Hewitt | Und endlich siegt die Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2042, 144 Seiten

Reihe: Julia

Hewitt Und endlich siegt die Liebe


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-95446-129-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2042, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-95446-129-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Jacob?' Überrascht blickt die Gärtnerstochter Mollie dem attraktiven Mann, der vor ihr steht, in die eisgrauen Augen. Kein Zweifel: Jacob Wolfe ist zurück! Und er verlangt, dass sie für ihn arbeitet, wenn sie auf seinem Anwesen wohnen bleiben will. Widerstrebend fügt Molly sich. Aber sie hat nicht die starke, sinnliche Anziehung zwischen Jacob und sich bedacht, die sie bald für eine leidenschaftliche Nacht in seine Arme treibt. Jedoch solange die Vergangenheit wie ein Fluch auf Jacobs Herz lastet, kann das Glück der Liebe nicht zurückkehren nach Wolfe Manor ... Mehr Informationen über diese Serie finden Sie hier!



Aufgewachsen in Pennsylvania, ging Kate nach ihrem Abschluss nach New York, um ihre bereits im College angefangene Karriere als Schauspielerin weiter zu verfolgen. Doch ihre Pläne änderten sich, als sie ihrer großen Liebe über den Weg lief. Bereits zehn Tage nach ihrer Hochzeit zog das verheiratete Paar nach England, wo Kate unter anderem als Schauspiellehrerin, Redaktionsassistentin und Sekretärin jobbte, bis bald darauf ihr erstes Kind auf die Welt kam. Kate, die mit 13 Jahren zum ersten Mal einen Liebesroman von Mills & Boon gelesen hatte und seither jede Romance begeistert verschlang, die sie in die Hände bekam, übte sich nun während ihrer Zeit als Mutter selbst an der Schriftstellerei. Als ihre Tochter ein Jahr alt war, der erste Erfolg: Sie verkaufte ihre erste Kurzgeschichte an das britisches Magazin 'The People's Friend' Für sie gehören Eifer und Ausdauer genauso zum Schreiben wie Fantasie und Leidenschaft: 'Schreibe jeden Tag', rät sie allen Hobbyautoren, 'und wenn es nur 10 bis 15 Minuten sind!' Neben dem Schreiben liebt sie zu lesen, reisen und zu stricken. Unheimlich gerne würde sie auch ein Musikinstrument erlernen. Sollte es in ihrer Schreibkarriere einmal schlechter laufen, könnte sie sich auch einen Job als Kinderbibliothekarin vorstellen. Kate lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern im lieblichen Cotswolds in England und genießt das Landleben in vollen Zügen. Das Familienleben mit all seinen kleinen Gewohnheiten hat bei ihr dabei oberste Priorität. 'Es ist so einfach, in Eile und beschäftigt zu sein - besonders mit fünf Kindern! - darum ist es umso wichtiger, sich so oft wie möglich zusammenzusetzen und über alle möglichen Dinge zu reden, die nichts mit dem Job oder unseren To-Do-Listen zu tun haben. Diese Augenblicke mit meinem Mann sind der Ausgleich, den ich brauche - und die uns das Gefühl geben, noch immer genauso jung und verliebt zu sein wie damals.'

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1. KAPITEL

Wie ein dunkler Koloss ragte Wolfe Manor im Hintergrund auf, als Mollies Taxi vor dem hochherrschaftlichen Anwesen stoppte.

„Und was jetzt, Miss?“, fragte der Fahrer über die Schulter gewandt. „Die Tore sind zu.“

„Tatsächlich?“ Mollie reckte den Hals, um besser sehen zu können. Die Fahrt vom Flughafen hierher hatte sie gegen ihr Gepäck gelehnt gedöst, jetzt versuchte sie, sich in der Dunkelheit zu orientieren. „Seltsam, früher waren sie nie geschlossen.“

Zu müde und erschöpft, um sich weiter damit auseinanderzusetzen, gähnte sie und reckte die steifen Glieder. Vielleicht hatten übermütige Jugendliche auf dem Gelände ihr Unwesen getrieben, die Anlagen verwüstet oder Steine in die Fenster des Herrenhauses geworfen.

„Egal“, entschied Mollie und fischte ein paar Banknoten aus ihrer Handtasche. „Sie können mich gleich hier rauswerfen, den Rest gehe ich einfach zu Fuß.“

Der Taxifahrer machte ein skeptisches Gesicht. Weit und breit gab es keine Straßenlaterne oder sonstige Lichtquellen. Unsicher zuckte er mit den Schultern und nahm das Geld. „Ganz sicher, Miss?“, vergewisserte er sich dann doch noch einmal.

„Kein Problem“, beruhigte Mollie ihn. „Mein Cottage liegt ganz in der Nähe. Den Weg dorthin würde ich mit verbundenen Augen finden.“

Dass sie das Anwesen wie ihre Westentasche kannte, war nicht geprahlt. Solange Annabelle hier gelebt hatte, war sie beinahe täglich unzählige Male zwischen dem Herrenhaus und dem Gärtnercottage hin- und hergelaufen. Da die einzige Tochter von William Wolfe den Familienstammsitz nur selten verlassen hatte, war die forsch fröhliche Gärtnertochter Mollie zu ihrer besten Freundin und Verbündeten geworden.

Doch jetzt war Annabelle schon lange fort und als bekannte Fotografin in der ganzen Welt unterwegs. Wie ihre zahllosen Brüder. Jacob, der Älteste, hatte den Auszug aus Wolfe Manor angeführt, als er mit gerade mal achtzehn Jahren der Familie den Rücken gekehrt hatte. Ohne ein Wort der Erklärung verschwand er quasi über Nacht und ließ seine jüngeren Geschwister einsam, verängstigt und ratlos zurück.

Unwillig drängte Mollie die trüben Gedanken zurück und versuchte, sich auf das zu konzentrieren, was vor ihr lag. Ihr Flug von Rom nach London war um mehrere Stunden verschoben worden, deshalb stand sie nun viel später als geplant vor den Toren von Wolfe Manor. Doch es war nicht allein ihre körperliche Erschöpfung, die alte Erinnerungen in ihr aufkommen ließ.

Sechs lange Monate hatte sie jede Vernunft und Zukunftsplanung zur Seite geschoben, war ganz allein einmal quer durch Europa gereist und schließlich in Italien hängen geblieben. Einfach nur zum Vergnügen und um Abstand zu gewinnen. Aber im Dunkeln ganz allein heimzukehren, war etwas anderes, zumal sie nicht erwartet wurde. Von wem auch?

Es gab niemanden mehr auf Wolfe Manor … außer ihr.

Und ich werde auch nicht lange bleiben! nahm Mollie sich fest vor. Sobald sie die letzten Sachen ihres Vaters zusammengepackt hatte, würde sie sich eine Wohnung im nächsten Ort suchen. Eine kleine, helle Wohnung ohne lastende Erinnerungen.

Während sie an die Unmengen von Ideen und Entwürfen dachte, die sie in ihrem Notebook festgehalten hatte, schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Sie war bereit, ein neues Leben zu beginnen, voller Energie und mit neuen Wurzeln, die sie sich selbst schaffen würde.

Selbstbewusst zupfte sie ihre schicke Leinenjacke zurecht, die sie auf einem Markt in Rom erstanden hatte, und sah an ihren stylishen engen Jeans in den knielangen Stiefeln aus weichem italienischem Leder hinunter. Ebenfalls eine Neuerwerbung, an die sie sich noch gewöhnen musste, da sie normalerweise eher Gummistiefel trug. Ihre gesamte Kleidung, zusammen mit dem Notebook voll aufregender Pläne aus dem Bereich Gartenarchitektur und Landschaftsgestaltung, waren Teil ihrer neuen Identität.

Mollie Parker, die mutig einer aufregenden Zukunft entgegenging!

Handtasche und Laptoptasche energisch geschultert, zog sie ihren schweren Rollkoffer hinter sich her. Immer entlang der Steinmauer, die das Anwesen vom Rest der Welt abschottete. Als das Mauerwerk von einer ebenso hohen, dichten Hecke abgelöst wurde, spürte Mollie ein leichtes Kribbeln im Nacken. Während sie langsam weiterging, wuchs ihre Anspannung, bis sie ihr geheimes Schlupfloch von früher fand. Dass es noch vorhanden war, erfüllte sie mit Genugtuung.

Während sie sich samt Gepäck hindurchzwängte, überlief sie ein wohliges Schaudern. Sekundenlang schloss sie die Augen und atmete tief die würzige Abendluft ein. Sie kannte hier jeden Quadratzentimeter Grund und Boden und hatte sich früher immer vorgestellt, das ganze Land gehöre ihr. Im Herrenhaus selbst, das sie düster und bedrückend in Erinnerung hatte, war sie nur selten und sehr ungern gewesen.

Auch Annabelle hatte sich damals in Mollies gemütlichem Zuhause viel wohler gefühlt als in ihrem eigenen Heim. Das von einem kleinen Garten umgebene Gärtnercottage lag weitab vom Herrenhaus, versteckt hinter einer weiteren hohen Hecke.

Doch Mollie fand den Weg ohne Probleme. Als sie unversehens von einem lieblichen Duft eingehüllt wurde, spürte sie einen dicken Kloß im Hals. Trotz der Dunkelheit sah sie ihren Vater vor sich, wie er behutsam die üppig blühenden Rosenstöcke beschnitt. Sie waren sein ganzer Stolz gewesen. Selbst nachdem Wolfe Manor verwaist war und jeder seiner eigenen Wege ging, blieb Henry Parker auf dem verwilderten Anwesen und hielt wenigstens seinen geliebten Rosen die Treue – bis zu seinem Tod vor sieben Monaten.

Mollie blinzelte ein paar Tränen weg, während sie den Schlüssel in ihrer Tasche suchte. Keine Sentimentalitäten! rief sie sich streng zur Ordnung. Vor dir liegt ein fantastisches neues Leben, mein Mädchen!

Im Hausinnern war es stickig. Es roch nach Staub und Einsamkeit. Sie hätte Bekannte aus dem Dorf bitten können, das Cottage zu lüften. Aber der ohnehin lose Kontakt zu alten Kindheitsfreunden war in der letzten Zeit völlig eingeschlafen. Seufzend suchte sie nach dem Lichtschalter und … nichts passierte.

Sie tastete sich weiter in die Küche, doch auch die Uhr am Herd leuchtete nicht, und der Kühlschrank war ebenfalls aus, wie sie feststellte. Hatte sie etwa vergessen, die Stromrechnung zu bezahlen, als sie vor sechs Monaten zu ihrem Europatrip aufgebrochen war?

Mit einem tiefen Seufzer schob Mollie ihr Gepäck aus dem Weg. Anstatt sich als Erstes eine Tasse Tee zu kochen, wie sie es vorgehabt hatte, suchte sie nach der Taschenlampe, die ihr Vater im Garderobenschrank deponiert hatte. Zum Glück funktionierte wenigstens sie noch! Als Mollie im matten Lichtkegel die vertrauten Möbel sah, machte sich doch noch Wehmut in ihr breit.

Alles war wie immer. Der Tisch stand an gewohnter Stelle, genau wie das altersschwache Sofa. Sogar die Arbeitsstiefel ihres Vaters waren wie gewohnt neben der Hintertür aufgereiht und mit Gartenerde verdreckt. Sie wirkten so passend und richtig an dieser Stelle, dass sie gar nicht daran denken konnte, sie wegnehmen zu müssen. Und doch würde sie niemand mehr tragen …

Erst in diesem Moment wurde Mollie bewusst, wie einsam und allein sie war. Allein in dem kleinen Cottage, allein auf Wolfe Manor – als einziges Kind ihrer Eltern, die nun beide tot waren –, allein auf der Welt.

Jacob konnte nicht schlafen, wie so häufig. Aber eine durchwachte Nacht war immer noch besser, als zu träumen. Denn seine Träume waren so ziemlich das Einzige, was er nicht unter Kontrolle hatte. Ohne dass er es verhindern konnte, drängten sie aus seinem Unterbewusstsein an die Oberfläche und vergifteten sein Gemüt mit unerwünschten Erinnerungen, die er im wachen Zustand niemals zulassen würde.

Von Unruhe getrieben verließ er sein Schlafzimmer und gleich darauf auch das Haus. Er wollte nicht wie ein gefangenes Raubtier durch die düsteren Räume tigern, in denen so viel Schmerz und Kummer gehaust hatten.

Gib zu, du erträgst es einfach nicht! korrigierte er sich, unfähig, sich selbst zu belügen, und sei es auch nur in Gedanken. Seit sechs Monaten in Wolfe Manor zu leben, um die notwendigen Renovierungen zu überwachen und den anschließenden Verkauf in die Wege zu leiten, hatte er sich selbst als seelischen Belastungstest auferlegt.

Und jetzt, da er immer weniger Schlaf bekam, und ihn die belastende Vergangenheit einholte und zu überwältigen drohte, betrachtete er sich fast als Versager.

Mit langen Schritten lief er an den Schlafräumen seiner Geschwister vorbei, die sich alle leer und verlassen aneinanderreihten, und zwang sich, die breite gewundene Treppe hinunterzugehen, eines der architektonischen Schmuckstücke des Hauses. Er passierte das Arbeitszimmer, in dem er den Entschluss gefasst hatte, Wolfe Manor, seine Familie und sich selbst hinter sich zu lassen …

Nur vor sich selbst konnte man nicht wirklich davonlaufen.

Draußen war die Luft frischer, klarer. Jacob atmete tief durch und zog eine flache Mag-Lit aus der Hosentasche. Doch die quälenden Erinnerungen würde auch der helle Strahl der Taschenlampe nicht verscheuchen können.

Hier haben sich meine Brüder in den Schlaf geweint. Hier war ich kurz davor, meine eigene Schwester zu schlagen. Hier habe ich meinen Vater getötet …

„Schluss damit!“, sagte er laut und hart. Es war eine Warnung an sich selbst.

In den letzten zwanzig Jahren hatte er gelernt, seinen Körper und seinen Verstand unter...



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