E-Book, Deutsch, 272 Seiten
Eggerichs Gottes Wille für dein Leben
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96122-456-2
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wie Gott dein Leben lenkt und dir die Freiheit gibt, es zu gestalten.
E-Book, Deutsch, 272 Seiten
ISBN: 978-3-96122-456-2
Verlag: Gerth Medien
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Emerson Eggerichs ist Theologe und promovierter Familientherapeut. Er war lange Jahre Pastor einer großen Gemeinde, bevor er sich ganz auf seine Arbeit als Ehetherapeut konzentrierte. Mit seiner Frau Sarah lebt er in Grand Rapids, Michigan; gemeinsam leiten sie die Organisation 'Love and Respect Ministries' und sprechen auf vielen Konferenzen. In seinem Buch 'Liebe und Respekt' lässt der Autor mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Beratung von Paaren sowie die Ergebnisse einer Umfrage von 7.000 Frauen und Männern einfließen.
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Kapitel 1
Den Willen Gottes entdecken
Gott hat einen Willen
Nachdem im Neuen Testament Variationen zu den Begriffen „Gottes Wille“ oder „der Wille des Vaters“ mehr als zwanzig Mal auftauchen, ist es nur fair anzunehmen, dass so etwas wie „Gottes Wille“ tatsächlich existiert und dass wir ihn erkennen können. Der Apostel Paulus fordert uns auf: „… begreift, was der Herr von euch will!“ (Epheser 5,17). Jesus benutzt diesen Begriff, als er sich mit den Worten, die wir heute als das Vaterunser kennen, an Gott wendet: „Dein Wille geschehe“ (Matthäus 6,10). Ja, Gott hat einen Willen, und es ist möglich, ihn zu entdecken.
Dafür ist es entscheidend wichtig, dass wir den ganzen Plan Gottes erkennen und von Herzen umsetzen.
Denken Sie nur an die Worte Jesu in Matthäus 7,21: „Nicht wer mich dauernd ‚Herr‘ nennt, wird in Gottes himmlisches Reich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“ Und später ergänzt er: „Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist für mich Bruder, Schwester und Mutter“ (Matthäus 12,50). Auch Johannes betont, wie wichtig Gottes Wille ist, indem er verkündet: „Nur wer tut, was Gott will, wird ewig leben“ (1. Johannes 2,17). Es ist also nicht nur ein Ausdruck unserer Beziehung zu Gott, wenn wir Gottes Willen tun; auch unser Schicksal in der Ewigkeit hängt davon ab. Im Blick auf das ewige Leben sagt der Verfasser des Hebräerbriefs: „Werft nun eure Zuversicht nicht weg! Es wird sich erfüllen, worauf ihr hofft. Aber ihr müsst standhaft bleiben und tun, was Gott von euch erwartet. Er wird euch alles geben, was er zugesagt hat“ (Hebräer 10,35–36).
Von Jesus und den Aposteln lernen wir, dass Gottes Wille niemals an zweiter Stelle stehen darf. Darum sollte sich jeder von uns fragen: „Was ist Gottes Wille?“
Wenn Menschen danach fragen, was Gottes Wille für ihr Leben sei, haben sie meist ein bestimmtes Anliegen im Blick: die berufliche Laufbahn, eine Liebesbeziehung, die finanzielle Situation usw. Sie stellen selten die einfache Frage: „Was ist Gottes universaler Wille, sein ganzer Plan, so wie die Bibel ihn verkündet?“ Der Unterschied zwischen diesen beiden Fragen ist entscheidend, wenn Sie Gottes Willen für Ihr persönliches Leben erkennen wollen. Ich glaube nämlich, wenn Sie zunächst mit der zweiten Frage beginnen – „Was ist Gottes Wille?“ –, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Antwort auf die erste Frage – „Was ist Gottes Wille für mein Leben?“ – erhalten.
Die Frage: „Was ist Gottes Wille für mein Leben?“ bezieht sich auf das, was ich als den spezifischen Willen Gottes für mein persönliches Leben bezeichnen möchte. Die Frage: „Was ist Gottes Wille?“ erkundet das, was ich den universalen Willen Gottes für alle Glaubenden nenne. Ich behaupte, dass wir den spezifischen Willen Gottes am besten herausfinden können, wenn wir seinen universalen Willen befolgen, der für alle Glaubenden gilt. In diesem Buch geht es um den universalen Willen Gottes, der uns als ein idealer Ausgangspunkt für unsere individuellen Entscheidungen dient, wie ich bereits in der Einleitung erläutert habe.
Gottes universaler Wille
Der Apostel Johannes beschreibt, wie wir den spezifischen Willen Gottes herausfinden, indem wir den universalen befolgen. In 1. Johannes 3,21–22 heißt es: „Kann uns also unser Gewissen nicht mehr verurteilen, meine Lieben, dann dürfen wir voller Freude und Zuversicht zu Gott kommen. Er wird uns geben, worum wir ihn bitten; denn wir richten uns nach seinen Geboten und leben, wie es ihm gefällt.“
Da steht es! Richte dich nach Gottes Geboten (nach seinem universalen Willen in Form von Imperativen) und erfahre seine spezifische Antwort auf deine Anliegen. Gott antwortet uns, indem er uns auf der ganz persönlichen Ebene leitet und versorgt. Wir können erleben, wie er unsere Gebete auf bemerkenswerte Weise erhört, wie sich Ereignisse auf wunderbare Weise zusammenfügen und in eine ganz spezifische Richtung führen oder wie wir inmitten unbeantworteter Gebete einen übernatürlichen Frieden erfahren. Wenn wir seinen universalen Geboten folgen und ihn dann bitten, unsere persönlichen Schritte zu lenken, kann Erstaunliches geschehen.
Die vier Willensäußerungen Gottes als Ausdruck seines universalen Willens
Obwohl alle Gebote Gottes im Alten und Neuen Testament, welche die Gemeinde betreffen, den Willen Gottes für uns ausdrücken, offenbart Gott seinen Willen noch einmal in besonderer Weise in vier spezifischen Bibelstellen. Ich bezeichne diese als den vierfachen Willen Gottes.
Das bedeutet nicht, dass wir die übrigen Gebote ignorieren dürfen. Aber es bedeutet, dass wir alle anderen Gebote vermutlich ignorieren werden, wenn wir schon diese vier nicht befolgen.
Diese vier Willensäußerungen oder Gebote Gottes finden sich in vier Bibelstellen, die Gottes Willen ausdrücklich als solchen formulieren. Diese vier Stellen sagen direkt: Das ist der Wille Gottes. Darin stechen sie aus allen anderen Bibelversen hervor. An keiner anderen Stelle wird Gottes Wille derart explizit benannt.
Wie lauten diese vier Bibelstellen?
„Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage“ (Johannes 6,40; Hervorhebung des Autors).
„Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch“ (1. Thessalonicher 5,18; Hervorhebung des Autors).
„Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem König als dem Obersten oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr durch Tun des Guten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft“ (1. Petrus 2,13–15; Hervorhebung des Autors).
„Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht“ (1. Thessalonicher 4,3; Hervorhebung des Autors).
Mit anderen Worten:
- Glaube an Jesus Christus!
- Danke Gott, ganz gleich wie deine Lebensumstände auch sein mögen!
- Verpflichte dich, Gutes zu tun!
- Hüte dich vor einem sexuell unmoralischen Leben!
Diese vier Willensäußerungen Gottes werden sozusagen von ihm persönlich mit einem goldenen Marker unterstrichen. Gott will, dass diese vier auffallen. Befolgen Sie diese vier Aufforderungen und Sie befinden sich in einer exzellenten Ausgangsposition und können zuversichtlich darauf warten, dass Gott Ihnen auch seinen spezifischen Willen für Ihr Leben offenbaren wird, wenn Sie ihn um seine Führung bitten – so wie der Apostel Johannes uns gelehrt hat.
Gottes spezifischer Wille
Jeder von uns sehnt sich danach, dass Gott unser Leben auf eine ganz einzigartige und spezifische Weise führt und segnet. Doch ist dieser Wunsch berechtigt? Hat Gott überhaupt einen spezifischen Willen für jedes Individuum?
Die Schrift sagt uns, dass Gott uns schöpferisch gestaltet und gekannt hat, noch bevor wir geboren wurden: „Du hast [uns] mit [unserem] Innersten geschaffen, im Leib [unserer] Mutter hast du [uns] gebildet“ (Psalm 139,13). Selbst wenn wir uns völlig verloren fühlen, weiß Gott alles über uns und unsere Umstände. Oder wie der Psalmist es ausdrückt: „Ich berate dich, nie verliere ich dich aus den Augen“ (Psalm 32,8). Wir mögen vieles planen und viele Ziele verfolgen. Stets gilt: „Immer werde ich, der HERR, euch führen“ (Jesaja 58,11), denn: Unsere Schritte werden von Gott geführt und „bestimmt“ (vgl. Sprüche 20,24).
Wir vertrauen biblischen Worten wie: „Er zeigt dir den richtigen Weg“ (Sprüche 3,6); „… er wird dir Gelingen schenken“ (Sprüche 16,3); „der HERR lenkt seine Schritte“ (Sprüche 16,9) und: „Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt …, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben“ (Jakobus 1,5).
Gott antwortet auf unsere guten und ganz persönlichen Wünsche. In Psalm 20,5 heißt es: „Er gebe dir, was du von Herzen wünschst, was du dir vorgenommen hast, lasse er gelingen!“ Psalm 21,3 sagt: „Du gabst ihm, was er sich von Herzen wünschte, und seine Bitten schlugst du nicht ab.“ In Psalm 145,19 lesen wir: „Er erfüllt die Bitten der Menschen, die voll Ehrfurcht zu ihm kommen. Er hört ihren Hilfeschrei und rettet sie.“
Es wäre ziemlich vermessen zu behaupten, Gott habe kein Interesse daran, sich persönlich im Leben der Menschen zu engagieren, die an ihn glauben!
So sagt uns auch der Apostel Johannes im ersten Johannesbrief (3,22–23), dass wir – im Blick auf die spezifischen Umstände unseres persönlichen Lebens – empfangen werden, was auch immer wir erbitten, wenn wir seinen Geboten Folge leisten und tun, was ihm gefällt.
Lesen Sie die folgenden zwei erstaunlichen Geschichten, die davon erzählen, wie sehr Gott sich um einzelne Menschen, die ihm nachfolgen, kümmert.
Sam
Eines Sommers fuhr eine dreiköpfige Familie – ein Ehepaar mit seiner Tochter – aus Südkalifornien zum Wandern nach Oregon. Auf einer ihrer Touren entdeckten sie eine Bibel, die auf einem großen Stein lag. Da die Bibel keine Spuren der Verwitterung aufwies, schlossen sie daraus, dass der Besitzer sie erst kürzlich hier vergessen hatte. Auf dem Umschlag stand der Name „Sam“, doch...




