E-Book, Deutsch, Band 294, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
Green / Hamilton / Kendrick Julia Extra Band 294
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-495-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Heimlich verliebt in den Chef / Diese drei kleinen Worte ... / Verführung über den Wolken / Ein unmoralisches Angebot? /
E-Book, Deutsch, Band 294, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-86295-495-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
HEIMLICH VERLIEBT IN DEN CHEF von BROOKS, HELEN
Gina ist heiß verliebt in ihren gut aussehenden Chef Harry Breedon - ebenso heimlich wie hoffnungslos? Als sie ihren Job kündigt, lädt er sie überraschend zu einem romantischen Abschiedsdinner bei Kerzenschein ein ...
DIESE DREI KLEINEN WORTE ... von HAMILTON, DIANA
Lily gibt sich nur als Paolos Verlobte aus, um seiner Mutter den letzten Willen zu erfüllen. Doch auf seinem luxuriösen Anwesen in der Toskana ist der ansonsten eiskalte Italiener plötzlich so zärtlich und verführerisch, dass Lily unrettbar ihr Herz verliert. Spielt er bloß mit ihr?
VERFÜHRUNG ÜBER DEN WOLKEN von KENDRICK, SHARON
Charmant umwirbt der griechische Stararchitekt Alexandros Pavlidis die schöne Stewardess Rebecca. Aber als sie nach einer leidenschaftlichen Nacht von einer Zukunft voller Liebe träumt, serviert er sie eiskalt ab ...
EIN UNMORALISCHES ANGEBOT? von GREEN, ABBY
Geliebte auf Zeit? Audrey ist empört. Wie kann der Mann, der vor Jahren ihr Leben zerstörte, ihr solch ein unmoralisches Angebot machen? Doch als Romain sie beim Fotoshooting unter Palmen verführerisch küsst, kann das Supermodel nicht länger widerstehen ...
Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills & Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Erleichtert registrierte Romain de Valois, dass die Türen zum Ballsaal geschlossen waren und so als eine Art Schutzmauer zwischen ihm und der Welt dort drinnen fungierten.
Erleichtert? Schutzmauer?
Eine lächerliche und für ihn absolut untypische Empfindung! Irritiert schüttelte er den Kopf. Doch während Romain seine Schritte beschleunigte, als wolle er dem verstörenden Eindruck entfliehen, überfiel ihn ein noch viel seltsamerer Gedanke. Wie wäre es wohl, in diesem Moment jemanden an seiner Seite zu haben …?
Eine Frau … deren schmale Hand er umfasst hielt … die genau wusste, was in ihm vorging und in stummem Einverständnis zu ihm aufschaute. Vielleicht lächelte sie sogar und drückte ganz sacht seine Finger …
Direkt vor dem Ballsaal verharrte er kurz und schloss die Augen. Die gedämpften Töne des Orchesters, das Gemurmel und Gelächter der zahlreichen Gästen auf der anderen Seite der Doppelflügeltür legte sich wie ein schwerer Stein auf seine Brust.
Was, um alles in der Welt, war nur mit ihm los? Sein gewohntes Umfeld erschien ihm plötzlich wie ein Paralleluniversum. Dazu verlor er sich wie ein schwärmerischer Teenager in Tagträumen über eine Frau … obwohl er in dieser Richtung nie das Geringste vermisst hatte! Geschweige denn eine feste Partnerin!
Und selbst wenn dem so wäre, war hier ohnehin der völlig falsche Platz dafür. Er sollte sich lieber an einem Ort umschauen, wie in der kleinen französischen Stadt, in der er geboren worden war und die er vor sehr langer Zeit hinter sich gelassen hatte. Und zwar physisch, mental und emotional …
Energisch legte Romain seine Hand auf die Klinke, um den beunruhigenden Gedanken zu entfliehen und wieder in die reale Welt einzutauchen.
Noch während er die Tür öffnete, spürte er, wie ihm ein Schwall unverständlicher Worte entgegenschlug, unangenehme Hitze und ein nahezu erstickender Mix aus teurem Parfum und Aftershave drohten ihm fast den Atem zu nehmen. Er musste sich beherrschen, nicht auf der Stelle umzudrehen und zu verschwinden. Stattdessen hob er das markante Kinn und bahnte sich einen Weg durch die Massen, ohne auf das vernehmbare Raunen und die neugierigen Blicke zu reagieren, die ihm folgten.
Um seinen gut geschnittenen Mund lag ein noch zynischerer Zug als zuvor. Er nahm die Ballgäste nur aus dem Augenwinkel wahr und hielt stattdessen nach seiner Tante Ausschau.
Doch auch ohne genau hinzusehen wusste er, dass jedes der exquisiten Abendkleider und jeder elegante Smoking, die hier auf dem Parkett der Eitelkeiten zur Schau getragen wurden, aus einer seiner Kollektionen stammte. Ebenso wie die lächerlich überteuerte Kosmetik, die für den makellosen Teint der anwesenden Damen verantwortlich war, oder die funkelnden Juwelen an Hals und Ohren.
Sie wussten es, und er wusste es.
Seit er erkannt wurde, teilte sich die Menge vor Romain wie von Zauberhand, doch zum ersten Mal im Leben verspürte er darüber nicht die geringste Genugtuung, sondern eher einen Anflug von Widerwillen.
Er war noch relativ jung … reicher als jeder andere hier im Saal und konnte ohne falsche Bescheidenheit von sich behaupten, ausgesprochen attraktiv zu sein.
Und, das Wichtigste überhaupt … er war Single!
In New York war er deshalb genauso begehrt wie ein millionenschwerer Hauptgewinn. Deshalb machte Romain sich auch keine Illusionen darüber, was Frauen, wie diese, die gerade den Ballsaal bevölkerten, von ihm erhofften.
Bis vor Kurzem ein reizvolles Jagdgebiet, ließ ihn die heutige Parade der glamourösen und leicht zu habenden Schönheiten nicht nur kalt, sondern stieß ihn regelrecht ab.
Deshalb war die Erleichterung umso größer, als er endlich seine Tante erspähte. Ihr Anblick brachte ihm den Grund seiner Anwesenheit ins Gedächtnis zurück.
Er war einzig und allein hier, um eines der Profimodels zu begutachten, das nach Maud Harridays Meinung perfekt in eine der gigantischsten und lukrativsten Kampagnen passen sollte, die Romain je geplant hatte.
Da seine Tante, Inhaberin einer der wichtigsten Modelagenturen New Yorks, Audrey Murphy selbst unter Vertrag hatte, würde sie als integre Geschäftsfrau nie auf die Idee kommen, Druck auf ihn auszuüben. Doch aufgrund Mauds unschätzbarer Erfahrung im Model-Business wäre es sträflich fahrlässig, sich nicht zumindest eine eigene Meinung zu bilden, ehe er ablehnte.
Denn sein Urteil stand bereits fest. Egal, wie atemberaubend Audrey auch sein mochte, ihr Handicap bestand in einer mehr als zweifelhaften Vergangenheit, und damit war sie für ihn tabu. Aber Romain kannte und akzeptierte die Spielregeln und hatte sich deshalb persönlich auf den Weg gemacht, um seiner Tante, die er sehr schätzte, das ultimative Nein zu versüßen …
„Nein … Audrey“, korrigierte das Supermodel mit erzwungener Geduld. „Ich heiße Audrey, nicht Lindsay …“
„Das ist ja fast so niedlich wie du selbst, Honey …und woher stammt dieser hübsche Name?“ Aus tief liegenden Augen tastete der untersetzte Mann wieselflink ihren gertenschlanken, aufregenden Körper ab, was Audrey dazu veranlasste, ihre Hand ruckartig aus seinem heißen, schwitzigen Griff zu befreien.
Woher sie oder ihr Name stammten, interessierte diesen unangenehmen Typen ebenso wenig wie das Wetter von vorgestern, dessen war Audrey sich ganz sicher.
„Er kommt aus dem Keltischen und bedeutet: stark und machtvoll. Es hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen, aber jetzt muss ich wirklich …“
„Audrey!“
„Kate!“ Audrey umklammerte erleichtert den Arm ihrer Freundin und nutzte die Gelegenheit, sich mit einem höflichen Lächeln von dem aufdringlichen texanischen Ölbaron zu verabschieden. „Sie entschuldigen uns bitte …“
„Was war das denn für ein Widerling?“, fragte Kate, sobald sie außer Hörweite waren.
Audreys einzige Antwort bestand in einem sichtbaren Schaudern. „Vergiss ihn! Ich bin so froh, dass du da bist! Dieser Abend ist eine einzige Tortur! Was denkst du, können wir nicht unauffällig von hier verschwinden?“
Kate verzog das Gesicht. „Ich befürchte, die Chance haben wir eben verpasst. Maud lässt uns nicht aus ihren Adleraugen und hat drakonische Maßnahmen angedroht, sollten wir versuchen, die Party vorzeitig zu verlassen …“
Audrey stöhnte auf. Im gleichen Moment fiel ihr Blick auf die Frau, von der sie gerade gesprochen hatten – Maud Harriday, Altmeisterin in der Modeindustrie und Kopf von Models Incorporation, der Agentur in New York, bei der sie und Kate unter Vertrag standen: ihre Chefin und – in guten Zeiten – sogar so etwas wie ihre Ersatzmutter …
Bis Mauds scharfer Blick von jemand anderem abgelenkt wurde, bemühte sie sich, besonders amüsiert zu wirken, obwohl ihr eigentlich ganz anders zumute war. Kate und sie hatten seit dem Morgengrauen hart gearbeitet, allerdings auf unterschiedlichen Modenschauen. Doch Erschöpfung zu zeigen war jetzt nicht angesagt.
Kate schnappte sich zwei Champagnergläser vom Tablett eines vorbeigehenden Kellners und reichte eines davon ihrer Freundin. Die hielt normalerweise nicht viel von Alkohol, nahm es aber brav entgegen.
Maud bestand darauf, dass ihre Models den Eindruck erweckten, als seien sie rund um die Uhr gut drauf. Besonders, wenn sie sich mitten im Chaos der New Yorker Fashion-Week, in einem der angesagtesten Hotels der Stadt, unter die wichtigsten Leute aus den Bereichen Mode, Medien und Politik mischten.
Also lächelte Audrey, diesmal sogar echt, und stieß mit Kate an. „Danke, ich fühle mich immer wie eine Zuchtstute auf derartigen Events … du nicht?“
Kate schaute interessiert um sich. „Ach, ich weiß nicht, Audrey …“ Sie imitierte Mauds breiten New Yorker Akzent, während sie eine Kostprobe ihres zuvor stattgefundenen Gesprächs mit der Modelchefin zum Besten gab. „Dies ist immerhin die Gelegenheit des Jahres, wo wir die jungen Gesichter unter die alten mischen können. Und in unserer Branche gehört man mit fünfundzwanzig nun mal zum alten Eisen … Hier werden die Geschäfte auf dem Modesektor gemacht. Hier sind die Leute, die bereit sind, in dich zu investieren und deine Rechnungen zu bezahlen. Also, geh da raus, und sehe einfach umwerfend aus!“
Audrey legte den Kopf in den Nacken und lachte aus vollem Herzen. „Sie würde dich umbringen, könnte sie dich hören!“
Der Kontrast zwischen ihrer dunklen und Kates blonder Schönheit zog viele Blicke der Anwesenden auf sich. Ihre Freundschaft war sehr eng und hatte vor langer Zeit in einer Grundschule in Irland begonnen, die sie beide besuchten.
„Eine Menge heißer Typen hier, findest du nicht?“ Kates animierte Stimme holte Audrey in die Gegenwart zurück. Um ihren Mund lag plötzlich ein herber Zug, als sie sich an die hitzige Diskussion erinnerte, die sie noch vor wenigen Tagen geführt hatten.
„Fang nicht schon wieder davon an … bitte!“ Kate war ihre beste Freundin, hatte ihre dunkelsten Zeiten miterlebt und kannte sie besser als jeder andere. Und obwohl Audrey sicher war, Kate würde ihr Wissen nie gegen sie verwenden, fühlte sie wieder die alten Zweifel und kämpfte gegen das vertraute Schuldgefühl an.
„Okay, lassen wir’s für den Moment gut sein“, beruhigte Kate sie in ihrer flapsigen Art. „Aber du bist eine der...




