Heltzel | Psychodynamische Beratung in Organisationen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 379 Seiten

Reihe: Therapie & Beratung

Heltzel Psychodynamische Beratung in Organisationen

Integrative Konzepte und bewegende Begegnungen
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-8379-7796-7
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Integrative Konzepte und bewegende Begegnungen

E-Book, Deutsch, 379 Seiten

Reihe: Therapie & Beratung

ISBN: 978-3-8379-7796-7
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Psychodynamische Ansätze sind für die Beratung in Organisationen besonders hilfreich. Rudolf Heltzel führt Ideen der Objektbeziehungspsychologie, der relationalen Psychoanalyse und der Foulkes'schen Gruppenanalyse zusammen und zeigt, wie sie sich wechselseitig bereichern. Er stellt basale Positionen und integrative Konzepte organisationsbezogener Supervision und Beratung vor und veranschaulicht diese anhand von zahlreichen ausführlichen Praxisbeispielen. So bietet er Einblicke in die Vielfalt und Komplexität psychodynamischer Beratungsmethoden und damit praxisnahe Anregungen zur kreativen Befreiung und Vitalisierung der Beratung in Organisationen. Die geschilderten Szenen bewegender Begegnungen mit einzelnen, Teams und Großgruppen sorgen für eine anregende und kurzweilige Lektüre.

Heltzel Psychodynamische Beratung in Organisationen jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Vorwort
Martin Altmeyer

Danksagung

1 Einfu¨hrung
Ein erster Blick in meine Beratungspraxis
Dies ist die Sicht eines reflektierten Praktikers

2 Begriffsklärungen, ein Basiskonzept und Herausforderungen, die sich dem Praktiker stellen
Überblick

Mein Verständnis zentraler Begriffe

Organisationsbezogene Beratung

Was bedeutet »Psychodynamik/psychodynamisch« heute?

Gruppenanalyse, intersubjektiv-relationale Perspektive und psychodynamische Beratung
Beratung im Spannungsfeld der Organisation
Ein Basiskonzept psychodynamisch-gruppenanalytischer Beratung im Spannungsfeld der Organisation
Herausforderungen, die sich dem Praktiker stellen

3 Ökonomisierung, Traumatisierung, Fragmentierung, Covid-19 und die gruppenanalytische Antwort darauf

Überblick

Zum Kontext organisierter Arbeit
Ein kleiner Umweg zu Beginn (aus gegebenem Anlass)

Stimmen von Ethikern

Eindru¨cke aus Coaching-Gruppen

Eindru¨cke aus Teamsupervision und Einzelcoaching

Das bundesweit einmalige Forschungsprojekt »SEEGEN«

Eine qualitativ-empirische Studie im Auftrag der DGSv

Zerreißen von Zusammenhängen, Zunahme von Fragmentierung

Organisationspathologien infolge kumulativer Traumatisierungen

Angriffe auf Verbindungen (Bion) und mangelnder Zusammenhalt (Nitsun, Hopper)

Versuch, Zusammenhänge zu verstehen und sie einzuordnen

Exkurs: Covid-19 – eine Tiefenkrise mit massivem Traumatisierungspotenzial

Connecting-Function (Nitsun) und Holding-Together-Function (Hearst) in der gruppenanalytischen Beratung

Connecting-Function in der Beratung

4 Zwischen Fantasie und Realität – Übergangsräume in Supervision und Beratung

Überblick

Winnicotts Konzept des Übergangsraumes (Potential Space)

Supervision und Beratung eröffnen Möglichkeitsräume

Potential Space in der gruppenanalytischen Organisationsberatung

Übergangsräume – was braucht es, um sie einzurichten und zu pflegen?

Die Gefährdung oder Zerstörung von Übergangsräumen der Supervision und Beratung

Die Realität wird der Fantasie untergeordnet

Realität als Abwehr der Fantasie

Dissoziation von Realität und Fantasie

Ausschalten von Realität und Fantasie

5 Intersubjektiv-relationale Psychoanalyse, Gruppenanalyse und psychodynamische Beratung

Überblick

Die Entwicklung einer neuen Perspektive

Postmoderne Welten: Pluralistisch, kontextuell, konstruiert, dynamisch

Integration statt Abschottung

Der Mensch – ein sozial konstituiertes Wesen

Ko-Konstruktionen und Kontextabhängigkeiten

Die Analytikerin/die Beraterin als Person

Selektive Selbstenthu¨llung zum Nutzen des Anderen

Selbstkritik und Ent-Idealisierung

Jenseits der Technik

Zwischenfazit und Übersetzung in das Feld der psychodynamischen Beratung
Die Außerkraftsetzung der Abstinenzregel als Prinzip

Abschließendes Fallbeispiel einer Beratung, die scheitert

6 Gruppenanalytische Supervision und Beratung jenseits der Kleingruppe

Überblick

Die analytische Großgruppe – ein zwiespältiges Vorbild

Das relationale Verständnis der Psychoanalyse eröffnet neue Chancen auch fu¨r Gruppenanalytiker

Blick zuru¨ck auf Foulkes (und Bion)

Grundannahmen (»basic assumptions«) und »Arbeitsgruppe«

Es geht darum, Foulkes und Bion zu integrieren

Dialog, Kontext und Gruppenbewusstsein

Praxis organisationsbezogener Beratung größerer Gruppen

Erstes Beispiel: Zwei Sitzungen einer Großgruppensupervision

Zweites Beispiel: Zwei Sitzungen einer Großgruppensupervision

Modifizierte, gruppenanalytisch fundierte Beratung jenseits der Kleingruppe
Fazit

7 Komplexberatungen – Theorie und Praxis
Überblick

Handwerkliche Herausforderungen

7.1 Komplexität, Beziehung, Vertrauen und intersubjektive Passung
Überblick

Einfache Komplexität

Alle Beratungen sind komplex
Alle Beratungskonzepte sind komplex zusammengesetzt

Fu¨rstenaus Beitrag zur organisationsbezogenen Beratung

Schmale Erfahrungsbasis, gebremster Diskurs, berufliche Identitätsängste

Die Basis: Beziehung – Vertrauen – Feldkenntnis

Persönliches Vertrauen – ein Matrixphänomen

Was sind Komplexberatungen?

Komplexaufträge werden gemeinsam gefunden

Wie Auftrag und Berater zusammenpassen oder: Wie unser »Idiom« Ausdruck findet

Der Beitrag des Beraters zur dialektischen Begegnung

7.2 Triangulierungskompetenz, multiple Gegenu¨bertragung und innere Gruppe

Überblick

Institutionelle Triangulierung

Von der triadischen zur Triangulierungskompetenz des Beraters

Trianguläre Räume und der konsolidierte Dritte

»I contain multitudes« (Bob Dylan): Multiple Gegenu¨bertragungen und multiples Selbst

Die Gruppeneigenschaften des Individuums

Innere Gruppen und psychische Gruppalität

7.3 Fragen aus der Praxis

Überblick

Fu¨nf interessante Fragen

Worin finden wir Orientierung?

Noch einmal konkret: Alles in einer Hand? Oder im Verbund mit anderen?

Unter welchen Umständen kann diese Arbeit gelingen?

Was wird mit wem kommuniziert? Und was definitiv nicht? Ist Sprechen u¨ber Abwesende erlaubt?
Vor- und Nachteile sowie Kontraindikationen des vorgeschlagenen Konzepts

8 »Freundschaft im Kampf« – reflektierte Parteilichkeit
in der organisationsbezogenen Beratung

Überblick

»Freundschaft im Kampf« (Lazar)

»Was hilft und ist nu¨tzlich?«

Drei Beispiele reflektiert parteilicher, selektiv selbstenthu¨llender Arbeitsweise des Supervisors/Beraters

9 Kasuistik – Zwei Einzelberatungen, drei Generationen, ein Familienunternehmen

Überblick

Vorbemerkung

Das erste Jahr: Frau Schmitz kommt in ihrer Rolle als Fu¨hrungskraft an und möchte »sportlicher« mit Konflikten umgehen

Das zweite Jahr: Während Frau Schmitz Erfolge einfährt, werden ihre Eltern Thema. Herr Schmitz formuliert sein Anliegen so: »Der Betriebsrat, meine Mutter und ich!«

Das dritte Jahr: Drei Generationen, ein Familienunternehmen – nur sagen die Kinder »Nein, danke!«
Das vierte Jahr: Frau Schmitz entwickelt Selbstbewusstsein und Autonomie. Herr Schmitz fu¨hlt sich –
als »Symbiose-Spezialist« – bedroht und stellt sich Fragen

Das fu¨nfte Jahr: Frau Schmitz entdeckt positive Seiten ihrer Mutter an sich und fu¨r Herrn Schmitz läuft es insgesamt prima. Allerdings gebe ich Anlass zum Ärger

Das sechste Jahr: Frau Schmitz emanzipiert sich und gibt alles fu¨r die Firma. Herr Schmitz geht »auf halbtags« und erfährt von einem Kaufinteressenten

Das siebte Jahr: Frau Schmitz genießt eine »berufliche Erntezeit«. Der Verkauf der Firma nimmt Gestalt an und Herr Schmitz sieht sich großen Belastungen und ernsten Risiken ausgesetzt

Das achte Jahr: Die Verschmelzung der Unternehmen gerät spannungsreich und enttäuschend. Herr Schmitz ist erst fassungslos, dann gesundheitlich belastet. Soll er das Steuer u¨bernehmen?!

Ru¨ckblick des Beraters auf die Beratung

Frau Schmitz: Miteinander wachsen

Herr Schmitz: Ru¨ckblick

10 Gute Fu¨hrung oder: Fu¨hrung, die »gut genug« ist

Überblick

Fu¨hren – Mythos und Realität

Die Bedeutung von Fu¨hrung – wie sie sich in wissenschaftlichen Studien spiegelt

Sozialkapital in Organisationen
Zeitgemäße Fu¨hrung ist »mehrsprachig« (variabel und situationsabhängig)
Fu¨hrung durch Beziehung

Fu¨hren und Gefu¨hrtwerden

Containment als zentrale Fu¨hrungsaufgabe

Fu¨hrung und Gesundheit

Gute Fu¨hrung fördert den Zusammenhalt der Gruppe und die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft (»Connecting«)

Ethische Dilemmata im Fu¨hrungsalltag

11 Über das Nu¨tzliche und das Rechte bei der Beratung der Mächtigen und andere Fragen

Ein fiktives Gespräch mit Michel de Montaigne
Überblick

Über Austausch, Verbundenheit, Freundschaft und Bru¨derlichkeit
Über die Sprache des Beraters

Über Erziehung zur Mu¨ndigkeit

Über die Methode der »geplanten Planlosigkeit«

Über Selbstreflexion als Methode

Über die Beteiligung an öffentlichen Angelegenheiten

Über das Leben und Überleben in schwierigen Zeiten

Über Vermittlung zwischen Kriegsparteien

Über die Unabhängigkeit des Beraters

Über Montaignes Beratungsstil

Über Ruhm und Eitelkeit des Beraters

Über die Werte des Beraters

Über die Ethik des Beraters

Über Tugenden des Beraters

Über die Fehlbarkeit des Beraters

Montaigne und die Pest

»I’m a man of contradictions …«

Sich selbst treu bleiben …

… und zugleich vielseitig und flexibel!

»Es kommt darauf an …«

Nachwort

Wolfgang Weigand

Liste der Praxisbeispiele, inklusive Interview mit Montaigne
Kapitel 1

Kapitel 2
Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7.1

Kapitel 7.2

Kapitel 7.3

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Literatur

Drucknachweise


Heltzel, Rudolf
Rudolf Heltzel ist Arzt für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, Gruppenlehranalytiker, Coach, Gruppenanalytischer Supervisor und Organisationsberater. Er ist deutschlandweit und in Österreich als psychodynamischer Berater tätig.


Stand: Februar 2025

Weigand, Wolfgang
Wolfgang Weigand ist emeritierter Professor für Supervision, Personal- und Organisationsentwicklung der Fachhochschule Bielefeld und Ratsvorsitzender der Stiftung Supervision. Er ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Supervision, deren Vorsitzender er von 1992 bis 2001 war. Seit 1982 ist er Herausgeber der Zeitschrift »Supervision - Mensch. Arbeit. Organisation.« Er ist seit vielen Jahren Ausbilder von Supervisoren und arbeitet als Lehrsupervisor an verschiedenen Ausbildungsinstituten; als Organisationsberater und Trainer für Gruppendynamik (DAAG) konzentriert sich seine Beratungspraxis auf mittelständische Unternehmen und Einrichtungen im psychosozialen Feld.

Altmeyer, Martin
Martin Altmeyer, Frankfurt/Main, Angehöriger der 68er-Generation, Privatdozent für psychoanalytische Psychologie, Mitglied der International Association for Relational Psychoanalysis and Psychotherapy (IARPP). Er war als Psychotherapeut in Kliniken der Reformpsychiatrie, als Leiter der Personal- und Organisationsentwicklung bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und in eigener paar- und familientherapeutischer Praxis tätig. Autor zahlreicher Fachbücher, Zeitschriftenaufsätze und Medienbeiträge zum Verhältnis von Seelenleben und Lebenswelt.


Stand: Januar 2021



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