

Sein Plan war perfekt. Er glich einem unsichtbaren Spinnennetz, in dessen klebrigen Fäden sich Sutherland verfangen hatte, ohne es zu wissen.

Vor einiger Zeit waren zwei der Abenteurer, die für A.I.M. arbeiteten, hinter einem Goldkopf hergewesen, der ihm in Bangkok von einem Gangster angeboten worden war. Die beiden hatten das Artefakt damals an sich bringen können, aber sie ahnten nicht, dass es ihnen nur gelungen war, weil er es so gewollt hatte.

Er hatte gespürt, dass der Goldkopf für Sutherland wichtig sein musste, wenn er deshalb zwei seiner Mitarbeiter um die halbe Welt schickte. So hatte er ihn mit einem Mikrosender versehen, dessen Signal er bis auf die Hochebenen Boliviens verfolgt hatte. Es konnte kein Zufall sein, dass es ausgerechnet in der Nähe der prähistorischen Stätte Tiahuanacos zum Stillstand gekommen war.

Für Karney hätte es nicht besser kommen können. Bei den hiesigen politischen Verhältnissen war es ein Leichtes gewesen, einen Trupp Söldner anzuheuern, die ihm die Drecksarbeit abnahmen.

»Unser Ziel ist jetzt ganz nah voraus!«, rief der Pilot. »Es befindet sich dort vorne hinter dem kleinen Hügelrücken!«

Richard Dean Karney atmete tief durch, und als er die linke Hand zur Faust ballte, schnitten ein paar kurze, messerscharfe Krallen durch die Fingerkuppen des Handschuhs.

»Sutherland, ich freue mich auf dein dummes Gesicht!«, stieß er hervor, und an den Piloten gewandt: »Wir greifen an!«

Der Söldner drückte die Nase des Hubschraubers herunter und jagte noch schneller seinem Ziel entgegen.

***

»Noch siebenundzwanzig Tage«, hauchte die Greisin, die in der Indio-Hütte auf einer einfachen Holzpritsche lag. »Siebenundzwanzig kurze Tage, dann ist mein Leben unwiderruflich vorbei.«

»Geben Sie sich nicht auf, Valerie«, versuchte Ian Sutherland ihr Mut zu machen. Er gab sich Mühe, seine Stimme zuversichtlich klingen zu lassen, aber es wollte ihm nicht so recht gelingen. »Wir lassen Sie nicht im Stich.«

»Sie haben leicht reden! Wissen Sie, wie es sich anfühlt, wenn stündlich das Leben aus einem strömt? Schauen Sie mich an! Was ist aus mir geworden?«

Er sah es. Es war schwer vorstellbar, dass es sich bei der Greisin mit dem schlossweißen Haar um dieselbe Valerie Gideon handelte, die er bis gestern noch als lebenslustige, gerade dreißigjährige Frau gekannt hatte. Die junge Israelin war eine Top-Agentin des Mossad gewesen, bevor sie sich selbstständig gemacht hatte und von Zeit zu Zeit auch für Sutherland arbeitete. Sie war ausgesprochen sportlich und eine Meisterin in verschiedenen Kampfsporttechniken – doch nun glich sie einer hundertjährigen, gebrechlichen Greisin, die sich kaum auf ihren eigenen Beinen halten konnte. Allein der Transport hierher in dieses kleine Indio-Dorf hatte ihre Kräfte fast über Gebühr beansprucht.

»Keine Bange, Valerie. Wir werden den Schlüssel für das zweite Tor rechtzeitig herschaffen.« Und nach einer kurzen Pause fügte Sutherland hinzu: »Das verspreche ich Ihnen.«

Die greise Valerie stieß ein heiseres Lachen aus.

»Wie können Sie so etwas versprechen? Wie wollen Sie innerhalb von siebenundzwanzig Tagen etwas finden, von dem Sie nicht einmal wissen, was es ist, wie es aussieht und wo es sich befindet?«

»Nun, ich …« Sutherland räusperte sich und warf Pierre Leroy, der in einem hinteren Winkel des Raumes stand, einen Hilfe suchenden Blick zu. Der kleine, schwarz gekleidete Franzose schüttelte jedoch nur stumm den Kopf und sah zu Boden.

Die Abenteurer standen noch immer unter dem Eindruck der vergangenen Ereignisse. Nach vielen Mühen hatten sie hier nahe bei Tiahuanaco in einem schmalen Seitental ein in den Fels gehauenes Portal gefunden, das in alten Schriften als Tor nach Atlantis bezeichnet wurde. Sie hatten keine Ahnung, was sich dahinter verbarg – aber was immer es sein sollte, es musste einen direkten Bezug zu dem mythenhaften, untergegangenen Reich haben. Mit einem Goldkopf, der der Schlüssel dazu war, war es Sutherland und seinen Begleitern schließlich gelungen, das Tor zu öffnen.

Ihre Hoffnungen, damit schon am Ziel zu sein, hatten sich allerdings nicht erfüllt. Hinter dem Portal hatte lediglich ein schmuckloser, fugenlos gehauener Stollen auf sie gewartet. Zu siebt und mit aller gebotenen Vorsicht hatten sie sich tiefer in den Berg gewagt, und kein Fallensystem hatte sie aufgehalten. Zumindest kein Fallensystem herkömmlicher Art! Denn an einem bestimmten...



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