Frietsch | Das Resilienzbuch der Literatur | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 224 Seiten

Frietsch Das Resilienzbuch der Literatur

Wie Resilienzstrategien in Romanen, Erzählungen oder Gedichten gefunden und praktisch genutzt werden können
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-911069-01-4
Verlag: resilienz-verlag.de
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Wie Resilienzstrategien in Romanen, Erzählungen oder Gedichten gefunden und praktisch genutzt werden können

E-Book, Deutsch, 224 Seiten

ISBN: 978-3-911069-01-4
Verlag: resilienz-verlag.de
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Resilienz ist eine Grundeigenschaft des Menschen. Unter Resilienz versteht man die innere Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse zu stärken. So bleiben wir resilient mit dem Ziel, Krisen zu meistern und die eigene Entwicklung zu fördern. Wo ist Resilienz zu finden? Zunächst im eigenen Leben und dann in der Literatur, denn jeder Roman, jede Erzählung oder jedes Gedicht ist gelebtes Leben. Die Literatur bietet einen universellen Fundus an Ideen für Resilienzstrategien. Die eigene Situation kann reflektiert und durch die Lektüre und die dabei angestellten Überlegungen verändert werden. Die Beschäftigung mit Resilienz und Literatur fördert ein tieferes Verständnis des Lebens. Das Resilienzbuch der Literatur zeigt erstmals Resilienzstrategien in der Literatur auf, die für das eigene Leben nutzbar gemacht werden können. Mit anderen Worten: Die Lektüre dieses Buches kann ihr Leben verändern.

Wolfram Frietsch. Dr. phil., M. A.: Studium an den Universitäten Freiburg und Heidelberg: Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Mediävistik und Politikwissenschaft 1. und 2. Staatsexamen für die Laufbahn des höheren Schuldienstes, Dozent in der Erwachsenenbildung Vorträge mit Schwerpunkt Philosophie, Literatur, Politik, Musik, Vorsitzender der Gesellschaft für angewandte Philosophie und der Goethe Gesellschaft in Baden-Baden. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins: Resilienz und Literatur e. V. www.resilienz-literatur.de www.resilienz-verlag.de

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Vorwort, auch für später
Gleichwohl „Resilienz“ zu einem Modewort wurde, ist das Phänomen älter als sein Begriff. Resilienz ist eine Grundeigenschaft des Menschen. Unter Resilienz versteht man die Stärkung der inneren Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse mit dem Ziel, Krisen zu meistern und die eigene Entwicklung positiv zu beeinflussen.1 Ist es also möglich, Resilienz zu stärken oder zu entwickeln? Kann Resilienz gelehrt und erlernt werden? Sind wir alle resilient? Oder muss alles resilient sein, selbst ein Verkehrsschild? Nein, das muss es nicht. Ob wir alle resilient sind, ist zunächst einmal eine Vermutung. Die Resilienzforschung ist sich nach wie vor uneinig. Die Bandbreite reicht von der Fähigkeit, Resilienz zu entwickeln, bis hin zur Annahme, dass sie nicht frei verfügbar sei. Entweder ein Mensch ist resilient oder er ist es nicht. Wäre er es nicht, könne Resilienz weder gelehrt noch gefördert werden. In den letzten Jahren hat sich jedoch ein gewisser Konsens darüber herausgebildet, dass Resilienz bei Menschen entwickelt und gefördert werden kann. Die Resilienzforschung erforscht „Schutzfaktoren“, die Belastungen und Stresssituationen reduzieren und innere Widerstandskräfte stärken können. Das entspricht dem, was man unter einer Resilienzstrategie versteht: Belastungssituationen erkennen, Widerstandskräfte aktivieren, Schutzfaktoren identifizieren und alles zusammen durch eine plausible Strategie positiv und konstruktiv beeinflussen. Wie lässt sich eine Resilienzstrategie ermitteln und in der Praxis anwenden? Indem man sich auf Forschungen aus den Bereichen Medizin, Pädagogik und Soziologie stützt. Genau das ist der Plan dieses Buches. Es geht also nicht um Aussagen von Autoren, die sich auf subjektive Überlegungen zum Resilienzphänomen beziehen, sondern um wissenschaftliche Erkenntnisse. Meinungen zu verbreiten ist eine Vorgehensweise, sich aber gleichzeitig auf empirische Ergebnisse der Resilienzforschung zu stützen, das ist das Entscheidende. Und das ist die Basis für dieses Buch.2 Wo kann man Resilienz finden? Zuallererst im eigenen Leben, dann durch Beobachtung oder Gespräche mit anderen Menschen. Eine andere Möglichkeit ist, dort nach Resilienz zu suchen, wo sie leicht zu finden ist: in der Literatur. Die Literatur bietet einen universalen Fundus an Ideen zu Resilienzstrategien. Sie ermöglicht ein „Planspiel“, um Überlegungen aus der Lektüre auf die eigene Situation zu übertragen. Resilienzaspekte können in jedem Roman, jeder Geschichte, jedem Gedicht und jedem Theaterstück aufgezeigt werden. Das Erleben von Resilienz in der Literatur kann Menschen helfen, Auswege aus belastenden Situationen zu finden. Das Studium von Resilienz und Literatur fördert ein tieferes Verständnis der Lebensumstände. Sie bietet Möglichkeiten, die Stromschnellen des Lebens geschickter zu durchschiffen. Wenn Literatur mit Resilienz kombiniert wird, kann sie auf umfangreiche Lebenserfahrung zurückgreifen. Beide basieren auf der gleichen Lebenswelt. Die Lebenswelt umfasst alles, woran Menschen teilhaben. Sie ist die gemeinsame Basis, auf der wir alle mit unseren Erfahrungen, Hoffnungen, Gedanken oder Träumen stehen. Die Lebenswelt ist die geschriebene Erzählung und die täglich erlebte Mitwelt, deren Teil wir sind. Kein Roman, kein Gedicht, kein Theaterstück ist außerhalb der Welt, in der wir leben. Die Grundlage ist und bleibt die Lebenswelt, an der wir alle teilnehmen, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Selbst außereuropäische Lebenswelten sind der unseren ähnlich. Autorinnen und Autoren in Afrika: Tsitsi Damgaremba, Abdulrazak Gurnah, Hama Tuma, in Asien: Kenzaburo Oe, Rabindranath Tagore, Nguyen Ngoc Tu oder in Südamerika: Isabel Allende, Gabriel García Márquez, Roberto Bolano, sie alle schreiben über Liebe, Schicksal, Ungerechtigkeit, Leidenschaft, Geburt und Tod, Hoffnung und Verzweiflung. Sie alle sind Teil einer literarischen Kultur, die sich zwar von der unseren unterscheidet, aber dennoch lesbar ist. Mit einem unvoreingenommenen Blick können wir außerdem vieles durch sie entdecken, was wir vorher nicht kannten. Das bedeutet nicht, dass wir das nicht auch „haben“, denn: wie könnten wir etwas erkennen, ohne dass es eine Entsprechung in uns gibt? Der Gegenstand unseres Interesses ist ein Teil von uns, auch wenn er in anderen Ländern, anderen Zeiten oder anderen Welten angesiedelt ist. Literatur ist eine universale Chiffre, die wir benötigen, um Mensch zu sein. Literatur bietet Antworten auf die Fragen des Lebens. Manchmal braucht es einen Hinweis, ein Wort, eine Geste oder eine Erklärung, um die Welt mit anderen Augen zu sehen. Literatur wird zu einem Spiegel, in dem wir uns selbst betrachten können. Resilienz liefert das entsprechende Spiegelbild. Literatur kann Antworten auf wichtige Fragen des Lebens geben. In dieser Hinsicht macht es Sinn, Resilienzstrategien kennenzulernen. Ich möchte hier eine Auswahl an Literatur anbieten, die zeigt, welcher Gewinn sich aus der Auseinandersetzung mit dem Thema Resilienz einstellen kann. Dabei lässt sich nicht vermeiden, dass auch Bücher beschrieben werden, die dem Leser vorerst unbekannt sind. Dabei gewinnt man lesend einen ersten Eindruck, der später in entscheidenden Momenten erinnerbar wird. Ein Impuls kann sich einstellen und anzeigen, dass eine bestimmte literarische Strategie auf mich als Leser übertragbar wäre. Wenn ich den Eindruck habe, dass mich diese Strategie aus dem Text weiterbringt, kann ich sie nutzen. Ich lese auf Verdacht und kann später bei Bedarf abrufen. Philosophisch ausgedrückt: Ich lasse mich auf das Fremde ein, um es eines Tages als Vertrautes vorzufinden. Jeder braucht Hilfe und Unterstützung. Auch der stärkste Charakter hat seine dunklen Stunden. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit vielen literarischen Themen zu beschäftigen, denn Literatur kann Antworten auf alle Lebensfragen geben. Bisher ist es nicht gelungen, eine Strategie zu entwickeln, die über eine subjektive Ratgeberliteratur hinausgeht. Diese Lücke wird hier geschlossen, daher dieses Buch, darum die Website: www.resilienz-literatur.de und deshalb der gemeinnützige Verein: Resilienz und Literatur e. V. Dieses Buch vermittelt eine Perspektive, wie sich Resilienz auf Literatur anwenden lässt. Oder um es anders auszudrücken: Die Lektüre dieses Buches wird einen nachhaltigen Einfluss auf Ihr Leben haben. Das ist meine (un)bescheidene Hoffnung. Wie das Buch lesen? Teil I zeigt auf, warum es überhaupt möglich ist, Resilienz mit Literatur in Verbindung zu bringen, und warum man dies tun kann und sollte. Teil II bietet eine breite Palette an Möglichkeiten, Resilienz auf Literatur zu beziehen. Elf Resilienzfaktoren werden mit Literatur kombiniert. Ausgehend von Textbetrachtungen werden Überlegungen angestellt, um auf der Basis der Resilienzfaktoren eine Resilienzstrategie abzuleiten. (Weitere Strategien sind denkbar und möglich. Ebenso können mehr oder weniger als elf Resilienzfaktoren angenommen werden. Das widerspricht nicht der Absicht dieser Arbeit.) Teil III zeigt, wie Bücher im Allgemeinen mit einer Resilienzstrategie in Verbindung gebracht werden. Ein Wort zur Literatur Mein Respekt, meine Verehrung und meine Verbundenheit sind viel zu groß, als dass ich Literatur als Steinbruch für eine Theorie benutzen oder zweckentfremden könnte. Eine Entfremdung der Literatur von sich selbst, liegt mir fern. Viel eher ist es Hochachtung, die eine Zusammenschau mit Resilienz erst ermöglicht. Es ist meine feste Überzeugung, dass beides zusammengehört: Resilienz UND Literatur.3 Wehen Herzens entsann er sich der zahllosen Demütigungen, die er zu Haus und in der Schule erlitten hatte ... ihm war dann, als seien die Hörner des Siegs im Wald verschallt und die Trommeln und Gongs des Triumphs in der Stille verzittert. Die Adler waren fortgeflogen. Vor seiner Vernunft kam er sich vor wie ein Wahnsinniger, der sich für Cäsar hielt. Er verrenkte den Hals, wandte den Kopf ungelenk zur Seite und schlug die Hand vors Gesicht. (Thomas Wolfe: Schau heimwärts, Engel!) 1 nicht immer einfach ist es, sich an das zurecht betonte Gendering zu halten. Das im Text verwendete „wir“ meint jeweils Lesende und autor. 2 Ich halte es für höchst bedenklich, wenn Resilienz(training) „nur“ eingesetzt wird, um auf dem arbeitsmarkt bestehen zu können oder eben belastbarer zu sein und effektiver arbeiten zu können. Das widerspricht dem Kerngedanken von Resilienz. Damit wird eine entwicklung gefördert, die zwar leistungsorientiert ist, sich aber nicht am Menschen ausrichtet, die wirtschaftlich und kostenoptimierend denkt, aber nicht das ziel eines nachhaltigen, menschenorientierten ansatzes im Blick hat. Resilienz und Management sind eine fragwürdige Kombination, wenn es um die Bekämpfung von Symptomen und nicht von...



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