Jones | Space Troopers - Folge 6 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 6, 107 Seiten

Reihe: Space Troopers

Jones Space Troopers - Folge 6

Die letzte Kolonie
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7325-4173-7
Verlag: beBEYOND
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Die letzte Kolonie

E-Book, Deutsch, Band 6, 107 Seiten

Reihe: Space Troopers

ISBN: 978-3-7325-4173-7
Verlag: beBEYOND
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Jahr 2134: Die Erde steht vor dem Untergang - und mit ihr die gesamte Menschheit. Hunger und Armut, Kriminalität, Gewalt und Terror beherrschen den Alltag. Die einzige Rettung der Menschheit scheint in der Kolonisierung neuer Welten zu bestehen. Die Space Troopers, Kämpfer einer speziell ausgebildeten militärischen Einheit, sollen die Kolonisten beschützen. Doch im Kassiopeia-Sektor wartet ein fremder Feind, dessen Brutalität die Menschheit kaum etwas entgegenzusetzen hat.

Die Serie Space Troopers ist packende und actionreiche Military Science Fiction. Im Kampf gegen die Aliens entscheidet sich das Schicksal der gesamten Menschheit Für Fans von Battlestar Galactica und Leser von David Weber oder Jack Campbell.

FOLGE 6: DIE LETZTE KOLONIE

Auf Libra 2.2 führen die Space Troopers einen erbitterten Kampf gegen die Aliens. Johns Kameradin Ophelia will im Alleingang ihren Bruder retten, der mit seinem Team verschollen ist. Aber John stellt sich ihr in den Weg ... Im Virgo-Sektor greifen die Aliens die letzte Kolonie der Menschen an. Doch auf der Erde hat es einen Militärputsch gegeben und die Space Troopers müssen hilflos mitansehen, wie Virgo 3.4 zu fallen droht - und damit die letzte Bastion der Menschheit ...

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John sah aus, als würde er sich langweilen, so wie er sich in Boxershorts und Unterhemd auf dem Krankenbett herumlümmelte.

Irgendwie konnte Harlan ihm das nicht verdenken, auch wenn sein eigenes Leben derzeit alles andere als langweilig war. Harlan hatte gerade einen langen, riskanten Einsatz überstanden, und trotz der Dusche fühlte er sich völlig ausgepowert. »Was ist los, Mann?« Froh darum, endlich sitzen zu können, warf er sich auf den Stuhl neben Johns Bett.

»Was wohl«, knurrte John. »Ich hoffe, die lassen mich bald hier raus.«

Das klang, als wäre er nicht auf der Krankenstation, sondern in einer Zelle.

Harlan lachte. »Ich dachte, in ein paar Tagen wär es so weit.«

»Wahrscheinlich erst, wenn wir wieder abziehen.«

»Alter, also da kann ich dich beruhigen! Die Evakuierung von Libra 2.2 dauert bestimmt noch mindestens zwei Wochen. Die Aliens haben sich festgesetzt wie ein eitriges Geschwür. Ich bete vor jedem Einsatz drei Ave Maria.«

»Das meinst du doch nicht ernst?«

»Wofür hältst du mich?« Tatsächlich war Harlan in einigen gefährlichen Situationen ein Stoßgebet entschlüpft. »Auf jeden Fall habe ich mich mit dir am Steuer der Landefähre wesentlich sicherer gefühlt.«

John zog eine Grimasse. »Wühl nur tiefer in der Wunde, alter Schweinepriester! Glaubst du etwa, ich kann hier ruhig liegen, geschweige denn schlafen, wenn ich weiß, dass euch irgend so ein lahmer Penner runterschaukelt?«

»Na ja, so schlecht ist Corporal Lindström nun auch wieder nicht.« Im Gegenteil, die blonde Schwedin wirkte meist so kühl wie ein Eisblock. Egal, wie brenzlig die Situation auch war.

»Lindström? Ist das nicht ´ne Frau?«

»Und ob.« In der Tat war die Oberweite von Lindström beachtlich. Selbst Harlan war das aufgefallen, obwohl ihn das nicht sonderlich interessierte.

»Ihr tut mir echt leid. Wahrscheinlich kann sie rechts von links nicht unterscheiden. Wie oft hat sie denn schon den Einflugschacht demoliert?«

»Na, soweit ich mich entsinnen kann, hältst du da den einsamen Rekord einer Totalvernichtung.« Harlan lachte gutmütig.

»Mistkerl!«

Harlan streckte ihm lächelnd die Faust hin, und John boxte seine dagegen. Sein Blick fiel unwillkürlich auf Johns Prothese. »Sag mal, Alter! Was hat sich eigentlich wegen der Implantate ergeben? Wollen die dir immer noch ein Kunstauge verpassen?«

Johns Miene wurde schlagartig düster. Er zuckte mit den Schultern. »Hartfield sagt nein.«

»Traust du ihm nicht?«

»Doch. Nein …« John kratzte sich im Nacken. »Ich habe nur das Gefühl, dass er da kein großes Mitspracherecht hat. Wenn du weißt, was ich meine.«

Und ob Harlan das wusste!

Liegestützen oder Situps waren wirklich keine gute Idee, um sich die Zeit zu vertreiben. Zum einen geriet er binnen Kurzem in Atemnot, zum anderen begann die Brust sofort wieder zu schmerzen. Dennoch fuhr John fort, Situps zu machen.

»Sag mal, spinnst du?«

John hielt mitten in der Bewegung inne, so sehr erschrak er. Keuchend drehte er sich um. Als er sah, dass es nur Ophelia war, atmete er erleichtert auf. »Du bist´s!« Immer noch nach Atem ringend, stand er auf. »Donaghue vierteilt mich, wenn er mich bei so was erwischt.«

»Kann ich ihm nicht verdenken«, antwortete Ophelia spitz. »Ich dachte eigentlich, du willst hier schnell verduften.«

»Na, deswegen trainier ich doch!« Grinsend machte er einen Schritt auf sie zu. Wieso musste sie eigentlich so verflucht sexy aussehen, wenn sie wütend war?

»Du bist ein Idiot! Wusstest du das schon?« Ophelias Miene wurde noch übellauniger, während er näher kam.

»Kann schon sein!«

Ophelias dunkle Augen blitzten, als er die Hand nach ihr ausstreckte. Mit welchem Ziel, wusste er selbst nicht. Vielleicht, um eine der dunklen Haarsträhnen aus ihrem Gesicht zu streichen. Oder um den Schlag auf seine Finger zu spüren, mit dem sie seine Hand abwehrte.

Obwohl sie ihn geschlagen hatte, setzte sie sich auf den Stuhl neben seinem Bett. »Ich kann auch wieder gehen.«

Das zu sagen, nachdem sie sich gesetzt hatte, war reichlich unlogisch. Aber ihr jetzt mit Logik zu kommen, brachte ohnehin nichts. Also wischte sich John den Schweiß von der Stirn und setzte sich ihr gegenüber aufs Bett. »Wo brennt´s?« Dass etwas nicht stimmte, konnte er ihr deutlich ansehen.

Schweigend starrte sie die Wand an, ehe sie endlich antwortete: »Josés Einheit wird vermisst.«

Unwillkürlich biss sich John auf die Lippen. »Weißt du was Genaueres?«

»Das Übliche. Sie sollten eine Gruppe Zivilisten evakuieren. Der Funkkontakt riss ab. Seitdem hat man nichts mehr von ihnen gehört.« Ophelias dunkle Augen wirkten feucht.

»Wieso riss der Funkkontakt ab?«

Ophelia seufzte. »Libra 2.2 ist seismisch ziemlich aktiv. Und …«

»Seis…?«

»Erdbeben. Vulkanausbrüche.« Ophelias Stimme klang ungeduldig.

»Ah, okay! Danke für die Erleuchtung.«

»Jedenfalls behindert das den Funk.«

»Und? Die müssen sie doch suchen!«

Ophelias Hände zitterten, als sie eine nicht vorhandene Haarsträhne aus ihrem Gesicht strich. Vielleicht versuchte sie auch nur, unbemerkt ein, zwei Tränen aus ihren Augen zu wischen. »Lieutenant Romero vom technischen Personal lässt Lindström nicht ohne Anweisung fliegen. Und Gallagher will so was nicht befehlen. Ohne einen Freiwilligen sehe ich da keine Chance.«

»Verstehe.« Er griff nach nach ihrer Hand.

Seltsamerweise ließ sie die Berührung dieses Mal zu. »Hilfst du mir?«, fragte sie.

»Was machen Sie denn hier?«

Hartfield glotzte ihn sichtlich verblüfft an, als John in kompletter Montur auf dem Flugdeck erschien.

»Melde mich freiwillig für eine Suchmission.« John salutierte vorschriftsmäßig. Dass er Donaghue sieben Eide geschworen hatte, vorerst jedem Kampfeinsatz fernzubleiben, musste er Hartfield ja nicht auf die Nase binden.

»Welche Suchmission?«

»Na, die vermisste Einheit der Roosevelt

»Ach, die!« Hartfield runzelte die Stirn und musterte ihn. »Woher wissen Sie davon?«

»Neuigkeiten sprechen sich eben schnell herum, Sir.«

»Aha! Die Neuigkeit hatte nicht zufällig zwei Beine und einen schwarzen Pferdeschwanz?«

»Hab keine Ahnung, wovon Sie da reden, Sir.« John stand immer noch ganz artig in Habachtstellung.

»Was sagt Doktor Donaghue dazu?«

»Ich stehe hier, Sir. Er hat mich entlassen.« Immerhin war das keine Lüge.

»Voll einsatzfähig?« Hartfield wirkte immer noch nicht überzeugt.

»Mit Verlaub, Sir. Aber ich melde mich freiwillig als Pilot der Landefähre. Ich habe nicht vor, kilometerweite Wanderungen zu unternehmen.«

Hartfield seufzte. »Akzeptiert! Rufen Sie Ihre Einheit zusammen! Sie können das nächste Startfenster nehmen.«

»Ich kann nicht sagen, dass ich erfreut bin, Sie zu sehen.« Tatsächlich wirkte Stannis, als habe er Magenkrämpfe.

»Das macht nichts, Sir«, erwiderte John fröhlich und salutierte.

»Dann hören Sie auf, so dämlich zu grinsen, und machen Sie den Systemcheck, ehe meine Laune noch weiter sinkt.« Stannis deutete Richtung Landefähre. »Der Rest – Marschgepäck überprüfen und einsteigen!«

John schaffte es, Ophelia hinter Stannis´ Rücken zuzuzwinkern, während er in die Fähre stieg. Sie starrte ihn an, als wollte sie ihn mit ihren Blicken erdolchen.

»Stimmt was nicht, Garcia?«, blaffte Stannis.

»Nein, Sir.« Eilig wandte Ophelia sich ihrem Marschgepäck zu.

Mehr konnte John nicht mehr sehen, da er bereits auf dem Weg ins Cockpit war. Der Pilotenstuhl fühlte sich ungewohnt an. Trotzdem beschlich ihn Vorfreude, als er die Systeme nacheinander hochfuhr und überprüfte.

»Ready?«, fragte Stannis, als er sich nach einer Weile neben ihm in den Flugbegleitersessel quetschte.

»Check! Wir können.« John sah nicht einmal auf.

»Hier sind die Koordinaten unseres Landepunktes. Lieutenant Gallagher koordiniert unseren Einsatz mit dem der Roosevelt

»Kriegen wir Gleiterunterstützung?«

»Negativ. Aber wir werden Unterstützung von einer Landefähre der Roosevelt erhalten.«

»Freut mich zu hören, Sir.«

»Freuen Sie sich nicht zu früh«, knurrte Stannis. »Der Anflug wird nicht einfach werden.«

Der Anflug war der reinste Spießroutenlauf. John spürte bald, wie die Reflexe die Oberhand gewannen. Kein Denken, kein Fühlen. Er reagierte nur noch. Wich aus, schlug Haken, drehte ab, ließ die Fähre knapp vor einem Schuss trudeln und gab wieder Schub.

In einer langgezogenen Schleife setzte er sich schließlich von seinen Verfolgern ab und tauchte in die Atmosphäre ein. Im Konturenflug jagte er über eine zerklüftete Gebirgskette. Fragte sich nur, wie lange er damit die feindlichen Jäger von der Verfolgung abhalten konnte. Von der versprochenen Unterstützung der Roosevelt war weit und breit nichts zu sehen, auch auf dem Radar nicht.

»Hier spricht Landefähre vier von der Roosevelt«, tönte eine Stimme aus dem Funkgerät. »Landefähre sieben von der Washington, hören Sie mich?«

»Positiv«, antwortete Stannis. »Wo stecken Sie?«

»Wir müssen abdrehen. Haben einen Treffer erhalten. Viel Glück noch!«

»Copy. Over and out.« Ein Klicken war zu hören, dann rief Stannis: »Einsatzleitung für Landefähre sieben.«

Gallaghers Stimme antwortete: »Einsatzleitung hört.«

»Unsere...



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