Flynn | Heartbreaker | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 346 Seiten

Reihe: Harbor City

Flynn Heartbreaker


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7363-1110-7
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 346 Seiten

Reihe: Harbor City

ISBN: 978-3-7363-1110-7
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sein Unternehmen ist seine Welt - bis ein Kuss alles verändert ...

Sawyer Carlyle regiert sein Unternehmen mit eiserner Hand. Ein Privatleben kennt er nicht, und für die Liebe hat er keine Zeit - für ihn zählt nur der nächste Deal. Umso mehr nervt es ihn, dass seine Familie alles daransetzt, ihn zu verkuppeln und ihm eine potenzielle Freundin nach der anderen präsentiert. Um dem einen Riegel vorzuschieben, engagiert der CEO Clover Lee. Die junge Frau soll seine Verlobte spielen und ihm die heiratswilligen Damen - und seine Familie - vom Hals halten. Doch dann stellt ein heißer Kuss zwischen Clover und Sawyer seine Welt auf den Kopf, und aus dem Spiel wird schnell etwas ganz anderes ...

'Von der ersten Seite an ein echter Hit. Frisch, witzig und sexy - ich will mehr davon!' BOOKS I LOVE A LATTE

Auftakt der charmanten und prickelnden HARBOR-CITY-Serie von Bestseller-Autorin Avery Flynn



Avery Flynn ist eine USA-TODAY-Bestseller-Autorin und schreibt über Männer, denen die Welt gehört, und Frauen, die sie in die Knie zwingen. Sie liebt ihre drei Kinder und ihren Eishockey fanatischen Ehemann. Weitere Informationen unter: www.averyflynn.com
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1. Kapitel


»Ich werde dich umbringen, Hudson. Langsam. Mit einem Löffel.«

Sawyer Carlyle marschierte zwischen seinem Schreibtisch und dem Sitzbereich seines Büros im obersten Stockwerk des Carlyle Tower hin und her. Normalerweise war sein Arbeitszimmer mit seiner kühlen, modernen Einrichtung und den Panoramafenstern mit Blick auf Harbor City sein Rückzugsort, aber heute war es eher sein Versteck.

Als ihm seine Assistentin Amara Grant den ersten geheimnisvollen Jobanwärter gemeldet hatte, war er noch verwirrt gewesen. Nachdem der zehnte aufgetaucht war, hatte er gewusst, dass ihm sein Bruder einen Streich gespielt hatte.

»Du kannst mich gar nicht umbringen. Und du solltest lieber aufhören, Filme zu zitieren, sonst erzähle ich jedem, dass du auf Schnulzen stehst.« Hudsons Lachen drang laut und klar aus dem Lautsprecher. »Außerdem brauchst du mich. Ich bin der Einzige, der Mom von ihrer Mission abbringen kann.«

Oh ja. Operation Bringt Sawyer unter die Haube. Helene Carlyle hatte die dreijährige Trauerphase um ihren verstorbenen Gatten mit einem einzigen Gedanken hinter sich gelassen: die perfekte Frau für ihren ältesten Sohn zu finden. Sawyer hatte keine Ahnung, wie es Hudson gelungen war, dem ganzen Spaß zu entgehen, aber Mom hatte die Anstrengungen bezüglich ihres Erstgeborenen verdoppelt. Bis jetzt waren alle Kandidatinnen sich kaum voneinander unterscheidende Versionen der gleichen Frau gewesen. Alter Geldadel. Keine Persönlichkeit. Sagte immer das Richtige und kannte die Gepflogenheiten der feinen Gesellschaft von Harbor City. Des Weiteren hatte jede von ihnen den gleichen leicht gequälten Gesichtsausdruck von jemandem gehabt, der einen Pups unterdrückte. Es war dieses ganze falsche Getue, für das Sawyer absolut keine Zeit hatte, wenn Carlyle Enterprises weiter wachsen sollte, während der internationale Bauboom implodierte.

Er blieb an seinem Schreibtisch stehen und starrte auf die lächerliche Anzeige auf seinem Computermonitor, die Hudson überall verbreitet hatte.

GESUCHT: PERSÖNLICHER PUFFER

Oft mürrische, arbeitssüchtige und anspruchsvolle Führungskraft sucht kurzfristig »Puffer« für lästige äußere Ablenkungen alias Menschen. Aufdringliche Freigeister mit übertriebenen Marotten oder genereller Überempfindlichkeit werden nicht eingestellt. Bewerber sollten rund um die Uhr verfügbar sein.

Gehalt verhandelbar. Diskretion obligatorisch.

Mürrisch. Arbeitssüchtig. Anspruchsvoll. Na und? Er war, wer er war, und er würde sich nicht dafür entschuldigen.

Sawyer trommelte mit den Fingern auf dem Schreibtisch herum, der bis auf seinen Computermonitor, eine Funkmaus und das Telefon frei war. »Diese verdammte Anzeige ist ein einziger Witz.«

»Und trotzdem ist der ganze Vorraum voll mit Kandidaten, bei denen ich vorab bereits überprüft habe, ob sie beim ersten lauten Wort von dir zu heulen anfangen, also hör mit dem Rumgetue auf.«

Sawyer war nicht »mürrisch«. Er war beschäftigt. Verstand denn keiner den Unterschied?

Er drehte sich um und starrte aus den Fenstern auf die exklusive Aussicht. Mühelos fiel sein Blick auf die Hochhäuser von Carlyle Enterprises. So war es in allen Großstädten der Welt. Ihr Vater Michael hatte seine Spuren hinterlassen, und jetzt war es an Sawyer, dafür zu sorgen, dass die Erinnerung an seinen alten Herrn nicht befleckt wurde. Auf dem heutigen Markt war das keine leichte Aufgabe, und es war auch keine, die er schon so früh zu übernehmen erwartet hätte.

Mit zweiunddreißig war er der jüngste Carlyle, der das vor vier Generationen gegründete Familienunternehmen leitete. Doch diese Ehre hätte er ohne zu zögern dafür eingetauscht, seinen Vater wiederzubekommen. »Ich habe nie darum gebeten.«

»Doch, das hast du«, erwiderte Hudson, der Sawyers Bemerkung missverstand. »Ich glaube, es war, nachdem Mom dich bei der Museumsspendengala mit drei potenziellen Ehefrauen umzingelt hatte. Und wie es jeder gute kleine Bruder in einer solchen Situation tun würde, habe ich dir zur Flucht verholfen und dich betrunken gemacht, damit du mir dein Herz ausschüttest. Du bist derjenige, der mir gesagt hat, dass du einen Puffer für Mom brauchst.«

Der Scherz über einen menschlichen Puffer war witziger gewesen, als Sawyer noch eine halb leere Flasche Scotch in der Hand gehalten hatte.

»Nachdem du also jahrelang alles ignoriert hast, was dein großer Bruder dir dein ganzes Leben lang gesagt hat, entscheidest du dich dafür, dieser einen Sache Beachtung zu schenken?« Sawyer fuhr sich mit den Fingern durch sein dichtes Haar und drehte sich wieder zum Telefon um, als ob Hudson seinen finsteren Blick sehen könnte. »Alles, was ich wollte, war, dass du dich ein bisschen einmischst und einige der Kandidatinnen von mir weg und in dein Bett lockst.«

»Da neunundneunzig Prozent von allem, was aus deinem Mund kommt, mit der Firma zu tun hat, sollte dich die Tatsache, dass ich das meiste von dem, was du sagst, ignoriere, nicht weiter schockieren. Außerdem dachte ich, die Anzeige wäre ziemlich lustig.«

»Das glaube ich dir sofort.« Sein Bruder, der Komiker.

»Und was willst du jetzt tun?«

Sawyer sah zu der geschlossenen Doppeltür auf, hinter der Amara über das Vorzimmer herrschte. »Sie nach Hause schicken.«

»Ohne auch nur über die Idee nachzudenken, deinen eigenen Puffer zu haben?«, fragte Hudson. »Komm schon. Wir wissen doch beide, dass es dir am liebsten wäre, wenn du dich einzig und allein auf die Liebe deines Lebens konzentrieren könntest: Carlyle Enterprises

Einen persönlichen Puffer. Es war idiotisch. Er konnte die meisten Leute hervorragend allein vergraulen. Na ja, jeden außer ihrer Mutter. Sie ließ sich weder abschrecken noch vergraulen, egal wie mürrisch er sich gab. Helene Carlyle war genauso sehr daran gewöhnt, ihren Willen zu bekommen, wie er. Das führte zu interessanten Familienessen.

»Eigentlich solltest du es sein, der den Leuten da draußen sagt, dass es keinen Job gibt. Das würde dir recht geschehen.«

»Tja, so ein Pech, großer Bruder. Ich bin in der Hütte.«

Sawyer hätte es wissen sollen. Hudson liebte sein Wochenendhaus – in das er noch nie jemanden eingeladen hatte – über alles. Er hatte zwar ein Büro im Carlyle Tower, aber das bedeutete nicht, dass er es öfter benutzte, als nötig war. »Es ist Donnerstag.«

»Im Gegensatz zu dir«, sagte Hudson gedehnt, »weiß ich, wann ich eine Pause machen und die Schönheit bewundern muss, die die Welt mir zu bieten hat.«

»Wie heißt sie diesmal?«

»Wer sagt, dass es nur eine ist?«

Sawyer musste lachen. Sein Bruder steckte genauso in seinen Gewohnheiten fest wie Sawyer in seinen. »Bei dir ist wirklich Hopfen und Malz verloren.«

»Nein, ich weiß nur, dass es wichtig ist, auch mal die Seele baumeln zu lassen.«

»Du hörst dich an wie jemand, der vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht.«

»Geht das Sprichwort nicht andersherum?«

»Nicht in deinem Fall.«

Dann hatte er eben immer das große Ganze im Blick. Na und? Das war vielleicht nicht die beste Aussicht, aber die einzige, die zählte. »Hudson, du bist eine furchtbare Nervensäge.«

»Gleichfalls. Viel Glück heute Abend.«

Das unangenehme Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben, ließ ihn sich zu seinem Monitor umdrehen und einen Blick in seinen Terminplaner werfen. Unter den Notizen zu dem Singapur-Deal, über den er gerade verhandelte, befand sich ein Vermerk, dass heute Abend um acht die Spendengala des Harbor City General stattfinden würde. Das Krankenhaus benannte sein neues Herzzentrum nach seinem Vater. Die Kardiologen und Chirurgen hatten alles in ihrer Macht Stehende getan, um Michael Carlyle zu retten, doch es war ihnen nicht gelungen. Die Belegschaft war unglaublich, und sie verdiente das neue Zentrum mit seiner topmodernen Einrichtung.

»Verdammt«, sagte er und ignorierte den Stich in seinem Herzen, den er immer verspürte, wenn er an seinen Dad dachte. »Das hatte ich total verdrängt.«

»Mach dir nicht die Mühe, eine Begleitung mitzubringen«, scherzte Hudson. »Ich bin sicher, dass Mom schon zwei bis drei für dich in petto hat.«

Mit dieser letzten Spitze verabschiedete sich sein Bruder, und das Geräusch des Auflegetons erfüllte Sawyers Büro und hallte von schlichten Metall- und Glasoberflächen wider. Er drückte auf einen Knopf, um das Telefonat zu beenden, und warf einen erneuten Blick auf die Stadt zu seinen Füßen, bevor er zur Tür ging, um zu tun, was getan werden musste – alle nach Hause zu schicken, weil es keinen Job gab.

Clover Lee war am falschen Ort. Das musste sie sein.

Das Büro im obersten Stockwerk des Carlyle Tower war voller kräftiger Männer in dunklen Anzügen, die einen entweder vor den Handlangern der bösen Jungs beschützten oder selbst die Handlanger der bösen Jungs waren. Sobald Clover aus dem Aufzug gestiegen war, hatte sie bemerkt, wie die Männer sie kurz gemustert hatten, um dann wieder ausdruckslos vor sich hin zu starren.

Denk dran, warum du hier bist, Clover.

Denn jeder Tag war ein Abenteuer und die meisten armen Trottel hockten mit einer Tüte Chips auf der Couch – aber nicht sie. Abenteuer. Romantik. Neue Orte. Interessante Leute. Spaß. Spannung. Schönheit. Leid. Ekstase. Lust. Liebe … Na gut, das Letzte nicht – wer wollte schon sesshaft werden? –, von den übrigen Sachen allerdings bitte...


Avery Flynn ist eine USA-TODAY-Bestseller-Autorin und schreibt über Männer, denen die Welt gehört, und Frauen, die sie in die Knie zwingen. Sie liebt ihre drei Kinder und ihren Eishockey fanatischen Ehemann. Weitere Informationen unter: www.averyflynn.com



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