Ferrarella | Starker Mann mit weichem Herz | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1757, 144 Seiten

Reihe: Bianca

Ferrarella Starker Mann mit weichem Herz


1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86349-438-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1757, 144 Seiten

Reihe: Bianca

ISBN: 978-3-86349-438-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Officer Morgan Donnelly ist Kelseys Held! Denn er hat ihre Mutter gerettet. Doch die tiefe Dankbarkeit, die Kelsey und der Rest ihrer großen, warmherzigen Familie ihm entgegenbringt, scheint dem attraktiven Morgan eher unangenehm zu sein - warum eigentlich? Neugierig will Kelsey dieses Geheimnis ergründen. Sie kommt dem Mann mit den breiten Schultern und dem zögernden Lächeln näher und erfährt erschrocken: Morgan ist durch die Hölle gegangen! Kann Kelsey ihm mit viel Zärtlichkeit und noch mehr Liebe zeigen, dass niemand das Glück mehr verdient als er?



Marie Ferrarella zählt zu produktivsten US-amerikanischen Schriftstellerinnen, ihren ersten Roman veröffentlichte sie im Jahr 1981. Bisher hat sie bereits 300 Liebesromane verfasst, viele davon wurden in sieben Sprachen übersetzt. Auch unter den Pseudonymen Marie Nicole, Marie Charles sowie Marie Michael erschienen Werke von Marie Ferrarella. Zu den zahlreichen Preisen, die sie bisher gewann, zählt beispielsweise der RITA-Award. Als Kind verbrachte Marie Ferrarella ihre Freizeit vor dem Fernseher, häufig schrieb sie die Drehbücher einiger Fernsehserien um und spielte dann selbst die Hauptrolle. Sie träumte von einer Karriere als Schauspielerin. Im Alter von elf Jahren verfasste sie ihren ersten Liebesroman, allerdings war ihr nicht bewusst, dass es sich um eine klassische Romance handelte. Während ihrer Collegezeit begann sie sich immer mehr für den Beruf einer Autorin zu interessieren und gab den Gedanken an eine Schauspielkarriere auf. Nach ihrem Abschluss, einem Master Degree in Shakespearean Comedy zogen sie zusammen mit ihren Eltern von New York nach Kalifornien. Charles, ihre Jugendliebe, hielt die Trennung nicht lange aus und folgte Marie nach sieben Wochen. Nicht lange darauf folgte die Hochzeit, und ihr Kleid dafür nähte Marie Ferrarella selbst. Mit ihren Büchern möchte die Autorin ihre Leserschaft zum Lachen bringen und unterhalten, das macht sie am glücklichsten. Genauso schön findet sie es, einen romantischen Abend mit ihrem Ehemann zu verbringen. Zu ihren Hobbys zählen alte Filme, Musicals sowie Rätsel. Geboren wurde Marie Ferrarella in Deutschland, und als sie vier Jahre alt war, wanderten ihre Eltern in die USA aus. Bereits im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren heutigen Mann kennen; mit ihm und ihren beiden Kindern lebt sie in Süd-Kalifornien.

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1. KAPITEL

Ohmeingott. Ohmeingott. Ohmeingott.

Das einzelne Wort wiederholte sich in ihrem Kopf wie eine altmodische Schallplatte, bei der sich die Nadel in einer Rille verhakt hatte.

„Ganz ruhig, Kelsey. Es wird wieder gut. Alles wird gut.“

Den letzten Satz sprach Kelsey Marlowe laut aus, als würde es ihr helfen, nicht die Fassung zu verlieren, während sie mit quietschenden Reifen vom Schulparkplatz raste.

Es half nicht.

Sie hatte Mühe, sich zu konzentrieren, sowohl auf die Straße vor ihr als auch auf die Gedanken, die wie Schrotkugeln aus einer Jagdflinte durch ihren Kopf sausten.

Vor ein paar Minuten hatte ihre Mutter angerufen, und seitdem stand sie unter Strom. Erst auf dem Weg zum Ausgang war Kelsey eingefallen, dass sie jemanden brauchte, der sie in ihrer Klasse vertrat. Jetzt hatte sie achtundzwanzig äußerst lebhafte Acht- und Neunjährige in der Obhut der Schulsekretärin zurückgelassen. Sie hatte erst zurückrennen müssen, und die Aktion hatte wertvolle Minuten gekostet.

Als sie den Freeway erreichte, packte sie das Lenkrad fester und trat das Gaspedal durch.

Komm schon, Kelsey, reiß dich zusammen!

Sie war sechsundzwanzig und konnte sich nicht erinnern, jemals so nervös, so voller Angst gewesen zu sein. Zumal ihre Mutter sie ausdrücklich gebeten hatte, ihren Brüdern nichts zu erzählen. Und ihrem Vater auch nicht. Niemand sollte erfahren, dass sie in der Notaufnahme des Blair Memorial Hospital lag.

Ihre sanftmütige Mutter war für sie der Fels in der Brandung. Felsen wurden nicht krank. Sie riefen nicht aus Notaufnahmen an. Felsen waren unerschütterlich und unverrückbar bis ans Ende der Zeit.

Kelsey fuhr sich durch das widerspenstige blonde Haar, holte tief Luft und zählte bis fünfzehn, bevor sie langsam wieder ausatmete. Aber auch das half nicht. Ihre Mutter hatte ihr keine Einzelheiten erzählt, sondern sie nur gebeten, so schnell wie möglich ins Krankenhaus zu kommen.

Allein das beunruhigte Kelsey schon zutiefst. Ihre Mutter bat niemals um Hilfe. Zierlich, blond und so stur wie alle ihre irischen Vorfahren zusammen, legte Kate Llewellyn Marlowe den größten Wert auf ihre Unabhängigkeit. Sie wurde nicht nur mit ihren eigenen Notfällen fertig, sondern bewältigte auch sämtliche Krisen, in die ein Familienmitglied oder Freund geriet.

Seit Kelsey denken konnte, war ihre Mutter ein Energiebündel, das sich von nichts und niemandem bremsen oder gar aus der Bahn werfen ließ. Die Frau hatte Multitasking zur Devise ihres Lebens gemacht, lange bevor der Begriff erfunden worden war.

Ihr musste etwas wirklich Schlimmes zugestoßen sein.

„Ich bleibe ruhig. Ich bleibe ganz ruhig“, flüsterte Kelsey immer wieder, als wäre es ein tröstendes Mantra.

Ein Blick auf den Tacho verriet, dass sie fünfzehn Meilen pro Stunde schneller als erlaubt fuhr. Anstatt den Fuß vom Gas zu nehmen, schaute sie in den Rückspiegel. Kein Streifenwagen oder Motorrad in Sicht.

Glück im Unglück, dachte sie erleichtert.

„Lieber Gott, wenn du mir jetzt auch noch einen großen Gefallen tust, bitte ich dich nie wieder um etwas“, murmelte sie. „Und diesmal halte ich mich dran.“ Kelsey fluchte leise, als ihr einfiel, wie kurzlebig ihre letzte Abmachung mit den himmlischen Instanzen gewesen war.

Aber das hier war anders.

Damals war sie jünger gewesen. Außerdem war ihr das, worum sie gebetet – ja geradezu gebettelt – hatte, nicht gewährt worden. Bei dem „Gefallen“, um den sie gefleht hatte, war es um einen Mann gegangen. Um einen Polizisten, in den sie sich verliebt hatte. Der sein Versprechen, sie zu seiner Ehefrau zu machen, nicht gehalten hatte, weil er bereits eine hatte. Eine kleine Tatsache, die er leider nicht erwähnt hatte.

Warum dachte sie ausgerechnet jetzt daran?

„Komm schon, Kelsey, fahr langsamer und konzentrier dich“, murmelte sie.

Eine Minute später war sie nur noch zwei Meilen vom Blair Memorial entfernt, aber ihr Herz raste noch immer. Wann war sie endlich da? Die Fahrt schien eine Ewigkeit zu dauern.

Als sie die Klinik erreichte, steuerte sie sofort das sechsgeschossige Parkhaus an. Nach kurzer Suche fand sie einen freien Platz und eilte nach unten, wobei sie mehreren langsam umherirrenden Wagen ausweichen musste. An der Notaufnahme holte sie tief Luft, aber ihr Herz klopfte noch immer.

Die Doppeltür glitt auf, und Kelsey blickte sich hektisch nach jemandem um, der aussah, als könnte er ihr helfen. Sie entschied sich für eine ältere, weißhaarige Frau, die an einem Schreibtisch saß. Klein, rundlich, mit freundlichem Gesicht, hätte sie durchaus als Cinderellas gute Patentante einspringen können.

„Sie haben meine Mutter hier“, begann Kelsey und merkte erst danach, dass ihre Feststellung sich wie ein Vorwurf anhörte. Meine Nerven, dachte sie. „Was ich sagen will, ist … meine Mutter hat mich angerufen und erzählt, dass sie in Ihrer Notaufnahme ist.“ Die Worte überschlugen sich in ihrem Mund. Machte sie sich einigermaßen verständlich? „Bitte, ich muss sie sehen. Sie ist in der Notaufnahme.“

Kelsey wunderte sich darüber, dass sie nicht schrie. „Jedenfalls glaube ich das. Sonst hätte sie mich bestimmt noch mal angerufen und erzählt, dass sie wieder entlassen worden ist. Ihr Name ist Kate Marlowe.“

Der leicht verwirrte Ausdruck auf dem Gesicht der älteren Frau ging in ein verständnisvolles Lächeln über. „Da könnten Sie recht haben.“ Sie tippte auf den Bildschirm ihres Computers. „Sie ist tatsächlich in der Notaufnahme.“ Sie zeigte nach links. „Die junge Lady dort drüben wird Ihnen zeigen, wo Sie Ihre Mutter finden.“

Kelsey brachte ein „Danke“ heraus, bevor sie hinübereilte.

„Vielleicht können Sie mir helfen.“

Die Schwester würdigte sie keines Blicks. Ihre Finger flogen über die Tastatur. Kelsey musste sich beherrschen, um nicht nach ihren Händen zu greifen und sie festzuhalten.

„Meine Mutter hat mich aus Ihrer Notaufnahme angerufen …“

Die perfekt geformten Augenbrauen der Schwester hoben sich. Ihr Blick blieb auf den Bildschirm gerichtet, während sie weitertippte. „Name?“, fragte sie und klang äußerst gelangweilt.

„Kate Marlowe. Meine Mutter heißt Kate Marlowe“, erklärte Kelsey, damit die Schwester nicht auf die Idee kam, das wäre ihr eigener Name.

„Marlowe“, murmelte die junge Frau. „Ja, sie ist noch in der Notaufnahme“, bestätigte sie. „Bett Nummer fünfzehn.“ Zum ersten Mal hob sie den Kopf. Kelsey fiel auf, dass sie blaue Augen hatte. „Wenn Sie zu ihr möchten, lasse ich Sie hinein“, bot sie an.

„Gott sei Dank“, flüsterte Kelsey.

Die Schwester lächelte und drückte auf einen Knopf. Die Tür neben ihr summte, und Kelsey riss sie auf.

Dahinter blieb sie wie angewurzelt stehen. Vor ihr erstreckte sich ein von unzähligen Betten gesäumter Gang. Manche waren hinter weißen Vorhängen verborgen, andere nicht – und in den meisten davon lag niemand.

„Kann ich Ihnen helfen?“ An Kelseys rechter Seite erschien ein Pfleger.

„Ich suche Bett Nummer fünfzehn. Wo finde ich es?“

Er zeigte den Gang entlang. „Bett Nummer fünfzehn ist auf der linken Seite. Im hinteren Teil.“

„Danke.“ Sie eilte los.

Bitte lass ihr nichts passiert sein, bitte lass ihr nichts passiert sein, wiederholte sie stumm und steuerte das Bett an, auf das der Pfleger gezeigt hatte.

Als sie näherkam, sah sie jemanden dort stehen. Und dann erkannte sie, dass es ein uniformierter Polizist war.

Unmöglich, dachte sie. Das konnte nicht das Bett ihrer Mutter sein. Es gab keinen Grund, warum ein Polizist mit ihrer Mutter sprechen sollte.

Oder etwa doch?

Es war das Bett ihrer Mutter. Kelly brauchte das Gesicht gar nicht erst zu sehen, sie kannte die typisch geneigte Kopfhaltung, mit der ihre Mutter jemandem zuhörte. Es hatte auf Kelsey immer beruhigend und tröstend gewirkt.

Nur ihre Mutter versuchte, einen anderen Menschen zu trösten, während sie flach auf dem Rücken in der Notaufnahme eines Krankenhauses lag.

Ein mulmiges Gefühl stieg in Kelsey auf. Den Blick fest auf Bett Nummer fünfzehn gerichtet, wich sie mehreren Schwestern, Pflegern und Ärzten aus. Sie spürte, wie sie verkrampfte. Das tat sie seitdem immer, wenn sie einen Polizisten sah.

Wer war der Mann?

Ihre Mutter schien ihn zu kennen. Ihn zu kennen und zu mögen. Andererseits gab es kaum jemanden, den ihre Mutter nicht mochte. Kate Marlowe suchte immer nach dem Guten im Menschen und hatte ein großes Herz.

Aber das beantwortet meine Frage nicht, dachte Kelsey.

Was wollte der Polizist hier? Warum unterhielt er sich mit ihrer Mutter? Zugegeben, Kate Marlowes herzliche Art machte es selbst wildfremden Menschen leicht, mit ihr zu reden. Kelsey hätte es verstanden, wenn es ein Pfleger wäre, der ihr gerade seine Lebensgeschichte erzählte. Oder eine Krankenschwester, die ihr gerade das Herz über ihre in die Krise geraten Ehe ausschüttete. Aber ausgerechnet ein Polizist!

Das war...



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