D'Orazio | Sing mir das Lied der Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 18, 84 Seiten

Reihe: Romantic-Kiss

D'Orazio Sing mir das Lied der Liebe

Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 23
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-95824-052-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 23

E-Book, Deutsch, Band 18, 84 Seiten

Reihe: Romantic-Kiss

ISBN: 978-3-95824-052-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Große Gefühle und ein dunkles Geheimnis: Brigitte D'Orazios Romantic-Kiss-Roman 'Sing mir das Lied von der Liebe' jetzt als eBook bei dotbooks. Diesmal stecke ich nicht zurück! Katharina versucht immer, es allen recht zu machen: ihrem pubertierenden Sohn, ihrem gefühlskalten Ehemann. Doch nun ist es an der Zeit, sich selbst einen Wunsch zu erfüllen - und so besucht sie ein Gastspiel des berühmten Operntenors Ludwig Felsenberg. Als Katharina seine Stimme hört, scheint diese direkt zu ihrem Herzen zu sprechen ... und als sie dem attraktiven Sänger wenig später am Künstlerausgang gegenübersteht, scheint die Zeit für einen kostbaren Moment stillzustehen. Ist Ludwig vielleicht der Mann, auf den Katharina ihr Leben lang gewartet hat? Aber warum ist ausgerechnet ihre Mutter so vehement dagegen, dass Katharina ihn noch einmal trifft? Jetzt als eBook kaufen und genießen: der Romantic-Kiss-Roman 'Sing mir das Lied von der Liebe' von Brigitte D'Orazio. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Brigitte D'Orazio ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Brigitte Kanitz, unter dem sie ihre romantischen Unterhaltungsromane veröffentlicht. Sie arbeitete viele Jahre als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften in Hamburg und in der Lüneburger Heide. Heute lebt sie gemeinsam mit ihren Zwillingstöchtern an der Adria. Brigitte D'Orazio veröffentlichte bei dotbooks die Romane »Die Sterne über Florenz«, »Villa Monteverde« und »Verliebt auf dem Land« sowie die Kurzromane »Das Haus in Portofino«, »Geliebte Träumerin«, »Der Fünf-Sterne-Kuss«, »Sing mir das Lied von der Liebe« - diese vier Titel auch erhältlich im Sammelband »Zum Verlieben schön« -, »Fundstücke des Glücks«, »Kapitäne küsst man nicht« und »Ti amo heißt Ich liebe dich« - diese drei Titel auch erhältlich im Sammelband »Sommer Love - Für immer wir«.
D'Orazio Sing mir das Lied der Liebe jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 2


Katharina-Maria Vogt knallte ihren Spazierstock laut und heftig auf den Asphalt. Es klang wie Gewehrschüsse, und Kati wich erschrocken einen Schritt zurück. So hatte sie ihre Großmutter noch nie erlebt. So wütend, so aufgebracht.

Am liebsten hätte sie jetzt klein beigegeben und wäre zum Parkplatz gegangen, um das Auto zu holen. Aber ihr Wunsch, den Heldentenor Ludwig Felsenberg einmal aus der Nähe zu sehen, war stärker.

»Ich begreife nicht, was daran so schlimm sein soll«, sagte sie. »Ich hab ja nicht vor, den berühmtesten Sohn unserer Stadt zu entführen. Ich will nur sehen, ob …« Sie brach ab. Ihre Großmutter würde sie nicht verstehen. Schon gar nicht in ihrer derzeitigen Stimmung. Aber Kati hatte während des Konzerts genau gespürt, dass der Tenor jene Einsamkeit kannte, die sie selbst seit vielen Jahren schon in ihrer Ehe mit Olaf verspürte. Olaf, der in der ganzen Welt Brücken baute, aber keine mehr zu seiner Frau.

Sie fröstelte in der lauen Sommerluft und schlang die Arme um ihren Oberkörper.

»Du kannst dich hier auf die Bank setzen und warten«, fuhr sie fort, als ihre Großmutter nicht aufhörte, den Stock auf den Boden zu knallen. »Es wird nur ein paar Minuten dauern.«

»Ich will nicht hier warten, und ich will nicht, dass du da hingehst!«

»Aber warum?«

»Es ist albern. Du benimmst dich wie eine Fünfzehnjährige, die sich einem Star an den Hals werfen will. Die Leute werden dich auslachen, und mich gleich mit.«

Kati stutzte. Das passte nicht zusammen. Diese große Wut und die Erklärung dazu. Nein, entschied sie. Etwas stimmte hier nicht. Ihre Großmutter hatte sich noch nie um die Meinung anderer gekümmert. Außerdem stand schon eine beachtliche Menschenmenge vor dem Bühnenausgang und wartete auf Felsenberg. Niemand schien zu befürchten, sich lächerlich zu machen.

Es muss einen anderen Grund geben, dachte Kati. Aber ein Blick in das faltige Gesicht genügte, um zu wissen, dass sie ihn nicht erfahren würde. Zumindest nicht jetzt.

Sie hob die Schultern. »Wie gesagt, ich bin gleich wieder da.«

Ohne sich noch einmal umzudrehen, strebte sie dem Bühneneingang zu. Sie wollte die Erinnerung an die Musik zurück in ihren Kopf lassen, doch da war nur das gleichmäßige Tock-Tock des Spazierstockes. Es verschwand erst, als sich die unscheinbare Tür an der Rückfront der Stadthalle öffnete und eine kleine Gruppe Menschen herauskam.

Kati stand ganz hinten in der Schar der Wartenden, aber weil sie groß war, konnte sie über die Köpfe der anderen hinwegschauen. Zuerst sah sie nur eine rothaarige Frau, mit schönen, aber strengen Gesichtszügen. Hinter ihr erschien der Tenor, und sofort brandete Applaus auf. Kati war wie verzaubert. Ohne die dicke Theaterschminke sah Ludwig Felsenberg noch besser aus. Sie kannte ihn natürlich von Fotos und aus dem Fernsehen, aber seine vollendete Schönheit konnte sie erst in diesem Moment in sich aufnehmen. Hoch aufgeschossen und schlank, spottete er dem Vorurteil, ein Tenor müsse dick sein, um seiner Stimme Volumen zu geben. Die schwarzen Haare waren glatt aus dem Gesicht gekämmt, seine dunklen Augen erinnerten sie an eine mondlose Nacht, in der selbst die Sterne zu fern waren, um Lichtpunkte in die Finsternis zu schicken.

Er sagte etwas zu der rothaarigen Frau, dann verbeugte er sich leicht in alle Richtungen und schaute in die Gesichter der Menschenmenge. Vielleicht suchte er einen Bekannten, jemanden, mit dem er zur Schule gegangen war oder der ihn zu Beginn seiner Karriere begleitet hatte – doch dann traf sein Blick auf Kati, wanderte weiter, flog zurück, blieb auf ihr ruhen. Sein einstudiertes Lächeln verrutschte zu einem Ausdruck der Überraschung.

Kati stand ganz still und sah ihn an. Ein Ruck ging durch ihr Innerstes, die Geräusche um sie herum verstummten, jede Bewegung erstarrte.

Ludwigs Blick flackerte, als die Rothaarige ihm einen Ellbogen in die Seite stieß.

Kati sah kurz weg, als sie den Stock ihrer Großmutter im Rücken spürte.

Der Moment war vorbei. Die Zeit blieb nicht stehen. Aber Kati drehte sich noch einmal um und sah, wie Ludwig nach ihr suchte. Sie fühlte sich berauscht und verängstigt, sie war neugierig und wollte nur noch weg – die Gefühle spielten verrückt in ihrem Herzen, und ihr Kopf war randvoll mit Gedanken und Fragen.

Nur reden konnte sie nicht. Auf der Heimfahrt spürte sie, wie ihre Großmutter sie scharf musterte, aber sie schaute nur geradeaus und schwieg.

»Bist du nun zufrieden?«, fragte Katharina-Maria, als Kati vor ihrem kleinen roten Backsteinhaus hielt. »Du hast ihn gesehen. Morgen reist er weiter. Das war’s.«

Kati schwieg.

»Hast du nicht gehört? Vergiss diesen Felsenberg. Je eher, desto besser.«

Endlich fand sie ihre Sprache wieder. »Warum, Omi? Was hast du gegen ihn?«

»Nichts. Wieso sollte ich etwas gegen den Mann haben?«

Aber sie sah ihrer Enkelin dabei nicht ins Gesicht, sondern beeilte sich, aus dem Auto zu steigen.

»Gute Nacht«, sagte sie nur noch und ging den kurzen Weg entlang zur Haustür. Ihr Stock klopfte auf die Steinplatten, nicht mehr wütend, aber rhythmisch und klar.

Noch immer verwirrt, fuhr Kati heim. Kurz darauf bog sie in ihre Straße ein und bemerkte Olafs Wagen in der Auffahrt. Aus einem Grund, den sie nicht verstand, schlug ihr Herz plötzlich laut und wild in der Brust.

***

Bezaubernd, dachte Ludwig Felsenberg zum wiederholten Male. Diese Frau war bezaubernd. Er saß im Ratskeller und ließ sich feiern. Doch ihm schmeckte das Essen nicht, er hörte den Lobreden nicht zu, lächelte nur geistesabwesend in die Runde. Den ganzen Abend lang sah er diese fremde Frau vor sich. Die weißblonden Haare lagen in weichen Wellen um ein kühn geformtes Gesicht. Der Schwung der Augenbrauen, die klaren blauen Augen, die gerade Nase und der breite Mund – Ludwig erinnerte sich an jede Einzelheit. Sie war schön wie die Göttin einer nordischen Sage und wirkte im ersten Moment kühl und abweisend. Aber nur so lange, bis man die tiefe, reine Zärtlichkeit in ihren hellen Augen entdeckte.

Ludwig erschrak bei diesem Gedanken. Er war normalerweise nicht romantisch veranlagt. Ganz im Gegenteil. Wer so viele weibliche Fans hatte wie er, wer jede Nacht eine andere Frau in seinem Bett haben konnte, sofern er nur wollte, der glaubte nicht an die wahre Liebe. Vom blutjungen Mädchen bis zur Frau im besten Alter – sie alle sahen nur den berühmten Tenor in ihm, mit dem sie sich schmücken wollten. Keine interessierte sich für den Mann Ludwig Felsenberg.

Er trank sein Weinglas in einem Zug leer und gab dem Kellner ein Zeichen, ihm nachzufüllen.

»Du hast genug«, sagte Bärbel neben ihm. Ihre Hand mit den rotlackierten langen Fingernägeln legte sich über sein Glas. »Vergiss nicht, dass wir morgen sehr früh abreisen, damit wir rechtzeitig zu den Proben in Dresden sind.«

»Ach ja«, sagte er müde. »Dresden.«

Er wünschte plötzlich, er könnte hier am Ort bleiben. Wenigstens ein oder zwei Tage. Einmal in Ruhe ausschlafen, wieder zu sich kommen und die Orte seiner Kindheit aufsuchen. Den Park mit dem Ententeich und dem Minigolfplatz, den Schulhof mit der geheimen Raucherecke, den Fußballplatz, wo er mit seinen Freunden gekickt hatte. Wenn er viel Glück hatte, würde er auf diesem Spaziergang die blonde Frau wiedertreffen. Ludwig war sich ganz sicher, dass sie aus der Gegend stammte. Er war ihr noch nie zuvor begegnet, das hätte er gewusst. Aber sein Instinkt sagte ihm, dass sie sich in diesem Moment möglicherweise nur wenige hundert Meter entfernt von ihm befand.

Er sah seine Agentin an, bemerkte die steile Falte zwischen ihren Brauen und ließ die Schultern sacken. Er würde tun, was sie sagte. Bärbel hatte hart gearbeitet, um die Tournee für ihn auf die Beine zu stellen. Sie sollte ein Triumphzug durch halb Europa werden. Vorgestern noch Paris, morgen Dresden, dann Prag und nächste Woche die Wiener Staatsoper. Der junge Tenor Miguel Puerte, der mit ihm zusammen aufgetreten war, bis er letzte Woche krank wurde, diente laut Bärbels Plan nur dazu, Ludwigs Stern noch heller strahlen zu lassen. Wenn alles gut lief, würde er bald eine Einladung an die New Yorker Metropolitan Opera bekommen.

»Die Met!«, hatte Bärbel begeistert ausgerufen. »Kannst du dir vorstellen, was das bedeutet? Danach wird dir die ganze Welt offenstehen.«

Ludwig hatte nur genickt.

Nein, dachte er jetzt. Nur wegen einer romantischen Anwandlung durfte er seine Karriere nicht aufs Spiel setzen.

Er schenkte Bärbel ein flüchtiges Lächeln und bestellte sich ein Glas Mineralwasser.

***

»Du kommst spät«, sagte Olaf.

»Ich habe Großmutter noch heimgefahren.« Kati streifte ihre Schuhe ab, trat ins Wohnzimmer und ließ sich einen Cognac einschenken. Sie machte sich nicht viel aus Alkohol, aber an diesem Abend war er ihr willkommen. Sie sah Ludwig Felsenberg vor sich, so klar, als würde er noch immer neben ihr stehen. Seine dunklen Augen drangen bis in ihr Innerstes, sein Lächeln wärmte ihr Herz.

Olaf reichte ihr den Cognacschwenker und stellte sich dann ans Fenster. Kati kam es so vor, als wollte er so viel Distanz wie möglich zwischen ihnen schaffen. Sie nahm einen Schluck aus dem bauchigen Glas und genoss den kräftigen, blumigen Geschmack.

»Ich muss mit dir reden, Katharina.«

Der Cognac wärmte nicht genug, um die Gänsehaut zu vertreiben, die plötzlich über ihren Körper kroch.

»Hat das nicht Zeit bis morgen?...


D'Orazio, Brigitte
Brigitte D’Orazio ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Brigitte Kanitz, unter dem sie ihre romantischen Unterhaltungsromane veröffentlicht. Sie arbeitete viele Jahre als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften in Hamburg und in der Lüneburger Heide. Heute lebt sie gemeinsam mit ihren Zwillingstöchtern an der Adria.

Brigitte D’Orazio veröffentlichte bei dotbooks die Romantic-Kiss-Romane „Das Haus in Portofino“, „Der Fünf-Sterne-Kuss“, „Fundstücke des Glücks“, „Geliebte Träumerin“, „Kapitäne küsst man nicht“, „Sing mir das Lied von der Liebe“ und „Ti amo heißt Ich liebe dich“ sowie die Romane „Die Sterne über Florenz“, „Villa Monteverde“ und „Tierärztin mit Herz sucht Glück auf dem Land“.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.