Hofmann | Lüge | Buch | 978-3-940357-10-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 5, 216 Seiten, HALBLN, Format (B × H): 105 mm x 180 mm, Gewicht: 224 g

Reihe: Lilienfeldiana

Hofmann

Lüge

Die Erzählungen
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-940357-10-6
Verlag: Lilienfeld Verlag

Die Erzählungen

Buch, Deutsch, Band 5, 216 Seiten, HALBLN, Format (B × H): 105 mm x 180 mm, Gewicht: 224 g

Reihe: Lilienfeldiana

ISBN: 978-3-940357-10-6
Verlag: Lilienfeld Verlag


Begierde, Liebe, Enttäuschung – in einem Reigen aus Psychologie, Erotik und dem Lebensgefühl der Moderne führen die Erzählungen Viktor Hofmanns in die morbide und experimentierfreudige Epoche der russischen Décadence. In der Großstadt, auf dem Land, in den Bergen, am Meer und auf der Rollschuhbahn – überall beschwört Viktor Hofmann die Antwort auf die Frage nach der Liebe: Ist sie geistiger oder bloß körperlicher Natur? Zwischen ekstatischen Visionen und einer allzu nüchternen Realität hin- und hergerissen, bietet sich ihm aber immer nur eine Lösung, und die ist alles andere als tröstlich: Im Lächeln der Geliebten – sei sie Reisebekanntschaft, Gesellschaftsdame oder Prostituierte –, im Rauschen des Meeres oder im Licht der Sterne, überall erblickt er bloß eine einzige kosmische Lüge. Die zwischen Sanftheit und greller Collage changierende Prosa Viktor Hofmanns, dessen Lyrik unter anderem den jungen Majakowski beeinflußte, erscheint erstmals in deutscher Übersetzung.

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Viktor Hofmann wurde 1884 in Moskau als Sohn eines kulturbeflissenen österreichischen Möbelfabrikanten geboren. Schon als Schüler schrieb er Verse, verkehrte in Symbolistenkreisen und publizierte in bedeutenden Almanachen der Décadence. Zu seinen Freunden zählte auch der junge Ossip Mandelstam. 1904 trat er dann mit dem „Buch der Anfänge“ als Lyriker an eine breitere Öffentlichkeit, 1909 folgte der Band „Die Probe“. Er begründete den Stil des „mystischen Intimismus“ und verfaßte als Redakteur der Zeitschrift „Die Kunst“ zahlreiche Rezensionen und Essays. 1909 beschloß Hofmann auch, keine weiteren Gedichte mehr zu schreiben, und widmete sich nur noch der Prosa. Er übersetzte Guy de Maupassant und Heinrich Mann und arbeitete am eigenen erzählerischen Werk. 1911 wurde er während eines Paris-Aufenthaltes so von Neurasthenie geplagt, daß er sich aus Furcht vor dem Wahnsinn umbringen wollte. Bei einem ersten Selbstmordversuch schoß er sich einen Finger ab, beim zweiten starb der Siebenundzwanzigjährige.



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