Haensel | Perry Rhodan 1854: Ein Bote Thoregons | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 1854, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Haensel Perry Rhodan 1854: Ein Bote Thoregons

Perry Rhodan-Zyklus "Die Tolkander"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-1853-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Tolkander"

E-Book, Deutsch, Band 1854, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-1853-0
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Gefangen in der Pentrischen Wolke - ein ungeliebter Helfer erscheint Im Jahr 1289 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das dem Jahr 4875 unserer Zeit entspricht, steht die Milchstraße vor einer ihrer größten Bewährungsproben: Mit einer gigantischen Flotte, die weit über 200.000 Raumschiffe umfasst, haben die sogenannten Tolkander milliardenfachen Tod über insgesamt 52 bewohnte Planeten der Milchstraße gebracht. Auf diesen Welten wurde alles intelligente Leben ausgelöscht. Und es ist damit zu rechnen, dass dieser Massentod erst der Anfang einer ungeheuerlichen Entwicklung war. Auf 52 Welten verbreiten nämlich seitdem Wesen, die sich offensichtlich selbst als 'Philosophen' bezeichnen, ihre Lehren von Tod und Untergang. In einer schreckenerregenden Vision erfuhren die Aktivatorträger Mila und Nadja Vandemar sowie Atlan, welches Schicksal auf die Milchstraße wartet. Wie das alles zusammenhängen mag, kann derzeit noch keiner der Beteiligten erahnen. Atlan und die anderen Aktivatorträger im Solsystem sehen nur noch eine Chance: Sie stoßen in die sogenannte Traumblase oder Traumsphäre vor und hoffen, von dort aus gegen den unheimlichen Gegner antreten zu können. Während sich die Bewohner der Menschheitsgalaxis auf eine Konfrontation vorbereiten, bei der sie offenbar so gut wie keine Chance haben, sind drei Menschen von der Erde in unbekannten Regionen des Universums unterwegs. Alaska Saedelaere verschlug es zuletzt in einen merkwürdigen Mikrokosmos; Perry Rhodan und Reginald Bull haben in der Galaxis Plantagoo mysteriöse Verbindungen zu den Ereignissen in der Heimat aufgefunden. Sie stießen auf die geheimnisvollen Galornen, die Herrscher über diese Galaxis. Und sie erkannten, welch mörderischen Hintergrund die so friedliebend wirkenden Wesen tatsächlich haben. Das alles hängt zusammen mit einem alten Auftrag - und diesen erhielt EIN BOTE THOREGONS ...

HUBERT HAENSEL Die Tiefen des Alls erschlossen sich dem 1952 in Waldershof geborenen Hubert Haensel schon mit acht Jahren. Die Comic-Reihe 'Nick, der Weltraumfahrer' beflügelte die Fantasie des jungen Mannes, der heute zu den Veteranen im Autorenteam von PERRY RHODAN gehört, der größten Science-Fiction-Serie der Welt. Diese faszinierende Zukunftsgeschichte, die seit 1961 erscheint, lässt Haensel seitdem nie mehr los. PERRY RHODAN, das ist die Geschichte der Menschheit, die auf der Suche nach den Rätseln des Universums viele außerirdische Kulturen kennenlernt. Diese Begegnungen verlaufen oft friedlich, führen manchmal aber auch zu Konflikten, die Jahrtausende andauern. 'Der Traum, selbst einmal Geschichten zu erzählen, wurde auf dem Gymnasium geboren', sagt Haensel heute, 'doch erst nach der Ausbildung zum Bankkaufmann und einigen Berufsjahren habe ich versucht, diesen Traum umzusetzen.' 1978 erschien sein erster Roman 'Das Geisterschiff' als Band 379 der Reihe TERRA ASTRA, und bald folgten viele weitere in verschiedenen Genres. Unter Pseudonymen wie Jan J. Moreno, George McMahon oder Hubert H. Simon schrieb er an den Serien 'Seewölfe', 'Dämonenkiller' und MYTHOR mit. Für 'Die Abenteuer' verfasste er nicht nur Romane, sondern war außerdem als Exposé-Autor tätig. Egal, ob es sich um Kriminal-, Abenteuer- oder Science-Fiction-Stoffe handelt, Hubert Haensel schafft es immer wieder, die Leser mit seinen spannenden und humorvollen Erzählungen zu begeistern. 1979 stieg er in die ATLAN-Serie ein, und 1994 wurde er Mitglied im Team der PERRY RHODAN-Autoren. Seitdem gestaltet er selbst die Geschicke jener kosmischen Figuren, die ihn seit seiner Kindheit begleiten und auch seine Lebenseinstellung entscheidend geprägt haben. 'Weder Hautfarbe noch Aussehen eines Wesens sind entscheidend', sagt Haensel heute, 'sondern ausschließlich seine geistige Haltung. Vielleicht besinnt sich die Menschheit eines Tages darauf und begreift, dass wir alle zusammen in einem winzigen Boot durch Raum und Zeit driften - in einem Boot, das wir Erde nennen.' Mit der Zeit übernahm er für PERRY RHODAN weitere Aufgaben wie die Koordination der Risszeichnungen, die Redaktion des PERRY RHODAN-Reports ab Band 1824 und die Bearbeitung der Silberbände ab Buch 81. Er verfasste die zwei 'Kosmos-Chroniken', die das Leben von Reginald Bull und Alaska Saedelaere verfolgen, wichtigen Wegbegleitern Perry Rhodans. Auch bei den Taschenbuchreihen, die im Heyne-Verlag erscheinen, ist er regelmäßig mit eigenen Romanen vertreten. Auf die Frage, welche Person der Zeitgeschichte er gerne gewesen wäre, antwortet Haensel verschmitzt: 'Neil Armstrong. Dann hätte ich wenigstens schon den Mond betreten, auch wenn das nur ein kleiner Schritt für einen SF-Autor ist.' Ganz irdisch lebt Hubert Haensel mit seiner Ehefrau in einer kleinen Stadt im Fichtelgebirge, wo das Leben zwar nicht so exotisch wie auf dem Mond, aber zweifellos angenehmer ist.
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1.


Bericht Perry Rhodan

»Du und ich, wir treten jeder auf seine Weise für den Frieden ein. Unter diesen Voraussetzungen sollte es möglich sein, ein vernünftiges Gespräch miteinander zu führen. Das ist alles, um was ich dich bitte, Kaif Chiriatha.«

Das Translatorplättchen am Hals übertrug meine Worte ins Goo-Standard, die Umgangssprache der Galaxis Plantagoo.

Mein Gegenüber ließ keine Reaktion erkennen. Maskenhaft starr blickte das faltige blaue Gesicht, nur die breiten Hautlappen der Nasenflügel bebten leicht. Aber das war kaum Ausdruck einer Gemütsregung. Galornen atmeten offensichtlich in weit größeren Abständen als ein Mensch – die Hautlappen, die beinahe die Hälfte der Wangen bedeckten, zitterten bei jedem Atemzug.

»Nie ist es Fremden gelungen, in die Pentrische Wolke einzudringen«, sagte die Galornin langsam.

Ich spürte ihre Fassungslosigkeit, aber in ihrer Stimme suchte ich vergeblich nach Regungen wie Zorn oder Wut. Der dumpfe Bass, in dem Kaif Chiriatha sprach, klang gleichmäßig und angenehm.

Nur ihren Namen hatte sie mir bisher genannt. Und ich hätte blind sein müssen, hätte ich nicht gesehen, dass sie eine Frau war.

Verglichen mit Kaif Chiriatha schien selbst Reginald Bull an Auszehrung zu leiden.

Ein Ruck durchlief die Körpermasse der Galornin. Mit zwei Metern Größe und ihrer imposanten faltigen Fülle wirkte sie durchaus buddhaartig. Ihre runden schwarzen Augen hörten auf, mich zu taxieren, sie dirigierte die Roboter mit einer knappen Handbewegung.

»Bitte hör mir zu …«, begann ich.

Protest war sinnlos. Zuerst hatten die Roboter den galornischen Raumanzug ferngesteuert und ihn mir vom Leib geschnitten, nun hüllten sie mich in ein Fesselfeld und beraubten mich erneut jeder Bewegungsmöglichkeit. Ich war ihnen ausgeliefert.

Kaif Chiriatha starrte schon wieder auf das Passantum an meinem linken Handgelenk. Ihr Zusammenzucken in dem Moment, als mir der Raumanzug abgenommen worden war, hatte ich nicht übersehen. Obwohl sie sich Mühe gegeben hatte, ihre Überraschung hinter einer Maske aus Gleichgültigkeit zu verbergen.

Wie viel wusste sie über das Passantum, das offenbar nicht nur zur Kontrolle und Steuerung der Brücke in die Unendlichkeit diente, sondern wohl auch seinen Träger als »Boten von Thoregon« auswies? Ich musste an den Andro-Hüter Szuker denken, der Bully und mir nur des Passantums wegen geholfen hatte.

Ich wollte die Galornin danach fragen, aber die Roboter dirigierten mich zu einem offenen Gleiter. Gleich darauf versank ich in den nachgebenden Polstern einer Sitzbank. Einen Moment lang war mir, als würden tausend Saugnäpfe meinen Körper umschließen; das Material passte sich der Körperform unglaublich gut an.

»Du bist verkrampft, Perry Rhodan«, sagte Kaif Chiriatha unvermittelt. »Wenn ich mich nicht irre, nennen kriegerische Völker ein solches Verhalten auch Furcht vor Bestrafung. Das verrät mir deine Herkunft. Aber sei unbesorgt, dir wird nichts geschehen.«

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Jedenfalls hätte ich nicht die Hand dafür ins Feuer gelegt. Obwohl ich ihre ungeheuer positive Ausstrahlung spürte.

Eine ähnliche Aura hatte ich schon in Gaalo wahrgenommen. Glücks-Reduktion nannten die Bewohner der Stadt das Empfinden, aller Sorgen und Nöte enthoben zu sein. Bully und ich hatten es ebenfalls gespürt. Zweimal sogar, um genau zu sein. Bei der Gelegenheit hatten wir aus der Distanz unseren ersten Galornen gesehen, einen Humanoiden mit blauer Haut, zwei Meter groß, unbekleidet und in einer Haltung, die manchen Terraner sofort an eine Buddhastatue erinnert hätte.

Viele Galornen kamen nach Gaalo, sobald sie ihr Lebensende nahen fühlten. Am Ende ihrer Existenz verströmten sie alles Positive ihrer Persönlichkeit in einer grellen Lichterscheinung. Der Augenblick der Glücks-Reduktion war mehr als nur beeindruckend gewesen. Sobald ich die Augen schloss und tief in mein Innerstes hineinhorchte, glaubte ich, noch immer davon zehren zu können.

Falls es sich nicht um eine Sinnestäuschung oder Halluzination gehandelt hatte, mussten die Galornen wirklich eines der friedfertigsten Völker des Universums sein.

Zumindest hatte ich das noch vor knapp vier Monaten – wenn ich richtig schätzte – angenommen, Anfang Dezember 1288 NGZ. Inzwischen hatte ihre leuchtend weiße Weste einige bedenkliche Flecken abbekommen. Mit dem Shifting das Volk der Zentrifaal seiner angezüchteten Aggressivität zu berauben und damit die verbleibende Lebensspanne jedes Individuums zu halbieren war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Daran änderte der Deckmantel der Friedfertigkeit wenig.

Spürte die Galornin meine Gedanken? Wortlos ließ sie sich mir gegenüber nieder. Ihre auseinanderfließende Fleischfülle schien schier mit der weichen Polsterung zu verschmelzen.

Ich suchte den Blick ihrer tief in den Höhlen liegenden Augen und registrierte im selben Moment, dass Kaif Chiriatha hastiger atmete.

»Du hast mein Passantum gesehen …«

Sie schwieg. Eine Nuance von Ablehnung und Trauer schien sich plötzlich in ihrer Haltung auszudrücken.

»Ich würde gerne die Arme heben und dir meine leeren Handflächen zeigen«, begann ich von neuem. »Leider lassen die Roboter nicht zu, dass ich mich bewege.«

»Das geschieht zu deinem eigenen Schutz, Perry Rhodan.«

Eine Floskel, mehr nicht. Glaubte die Galornin eigentlich selbst daran? Oder – der Gedanke erschreckte mich – hatten die Zentrifaal und Bully sich ihrer Gefangennahme widersetzt? Hatten sie gar mit dem Leben für unseren Ausflug in die verbotene Zone bezahlt?

Was die Zentrifaal aus A-Califorms Clan, Reginald und ich gesehen hatten, war das größte Geheimnis der Galornen, für Außenstehende für alle Zeit tabu. Selbst das friedfertigste Geschöpf kann zur reißenden Bestie werden, sobald jemand an den Grundfesten seiner Existenz rüttelt. So mussten die Galornen unser Eindringen empfinden.

Meine Begleiter waren vor mir über den Transmitter in die azurblaue Stadt zurückgekehrt. Leider sah ich weder Reginald Bull noch einen der Zentrifaal.

Die Nebelwelt, die wir auf unserer Flucht vor den Galornen erreicht hatten, war das Ende einer Sackgasse gewesen. Von der hochgelegenen Station aus hatte sich ein weiter Blick über eine verbrannt wirkende Ebene geboten – ein Raumschiffsfriedhof besonderer Art. Keine Wracks, beileibe nicht, sondern für die Ewigkeit konservierte schwarze Galornenschiffe. Jedes von ihnen war eiförmig und gut neunhundert Meter lang gewesen, ein Typ, wie selbst die Zentrifaal ihn nie zu Gesicht bekommen hatten. Eine unüberschaubare Zahl.

Und nicht genug damit, dass von diesen schwarzen Raumern eine furchterregende, aggressive Ausstrahlung ausging – von Anfang an hatte uns ein schwerer mentaler Druck zugesetzt. Heftige suggestive Felder wiesen den Planeten unmissverständlich als Verbotene Zone aus.

Die Stimme der Galornin durchbrach meine Überlegungen. »Du wirst dir selbst großen Schaden zufügen, Perry Rhodan. Vergiss, was du auf Tribath gesehen hast! Vergiss es zu deinem eigenen Schutz.«

»Und zum Wohl der Galornen …«, konnte ich mir nicht verkneifen.

»Zum Wohl von ganz Plantagoo.«

Kaif Chiriatha schwieg wieder. Weil sie nicht wissen konnte, dass ich in der Absicht, den Raumer für die Flucht zu nutzen, eines der schwarzen Schiffe betreten hatte.

Die Galornin wusste ebenso wenig, dass ich in der Kabine des Kommandanten atemberaubende Einzelheiten über die Geschichte der Galornen erfahren hatte, über ihre blutige Vergangenheit, den Krieg gegen die Mocksgerger und die vielen Bruderkriege, in denen sie sich beinahe selbst zerfleischt hätten.

Der Schiffsname KEMPEST mochte ohne tiefere Bedeutung sein, einem Terraner wie mir legte er jedoch ein spontanes Wortspiel nahe: KEMPEST – Pest.

Vor 38.000 Jahren waren die Galornen die Pest von Plantagoo gewesen und hatten unsagbares Leiden und Sterben verbreitet.

Ich hatte aber auch die charakterliche Wandlung der Galornen hin zu den friedliebenden Wesen nacherlebt, die sie heute waren.

Ahnte Kaif Chiriatha zumindest, dass ich das Geheimnis ihres Volkes kannte? Vor allem, wusste sie selbst, was vor Tausenden von Jahren geschehen war?

Der Gleiter startete vom Rand des Transmitterplatzes. Der rote Kreis war nach wie vor leer. Auch konnte ich keine Galornen in der Nähe entdecken … als hätten die Bewohner der Stadt sich absichtlich zurückgezogen.

Die bungalowartigen Häuser fielen unter uns zurück. Der Gleiter beschleunigte in Richtung auf die Phalanx von Großgebäuden, die sich bis zu dreihundert Meter in den diesig grauen Himmel schraubten.

»Das ist Baaken Bauu«, sagte die Galornin.

»Die Stadt oder der Planet?«, fragte ich nach.

»Baaken Bauu nennen wir auch die azurblaue Stadt«, antwortete Kaif Chiriatha. »Unsere Welt heißt Helter Baaken.«

Ich war zwar ihr Gefangener, aber ich erhielt Informationen. Vielleicht ließ sich das ausdehnen. Oder war die Frau sicher, dass ich mein Wissen nicht mehr würde weitergeben können?

»Was ist mit meinen Begleitern geschehen?«, fragte ich freiheraus.

Die Zentrifaal hatten dem mentalen Druck auf Tribath nicht lange widerstanden. Und Bully war bei ihnen geblieben. Obwohl die vom Shifting betroffenen Zentrifaal nur noch Schatten ihrer selbst waren, konnte niemand ihre Reaktion in Extremsituationen vorhersagen. Wahrscheinlich hatte der Dicke einfach nur vorsichtig sein wollen.

Ich hatte Bullys Nachricht gefunden; er hatte sie eingeritzt: »Perry, wir gehen durch den Transmitter. Ich habe nicht mehr die Kraft, dich zu suchen....



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