Graham | Fieber der Leidenschaft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 336 Seiten

Graham Fieber der Leidenschaft

Roman
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-96148-840-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 336 Seiten

ISBN: 978-3-96148-840-7
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie kann für sich selbst sorgen - doch kann sie ohne ihn leben? Der historische Liebesroman »Fieber der Leidenschaft« von Bestseller-Autorin Heather Graham als eBook bei dotbooks. Mitte des 19. Jahrhunderts im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Ann McCastle ist die ungekrönte Königin von Coopersville, Colorado. Die wunderschöne wie beherzte Saloonbesitzerin hat ihr Leben lang für sich selbst sorgen können, doch jetzt sieht sie sich mit einer Gefahr konfrontiert, die auch sie nicht allein bezwingen kann: Der habgierige Großgrundbesitzer Cash Weatherly bedroht ihre mühsam aufgebaute Existenz. Ein Neuankömmling in der Stadt, der raue Ian McShane scheint ihre letzte Hoffnung zu sein. Der ehemalige Kavallerieoffizier hat mit Weatherly eine alte Rechnung zu begleichen - aber ist das wirklich alles, was ihn nach Coopersville treibt? Jedes Mal, wenn Ann ihm in die Augen blickt, durchzuckt sie ein bittersüßer Schmerz. Doch kann sie dem mysteriösen Fremden wirklich vertrauen? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das fesselnde Historical-Romance-Highlight »Fieber der Leidenschaft« von New-York-Times-Bestsellerautorin Heather Graham. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Heather Graham wurde 1953 geboren. Die New-York-Times-Bestseller-Autorin hat über zweihundert Romane und Novellen verfasst, die in über dreißig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Heather Graham lebt mit ihrer Familie in Florida. Von Heather Graham erscheinen bei dotbooks: »In den Händen des Highlanders« »Fieber der Leidenschaft« »Der Lord und die Rebellin« »Die Leidenschaft des Earls« »Das Begehren des Ritters« »Die Gefangene des Freibeuters« »Das Erbe der Liebenden« Die Highland-Kiss-Saga: »In den Armen des Schotten« »Der Highlander und die schöne Feindin« »Gefangen von einem Highlander« »Die Braut des Viscounts« Die Wild-Passion-Saga: »Der Ungezähmte und die Schöne« »Der Laird und die Schöne« »Der Krieger und die Schöne« Die Cameron-Saga: »Der Lord und die ungezähmte Schöne« »Die Geliebte des Freibeuters« Unter dem Autorennamen Shannon Drake veröffentlicht sie bei dotbooks außerdem: »Blutrote Nacht« »Bei Anbruch der Dunkelheit« »Verlockende Finsternis« »Das Reich der Schatten« »Der Kuss der Dunkelheit«
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1


COOPERSVILLE

Colorado Territorium

Der Saloon am Ostende der Main Street war ein recht eindrucksvolles Gebäude, dachte Ian McShane. Als er sein Pferd vor dem Haus festmachte, sah er sich das Haus noch genauer an. Dann überquerte er den hölzernen Gehsteig, drückte die Schwingtür auf und betrat den Saloon. Einen Moment lang blieb er stehen und wartete, bis sich seine Augen an das schummerige Licht gewöhnt hatten.

Musik spielte, nicht zu laut und nicht zu wild. Ein junger Mann saß im rauchverhangenen Raum am Piano und schien nichts um sich wahrzunehmen außer den sanften Klang seiner Musik. Eine junge Frau, für Ian nur zum Teil sichtbar, sang zur Melodie des Pianos mit einem weichen, lieblichen Sopran, der nicht so recht zur Umgebung paßte, so respektabel die Kneipe auch von außen gewirkt hatte. Hier unter den Kartenspielern, Trinkern und lauten Schwätzern schien sie wie aus einer anderen Welt einen seidenen Traum um die Herzen und Seelen der Männer zu spinnen. Vielleicht war es auch nur das Thema ihres Liedes, das diese Illusion bewirkte – eine Ballade über den eben erst zu Ende gegangenen Bürgerkrieg. Es war ein trauriger Text, aber ihre schöne weibliche Stimme machte ihn ergreifend. Sie wandte ihm den Rücken zu, und wegen eines Pfeilers konnte er sie nur zum Teil sehen. Trotz des Rauches. der von den Gästen rund um das Piano aufstieg, konnte er erkennen, daß sie schlank, dunkel gekleidet und blond war. Er mußte sie kennenlernen, beschloß er. Aber jetzt noch nicht. Er straffte seine Schultern und befahl sich, den Pianisten und die Sängerin erst mal zu vergessen. Sein Vorhaben brauchte mehr als zwei talentierte Künstler, um Erfolg zu haben. Er sah sich den Saloon noch einmal genauer an. Tische und Stühle wirkten solide und fachmännisch verarbeitet – stabil genug, um eine Barschlägerei zu überstehen. Auch die Bar selbst war kunstvoll verziert, mit gerahmten Spiegeln im Hintergrund. Eine Wendeltreppe führte hinauf zum nächsten Stockwerk, und obwohl das ›McCastle's‹ offiziell als eine Bar für Gentlemen galt, war das hier noch immer eine Stadt im Wilden Westen, gebaut von Viehzüchtern und Goldsuchern, und tatsächlich waren nur wenige von ihnen Gentlemen. Er hatte gehört, daß es im ›McCastle's‹ jedes Vergnügen gab, das man sich wünschen konnte. Alkohol, Musik und Frauen, die beiden ersteren öffentlich hier im Lokal, das dritte diskreter in den Räumen im ersten Stock.

Er fragte sich, ob die blonde Sängerin auch Teil dieser Vergnügungen im ersten Stock war, ermahnte sich aber dann selbst, daß er mit einem bestimmten Vorsatz in die Stadt gekommen war. Ein Vorsatz, der schon lange Zeit in ihm glühte, der manchmal aufflackerte und gelegentlich wie ein Buschbrand in ihm wütete. Die Erinnerung ließ ihn oft Hunger, Durst, Gefühle und Sehnsucht vergessen. Jede Frau und jedes Bedürfnis. Die Erinnerung erweckte die Vergangenheit in grellen Farben, erweckte den erlittenen Schmerz zum Leben und verstärkte seinen Wunsch nach Vergeltung. Seine Zeit würde kommen. Er hatte sein ganzes Leben dafür geopfert, und er hatte lange genug gewartet.

Jetzt war er nahe daran. Er war hier in Coopersville, im ›McCastle's‹. Durch Glück und Zufall hatte er die Information erhalten, und jetzt hatte er endlich eine Möglichkeit zu beginnen. Es hatte einen Wechsel im ›McCastle's‹ gegeben, und den konnte er zu seinem Vorteil nützen.

Er ging vor zur Bar und sah sich die Kunden näher an. Zu seiner Linken standen Cowboys in staubigem Leder, mit Stiefeln und breitkrempigen Hüten. Ein paar der einflußreichsten Geschäftsleute der Stadt befanden sich auf der anderen Seite. Sie trugen dunkle Anzüge, frisch gestärkte weiße Hemden, blank polierte Schuhe und ähnliche Frisuren.

An den Spieltischen vermischte sich das Publikum. Da waren Cowboys und Geschäftsleute an mindestens vier Tischen zum Pokerspiel versammelt. Zwei Tische gehörten zum Haus, an zwei anderen saßen Privatleute, dicke Stapel mit Bargeld vor sich.

»Was möchten Sie, Sir?«

Der Barkeeper hatte graugelocktes Haar, intelligente Augen und eine angenehme Ausstrahlung. Sein frischgestärktes, gestreiftes Hemd war bemerkenswert in dieser staubigen neuen Stadt an der Grenze zum Indianergebiet, und es zeugte davon, daß das Lokal Anspruch auf Seriosität erhob.

Für einen flüchtigen Moment dachte er zurück an eine andere Zeit, an ein anderes Leben. Eine Zeit mit kühlen Brisen, süßen Düften, das leise Rauschen eines Flusses und frischen Tau auf den Wiesen.

Er sah sich um und musterte die verschiedenen Kunden des Saloons.

»Ich hätte gern einen Whiskey«, sagte er zum Barkeeper und legte eine Goldmünze auf den Tresen. Der Mann hinter der Bar lächelte und stellte eine Flasche und ein Glas vor ihn hin. Ian sah sich um. Er brauchte Informationen. Es konnte nicht schaden, um ein bißchen Geld zu spielen.

Er ging zu einem der Tische im hinteren Teil des Lokals. Ein älterer Mann mit tief in die Stirn gezogenem Hut saß scheinbar unbeteiligt da und schien fast zu dösen. Ein kleines Häufchen Münzen lag vor ihm auf dem Tisch, aber er kümmerte sich nicht im geringsten um das Kartenspiel. Es machte auch nichts aus, denn er wurde unterstützt von zwei jungen Männern, die links und rechts von ihm saßen. Es waren offensichtlich Zwillinge, ungefähr zwanzig Jahre alt, beide mit kurzgeschnittenem braunen Haar, braunen Augen und einem breiten Grinsen im Gesicht.

Die beiden anderen Spieler sahen ganz anders aus. Der Geber war ein brutal aussehender Mann mit einer langen Narbe an der linken Backe, eingefallenen Gesichtszügen und so hellbraunen Augen, daß sie schon fast gelb wirkten. Seine Haare waren so staubbedeckt, daß die Farbe nicht mehr erkennbar war. Ihm gegenüber saß das genaue Gegenteil ein Mann in einem makellosen schwarzen Frack und ebensolchen Hosen, mit einer roten Brokatweste und einer eleganten goldenen Taschenuhr. Sein Gesicht war schmal, seine Augenfarbe ein verwaschenes Blau, und die schneeweißen Haare waren sorgfältig nach hinten gekämmt. Sein Blick ruhte fest auf dem Kartengeber, aber als Ian neben dem Tisch auftauchte, sah er kurz hoch und musterte ihn.

»Haben Sie Geld dabei, Fremder?« fragte er.

Ian zog eine Handvoll Münzen aus der Innentasche seines langen, dunklen Mantels und legte sie vor sich auf den Tisch. Einer der Zwillinge stand sofort auf und brachte ihm einen Stuhl. Ian hatte sich gerade erst gesetzt, als ihm der zarte Duft von Parfüm in die Nase stieg. Er blickte auf. Ein süßes junges Mädchen – auf den zweiten Blick wirkte es schon nicht mehr so jung und süß – hatte sich rechts von ihm auf den Stuhl gedrängt. Ihr königsblaues Kleid schien ihr wohlausgestatteter Körper fast zu sprengen. Sie hatte dunkle, lange Haare, glänzende grüne Augen und ein breites, warmes Lächeln auf dem Gesicht.

Er nickte ihr zu und verbarg seine Enttäuschung. Er hatte gehofft, es wäre die Sängerin. »Geben Sie mir Karten«, sagte er zu dem Cowboy gegenüber und schob seinen Einsatz in die Mitte des Tisches.

Der Mann mit der Narbe fragte, während er austeilte: »Wo kommen Sie her?«

»Von da und dort«, entgegnete Ian beiläufig und sah auf seine Karten.

»Was soll das heißen: ›hier und da‹?« fragte der Mann in Schwarz. »Und was führt Sie gerade hierher?«

»Das ist ein freies Land, nicht?« erwiderte Ian und blickte wieder in sein Blatt.

Der alte Mann am Tisch hatte seine Karten noch gar nicht aufgenommen. »Spielt er auch?« fragte Ian einen der Zwillinge.

»Klar. Der alte Turner schläft zwar manchmal ein, aber dann kümmere ich mich oder Jimmy um seine Karten. Heute abend läuft es gar nicht so schlecht für ihn. Er spielt ohnehin am besten, wenn er die Hälfte des Spiels verschläft. Für Jimmy und mich läuft es heute nicht so gut – auch für das Narbengesicht hier nicht.« Er deutete auf den Geber. »Es scheint ausschließlich Johnny Durangos Abend zu sein«, fügte er hinzu und zeigte auf den Schwarzgekleideten.

»Meine Herren«, sagte Johnny Durango, »Poker ist eine Kunst, die Sie noch lernen müssen.«

»Richtig, eine Kunst«, murmelte Ian und sah Durango in die Augen. Dann goß er sich einen Whiskey ein. Er hob das Glas und prostete der vollbusigen Schönheit an seiner Seite zu. Sie strahlte noch mehr.

»Ich heiße Dulcie«, sagte sie mit tiefer, rauchiger Stimme.

Er nickte nur und studierte seine Karten. Dann sah er den Zwilling an, der ihn angesprochen hatte.

»Kommen Sie regelmäßig hierher?« fragte er.

»Ja, wir arbeiten hier. Eigentlich sind wir wegen des Goldes gekommen, aber wir haben nichts gefunden, deswegen sind wir hier gelandet.«

»Wir haben für den alten Mann gearbeitet«, sagte sein Bruder.

»Ja, und jetzt ist der alte Mann tot«, fügte das Narbengesicht hinzu.

»Wir haben auch für seinen Partner gearbeitet, und das ist ein harter Brocken«, sagte einer der Zwillinge.

»Das kann man wohl sagen«, stimmte ihm der andere zu. In seinem Tonfall vermischten sich Überzeugung und Zweifel.

»Du hast gegeben, Cowboy«, drängte Durango.

»Du bist dran, Jimmy«, sagte der Geber.

»Fünf Dollar. Und der alte Turner will es auch sehen.«

Der zweite Zwilling legte seinen Einsatz auf den Tisch. Ian folgte ihm. Auch Johnny Durango setzte zuerst fünf Dollar, dann noch einmal fünf.

»Ich erhöhe, meine Herren. Zehn für Sie, wenn Sie mitspielen wollen.«

Alle blieben im Spiel. Ian hatte drei Könige. Er verlor gegen Durangos drei Asse.

Das Spiel ging weiter. Turner gewann als einziger neben Durango ein Spiel.

Ian merkte sehr bald, daß die Vollbusige neben ihm seine Karten verriet. Er schickte sie kurz weg und gewann. Als sie zurückkam, nahm er seine Augen...



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