Fuchs | Kafkas Kunstreflexion | Buch | 978-3-8498-2136-4 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 29, 298 Seiten, Format (B × H): 145 mm x 205 mm, Gewicht: 400 g

Reihe: Moderne-Studien

Fuchs

Kafkas Kunstreflexion

Ästhetische Schauanordnungen zwischen Theater, Bild und Schrift
Erstauflage 2026
ISBN: 978-3-8498-2136-4
Verlag: Aisthesis Verlag

Ästhetische Schauanordnungen zwischen Theater, Bild und Schrift

Buch, Deutsch, Band 29, 298 Seiten, Format (B × H): 145 mm x 205 mm, Gewicht: 400 g

Reihe: Moderne-Studien

ISBN: 978-3-8498-2136-4
Verlag: Aisthesis Verlag


Wenn Franz Kafka über Kunst schreibt, dann tut er das nicht von einem theoretischen Standpunkt aus. Er geht den Künsten durch eigene Wahrnehmung auf den Grund und denkt Ästhetik radikal vom Darstellungsmaterial her: Die schauspielerische Körperlichkeit im Theater, die Linien und Farbflächen von Bildern und das grafische Aussehen der Schrift werden zu künstlerischen Phänomenen eigenen Rechts. Dabei treten sie in Relation, überlagern einander, eröffnen Spannungsfelder und zeigen sich in ästhetischen Schauanordnungen.

Das vorliegende Buch arbeitet heraus, wie Kafka diese Schauanordnungen in seinen Tagebüchern, Briefen und Erzähltexten inszeniert. Seine Texte zur Kunst spielen mit materiellen und imaginativen Rezeptionsdimensionen. Kafkas Kunstreflexion ist somit nicht als ein Nachdenken über ästhetische Phänomene zu verstehen, sondern als textuelle Bewegung, die selbst zum performativen Vollzug und zur Kunst im Sinne Kafkas wird.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


I Einleitung

1 Profil und Kontext der Arbeit
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Forschungslage, Vorgehen und Aufbau

2 Vorüberlegungen und theoretische Prämissen
2.1 Wahrnehmung als ästhetisches Paradigma
2.2 Kafkas ›Anderssehen‹ in der Konfiguration von Theater, Bild und Schrift
2.2.1 Skizzierung des Analysefeldes
2.2.2 Das Kaiserpanorama als Modell
2.2.2.1 Schauanordnungen
2.2.2.2 Visualität, Materialität und Intermedialität der Kunst
2.2.3 Sprache - das Leitmedium der Kunstbetrachtungen Kafkas

II Theater

1 Kafka im Theater
1.1 Zuschauen
1.2 Optische Zerstreuung
1.3 Visuelle Vertiefung

2 Schau-Spiel
2.1 Schauspieltechnik als Körpertechnik
2.2 'Nachahmungstrieb'
2.3 Schauspielbeschreibungen

3 Theatrale Schauanordnungen. Kafkas literarische Szenarien von Varieté und Zirkus
3.1 Rotpeters Mimesis
3.2 Darstellungsaporien des theatralen Körpers: 'Ein Hungerkünstler'
3.3 Zirzensische Theatralität und visuelle Wahrnehmung im Zeitalter der Bildtechnik: 'Auf der Galerie'

III Bild

1 Kafka im Museum
1.1 Phänomenologische Bildtheorie
1.2 Der ästhetische Körper im Museum. Statik, Mittelbarkeit und Materialität
1.3 Bildrezeptive Wahrnehmungsbeschreibung
1.4 '[W]as das Auge an Einzelheiten verlor gewann es an Fülle.' Unbestimmtheit und Prozessualität der Bildwahrnehmung

2 Schreiben, 'um im Bilde zu bleiben'. Kafkas literarische Bilder
2.1 Bildliche Sprache
2.2 Sprachliche Bilder
2.3 Kafka vor 'den imaginären Gucklöchern des imaginären Kaleidoskops'

3 Kafka zeichnet
3.1 Die Linie als epistemisches und diskursives Phänomen
3.2 Produktionsästhetik jenseits der Literatur
3.2.1 Im Spannungsfeld von zeichnerischer und sprachlicher Bildlichkeit
3.2.2 Materialität und ›Überzeichnung‹. Zur intermedialen Anbindbarkeit der Zeichnung

IV Schrift

1 Kafkas ›Phänomenologie der Schrift‹
1.1 Skripturale Beschreibungsaporien
1.2 Die visuelle Ästhetik der Schrift
1.3 Material und Präsenz

2 Schriftmedialität
2.1 'Transkriptivität' und Anschaulichkeit
2.2 (Selbst-)Inszenierungen der Schrift in Kafkas Briefen
2.3 Lesen als ›verstetigte Kippbewegung‹: 'Die Bäume'

3 Skripturale Schauanordnungen
3.1 Schrift-Bild-Konfigurationen in den Tagebüchern
3.1.1 Kafkas skripturale Zeichengeste
3.1.2 ›Equilibristische‹ Konstellationen zwischen Schrift und Zeichnung
3.2 Betrachtungsoperationen, Bezeichnungsvorgänge, Beschreibungsprozeduren: 'In der Strafkolonie'

V Schlusswort

VI Literaturverzeichnis

1 Werke Kafkas (mit Siglen)
2 Forschungsliteratur

VII Bildnachweise

Danksagung


David Fuchs ist Germanistischer Literaturwissenschaftler mit den Forschungsschwerpunkten Textualität und Ästhetik sowie Künste in der Literatur. Während seiner Promotion an der Universität Luxemburg widmete er sich intensiv Franz Kafka: Er analysierte, lehrte und publizierte über die kunstreflexiven Texte des Autors und erkundete dabei, wie Literatur selbst zu einem Ort ästhetischer Erfahrung wird.



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