Hasselhorn / Schneider | Handbuch der Entwicklungspsychologie | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band Band 7, 713 Seiten

Reihe: Handbuch der Psychologie

Hasselhorn / Schneider Handbuch der Entwicklungspsychologie


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-8409-1847-6
Verlag: Hogrefe Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, Band Band 7, 713 Seiten

Reihe: Handbuch der Psychologie

ISBN: 978-3-8409-1847-6
Verlag: Hogrefe Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Das Handbuch informiert in 57 Beiträgen über Metatheorien und zentrale Modelle der Entwicklung sowie über die wichtigsten Mechanismen der Veränderung menschlichen Verhaltens und Erlebens. Besonderheiten der verschiedenen Phasen der Lebensspanne sowie wesentliche Befunde der kognitiven und der sozial-emotionalen Entwicklung werden erörtert. Dargestellt werden außerdem differenzielle Entwicklungsaspekte, normative Entwicklungsübergänge sowie ausgewählte Themen der angewandten Entwicklungspsychologie und der entwicklungspsychologischen Forschungsmethoden.

Das Handbuch bietet für Studierende und Fachvertreter der Psychologie eine Grundlage für die Lehre in Entwicklungspsychologie. Es richtet sich auch an Studierende und Fachvertreter von Nachbardisziplinen sowie an Berufspraktiker, die sich einen Überblick über die Phänomene und Erklärungsansätze menschlicher Entwicklung verschaffen wollen oder gezielt Informationen zu einzelnen Themenbereichen der Entwicklungspsychologie suchen.

Die Herausgeber

Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, geb. 1957. 1977-1983 Studium der Psychologie und Pädagogik in Göttingen und Heidelberg. 1986 Promotion. 1993 Habilitation. 1993-1997 Professor für Entwicklungspsychologie am Institut für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie der TU Dresden. 1997-2007 Leiter der Abteilung Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie am Georg-Elias-Müller Institut für Psychologie der Universität Göttingen. Seit 2007 Leiter der Arbeitseinheit Bildung und Entwicklung am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Wolfgang Schneider, geb. 1950. 1969-1975 Studium der Psychologie, Theologie und Philosophie in Heidelberg und Wuppertal. 1976-1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. 1979 Promotion. 1981-1982 Visiting Scholar am Department of Psychology der Stanford University (USA). 1982-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München. 1988 Habilitation. 1990-1991 Vertretung und seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie IV (Pädagogische und Entwicklungspsychologie) an der Universität Würzburg.

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Weitere Infos & Material


1;Inhalt;6
2;Vorwort;12
3;I Metatheorien und Entwicklungsmodelle;14
3.1;Strukturgenese;16
3.1.1;1 Das psychologische Verständnis von Entwicklung im Allgemeinen;16
3.1.2;2 Entwicklung als Strukturgenese nach Jean Piaget;17
3.1.3;3 Kritik an Piagets Theorie;21
3.1.4;4 Ausweitung auf weitere Funktionsbereiche;24
3.1.5;5 Praktische Bewährung;24
3.1.6;6 Piaget für immer?;25
3.2;Informationsverarbeitungsansätze der Entwicklungspsychologie;27
3.2.1;1 Die kognitive Entwicklung im Kindesalter: Besser denken oder anders wissen?;28
3.2.2;2 Informationsverarbeitungsansätze;31
3.2.3;3 Wie verändert sich die Informationsverarbeitung?;35
3.3;Handlungstheorien in der Entwicklungspsychologie;39
3.3.1;1 Grundideen handlungstheoretischer Ansätze in der Entwicklungspsychologie;39
3.3.2;2 Drei handlungstheoretische Entwicklungsmodelle;40
3.3.3;4 Allgemeine Überlegungen zu handlungstheoretischen Entwicklungsmodellen;46
3.4;Theorien dynamischer Systeme in der Entwicklungspsychologie;50
3.4.1;1 Einleitung;50
3.4.2;2 Grundbegriffe der Systemtheorie: Konzepte und Definitionen;50
3.4.3;3 Der dynamische Ansatz in der Entwicklungspsychologie;58
3.4.4;4 Ausblick;61
3.5;Psychoanalytische Grundlagen der Entwicklungspsychologie;63
3.5.1;1 Entwicklung durch Bewältigung lebensphasenspezifischer motivationaler Konflikte;63
3.5.2;2 Internalisierung von Emotionsregulation und Beziehungen;65
3.5.3;3 Entwicklung und psychische Störungen;68
3.6;Lebensspannen-Psychologie;72
3.6.1;1 Drei Grundannahmen der Lebensspannen- Psychologie zur Wirkung biologischer und kultureller Einflusssysteme auf die menschliche Entwicklung;72
3.6.2;2 Konsequenzen für eine Entwicklungspsychologie der Lebensspanne;75
3.6.3;3 Die lebenslange Entwicklung der Intelligenz als empirisches Beispiel;78
3.6.4;4 Die adaptiven Funktionen von Selbst und Persönlichkeit im Lebensverlauf;80
3.6.5;5 Das vierte Alter: eine neue Herausforderung für Wissenschaft und Gesellschaft;81
3.6.6;6 Schlussbemerkung;81
4;II Entwicklungsmechanismen;84
4.1;Reifung;86
4.1.1;1 Definition;86
4.1.2;2 Reifungstheorien;87
4.1.3;3 Zum Zusammenhang zwischen Reifung und Erfahrung;89
4.1.4;4 Das Anlage-Umwelt-Problem;90
4.2;Lernen;97
4.2.1;1 Lernen mit Einschränkungen;98
4.2.2;2 Lernmechanismen;101
4.2.3;3 Fazit;105
4.3;Prägung;108
4.3.1;1 Einleitung;108
4.3.2;2 Prägungsvorgänge bei Tieren;109
4.3.3;3 Prägung im Kontext der Humanentwicklung;113
4.3.4;4 Langfristige Effekte früher Entwicklungsbedingungen;115
4.3.5;5 Schlussbemerkungen;117
4.4;Interaktion und Kovariation von Genom und Umwelt;120
4.4.1;1 Wirkung von Genom und Umwelt auf die Entwicklung;120
4.4.2;2 Genom-Umwelt-Interaktion;122
4.4.3;3 Genom-Umwelt-Kovarianz;125
4.4.4;4 Fazit;128
5;III Phasen der Lebensspanne;130
5.1;Pränatale Entwicklung;132
5.1.1;1 Die Frage nach dem Beginn menschlichen Lebens;132
5.1.2;2 Körperliche Entwicklung;132
5.1.3;3 Entwicklung des Zentralen Nervensystems;133
5.1.4;4 Wahrnehmungsmöglichkeiten des Fötus;136
5.1.5;5 Verhaltensorganisation;137
5.1.6;6 Risikofaktoren der vorgeburtlichen Entwicklung;138
5.1.7;7 Diagnostik des Neugeborenen;141
5.2;Säuglingsentwicklung;144
5.2.1;1 Allgemeines;144
5.2.2;2 Sensumotorische Entwicklung;145
5.2.3;3 Kognitive Entwicklung im Säuglingsalter;147
5.2.4;4 Sozial-emotionale Entwicklung;151
5.2.5;5 Fazit;153
5.3;Kleinkindalter;154
5.3.1;1 Entwicklung der Informationsverarbeitung;154
5.3.2;2 Entwicklung von Sprache;156
5.3.3;3 Entwicklung von Wissen;157
5.3.4;4 Emotionale Entwicklung;159
5.3.5;5 Entwicklung des Selbst;161
5.3.6;6 Soziale Entwicklung;162
5.3.7;7 Fazit;163
5.4;Kindergarten- und Vorschulalter;165
5.4.1;1 Die Erweiterung der Perspektiven;165
5.4.2;2 Das Denken in naiven Theorien;166
5.4.3;3 Das Verständnis des Mentalen (Theory of Mind);168
5.4.4;4 Die Entwicklung der Fantasie und des Spiels;169
5.4.5;5 Die Entwicklung sozialer Kompetenzen;171
5.4.6;6 Fazit;173
5.5;Schulkindalter;176
5.5.1;1 Entwicklung des Selbst und der Persönlichkeit;176
5.5.2;2 Kognitive Entwicklung;179
5.5.3;3 Motivation und Interesse;181
5.5.4;4 Emotionsregulation und soziale Kompetenz;184
5.6;Jugendalter;188
5.6.1;1 Zentrale Themen im Jugendalter;189
5.6.2;2 Psychosoziale Entwicklung und Entwicklungsprobleme;195
5.6.3;3 Forschungsfragen für die Zukunft;197
5.7;Frühes Erwachsenenalter: Berufliche Entwicklung und Lebensgestaltung;199
5.7.1;1 Junge Erwachsene im Wandel der Arbeitsgesellschaft;199
5.7.2;2 Berufliche Entwicklung;201
5.7.3;3 Lebensplanung und Lebensgestaltung;205
5.8;Spätes Erwachsenenalter;209
5.8.1;1 Abgrenzung und Binnendifferenzierung spätes Erwachsenenalter;209
5.8.2;2 Alternsveränderungen psychischer Ressourcen;209
5.8.3;3 Entwicklung verschiedener Ressourcen;211
5.8.4;4 Kompetenzorientierte Entwicklungstheorien;212
5.8.5;6 Regulative Entwicklungstheorien;213
5.8.6;7 Alterstypische Ereignisse und Veränderungen;215
5.8.7;8 Psychologische Aspekte der Langlebigkeit;217
6;IV Kognitive Entwicklung;220
6.1;Spracherwerb;222
6.1.1;1 Meilensteine und Entwicklungslinien des Spracherwerbs;222
6.1.2;2 Spracherwerb im Kontext anderer Entwicklungsbereiche;228
6.2;Entwicklung von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit;233
6.2.1;1 Visuelle Wahrnehmung;233
6.2.2;2 Auditive Wahrnehmung;237
6.2.3;3 Intermodale Wahrnehmung;240
6.2.4;4 Fazit;243
6.3;Entwicklung des Denkens;245
6.3.1;1 Piagets Theorie der Denkentwicklung;245
6.3.2;2 Piaget-Kritik und frühe kognitive Kompetenzen;247
6.3.3;3 Informationsverarbeitungsansätze;250
6.3.4;4 Theorien der Entwicklung begrifflichen Wissens;251
6.3.5;5 Fazit;253
6.4;Entwicklung von Metakognition;256
6.4.1;1 Konzeptualisierungen von Metagedächtnis;256
6.4.2;2 Entwicklung deklarativen metakognitiven Wissens;258
6.4.3;3 Entwicklung des prozeduralen Metagedächtnisses;260
6.4.4;4 Beziehungen zwischen Metagedächtnis und Gedächtnis;263
6.4.5;5 Schlussbemerkung;265
6.5;Gedächtnisentwicklung;267
6.5.1;1 Quellen der Altersvarianz von Gedächtnisleistungen;267
6.5.2;2 Absichtliches Vergessen;272
6.5.3;3 Implizites und prozedurales Gedächtnis;272
6.5.4;4 Autobiografisches Gedächtnis und Augenzeugengedächtnis;274
6.6;Entwicklung der Intelligenz im Kindesalter;278
6.6.1;1 Begriffsklärung;278
6.6.2;2 Definition von psychometrischer Intelligenz und Möglichkeiten ihrer Erfassung;278
6.6.3;3 Individuelle Entwicklungsmuster und -stabilitäten der Intelligenz;279
6.6.4;4 Relevanz der Intelligenz für die Prognose schulischen/ akademischen Erfolgs;283
6.6.5;5 Die Ursprünge der Intelligenz;284
6.7;Entwicklung akademischer Leistungen;290
6.7.1;1 Grundlegende Aspekte der Leistungs- und Kompetenzentwicklung;290
6.7.2;2 Die Rolle der Schule für die Leistungsentwicklung;292
6.7.3;3 Entwicklung in zentralen Leistungsbereichen;293
6.7.4;4 Fazit und Ausblick;297
6.8;Entwicklung der Leistungsmotivation;300
6.8.1;1 Was ist Leistungsmotivation?;300
6.8.2;2 Komponenten der Leistungsmotivation und ihre Entwicklung;301
6.8.3;3 Entwicklung der Leistungsmotivation;305
6.8.4;4 Erweiterungen der Erwartung ×Wert-Theorie;307
6.8.5;5 Bedingungen der Leistungsmotivationsgenese;310
7;V Sozial-emotionale Entwicklung;314
7.1;Moralentwicklung;316
7.1.1;1 Zur Bestimmung von Moral;316
7.1.2;2 Moralentwicklung aus gesellschaftlicher Perspektive;317
7.1.3;3 Individuelle Moralentwicklung;317
7.1.4;4 Neuere Forschungen;321
7.1.5;5 Lernmechanismen;324
7.1.6;6 Fazit;324
7.2;Bindungsentwicklung im Lebenslauf;327
7.2.1;1 Normative Bindungsentwicklung;329
7.2.2;2 Differenzielle Bindungsentwicklung;329
7.2.3;3 Konsequenzen: Bindung, Persönlichkeitsentwicklung und psychische Gesundheit;334
7.3;Freundschaften und ihre Folgen für die Entwicklung;337
7.3.1;1 Helfen Freundschaften Kindern, den Schulanfang zu bewältigen?;338
7.3.2;2 Freundschaften und Schulerfolg im Jugendalter;339
7.3.3;3 Schützen Freundschaften vor Selbstwertproblemen und Depression?;340
7.3.4;4 Verführen Freundinnen und Freunde zu Delinquenz und Drogengebrauch?;342
7.3.5;5 Schlussbetrachtungen zum eigenständigen Beitrag der Freundschaften;344
7.4;Entwicklung von Emotionen;348
7.4.1;1 Emotionstheorien;348
7.4.2;2 Indikatoren von Emotionen bei Kindern;350
7.4.3;3 Entwicklung von Emotionen über die Lebensspanne;352
7.5;Entwicklungsbesonderheiten aggressiven Verhaltens;360
7.5.1;1 Einleitung;360
7.5.2;2 Aggressives Verhalten als Element der kindlichen Sozialisation;363
7.6;Identitätsentwicklung;372
7.6.1;1 Identität als psychologischer Begriff;373
7.6.2;2 Messung der Identität;377
7.6.3;3 Empirische Studien zur Entwicklung der Identität;378
7.6.4;4 Fazit;380
7.7;Entwicklung des Selbstkonzeptes;382
7.7.1;1 Qualitative Veränderungen des Selbstkonzeptes vom Kleinkindalter bis zur Adoleszenz;384
7.7.2;2 Stabilität des Selbstkonzeptes;385
7.7.3;3 Quantitative Veränderungen des Fähigkeitsselbstkonzeptes;386
7.7.4;4 Zusammenhang zwischen Selbstkonzept und Leistung;387
7.7.5;5 Fazit;391
8;VI Differenzielle Entwicklungsaspekte;394
8.1;Entwicklungsstabilitäten;396
8.1.1;1 Begriffsklärung – Kontinuität und Stabilität;396
8.1.2;2 Empirische Befunde;398
8.1.3;3 Einfluss des methodischen Zugangs;400
8.1.4;4 Systematische Entwicklungsdiskontinuitäten;404
8.1.5;5 Fazit;405
8.2;Intraindividuelle Variabilität und Plastizität;408
8.2.1;1 Variabilität und Veränderung in systemischer Perspektive;408
8.2.2;2 Kognitive Plastizitätsforschung;411
8.2.3;3 Ausblick: Die Bedeutung der Plastizitätsforschung für die Entwicklungspsychologie;416
8.3;Geschlechtsdifferenzen in der Entwicklung;420
8.3.1;1 Wie verschiedene Entwicklungstheorien des Menschen Geschlechtsdifferenzen erklären;420
8.3.2;2 Wie sich Geschlechtsdifferenzen über die Lebensspanne hinweg manifestieren;424
8.4;Kulturunterschiede in der Entwicklung;430
8.4.1;1 Kulturelle Modelle elterlicher Strategien;431
8.4.2;2 Die integrativen Entwicklungsaufgaben des zweiten Lebensjahres: Selbsterkennen und soziale Regulation;438
8.4.3;3 Die Errungenschaft des 3. Lebensjahres: Die Entwicklung des autobiografischen Gedächtnisses;439
8.4.4;4 Ein weiterer Schritt in der Selbstentwicklung: die „Theory of Mind“;440
8.4.5;5 Ausblick;441
8.5;Sozialer Wandel;444
8.5.1;1 Einleitung;444
8.5.2;2 Theoretische Modelle der Wirkung sozialen Wandels auf die Individualentwicklung;445
8.5.3;3 Methoden zur Untersuchung der Effekte sozialen Wandels;447
8.5.4;4 Ausgewählte Befunde zur Wirkung sozialen Wandels auf die individuelle Entwicklung;448
8.5.5;5 Schlussfolgerungen;452
8.6;Medieneinflüsse auf Kinder und Jugendliche;455
8.6.1;1 Der Erwerb medialer Zeichenkompetenz im Kindesalter;455
8.6.2;2 Fernsehkonsum und Fernsehwirkung;458
8.6.3;3 Konsum gewalthaltiger Medien;461
8.6.4;4 Fazit;463
8.7;Entwicklung von Hochbegabung;466
8.7.1;1 Intelligenz versus alternative Modelle;466
8.7.2;2 Längsschnittstudien;468
8.7.3;3 Frühe Hochbegabungsindikatoren;472
8.7.4;4 Entwicklungskonstanz von Hochbegabung;473
8.7.5;5 Potenzial versus Performanz;473
9;VII Normative Entwicklungsübergänge;478
9.1;Inanspruchnahme öffentlicher Kinderbetreuung;480
9.1.1;1 Öffentliche Kinderbetreuung als Teil der Betreuungsökologie des Vorschulkindes;480
9.1.2;2 Veränderungen in der Eltern-Kind-Beziehung als Folge öffentlicher Betreuung;481
9.1.3;3 Adaptation des Kindes an eine öffentliche Betreuung;483
9.1.4;4 Neue Betreuungserfahrungen – Neue Beziehungen;484
9.1.5;5 Beziehungsentwicklung in der Peer-Gruppe;486
9.1.6;6 Entwicklungsimpulse und Entwicklungsförderung in öffentlicher Betreuung;487
9.1.7;7 Fazit;488
9.2;Schuleintritt;490
9.2.1;1 Einschulungspraxis in Deutschland;490
9.2.2;2 Wann ist ein Kind schulfähig?;492
9.2.3;3 Schuleintritt als Entwicklungsschritt – Schulerfolg als Entwicklungsziel;493
9.3;Loslösung vom Elternhaus;502
9.3.1;1 Autonomieentwicklung als lebenslanger Prozess;502
9.3.2;2 Die Umgestaltung der Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern im Jugendalter;504
9.3.3;3 Der Auszug aus dem Elternhaus als Meilenstein im Loslösungsprozess;509
9.3.4;4 Fazit;510
9.4;Familiengründung und Übergang zur Elternschaft;512
9.4.1;1 Beginn des Familienzyklus;512
9.4.2;2 Sozialer Wandel und Pluralisierung von Formen der Familiengründung;512
9.4.3;3 Normative und nicht-normative Übergänge zur Elternschaft;514
9.4.4;4 Differenzielle Aspekte der Familiengründung und Risikokonstellationen;518
9.4.5;5 Partnerschaft als Fundament der Familie;520
9.5;Familiäre Reorganisation nach Trennung und Scheidung;523
9.5.1;1 Der Prozesscharakter der Scheidung;524
9.5.2;2 Die Vorscheidungsphase;526
9.5.3;3 Die Nachscheidungsphase;527
9.5.4;4 Ressourcen und Risiken für die Bewältigung der Scheidung;530
9.5.5;5 Der Übergang zur Stieffamilie;531
9.6;Eintritt in den Ruhestand;535
9.6.1;1 Zur Akzeptanz von Vorruhestand und Frühverrentung;536
9.6.2;2 Zur Anpassung an den Ruhestand;539
9.6.3;3 Fazit;542
10;VIII Angewandte Entwicklungspsychologie;546
10.1;Vorschulische Entwicklungsförderung;548
10.1.1;1 Frühlesen, phonologische Bewusstheit und Schrifterwerb;548
10.1.2;2 Sprachentwicklungsförderung;549
10.1.3;3 Kognitive Entwicklungsförderung;550
10.1.4;4 Förderung mathematischen Vorwissens und Prävention von Rechenschwierigkeiten;552
10.1.5;5 Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen;552
10.1.6;6 Bewegungs- und Gesundheitsförderung;553
10.1.7;7 Förderung hochbegabter Vorschulkinder;553
10.1.8;8 Langzeiteffekte: Schulerfolg und Lebensbewältigung;554
10.1.9;9 Bedingungen für eine erfolgreiche Entwicklungsförderung;555
10.2;Entwicklungsdiagnostik;559
10.2.1;1 Definition;559
10.2.2;2 Grundlagen der Entwicklungsdiagnostik;559
10.2.3;3 Aufgaben und Ziele der Entwicklungsdiagnostik;562
10.2.4;4 Methoden der Entwicklungsdiagnostik;563
10.3;Entwicklungspsychologische Aspekte der Gesundheitsförderung;571
10.3.1;1 Objektiver und subjektiver Gesundheitszustand von Kindern, Jugendlichen und alten Menschen;571
10.3.2;2 Einflussfaktoren auf gesundheitsförderliches Verhalten: Vorstellungen über Gesundheit und Krankheit;572
10.3.3;3 Entwicklungspsychologische Barrieren bei der Umsetzung gesundheitsbezogener Maßnahmen;573
10.3.4;4 Entwicklung und Veränderung von Risikoverhaltensweisen;574
10.3.5;5 Auseinandersetzung mit Belastungen und der Einfluss auf Gesundheit;576
10.3.6;6 Gesundheitsförderung in der Familie: Ernährungsverhalten, Bewegung und Stressbewältigung;577
10.3.7;7 Soziale Unterstützung und soziale Ressourcen;578
10.3.8;8 Fazit;579
10.4;Entwicklungspsychologische Aspekte des Drogenkonsums;582
10.4.1;1 Einleitung;582
10.4.2;2 Verbreitung und Verlauf des Konsums von Alkohol und illegalen Drogen;583
10.4.3;3 Mittel- und langfristige Konsequenzen;583
10.4.4;4 Entwicklungsmodelle und Einflussfaktoren;584
10.4.5;5 Risikofaktoren;587
10.4.6;6 Prävention/Intervention;589
10.5;Jugendkriminalität;592
10.5.1;1 Jugendkriminalität – deskriptive Konturen;592
10.5.2;2 Entwicklungspsychologische Erklärungsperspektiven und ihre Grenzen;594
10.5.3;3 Entwicklungsinterventionen bei Jugenddelinquenz;598
10.5.4;4 Entwicklungspsychologie in der theoretischen und praktischen Auseinandersetzung mit Jugenddelinquenz;599
10.6;Strategien der Lebensbewältigung im Alter;603
10.6.1;1 Zentrale Themen der Lebensbewältigung im höheren Alter;603
10.6.2;2 Prozesse der Lebensmeisterung im Alter;605
10.6.3;3 Fazit: Lebensbewältigung im hohen Alter – Grenzen und Potenziale;610
11;IX Forschungsmethoden;614
11.1;Entwicklungspsychologische Versuchsplanung;616
11.1.1;1 Versuchsplanung;616
11.1.2;2 Versuchspläne;618
11.1.3;3 Die organismische Variable Alter;620
11.1.4;4 Typen entwicklungspsychologischer Hypothesen;621
11.2;Datenerhebung;626
11.2.1;1 Einführung;626
11.2.2;2 Datenerhebungsmethoden in der frühen Kindheit;626
11.2.3;3 Datenerhebungsmethoden in späteren Entwicklungsabschnitten;632
11.2.4;4 Spezielle Datenerhebungsprobleme in der entwicklungspsychologischen Forschung;633
11.3;Analyse von Längsschnittdaten;636
11.3.1;1 Was sind Längsschnittdaten – ein Klassifikationsversuch;636
11.3.2;2 Auswertung von Langsschnittdaten - der einfachste Fall: N > 2, T = 2, V = 1;638
11.3.3;3 Auswertung von Langsschnittdaten: N ?2, T = 2, V ?2;641
11.3.4;4 Auswertung von Langsschnittdaten: N ?2, T > 2, V = 1;642
11.3.5;5 Auswertung von Längsschnittdaten: N > 2, T > 2, V > 1;643
11.3.6;6 Der Spezialfall: N = 1 oder N > 1, T >> 2, V = 1 oder V > 1;643
11.3.7;7 Fortgeschrittene Methoden;644
11.3.8;8 Weitere Fragen;644
11.3.9;9 Zusammenfassung;645
11.4;Eine neurowissenschaftliche Perspektive für die Entwicklungspsychologie?;647
11.4.1;1 Neurowissenschaftliches Denken für die Entwicklungspsychologie;647
11.4.2;2 Informationen zur Hirnentwicklung;648
11.4.3;3 Resonanztomografie;649
11.4.4;4 Elektroenzephalografie und ereignis-korrelierte Potenziale;652
11.4.5;5 Schlussfolgerungen;657
11.5;Spezielle Auswertungsmethoden der Entwicklungspsychologie;659
11.5.1;1 Thesen der personenorientierten Entwicklungspsychologie;659
11.5.2;2 Suche nach Gruppen unterschiedlicher Entwicklungsverläufe;661
11.5.3;3 Der Vergleich der Entwicklungsverläufe a priori existierender Gruppen;664
11.5.4;4 Zusammenfassende Diskussion;668
12;Die Autorinnen und Autoren des Bandes;672
13;Autorenregister;682
14;Sachregister;704
15;Mehr eBooks bei www.ciando.com;0


(S. 477-480)

Making Use of Public Child Care Facilities



In historischen und kulturvergleichenden Studien wird in Ergänzung der elterlichen Fürsorge die Säuglings-, Kleinst- und Vorschulkindbetreuung als normativ im Rahmen von erweiterten Familien- und Nachbarschaftsnetzen beschrieben. In den hochindustrialisierten Ländern der Moderne hat sich dagegen eine öffentliche Kinderbetreuung durchgesetzt, die von bezahlten Betreuer/inne/n umgesetzt wird. Dabei haben diese Betreuungsangebote einen funktionellen Paradigmenwechsel durchlaufen, der sich von der Dienstleistung für erwerbstätige Eltern hin zur Lern- und Entwicklungsförderung des Kindes vollzogen hat. Insofern wird die Inanspruchnahme öffentlicher vorschulischer Betreuung heute als normativ und in Vorbereitung auf die schulische Bildung angesehen. Im Kontrast zu den Betreuungsangeboten für Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren wird für Säuglinge und Kleinstkinder die öffentliche Betreuung allerdings weiterhin recht kontrovers diskutiert, jedoch immer häufiger in diesem Altersabschnitt begonnen.

Rechtsgrundlagen öffentlicher Kinderbetreuung

Die öffentliche Kinderbetreuung gehört in Deutschland kompetenzrechtlich zum Bereich der öffentlichen Fürsorge und nicht zum Schulwesen. Gemäß den Prinzipien von Subsidiarität und Föderalismus räumt das KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz als Bestandteil der Sozialgesetzgebung, SGB VIII) dabei den einzelnen Bundesländern einen Landesrechtsvorbehalt ein, der den jeweiligen Landesgesetzen ermöglicht, Leistungsumfänge, Qualitätstandards, Kontrollverfahren, Personalausstattung und Finanzierungsanteile (inkl. der Elternbeiträge einer öffentlichen Kinderbetreuung spezifisch zu regeln. Ein einklagbares (Individual-) Recht auf einen Betreuungsplatz gewährt das KJHG nur für Kinder mit Vollendung des dritten Lebensjahres, für Säuglinge und Kleinstkinder sind „Plätze nach Bedarf vorzuhalten" (§ 24 KJHG).

1 Öffentliche Kinderbetreuung als Teil der Betreuungsökologie des Vorschulkindes

Der Betreuungsmodus einer öffentlichen Kindertageseinrichtung (kurz: Kita) wird in der Regel in Bildungs- und Erziehungsprogrammen dargelegt, die jedoch einheitlich vom einem aktiven kindlichen Subjekt ausgehen, das mit seiner Indivi dualität akzeptiert, in seiner Eigenentwicklung und Selbstbildung begleitet wird und eine umfassende Partizipation im pädagogischen Alltag der Kita erhalten muss. Diese Programme nehmen heute die Entwicklungserfordernisse der betreuten Kinder von Geburt an in den Blick und reflektieren damit die wesentlichen Qualitätsvorstellungen öffentlicher Betreuung.

Qualität öffentlicher Kinderbetreuung

In der heutigen Diskussion über die Qualität öffentlicher Kinderbetreuung wird neben den Parametern der sog. Strukturqualität, wie Gruppengröße, Betreuungsschlüssel und Ausbildungsstand der Erzieher/innen, einem pädagogischen Alltag Bedeutung beigemessen, der als sog. Prozessqualität mithilfe von entwicklungsfördernden Erzieher/innen-Kind-Beziehungen ausgestaltet werden muss (vgl. Tietze & Viernickel, 2002). Es ist unstrittig, dass sich die Qualitätskriterien öffentlicher Betreuung entscheidend auf die Entwicklung der betreuten Kinder auswirken. Beim Vergleich der Entwicklung von Kita-Kindern mit Kindern ohne öffentliche Betreuungserfahrung muss jedoch beachtet werden, dass Kita-Kinder nicht etwa in öffentlichen Kindereinrichtungen anstatt zu Hause aufwachsen, sondern in einem geteilten Betreuungsfeld agieren, bei dem die Familie nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Vor diesem Hintergrund muss der Entwicklungsübergang bei Inanspruchnahme einer öffentlichen Betreuung aus den Interaktionswirkungen von familiären und außerfamiliären Betreuungseinflüsse bewertet werden (vgl. Ahnert, Rickert & Lamb, 2000, Ahnert & Lamb, 2003).


Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, geb. 1957. 1977-1983 Studium der Psychologie und Pädagogik in Göttingen und Heidelberg. 1986 Promotion. 1993 Habilitation. 1993-1997 Professor für Entwicklungspsychologie am Institut für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie der TU Dresden. 1997-2007 Leiter der Abteilung Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie am Georg-Elias-Müller Institut für Psychologie der Universität Göttingen. Seit 2007 Leiter der Arbeitseinheit Bildung und Entwicklung am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) in Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Wolfgang Schneider, geb. 1950. 1969-1975 Studium der Psychologie, Theologie und Philosophie in Heidelberg und Wuppertal. 1976-1981 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. 1979 Promotion. 1981-1982 Visiting Scholar am Department of Psychology der Stanford University (USA). 1982-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für psychologische Forschung in München. 1988 Habilitation. 1990-1991 Vertretung und seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie IV (Pädagogische und Entwicklungspsychologie) an der Universität Würzburg.



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