Field | Mit der Liebe an Bord | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana Herzensbrecher

Field Mit der Liebe an Bord


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-4909-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Romana Herzensbrecher

ISBN: 978-3-7337-4909-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Während den Kreuzfahrten auf dem Westindischen Ozean schwebt Lucy wie auf rosa Wolken. Magisch angezogen fühlt sie sich von dem attraktiven Troy. Und auch er scheint das Prickeln zwischen ihnen zu spüren. Doch warum weist er sie dann nach jedem heißen Kuss kalt zurück?



Sandra Field hätte sich nicht träumen lassen, dass sie mal eine erfolgreiche Romance-Autorin sein würde, als sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Nahrungsmittelforschung tätig war.

Es begann damit, dass Sandra Fields Mann als Pfarrer zur Army ging und die beiden deshalb insgesamt drei Mal innerhalb von 18 Monaten umzogen. Endlich wurden sie sesshaft auf den Prince Edward Inseln, die Kinder gingen dort zur Schule. Und Sandra fühlte sich tagsüber nicht ausgelastet. Sie wollte etwas tun.

Da Sandra Field schon immer gerne gelesen hatte, kaufte sie sich ein Duzend Liebesromane, las sie, analysierte sie und setzte sich daran, eine eigene Romance zu verfassen. Sie konnte noch nicht mal mit zehn Fingern schreiben, sondern tippte mit vier Fingern. Aber das Ergebnis war gut, und so wurde ihr allererstes Manuskript vom Harlequin Verlag gekauft!

Sandra Field nannte sich damals noch nicht so, weil sie zurecht befürchtete, dass die Kirche nicht ganz damit einverstanden sein würde, dass sie als Frau eines Pfarrers Liebesromane schrieb. Andererseits war der Beruf ihres Mannes die reine Inspirationsquelle: Die vielen Reisen, besonders durch den Norden, taten ihr gut (warmes Klima ist nichts für Sandra Field) und genauso ihren Büchern. Die meisten ihrer Romane spielen in den romantischen Landschaften der nördlichen Gegenden.

Besonders viel Zeit ihres Lebens hat Sandra Field am kanadischen Meer verbracht. Ihre Hobbys sind Kanu und Kajak fahren, Wandertouren machen, im Garten arbeiten, Musik hören und lesen. Das Wichtigste aber sind ihr Freunde und Familie. Mit ihrer Schwiegertochter kommt Sandra bestens aus, und sie hat; wie sollte es auch anders sein; die zwei klügsten, nettesten und schönsten Enkel der Welt.

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3. KAPITEL

Mit dem Tageslicht wachte Lucy auf. Sobald sie die Augen geöffnet hatte, wusste sie, wo sie war. An Bord der Seawind, in Road Harbor. Und vor ihr lagen vier Wochen, während derer sie an den Küsten der Jungfern-Inseln entlangsegeln würde.

Sie sprang voll kribbelnder Erwartung, so, wie sie es als Kind zu Weihnachten erlebt hatte, aus dem Bett. Mit dem Unterschied aber, dass sie sich dieses Mal selber beschenkt hatte. Sie hatte sich Zeit geschenkt. Gibt es überhaupt ein besseres Geschenk?, fragte sie sich. Weihnachten hat mir nicht immer alle Wünsche erfüllt, erinnerte sich Lucy, und hielt einen Augenblick inne, als sie gerade die Shorts hochzog. Ihr Vater war gestorben, als Lucy drei Jahre alt gewesen war, und zuversichtlich hatte sie Santa Claus mit drei, vier und fünf Jahren gebeten, ihren Vater wiederzubringen. Erst als Marcia, ihre ältere Schwester, sie deswegen ausgelacht hatte, hatte sie aufgehört, daran zu glauben, den so vermissten Vater eines Weihnachtsmorgens unter dem Tannenbaum inmitten der anderen Geschenke zu finden.

Lucy schüttelte leicht den Kopf. Jetzt dachte sie nur noch selten an ihren Vater. Sie hatte mittlerweile so viel zu tun. Als sie aus der offenen Luke hinausblickte, spiegelte sich die Sonne bereits auf dem Wasser, und wieder wurde Lucy von Begeisterung überwältigt.

Auf dem Weg zum Supermarkt wollte sie eine Nachricht auf den Anrufbeantworter ihrer Mutter sprechen. Sie sollte von ihrer Planänderung erfahren, dann war Lucy vollkommen frei. Sie würde hart arbeiten und Spaß zu haben.

Und sie musste ihr Temperament Troy Donovan gegenüber im Zaum halten.

Mittlerweile konnte sie mit ihm umgehen. Sie war von großen blonden Männern wirklich kuriert.

So konsequent, wie am Vortag alles schiefging, hatte Lucy heute das Glück auf ihrer Seite. Bevor sie sich auf den Weg in die Stadt machte, glänzten die gesamte Kombüse, das Messing und Holz bereits vor Sauberkeit. In der Nähe des Delikatessenladens entdeckte Lucy einen Kräuterladen, der einige alte Kochbücher verkaufte, in denen leckere Vorschläge für einfache und nahrhafte Gerichte, außerdem auch Aperitifs geschrieben standen. Genau das, was sie benötigte. Sie kaufte den ersten Band und diverse Fläschchen mit Gewürzen, trank noch eine Limonade in einem kleinen Restaurant und schrieb ihre Menüs auf. Dann machte sie sich wieder auf den Rückweg.

Es war sehr befriedigend, die Einkäufe in der glänzenden Kombüse zu verstauen. Mithilfe der winzigen Mikrowelle erhitzte sie westindische Sandwiches, die mit Curry-Huhn und Gemüse gefüllt waren. Besonders mit dem Ginger Ale ergab das ein köstliches Essen. Troy hatte das Deck geschrubbt und die Winden poliert. Sie aßen in einer nach Lucys Meinung recht freundschaftlichen Stille. Nachdem sie das Geschirr abgeräumt hatte, kümmerte sie sich um die drei Kabinen, die von dem Salon abgingen.

Sie kniete vor der Dusche und wischte den Boden, als sie Troy hinter sich sprechen hörte. „Lass uns eine Pause machen, Lucy!“

Sie drehte sich um und wischte mit dem Handrücken einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. „Wie sieht es aus?“

„Du hast Wunder vollbracht“, sagte er.

Sein Lob tat ihr gut. „Ich hatte eigentlich ziemlich viel Freude an der Arbeit. Das Holz und die Einrichtungen sind so schön, dass es Spaß macht, sie zu polieren; viel mehr Spaß, als mein eigenes Apartment zu putzen.“ Sie setzte sich wieder auf ihre Fersen und zog die Gummihandschuhe aus. „Was sagtest du von einer Pause?“

„Ich muss die Maschinen täglich ein Paar Stunden laufen lassen, um den Kühlschrank und das Gefrierfach kalt zu halten. Ich dachte, wir könnten einen Törn nach Peter Island machen und etwas schwimmen. Was hast du noch an Arbeit?“

Sie hatte es geschafft, ihm eines der verhaltenen Lächeln zu entlocken – ein Lachen, das, seltsamerweise, sie tief im Innern verletzte. Er schaute auf ihren Eimer und den Schwamm. „Ich hasse es, dich von etwas loszureißen, was du so sehr genießt.“

„Für dich erbringe ich das Opfer.“ Sie stand auf. „Zeigst du mir, wie man schnorchelt?“

Er war erstaunt. „Du kannst nicht schnorcheln?“

„Troy, ich bin in meinem ganzen Leben noch nie südlicher als Boston gekommen. Hier ist alles neu für mich.“

Ihre Stirn war nass geschwitzt, und am Kinn hatte sie etwas Schmutz, aber ihre Augen leuchteten, und sie lächelte ohne jede Künstlichkeit. Troy sagte langsam: „Du arbeitest versäumte Stunden auf, habe ich recht?“

Lucy hatte eine solche Beobachtung, Interesse überhaupt, von Troy nicht erwartet. Ihr Herz schlug etwas schneller, sie sagte: „Das kann schon sein. Diese vier Wochen sind für mich wie eine Auszeit. Eine Pause von meinem normalen Leben. Ich – ich muss irgendwann auf dem Weg die Orientierung verloren haben.“

Obwohl es ihm merklich schwerfiel, sagte er: „Du bist hier aber nicht allein.“ Dann fuhr er sich mit den Fingern durch die Haare. „Lass uns den Anker hochziehen und losfahren!“

Keine weiteren Offenbarungen, erkannte Lucy und wollte dann auch keine Zeit mehr verlieren. „Ich leere den Eimer aus und bin dann gleich da“, sagte sie. Aber einen kleinen Moment blieb sie stehen und beobachtete ihn, wie er die Treppe hinaufging. Seine Beinmuskeln waren so kräftig wie die eines Läufers, aber wovor lief er davon? Und wie hatte er sein Ziel verloren?

Sobald sie vor dem Strand von Peter Island Anker geworfen hatten, ging Lucy hinunter, um sich ihr Schwimmzeug anzuziehen. Sie hatte es wieder aus einem dieser Impulse heraus gekauft, genau während eines Hagelsturmes im März. Es war konsequenterweise ein knallroter und sehr knapper Bikini. Hätte sie zu dem Zeitpunkt doch schon von Troy Donovan gewusst, dachte Lucy, hätte sie sich vermutlich für einen schlichten Badeanzug entschieden. Sie zog sich ein weißes T-Shirt darüber und ging an Deck.

Es dauerte einen Moment, bis sich beide von dem Anblick des anderen erholt hatten. Troy schloss endlich den Mund wieder, kniete sich hin und holte Schwimmflossen und Brillen aus einem Stauraum hervor. Der Wind spielte mit seinem ungeordnetem Haar. Lucy fand schnell ein Paar Flossen in ihrer Größe, dann gab Troy ihr eine Taucherbrille. „Probiere diese einmal an, und halte deine Haare aus dem Weg. Wenn du aus Versehen durch die Nase einatmest, muss die Brille luftdicht sein.“

Die erste Brille war zu groß. Als sie die zweite ausprobierte, kam Troy näher, um den Verschluss zu prüfen. „Die sieht gut aus“, sagte er. „Du musst dieses Stück in den Mund stecken und darauf beißen. Wenn Wasser in den Schnorchel kommt, puste es wieder aus.“

Er stand so dicht bei ihr, dass Lucy sowieso Schwierigkeiten hatte, zu atmen. Sie nickte ihm zu, während sie die Freude darüber unterdrückte, dass er sich so dicht über sie gebeugt hatte.

„Das Riff ist zu unserer Linken“, erklärte er. „Ich tauche kurz hinunter, um zu prüfen, ob der Anker fest sitzt, dann schwimmen wir in diese Richtung.“

Er zog seine eigenen Flossen an und ließ sich in das Wasser gleiten. Lucy entledigte sich ihres T-Shirts und folgte ihm mit nicht ganz so viel Anmut. Sie watschelte eher mit den Flossen an ihren Füßen, als dass sie ging, und ließ sich mit einem lauten Klatschen in das Wasser fallen. Sie begriff aber sehr schnell, dass die Flossen enorm zur Geschwindigkeitssteigerung beitrugen, und als Troy wieder auftauchte und ihr mit seinem Daumen das Zeichen gab, war Lucy schon über dem Riff. Sie blickte in die Tiefe und staunte …

Unter ihr sah sie die türkisfarbene See, dunkelgrüne Wasserpflanzen wiegten sich in der Strömung, und eine Koralle, die aussah wie Straußenfedern, schimmerte im gebrochenen Licht der Sonne. Das Sonnenlicht ließ Muster auf dem weißen Sand am Grund tanzen. Durch die verzweigten Äste einer anderen Koralle, die an ein Geweih erinnerte, schoss plötzlich ein Schwarm Fische. Sie drehten sich so gleichzeitig um, als wären sie nur ein einziger, und ließen ihre farbigen Seitenstreifen wie Saphire schimmern. Lucy öffnete ihren Mund, um Troy von ihnen zu erzählen, schluckte dabei aber furchtbar viel bitteres und salziges Meerwasser und hob hustend den Kopf.

Augenblicklich, so erschien es ihr, war Troy neben ihr. „Bist du in Ordnung?“

Sie spuckte das Wasser und ihr Mundstück aus: „Die Fische – sie sehen aus wie Juwelen!“

Sein Mundstück hing mittlerweile auch unter dem Ohr, und er hatte seine Brille hochgeschoben. „Allerdings. Doch du behältst deinen Mund unter Wasser besser geschlossen, es sei denn, du möchtest ein verfrühtes Mittagessen genießen.“

„Blödsinn“, sagte sie. „Ich habe noch nie viel für Sushi übrig gehabt.“

„Ernsthaft, Lucy“, fügte Troy hinzu: „Streife keine Koralle. Besonders die roten können dich ganz schön verletzen!“

„Ich passe schon auf.“ Sie warf ihm noch ein Lächeln zu und brachte ihre Ausstattung wieder in Position. Dann schwamm sie los. Überall waren Fische zu sehen: schwarze, gelbe, silberne, rote und blaue, kleine und große, gefleckte und gestreifte. Fasziniert glitt sie über alles hinweg, schließlich gab Troy ihr ein Zeichen, zu ihm zu kommen. Sie hatte vergessen, wie wenig der Bikini von ihrem Körper verdeckte, und war sich auch nicht bewusst, wie anmutig sie ihre hellen Gliedmaßen bewegte. Nur der Schatten zwischen ihren Brüsten gab einen Kontrastpunkt zu dem hellen Körper. Sie folgte mit dem Blick Troys Finger und sah drei kleine, rosafarbene Tintenfische durch das Wasser schwimmen, ihre wie Silbermünzen schimmernden Augen fesselten Lucys Blick.

...



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