Engelmann | Nur Liebe ist schöner | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 248 Seiten

Engelmann Nur Liebe ist schöner

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-95520-796-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 248 Seiten

ISBN: 978-3-95520-796-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Von Traumtypen, Fröschen und dem ganz normalen Chaos, das man Leben nennt: 'Nur Liebe ist schöner' von Gabriella Engelmann als eBook bei dotbooks. Hallo? Das sollte doch ganz einfach sein! Leider scheitert das Konzept 'Frau trifft Mann, sie werden glücklich' aber allzu oft in der Umsetzung. Davon können auch die drei Freundinnen Nelly, Inka und Tinette ein Lied singen: Tinette verliebt sich meist in Männer, die ein bisschen zu verheiratet sind, Inkas Herzbuben hingegen wohnen stets viel zu weit entfernt. Und Nelly? Die ist hoffnungslos romantisch - aber als sie einem echten Traumprinzen begegnet, fällt sie trotzdem unsanft aus ihren rosaroten Wolken. Vermutlich wäre es besser, die drei würden ab sofort die Finger von den Kerlen lassen. Frauenfreundschaft ist doch auch viel wert! Aber Liebe ist schöner ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Gabriella Engelmanns turbulente Komödie 'Nur Liebe ist schöner'. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Gabriella Engelmann, geboren 1966 in München, lebt in Hamburg. Sie arbeitete als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin, bevor sie sich ganz dem Schreiben zu widmen begann - und mit ihren Romanen nun regelmäßig auf den Bestsellerlisten steht. Die Autorin im Internet: gabriella-engelmann.de Die Autorin auf Facebook: facebook.com/AutorinGabriellaEngelmann Die Autorin auf Instagram: instagram.com/gabriellaengelmann Als eBook veröffentlichte Gabriella Engelmann bei dotbooks bereits die vier Kurzromane der Glücksglitzern-Serie - »Ein Kuss, der nach Lavendel schmeckt«, »Zeit der Apfelrosen«, »Inselglück und Friesenkekse« und »Der Duft von Glück und Friesentee« -, die auch als Sammelband unter dem Titel »Zwischen den Wellen glitzert das Glück« erschienen sind, die Romane »Nur Liebe ist schöner« und »Schluss mit lustig« sowie die Kurzromane »Eine Liebe für die Ewigkeit«, »Verträumt, verpeilt und voll verliebt«, »Te quiero heißt Ich liebe dich«, »Kuss au chocolat« und »Dafür ist man nie zu alt«. Als Hörbuch sind bei dotbooks die folgenden Titel von Gabriella Engelmann erschienen: »Ein Kuss, der nach Lavendel schmeckt«, »Zeit der Apfelrosen« und »Dafür ist man nie zu alt«
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Kapitel 1


Liebesäpfel

Mit zitternden Händen umfasste Ariane ihr Sektglas. Wenn Gregor von Haldersleben sie nicht endlich küssen würde, wäre das ihr baldiges Ende. Noch nie hatte sich Ariane derart danach gesehnt, in den Armen eines Mannes zu liegen. Während sie verzückt seine muskulösen, gebräunten Unterarme betrachtete, auf denen sich goldgelber Flaum abzeichnete, schwelgte sie in Fantasien. Es war schon sehr lange her, dass ein Mann sie derart fasziniert hatte. Doch wie sollte sie es anstellen, dass der Zauber, dem sie bereits vollends erlegen war, endlich auch ihn ergriff?

Seufzend drücke ich auf »Speichern« und betrachte die Zeilen, die ich soeben in meinen Laptop getippt habe. Heute bin ich überhaupt nicht in Form und erst recht nicht in Stimmung für meine Arbeit.

Kann man das, was ich da treibe und womit ich zugegebenermaßen ziemlich viel Geld verdiene, überhaupt guten Gewissens als Arbeit bezeichnen?, sinniere ich, während ich mit mir ringe, den PC ganz auszuschalten und es für heute gut sein zu lassen. Schließlich habe ich schon fünf Seiten geschrieben! Natürlich habe ich Ariane gegenüber ein schlechtes Gewissen, denn so wie es aussieht, muss sie sich wohl noch bis morgen gedulden, bis sie sich endlich in Gregors Armen rekeln darf Aber wieso sollte es ihr bessergehen als mir?

Immer noch ein wenig traurig, denke ich an den vergangenen Abend und meine Verabredung mit Ben, meiner ersten großen Liebe. Dem ersten Mann (dummerweise einer von vielen), der mir das Herz gebrochen hat.

Ich sehe es noch wie heute vor mir, wie wir Seite an Seite zusammen über den Verkehrsteppich robben und bei Fräulein Waterbeck die Bedeutung des Stopp-Schildes und der Ampelfarben erlernen.

Das »Stopp«-Schild hätte sich Ben lieber gleich auf die Stirn tätowieren lassen sollen, damit ich es nicht übersehen konnte, wie ich es damals in meiner grenzenlosen Naivität tat. Doch weil ich das Leben schon immer gern als Herausforderung betrachtet habe, tapste ich in die erstbeste Falle – die ich mir zugegebenermaßen selbst gestellt hatte. Zu meiner Verteidigung kann ich nur hervorbringen, dass Ben mich vom ersten Tag an total umhaute. Schon in dem Moment, als er in einem coolen, riesigen Wagen vorfuhr, im Gegensatz zu mir, die auf dem Fahrrad gekommen war. Ich hatte gerade meinen Helm abgenommen, da öffnete sich die Tür (Bis heute könnte ich schwören, dass es damals ein Chauffeur war, der Ben den Weg ins Freie und damit direkt in mein Herz ebnete) und heraus sprang, total lässig, BEN. Das blonde Haupthaar zerzaust und Sommersprossen über sein ganzes Gesicht verteilt, als hätte man Konfetti über Parkett gestreut. Seine Zahnlücke zwischen den Vorderzähnen fand ich mindestens ebenso charmant wie seine leicht abstehenden Ohren. Ich fürchte nur, dass Ben sich trotz (oder gerade wegen?) dieser kleinen Unzulänglichkeiten schon damals seiner Wirkung auf Frauen bewusst war – erstaunlich für einen vierjährigen kleinen Kerl!

***

Mein Gedankenausflug in eine längst vergangene Zeit wird jäh von einem Klingelton unterbrochen.

Eigentlich habe ich keine Lust zu telefonieren. Ich telefoniere nämlich ausgesprochen ungern. Aber heute könnte ich mal eine Ausnahme machen, für den Fall, dass es Ben ist, der mir sagen möchte, dass er gestern Abend etwas immens Wichtiges vergessen hat: nämlich mich zu küssen.

Ich melde mich mit der samtigsten und schmusigsten Stimme, zu der ich um diese Tageszeit fähig bin.

»Ach, du bist's!«, sage ich eine Sekunde später, zugegebenermaßen nicht besonders charmant. Und ganz und gar nicht samtig. Eher kratzig.

»Entschuldige bitte, wenn ich störe, Nelly. Wen hast du denn erwartet? Den Dalai-Lama?«, ertönt es fröhlich am anderen Ende der Leitung. Es ist meine Freundin Tinette. Offensichtlich hat sie gerade Langeweile und ist in Plauderstimmung. Ohne meine Antwort abzuwarten, startet sie auch schon ihr Inquisitionsprogramm: »Wie war's gestern Abend? Was hattest du an? Wo wart ihr? Und habt ihr's getan?«

Für einen kurzen Moment schließe ich die Augen und zähle bis zehn. Tinette ist eigentlich eine intelligente, gestandene Frau, die ganz nebenbei auch noch erfolgreich im Beruf ist. Aber wenn es um das Thema Männer geht, sinkt ihr IQ binnen Sekunden Richtung null, und sie mutiert zu einer dieser Frauen, die wir sonst gemeinschaftlich verabscheuen. Zusammen mit Inka, der Dritten unseres Kleeblatts.

Man sollte meinen, dass es im Leben dreier Freundinnen Mitte dreißig Wichtigeres gibt als Männer und Liebe, auch wenn ich mit dem Schreiben über genau diese Themen mein Geld verdiene. Aber das ist eine andere Sache.

»Bist du noch dran?«, quengelt Tinette, und ich kann förmlich spüren, wie sie beinahe an ihrer Neugier erstickt. Ob ich sie noch ein wenig zappeln lasse?

»Ja, ich bin noch dran«, antworte ich zögerlich und ergebe mich dann in mein Schicksal. Schließlich weiß ich, dass meine Freundin nicht eher Ruhe gibt, bis sie auch das letzte Detail aus mir herausgequetscht hat. Und da ich sowieso gerade eine Arbeitspause eingelegt habe, kann ich es genauso gut gleich hinter mich bringen ...

***

Aber nun zurück zu Ben und unserer Liaison im Kindergarten. Der Held meiner Kindertage stieg also aus seiner Limousine, sah mich, entblößte seine sexy Zahnlücke, und ich wäre vor Aufregung beinahe über meinen offenen Schnürsenkel gefallen. Hätte ich zu dieser Zeit schon über das lange, honigblonde Lockenhaar verfügt, das ich heute mein Eigen nennen darf, hätte ich es geschüttelt und Ben damit um den Finger gewickelt. Doch meine Mutter war damals (zusammen mit vielen anderen ihrer Generation) dem Aberglauben aufgesessen, dass Haare durch regelmäßiges Schneiden dicker würden, und so sah ich Prinz Eisenherz zu meinem großen Bedauern weitaus ähnlicher als Rapunzel.

Um es kurz zu machen: Ich verliebte mich augenblicklich in Ben, und für eine wundervolle Woche dachte ich, dass es ihm genauso ginge. Wir teilten einträchtig unsere Pausenbrote, und ich fütterte ihn mit Apfelschnitzen. Eva hatte mit diesem Obst bekanntlich auch schon Erfolg. Ich hingegen hatte nichts weiter davon als Vitaminmangel, denn Ben liebte Äpfel, wie sich schnell herausstellte. Gerührt sah ich zu, wie sich seine kleinen Zähnchen genussvoll in das saftige Obst schlugen und sich in der Lücke zuweilen ein wenig weißer Brei sammelte.

Nach dem dritten Tag beschloss ich – fürsorglich, wie ich es heute immer noch bin –, mein Repertoire zu erweitern. Ich leierte meiner Mutter Apfelsaft im Tetrapack, Joghurt mit Apfelgeschmack und getrocknete Apfelringe aus den Rippen. Natürlich hätte ich auch mein kostbares Taschengeld dafür opfern können, doch damit hatte ich etwas anderes vor: Ich wollte Ben ganz groß zum Eisessen ausführen. Ob es auch Apfeleis gab, hatte ich noch nicht herausgefunden, aber das würde ich bald.

Doch gerade, als ich zu ihm nach draußen in den Garten stürmen wollte, um ihm meine Einladung zu übermitteln, sah ich das UNFASSBARE, das absolut UNAUSSPRECHLICHE!

Dort, wo ich meinen Helden, meinen Gott, mein Universum vermutet hatte, gähnte ganz große Leere; von Ben weit und breit keine Spur. Zunächst rieb ich mir verwundert die Augen, bis ich schließlich aus einer Ecke weit hinten im Garten etwas vernahm, das wie Kichern klang. Und dann sah ich es auch schon und könnte heute immer noch losheulen, wenn ich an diese unsägliche Schmach denke: Dahinten im Gebüsch war eindeutig etwas im Busch! Zuerst sah ich einen kurzen, knallroten Minirock, bestrumpfte lange Beine und dann die dunkelblaue Cordhose, die eindeutig zu Ben gehörte. Die Wollstrumpfwaden waren für meinen Geschmack ein wenig zu dicht an dem Cordstoff, doch fürs Erste dachte ich noch nichts Negatives. Noch war meine Kinderwelt in Ordnung, ungetrübt von Enttäuschungen und Traumata aller Art. Leise schlich ich näher und spitzte meine Ohren. Immer noch Gekicher. Das dünne Stimmchen klang nach Luisa, der ungekrönten Königin des Waldkindergartens. Ben und sie waren anscheinend so mit dem beschäftigt, was sie da gerade taten, dass sie mich nicht kommen hörten. Also ging ich weiter.

Und was ich dann sah, ließ mir schier den Atem stocken: Luisa fütterte Ben, der dies widerstandslos, ja ich möchte fast sagen genussvoll, mit sich geschehen ließ, mit Apfelmus.

Apfelmus – dass ich nicht selbst längst darauf gekommen war! Strafend tippte ich mir selbst an die Stirn, bis mir einfiel, dass es momentan nicht darum ging, dass ich einen Fehler gemacht hatte, sondern darum, dass ich anscheinend nicht länger Bens exklusive Apfellieferantin war.

***

Fast zwanzig Jahre später kreuzten sich Bens und meine Wege erneut – passenderweise auf dem Wochenmarkt. Zwar nicht an einem Stand mit Äpfeln aus dem Alten Land, dafür aber bei einem mit Birnen, was ja so ähnlich ist.

Beinahe hätte ich Ben nicht erkannt, denn seine Sommersprossen waren etwa auf ein Drittel dezimiert (Bleichmittel? Laseroperation? Gesichts-Camouflage?), seine Ohren nicht mehr ganz so abstehend (mit Sicherheit das Ergebnis eines chirurgischen Eingriffs), und auch die Zahnlücke war professionell geschlossen.

Im Grunde war es auch nicht ich, die Ben erkannte, sondern – erstaunlich, erstaunlich – er mich.

»Nelly, bist du's?«, fragte er mit weit aufgerissenen Augen, und ich war nicht minder überrascht. Vor allem, weil ich im ersten Moment keine Ahnung hatte, wer da vor mir stand.

»Ja, das bin ich«, antwortete ich und lächelte, während ich versuchte, Zeit zu...


Engelmann, Gabriella
Gabriella Engelmann, geboren 1966 in München, lebt in Hamburg. Sie arbeitete als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern zu widmen begann.

Bei dotbooks veröffentlichte Gabriella Engelmanns bereits die Romane „Nur Liebe ist schöner“, „Schluss mit lustig“ und „Kuss au chocolat“ sowie die Erzählungen und Kurzromane „Eine Liebe für die Ewigkeit“, „Verträumt, verpeilt und voll verliebt“, „Dafür ist man nie zu alt“, „Te quiero heißt Ich liebe dich“, „Ein Kuss, der nach Lavendel schmeckt“ und „Zeit der Apfelrosen“; weitere eBooks sind in Vorbereitung.



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