E-Book, Deutsch, 232 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 215 mm
Reihe: aethera
Fintelmann Die spirituelle Seite des Immunsystems
Novität
ISBN: 978-3-8251-6248-1
Verlag: Urachhaus
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Praktische Hilfen zur Stärkung unserer Abwehrkräfte
E-Book, Deutsch, 232 Seiten, Format (B × H): 160 mm x 215 mm
Reihe: aethera
ISBN: 978-3-8251-6248-1
Verlag: Urachhaus
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Prof. Dr. med. Volker Fintelmann, geboren 1935, studierte Medizin, promovierte 1961 in Hamburg und spezialisierte sich in Gastroenterologie. Im Krankenhaus Hamburg-Rissen war er bis 1996 als Leitender Arzt tätig und für zehn Jahre dessen Ärztlicher Direktor. 1997 gründete er die Carl Gustav Carus Akademie als Fortbildungsstätte für alle medizinischen Berufe. Sein Anliegen ist die praktische und wissenschaftliche Ausarbeitung der Anthroposophischen Medizin als einer Intuitiven Medizin. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Vortragsredner zu medizinischen und menschenkundlichen Themen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Einleitung Das Immunsystem Selbst und Nicht-Selbst Immunität Die Ganzheit Mensch Spirituelle Immunologie Integrität des Leibes Die weltoffene Seele Leiblich-seelische Immunorganisation Was beeinflusst die Immunität? Die leibliche Immunität fördern Der Empfindungsleib Die seelische Immunität fördern Was hemmt und schwächt die Immunität? Praktische Pflege und Stärkung der Immunität Leibliche Immunität Empfindungsleib Arzneimittel als Helfer Seelische Immunität Infektionskrankheiten Grundsätzliches Ansteckung Immunität Impfungen Zusammenschau SARS-CoV-2 (Covid-19) Autoimmunkrankheiten Die Schilddrüse Die Nierenorganisation Grundelemente der Therapie Zusammenschau Nachwort Anmerkungen Literatur Zum Autor
Spirituelle Immunologie
Der Begriff »spirituell« will deutlich machen, alle überhaupt auftauchenden Phänomene, seien sie sinnlich-sichtbar oder seelisch-erlebbar, das heißt unsichtbar oder den Sinnen nicht zugänglich, vom Geistigen aus zu erfassen. Denn alles Seiende und auch Erscheinende ist aus dem Geist geworden. Er ist das Ursprüngliche. So beschreibt es auch der Anfang (Prolog) des Johannes-Evangeliums. Dort wird der Schöpfergeist »das Wort« genannt. In der Sprache offenbart sich unser Denken, das nicht sinnlich fassbar, das Ausdruck des Geistigen in uns ist, das – wie angesprochen – Mittler sinnlich erscheinender und geistig seiender Welten ist.
und sollen hier nur deshalb erwähnt werden, um nachvollziehbar zu machen, dass die folgenden Darstellungen Ergebnis dieser drei Erkenntnismethoden sind und umfänglich nachprüfbar, wenn man sich diese weiteren methodischen Schritte zu eigen macht. Die medizinische Erkenntniswissenschaft wird so auf die Ganzheiten von Leib und Seele gerichtet10 und damit menschengerechter.
Integrität des Leibes
Der Leib muss den Intentionen des Ich als dessen Werkzeug so entsprechen, dass die persönliche Lebensmelodie, wie sie der amerikanische Psychoonkologe Lawrence LeShan als Ausdruck der Biografie formulierte,11 ungestört und rein erklingen kann. Deshalb durchdringt das Ich den gesamten Leib bis zur einzelnen Zelle und macht aus dem genetisch bestimmten, von Eltern zubereiteten Modell seinen Individualleib. Das dauert ungefähr zwanzig Jahre. Deshalb ist der Mensch im Vergleich mit der Tierwelt ein so extremer Langsamentwickler! Die vollkommene (»ideale«) Leiblichkeit ist erst um das 28. Lebensjahr fertig.
Wir haben die Hauptglieder des Leibes genannt, die an der Immunitätsbildung beteiligt sind oder sein müssen: die gestaltbildende physische Leiblichkeit, in die sich die Stoffe einlagern, in der auch die Sinnesorgane gebildet werden und die uns als Mensch sichtbar sein lässt. Die meisten Anteile des Menschen sind unsichtbar, auch vom Mikroskop oder Elektronenmikroskop nicht ins Sichtbare zu bringen. Wir können das Leben nicht unmittelbar sehen, nur mittelbar in seinen Auswirkungen, zum Beispiel den Funktionen oder Wachstum und Regeneration. Deshalb ist auch das zweite Leibesglied, der Lebensträger oder Lebensleib, nur in seinen Tätigkeiten zu erfassen. Er bleibt als solcher unsichtbar. Ein Tätigkeitsfeld ist beispielsweise alles Strömen von Flüssigkeiten, vom Blut bis zu den Drüsensekreten. Denn sein Element ist das Wasser, womit alte Zeiten alle Art von Flüssigem symbolisierten.
Die weltoffene Seele
Während der Leib strenge Grenzen gegen außen und innen bildet, ist die Seele ihrer Natur entsprechend gegen alle Welt offen. Es ist ihr Wesen, zu kommunizieren und in den Begegnungen mit aller Welt immer Neues zu erfahren und sich anzueignen. Sie ist die Region im Menschen, in welche Fremdes oder Nicht-Selbst ganz einfach eindringen können. Man kann daher verstehen, dass die Seele als eigentlicher Ort des Erkrankens angesehen wird, sei es im Sinne einer psychosomatischen Medizin,12 sei es in der Formulierung Rudolf Steiners, dass alle leiblich-organischen Erkrankungen ihre Ursachen im Seelischen haben, die seelischen oder Gemütskrankheiten dagegen auf Veränderungen im Organleben beruhen.13
Leiblich-seelische Immunorganisation
Wir kommen nun zu einem ersten Hauptteil einer spirituellen Immunologie: der Darstellung eines Organigramms aller leiblichen und seelischen Immunvorgänge, deren Gesamtheit richtiger als Immunorganisation angesprochen wird. Das Wort »System« entspricht einer vorwiegend mechanischen Auffassung; es ist nicht falsch, wird aber der Vielfalt und vor allem Kreativität aller Immunprozesse nicht gerecht. Im Grunde stehen wir vor einem Wunder, das wir eigentlich nicht fassen können. Was ist das für eine lebenslange Leistung, gegen alle Angriffe und Versuchungen von anderen Menschen und aller Welt ganz bei sich zu sein, ganz »Ich Selbst« zu sein! Sich Grenzen zu bilden gegen alles, was ich nicht bin und auch nicht sein will, und dennoch nicht Einsiedlerkrebs, sondern ein kommunikatives Wesen zu sein. Ist doch die Vielfalt der Welt und aller Menschen scheinbar grenzenlos. Wie soll ich da erkennen, wo meine Grenzen sind? Deshalb mag »Organisation« als aktiver Begriff richtiger sein als System, wobei hier kein Spiel mit Worten gemeint ist.
Regulation durch die Seele
Es sind drei Glieder, die vornehmlich an der Erstellung und Erhaltung von Immunität tätig sind, auch wenn der ganze »neungliedrige« Mensch beteiligt ist. Es sind dies die Empfindungsseele, der Empfindungsleib und der Lebensleib.
Sympathie und angeborene Immunität
Sympathie als Seelenkraft trägt in sich den Drang nach Nähe, Einswerden, Verschmelzen. Sie ist der Antrieb zu aller Wahrnehmung, in der wir Einssein mit dem wahrgenommenen Objekt, dem »Ding« anstreben. Steiner spricht von einem Hineinschlafen in die Dinge. Bewusst wird uns das Wahrgenommene erst, wenn wir es wieder verlassen, uns vor es hinstellen (»Vorstellung«). Bleibe ich ganz bei dem Ding, kann ich es nicht erkennen, ich »sehe den Wald vor Bäumen nicht«.
In dem Begriff »Stoff-Wechsel« ist sein Aufgabengebiet exakt beschrieben. Jeder fremde Stoff muss etwas anderes werden, er kann im Menschen nicht der bleiben, der er in der Natur ist. Er muss sich ändern.
C überleben. In Kälte, auch in extremer Form, können sie dagegen lange überdauern.
Lässt sich unmittelbar nachvollziehen, wie falsch, ja schädigend die Antifieberwirkung synthetischer Arzneimittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac, auch Aspirin® ist, wenn eine Erreger-induzierte Erkrankung geheilt werden soll? Bis zu jedem einzelnen Menschen, ob Fachmann/-frau oder Laie, muss sich endlich herumsprechen, dass Fieber eine positive Funktion hat, die es durchaus zu lenken gilt, damit es sich nicht verselbstständigt, die man aber nicht unterbinden oder gar vertreiben sollte. Paracelsus soll gesagt haben: Gebt mir ein Mittel, das Fieber macht, und ich heile euch alle Krankheiten.
Antipathie und erworbene Immunität
Ohne wirklich nachzudenken, wird Sympathie gerne als das Gute und Schöne und Antipathie als etwas Schlechtes bezeichnet. Wir hatten doch gesehen, wie Sympathie durchaus extrem einvernehmende, ja aggressive Züge in sich birgt. Antipathie ist gleichfalls vielschichtig, hat gute und nicht so schöne Anteile. Steigert sie sich beispielsweise zur Abneigung oder gar zum Hass, verrät sie eher böse Züge. Doch sie birgt auch die Fähigkeit zur Distanz in sich, die im menschlichen Miteinander, im sozialen Leben von großer Bedeutung ist. Das wird gut verständlich, wenn ich die Frage stelle: Mögen Sie distanzlose Menschen, wollen Sie selber distanzlos sein? Die Nähe braucht als Ausgleich, als Gegenüber die gesunde Distanz. Wir brauchen sie in der Wahrnehmung, um von ihr zur Vorstellung weiterzuschreiten. Und diese wiederum führt zum Urteil, zum Begriff. Beides brauchen wir, wenn unsere erworbene, eigentlich ständig neu zu erwerbende Immunität funktionieren soll. Für sie brauchen wir eine spezifische Antwort auf alles Nicht-Selbst, da reicht das einfache Drauflos-Schlagen nicht aus.
Während der Leib also natürliche Grenzen hat, die bewacht werden, muss die Seele ihre Grenzen selber errichten, sie ständig erhalten und überwachen. Es ist eine Entscheidung des Ich, wie weit oder eng es diese Grenzen setzt, sie sind nicht vorgegeben, sondern werden individuell gezogen. In einer alten Wortbildung kann von...




