Gonder / Heilmeyer | Essen! Nicht! Vergessen! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

Gonder / Heilmeyer Essen! Nicht! Vergessen!

Demenzrisiko einfach wegessen – oder: Wie die Ernährung vor Alzheimer & Co. schützen kann.
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7453-0916-4
Verlag: riva
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Demenzrisiko einfach wegessen – oder: Wie die Ernährung vor Alzheimer & Co. schützen kann.

E-Book, Deutsch, 192 Seiten

ISBN: 978-3-7453-0916-4
Verlag: riva
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie mit gesunder Ernährung Alzheimer und Demenz vorbeugen und behandeln können. Fakten, Infos und Praxistipps. Endlich eine gute Nachricht: Sie können Alzheimer vorbeugen und behandeln! Und das ist gar nicht schwer - Sie müssen dafür nur Ihren Speiseplan verbessern. Ulrike Gonder und Dr. Peter Heilmeyer erklären Ihnen in »Essen! Nicht! Vergessen!« kompetent und leicht verständlich, in welcher Form Demenz und Ernährung zusammenhängen und wie Sie dieses Wissen sinnvoll für sich nutzen können. Die Angst vor dem Vergessen grassiert, Alzheimer oder Demenz sind viel behandelte Schlagwörter in Fernsehtalkshows und Ratgeberliteratur. Das Problem ist bekannt, aber Lösungen sind rar: Höchste Zeit für ein besonderes Alzheimer-Buch! »Essen! Nicht! Vergessen!« präsentiert Ihnen einen einfachen Ansatz, mit dem Sie Alzheimer und Demenz durch kleine Veränderungen in Ihrem Alltag vorbeugen und behandeln können. Wissenschaftlich fundiert werden Ihnen die Zusammenhänge zwischen Demenz und Ernährung nahegebracht, und Sie lernen, wie derartige Krankheiten entstehen und was sie im menschlichen Körper auslösen. Auf dieser Grundlage bauen die Autoren eine wirkungsvolle Strategie gegen Alzheimer und Demenz auf - und beziehen Sie mit ein: »Essen! Nicht! Vergessen!« funktioniert nur mit Ihnen, aber dann richtig gut. Damit Sie selbst wirksam Alzheimer vorbeugen und behandeln können, präsentieren die Autoren viele praktische Tipps, die Ihnen das schlaue Prinzip hinter »Essen! Nicht! Vergessen!« veranschaulichen sollen. Sie erfahren, wie Alzheimer mit Kokosöl bekämpft werden kann, und lernen die Grundlagen der LOGI-Methode kennen. LOGI steht für viel Genuss mit wenigen Kohlenhydraten und ist damit ideal geeignet, um dem Albtraum Alzheimer durch Ernährung zu begegnen. Neben dem leicht verständlichen theoretischen Teil verrät Ihnen dieses einzigartige Alzheimer-Buch jede Menge konkrete Rezepte und liefert zahlreiche Ratschläge, wie Sie nicht nur gesunde Mahlzeiten kochen, sondern Ihren ganzen Lebensstil auf die neue Herausforderung einstellen können. Demenz-Bücher gibt es viele, aber »Essen! Nicht! Vergessen!« ist anders: Anschaulich werden die Zusammenhänge von Alzheimer und Ernährung beleuchtet und eine greifbare Methode angeboten, um Alzheimer vorbeugen und behandeln zu können - fangen Sie gleich an und essen Sie sich gesund!

Ulrike Gonder ist Ökotrophologin und arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, Autorin, Referentin und Trainerin. Seit Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der ketogenen Ernährung und zählt nach viel beachteten Veröffentlichungen zu den wenigen Keto-Expertinnen im deutschsprachigen Raum. Dr. med. Peter Heilmeyer ist seit 1994 Leitender Arzt der Reha-Klinik Überruh, wo er als erfolgreicher Lifestyle-Mediziner seinen Patienten zu einem aktiveren, bewussteren und freudvolleren Leben verhilft. Mit seinem besonderen Konzept weist er in seinen Seminaren auch Top-Managern den Weg zu einem Leben in bester Gesundheit.
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Weitere Infos & Material


ALZHEIMER: AUCH EINE FRAGE DES LEBENSSTILS


Die Aussicht, den Verstand zu verlieren, sein Ich, seine Persönlichkeit, seine Erinnerungen und abhängig von der Versorgung und Pflege durch andere zu werden, lässt einen erschauern. Der Millionär und Lebemann Gunther Sachs brachte sich sogar um, als er nur vermutete, an Alzheimer erkrankt zu sein. Zu dieser großen Angst vor dem Vergessen trägt ganz wesentlich bei, dass noch immer der Eindruck vermittelt wird, eine Alzheimer-Erkrankung sei ein unausweichliches Schicksal, die unabwendbare Folge des Älterwerdens, gegen die man nichts tun kann. Doch das ist falsch! Alzheimer ist nicht das Schicksal aller Hochbetagten und wir können etwas dagegen tun – durch die Art, wie wir leben, unseren Lebensstil. Das zeigen inzwischen viele Studien. Und: Je früher wir damit beginnen, desto besser.

Was ist Alzheimer?


Alzheimer ist eine zerstörerische, fortschreitende Demenz-Erkrankung. Ihre ersten auffälligen Anzeichen sind meist Gedächtnisprobleme, im weiteren Verlauf lassen auch andere höhere Hirnleistungen und kognitive Fähigkeiten immer mehr nach. Alzheimer wird gerne als isolierte Erkrankung des Gehirns angesehen, doch auch das ist nicht richtig. Denn sehr oft ist dieses kranke Gehirn Teil eines insgesamt chronisch kranken Körpers. Nur selten sind die Betroffenen ansonsten kerngesund. Wir werden darauf zurückkommen, wenn wir die Verbindung zwischen Alzheimer und dem Hormon Insulin erklären (ab Seite 41), die zeigt, dass Störungen des Stoffwechsels sich auch im Gehirn bemerkbar machen. Der Mensch hat nur einen Blutkreislauf und nur ein Nervensystem, alles ist miteinander verbunden. Daher sehen wir Alzheimer nicht als isolierte Hirnerkrankung an, sondern als Stoffwechselkrankheit, als Störung im Gesamtsystem Körper. Schon Alois Alzheimer, der die »seltsame Erkrankung der Hirnrinde« seiner erst 56-jährigen Patientin Auguste Deter 1906 erstmals beschrieb, schloss eine systemische Ursache nicht aus, als er eine Infektion als Auslöser vermutete.

Abb.: Hirn-Querschnitte

Die Alzheimer‘sche Erkrankung verläuft chronisch, ihre letzte Ursache gilt als unbekannt. Es gibt bis heute keine Arznei, die sie heilen kann. Auffällig sind abnorme Eiweißablagerungen und Faserstrukturen in den Gehirnen der meisten Betroffenen, so genannte ß-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillenbündel. Auffällig ist auch, dass schon früh im Krankheitsverlauf die Synapsen, also die Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen, in bestimmten Hirnregionen nicht mehr richtig funktionieren oder verloren gehen. Später sterben dann auch vermehrt Nervenzellen (Neuronen) ab, das Hirn schrumpft. Diese Prozesse ziehen sich über viele Jahre, ja Jahrzehnte, hin. Treten die ersten Demenzsymptome auf, hat die Krankheit schon lange »geschwelt«.

EINEN BLICK INS HIRN WAGEN

Alzheimer zu diagnostizieren, ist nicht leicht. Eine sichere Aussage ist eigentlich erst nach dem Tod mithilfe einer Autopsie möglich. Alzheimer-Diagnosen zu Lebzeiten sind immer auch ein bisschen geschätzt und geraten, denn es gibt viele Ursachen und Risikofaktoren für Demenzen. Sie reichen von Alkohol- und Drogenmissbrauch, über Infektionen und Entzündungen, bis hin zu Verletzungen und schweren Stoffwechselentgleisungen, beispielsweise der Leber. Daher ist es wichtig, sich bei Verdacht auf Alzheimer in ärztliche Fürsorge zu begeben, sich gründlichst und umfassend untersuchen zu lassen und zumindest eine zweite Meinung einzuholen, um eine möglichst genaue Diagnose zu bekommen.

Inzwischen existieren bildgebende Verfahren, die anzeigen, ob und wo das Gehirn bereits geschädigt ist und ob die Hirnzellen noch ihre Energieversorgung sicherstellen können. Denn eines der frühesten Kennzeichen einer beginnenden Alzheimer-Demenz ist, dass die Zellen bestimmter Hirnregionen weniger Zucker aufnehmen können und daher an Energiemangel leiden (siehe Seite 43). Mit sogenannten PET-Scans (Bildern aus der Positronen-Emissions-Spektrometrie) kann gezeigt werden, ob und wo der Hirnstoffwechsel bereits gestört ist – auch wenn noch keine Verhaltens auffälligkeiten vorliegen.

WENN DAS SEEPFERDCHEN BOCKT – UND WAS DIE GROSSMUTTER DAMIT ZU TUN HAT

Alzheimer gilt weltweit als die häufigste unter den Demenzerkrankungen. Zu den höheren Hirnfunktionen, die dabei allmählich verloren gehen, gehören beispielsweise das planmäßige und zielgerichtete Handeln, die Erinnerungs- und Denkfähigkeit, das Lernvermögen und die Aufmerksamkeit. Die ersten Alzheimer-Symptome im Gehirn betreffen in der Regel eine Hirnregion, die Hippocampus (dt. Seepferdchen) heißt, weil sie in ihrer Form einem Seepferdchen ähnelt. Genauer gesagt gibt es zwei dieser Seepferdchen in unserem Kopf, denn der Hippocampus ist paarig angeordnet, es findet sich in jeder Hirnhälfte einer.

Der Hippocampus gehört zum limbischen System, einem Bereich des Großhirns. Er ist ein wichtiger Teil jener Hirnareale, die für das Erinnern und das Lernen zuständig sind. Daher fällt den Patienten und ihren Mitmenschen oft als erstes Symptom ein zunehmender Gedächtnisverlust auf. Zunächst ist das im Hippocampus ansässige Kurzzeitgedächtnis betroffen. Da wir Erlebtes und Erkanntes als erstes ins Kurzzeitgedächtnis aufnehmen und es erst nachts, wenn wir schlafen, konsolidieren und ins Langzeitgedächtnis überführen, stockt das Lernen und Erinnern, wenn das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr richtig funktioniert. Erst später bleibt dann auch das Erinnern an das früher Erlernte und Erlebte auf der Strecke.

Abb.: Gehirn im Längsschnitt

Vom Wert der Oma (gilt ein bisschen auch für Opas)

Unser Gehirn wurde im Lauf der Evolution darauf geprägt, einmal erlernte Fähigkeiten und Kenntnisse möglichst lange zu erhalten. Dazu gehört, sich an Dinge, Personen, Orte, Vorgänge und Begebenheiten erinnern zu können, auch bis ins hohe Alter. Davon geht jedenfalls die Großmutter-Hypothese aus, die besagt, dass es evolutionär von Vorteil war, wenn es fitte Großeltern gab. Lebten insbesondere die Frauen nach der Menopause noch lange und blieben ihre geistigen Fähigkeiten lange erhalten, konnten sie nicht nur ihre eignen Kinder erfolgreich aufziehen, sondern ihre Fürsorge und ihren Erfahrungsschatz auch den Enkeln zugutekommen lassen. Auf diesem Weg trugen sie gefahrloser und erfolgreicher zum Erhalt ihrer genetischen Linie bei, als wenn sie selbst im hohen Alter noch Kinder bekommen würden.

Damit sie dazu in der Lage sind, müssen sie nicht nur über ein gutes Erinnerungsvermögen verfügen, sondern auch im Alter noch dazulernen können. Für die Erinnerung ist es wichtig, einmal vorhandene Nervenzellverknüpfungen des Langzeitgedächtnisses möglichst gut zu erhalten. Dazu trägt bei, dass sich Nervenzellen kaum teilen und sehr langlebig sind. Das heißt aber auch, dass sie intensiv gewartet, repariert und gepflegt werden müssen. Das erledigen spezialisierte Prozesse wie die nächtliche Autophagie, die defekte Zellstrukturen aussortiert und recycelt.

Für ein lebenslanges Dazulernen ist es jedoch nötig, dass auch im fortgeschrittenen Alter noch neue Nervenzellen und Verknüpfungen (Synapsen) gebildet werden können. Dies ist im Hippocampus tatsächlich der Fall! Er ist einer von nur zwei Hirnbereichen, in denen es auch im Erwachsenenalter noch zur Zellneubildung kommt (AHN, Adulte Hippocampale Neurogenese). Es ist also keineswegs zwangsläufig, dass mit dem Älterwerden die geistigen Fähigkeiten und insbesondere das Gedächtnis so rasch verloren gehen, wie sie es bei Alzheimer tun. Neben den vielen geistig fitten Hochbetagten spricht daher auch die Großmutter-Hypothese dafür, dass Alzheimer keine »normale« Alterserscheinung ist.

Der Londoner Biochemiker Nick Lane weist in seinem Buch über den Sauerstoff (»Oxygen«, siehe Seite 175) darauf hin, dass es dieses essenziele Element ist, das uns auch zum Altern und Sterben verurteilt: Wir brauchen es zum Leben, zugleich ist es eine stetige Gefahr, weil es lebenswichtige Strukturen im Körper oxidiert und damit allmählich zerstört. Dies bedeute jedoch keineswegs, dass wir auch zwangsläufig jene Krankheiten bekommen müssen, die wir als »Alterskrankheiten« bezeichnen. Dabei handelt es sich auch nach Lanes Einschätzung durchweg um Zivilisationskrankheiten, also um ein vorschnelles, übereiltes Altern – und das ist eben nicht »normal«.

Mit dem Fortschreiten der Erkrankung werden neben dem Hippocampus dann auch andere Hirnregionen betroffen, und es gehen nach und nach weitere Fähigkeiten verloren. Häufige Symptome sind dann Störungen der zeitlichen und räumlichen Orientierung, man weiß also nicht mehr, welcher Tag heute ist und wo man sich befindet. Auch Wortfindungs- und andere Sprachstörungen sowie Veränderungen der Persönlichkeit kommen hinzu. Es können aggressive und depressive Phasen auftreten,...


Ulrike Gonder ist Ökotrophologin und arbeitet als Wissenschaftsjournalistin, Autorin, Referentin und Trainerin. Seit Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der ketogenen Ernährung und zählt nach viel beachteten Veröffentlichungen zu den wenigen Keto-Expertinnen im deutschsprachigen Raum.

Dr. med. Peter Heilmeyer ist seit 1994 Leitender Arzt der Reha-Klinik Überruh, wo er als erfolgreicher Lifestyle-Mediziner seinen Patienten zu einem aktiveren, bewussteren und freudvolleren Leben verhilft. Mit seinem besonderen Konzept weist er in seinen Seminaren auch Top-Managern den Weg zu einem Leben in bester Gesundheit.



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