E-Book, Deutsch, Band 423, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
Gonzalez / Yates / Simone Baccara Collection Band 423
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-2668-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 423, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
ISBN: 978-3-7337-2668-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
HEISSES VERLANGEN - GEFÄHRLICHE LÜGEN von MAISEY YATES
Für das Weingut ihrer Familie würde Emerson alles tun - sogar einen Mann heiraten, den sie nicht liebt. Doch dann trifft sie den attraktiven Holden. Mit ihm erlebt sie Stunden ungezügelter Lust - und verstrickt sich immer tiefer in ein Netz aus gefährlichen Lügen ...
MEIN BOSS, DER SEXY MILLIARDÄR von NAIMA SIMONE
Eine Scheinverlobung mit sexy Milliardär Grayson Chandler? Für Assistentin Nadia ein verlockender Gedanke. Sie braucht das Geld, das der Herzensbrecher ihr bietet - aber er ist ihr Boss, und sie ist schon lange in ihn verliebt. Ist der Deal zu riskant für ihr Herz?
MEHR ALS BLOSSE LEIDENSCHAFT von NADINE GONZALEZ
Ein Jahr ist es her, dass Makler Nick der Karriere wegen nach New York gehen und die betörende Leila verlassen musste. Kaum ist er zurück in Miami, knistert es sofort wieder heiß zwischen ihnen. Aber ist es auch für Leila mehr als bloße Leidenschaft, was sie verbindet?
Schon von klein auf wusste Maisey Yates ganz genau, was sie einmal werden wollte: Autorin.
Sobald sie mit einem Stift umgehen und ihre erste Worte zu Papier bringen konnte, wurde sie von der Leidenschaft fürs Schreiben gepackt und bis heute nicht mehr losgelassen.
Von da an konnte nichts und niemand Maisey mehr vom Schreiben abhalten. Niemand? Als Maisey ihren absoluten Traummann und späteren Ehemann traf, eroberte dieser ihr Herz im Sturm und die schriftstellerischen Ambitionen rückten ein wenig in den Hintergrund.
Doch als Maisey schwanger mit ihrem zweiten Kind war, las sie ihren allerersten Liebesroman - dies veränderte alles. Wusste Maisey schon immer, dass sie Autorin werden wollte, so war sie doch bisher ziemlich ratlos, was und über welche Themen sie schreiben sollte. Aber jetzt verliebte Maisey sich auf Anhieb in das Genre Romance. Sofort wusste sie, das ist es, was sie schreiben will. Zu ihren Lieblingsautorinnen zählen Penny Jordan, Miranda Lee und Lynne Graham.
Ihr Lebensmotto, das sowohl in der Liebe wie auch im Leben eine Portion Humor unverzichtbar ist, spiegelt sich auch in ihren Romanen wider. Maisey Yates liebt es, wenn sich ihre Helden lustige Wortgeplänkel liefern.
Zusammen mit ihrem Mann - der sich im Übrigen nicht davor scheut, Windeln zu wechseln - und den drei gemeinsamen Kindern lebt Maisey Yates in Oregon.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Die Premierenfeier für den neuen Prädikatswein des Weinguts Maxfield Vineyards lief wie am Schnürchen, und Emerson Maxfield langweilte sich. Zwar war dies kaum die passende Einstellung für die Markenbotschafterin von Maxfield Vineyards, aber sie konnte nichts dagegen tun.
Vermutlich schrieben viele Gäste ihren desinteressierten Gesichtsausdruck der Tatsache zu, dass ihr Verlobter nicht anwesend war. Sie blickte auf ihre Hand hinunter, an deren Ringfinger ein großer, tropfenförmiger Diamant glitzerte. Doch Donovans Abwesenheit war nicht der Grund für ihre Langeweile. Um ehrlich zu sein, langweilte Donovan sie allmählich, was ihr einiges Kopfzerbrechen bereitete. Aber was konnte sie schon tun?
Ihr Vater hatte die Beziehung arrangiert, die Verlobung vor zwei Jahren, und sie hatte zugestimmt. Sie war sich sicher gewesen, dass sich daraus mehr entwickeln würde, dass sie und Donovan es schaffen konnten, weil sie es dem Vertrag nach schaffen mussten. Doch die Beziehung … stagnierte. Sie wohnten und arbeiteten in unterschiedlichen Bundesstaaten, und die Funken zwischen ihnen reichten nicht einmal aus, um ein Lagerfeuer zu entfachen. Alles in allem war diese Party weniger langweilig als ihre Verlobung.
Dabei hing beides – die Party und die Verlobung – zusammen. In beiden Fällen ging es darum, dass ihrem Vater sein Imperium wichtiger war als alles andere. Emerson war Teil dieses Imperiums. Sie mochte ihren Vater, und sein Imperium lag auch ihr am Herzen. Das Weingut betrachtete sie als ihre Lebensaufgabe. Sie hatte geholfen, es aufzubauen und großzumachen. Ihr war es zu verdanken, dass Maxfield-Weine die Präsentkörbe bei Preisverleihungen in Hollywood krönten. Durch ihre Bemühungen waren sie auf einflussreichen Websites von ehemaligen Talkshowmoderatoren empfohlen worden.
Emerson hatte es geschafft, den Namen des Weinguts weit über die Region hinaus bekannt zu machen. Maxfield Vineyards war der Hauptgrund, warum einige Gebiete Oregons dem kalifornischen Napa Valley allmählich den Rang streitig machten. Ihre Arbeit – wie auch die ihrer Geschwister – war der Grund, warum Maxfield Vineyards zu seiner jetzigen Größe angewachsen war. Eigentlich sollte die Party sie mit Triumph erfüllen. Stattdessen empfand sie nur Leere.
Dasselbe Gefühl hatte sie in letzter Zeit immer wieder beschlichen. Noch vor Kurzem wäre ihr das hier genug gewesen. Auf einer tollen Party im Mittelpunkt zu stehen, ein maßgeschneidertes Kleid zu tragen, das ihre Figur ideal zur Geltung brachte – das bedeutete Aufregung pur. Mit Lippenstift in einem Rotton, der perfekt mit ihrem scharlachroten Kleid harmonierte, hatte sie sich früher … wichtig gefühlt.
Als ob sie etwas zu sagen hätte.
Als ob alles zusammenpassen würde.
Als ob sie gut ankäme. Egal, was ihre Mutter dachte.
Vielleicht war Emersons Problem ja die bevorstehende Hochzeit. Je näher der Termin rückte, desto mehr Zweifel hegte sie. Daran, ob sie sich ihrem Job tatsächlich so sehr verschreiben konnte, dass sie bereit war, den Sohn eines der führenden Werbemagnaten der Welt zu heiraten. Dass sie tun würde, was ihr Vater verlangte, sogar hierbei.
Doch Emerson liebte ihren Vater. Und sie liebte das Weingut. Was dagegen romantische Liebe anging … Sie war noch nie verliebt gewesen. Jene Liebe kannte sie nur in der Theorie. Doch ihre Liebe zu anderen Bereichen ihres Lebens war real.
Sie hatte noch nicht mit Donovan geschlafen, war aber vor ihm mit zwei anderen Männern zusammen gewesen, ihrem Freund am College und einem weiteren danach. Doch nichts an dem Sex war so sensationell gewesen, dass sie dafür ihr Leben auf den Kopf gestellt hätte.
Donovan und sie hatten gemeinsame Ziele und Werte. Mit Sicherheit konnten sie sich auf dieser geteilten Grundlage ein Leben aufbauen. Warum sollte sie nicht im Interesse des Weinguts heiraten? Oder um ihren Vater glücklich zu machen? Was sprach dagegen?
Emerson seufzte und ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. Die Party fand im stilvollen Verkostungsraum des Weinguts auf dem Gipfel eines Berges statt, unter dem sich die Weinberge im hellen Licht des Vollmonds erstreckten.
Emerson trat auf den Balkon hinaus. Am anderen Ende standen Leute, die jedoch nicht näher kamen. Menschen auf Distanz zu halten war eines ihrer besonderen Talente. Mit einem Lächeln konnte sie jeden im Raum anziehen, wenn sie wollte. Doch ihr Gesicht konnte auch einen regungslosen Ausdruck annehmen, der jeden Gesprächsversuch im Keim erstickte. Sie blickte hinaus auf die Weinberge und seufzte wieder.
„Was machst du denn hier draußen?“
Ein Lächeln umspielte Emersons Mundwinkel. Denn natürlich konnte sie jeden mit Ausnahme ihrer kleinen Schwester Cricket daran hindern, sie anzusprechen, wenn sie keine Unterhaltung wünschte. Cricket tat einfach, was sie wollte.
„Ich brauchte nur frische Luft. Was machst du hier? Durftest du hier überhaupt schon rein?“
„Na hör mal, ich bin schon einundzwanzig“, entrüstete sich Cricket. Dabei sah sie gar nicht aus wie einundzwanzig, zumindest nicht für ihre Schwester.
Emerson lächelte. „Oh. Wie konnte ich das vergessen?“ Tatsächlich konnte sie es nicht vergessen, da sie eine spektakuläre Party für Cricket veranstaltet hatte, die bei ihrer kleinen Schwester für große Augen und ebenso großes Unbehagen gesorgt hatte, vor allem wegen des eng anliegenden Kleides, das Emerson für sie ausgesucht hatte. Cricket stand nicht gerne im Mittelpunkt. Emerson dagegen schon, allerdings nur, wenn es ihren Vorstellungen entsprach.
Im Mondlicht war Cricket die Verärgerung anzusehen. „Ich bin nicht hergekommen, um ausgelacht zu werden.“
„Entschuldige“, erwiderte Emerson aufrichtig, da sie ihre Schwester nicht verletzen wollte. Sie wollte sie nur etwas aufziehen, was bei Cricket ganz leicht war. Emerson wandte den Blick wieder der weiten Landschaft vor sich zu und runzelte plötzlich die Stirn, als ihr eine Gestalt auffiel, die sich zwischen den Weinstöcken bewegte.
Es war ein Mann. Sogar vom Balkon aus konnte sie erkennen, dass er schlank und kräftig gebaut war und sich mit den langen Schritten eines großgewachsenen Mannes fortbewegte.
„Wer ist denn das?“, fragte sie.
„Keine Ahnung“, erwiderte Cricket, die ihn ebenfalls gesehen hatte. „Soll ich Dad holen?“
„Nein“, antwortete Emerson. „Ich gehe selbst.“ Sie wusste genau, wer zur Party eingeladen war und wer nicht. Falls dieser Mann einer der Coopers vom Gut Cowboy Wines war, hätte sie guten Grund zu vermuten, dass er hier herumschnüffelte, um Geschäftsgeheimnisse auszukundschaften. Zwar hatte sich ihr größter Rivale noch nie zu dieser Art von Spionage herabgelassen, aber sie vertraute niemandem. In der Weinbranche herrschte erbitterte Konkurrenz.
Schon die Erwähnung des Namens Cooper reichte aus, um Emersons Schwester Wren in Rage zu versetzen. Ständig verdächtigte diese die Familie Cooper, allerlei schmutzige Tricks anzuwenden, um sich einen Vorteil zu verschaffen.
„Ich gehe schnell hinunter und sehe nach, wer das ist.“
„Etwa allein?“
„Mir passiert schon nichts.“ Emerson winkte ab. „Ich habe mein Handy dabei, und hier sind überall Leute. Ich glaube nicht, dass es Probleme geben wird.“
„Emerson …“
Emerson ging wieder hinein und verließ den Raum durch einen Seiteneingang. Schnell lief sie die Treppe hinunter, ohne auf ihre Schwester zu hören. Sie wusste selbst nicht warum, aber etwas sagte ihr, dass sie den Mann mit eigenen Augen sehen musste. Vielleicht lag es daran, dass sein Erscheinen das erste interessante Ereignis des ganzen Abends war.
Sie ging in die Richtung, in der sie den Mann zuletzt gesehen hatte, als er zwischen den Weinreben verschwunden war. Fahles Mondlicht erhellte den Weg vor ihr und ließ ihre Hände wächsern erscheinen. Als sie aus einer Reihe Weinstöcke in die nächste trat, blieb sie wie angewurzelt stehen. Sie hatte geahnt, dass er groß war, selbst aus der Entfernung. Doch er war … sehr groß. Und breit gebaut. Breite Schultern, breite Brust. Er hatte einen Cowboyhut auf, was angesichts der nächtlichen Stunde lächerlich erschien, da er sich kaum vor der Sonne schützen musste. Außerdem trug er ein eng anliegendes schwarzes T-Shirt und Jeans.
Er war kein Cooper. Sie hatte den Mann noch nie gesehen. Als er sie erblickte, blieb er stehen. Er hob den Kopf, sodass ihm das Mondlicht ins Gesicht schien. Seine Gesichtszüge wirkten wie fein gemeißelt, so schön, dass Emerson wie gelähmt dastand. Sogar im schwachen Mondlicht zeichnete sich sein markantes Kinn ab.
„Haben Sie sich verlaufen?“, fragte sie. „Zur Party geht es dort entlang. Obwohl ich mir sicher bin, dass Sie nicht auf der Gästeliste stehen.“
„Ich wurde zu keiner Party eingeladen“, erklärte er mit tiefer, rauer Stimme, die absolut verführerisch klang.
Verführerisch?
Wie kam sie plötzlich auf diesen Gedanken? Doch nur allzu leicht konnte sie sich vorstellen, wie diese Stimme allerhand verführerische Dinge sagte, ohne dass sie es sich erklären konnte.
„Verzeihen Sie, aber was tun Sie dann hier?“
„Ich arbeite hier“, antwortete er. „Ich bin der neue Rancharbeiter.“
Es war, als wäre Rotkäppchen gerade dem großen bösen Wolf begegnet. Nur trug sie keinen roten Umhang, sondern ein scharlachrotes Kleid, das sich an ihre üppigen Kurven schmiegte wie Geschenkpapier um ein verlockendes Präsent....




