Justiss | Lady Dianas größte Versuchung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 562, 256 Seiten

Reihe: Historical MyLady

Justiss Lady Dianas größte Versuchung


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-6240-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 562, 256 Seiten

Reihe: Historical MyLady

ISBN: 978-3-7337-6240-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Werde meine Geliebte!' Bei diesem skandalösen Vorschlag steht Lady Dianas Herz fast still. Sie weiß, dass Alastair Ransleigh sich an ihr rächen will, weil sie ihn damals für den Duke of Graveston verlassen hat. Er ahnt ja nicht, dass sie zur Ehe mit dem grausamen Duke gezwungen wurde. Doch nun ist Diana verwitwet und, ja, sie will Alastairs Mätresse werden! Denn auch wenn es ein unmoralisches Arrangement ist: In seinen Armen findet sie wieder ein wenig Zuneigung, ein bisschen Zärtlichkeit - und die feurige Leidenschaft, nach der sie sich schon immer gesehnt hat ...



Julia Justiss wuchs in der Nähe der in der Kolonialzeit gegründeten Stadt Annapolis im US-Bundesstaat Maryland auf. Das geschichtliche Flair und die Nähe des Meeres waren verantwortlich für zwei ihrer lebenslangen Leidenschaften: Seeleute und Geschichte! Bereits im Alter von zwölf Jahren zeigte sie interessierten Touristen das historische Annapolis, das für kurze Zeit sogar die Hauptstadt der sich von der Kolonialmacht England abspaltenden Vereinigten Staaten war. Verheiratet ist sie mit einem Offizier zur See, den sie auf einer der anderen Attraktionen von Annapolis kennengelernt hat: der Marineakademie. Mit ihm verbrachte sie viel Zeit in Tunesien und Europa. Bevor sie Tunesien, wo sie für die amerikanische Botschaft gearbeitete hatte, verließ erfüllte sie sich einen Traum: einen Regency-Roman zu vollenden. Seitdem hat sie 14 weitere Romane 3 Erzählungen und eine online-Serie veröffentlicht. Mit Preisen für ihre Werke wie dem Golden Quill, National Readers Choice, Romantic Times und All About Romance's Favorite Book of the Year, wird sie nur so überschüttet. Zur Entspannung sieht Julia sich gern Spielfilme an oder arbeitet im Garten ihres wunderschönen, im englischen Stil erbauten Hauses im östlichen Texas.

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1. KAPITEL

Sie war es wirklich!

Der Schock hätte kaum größer sein können, wenn direkt neben ihm eine Kanonenkugel eingeschlagen wäre. Alastair Ransleigh, der bereits mit den Dragonern Ihrer Majestät gegen Napoleon gekämpft hatte, blieb wie zur Salzsäule erstarrt stehen.

Auch wenn sein Verstand ihm sagte, dass die große dunkelhaarige Frau, die ihm hier in Sydney Gardens von Bath entgegenkam, unmöglich Diana sein konnte, wusste er doch insgeheim, dass sie es war. Keine andere Frau bewegte sich so anmutig, beinahe schwebend. Sie schien eher zu tanzen als zu gehen.

Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals. Alastair atmete scharf aus, unfähig, den Blick von ihr abzuwenden.

Mit genau diesen Schritten war sie bei ihrer ersten Begegnung in den Raum geschwebt und hatte dabei einen Hauch frischer Frühlingsluft mitgebracht. Es hatte Alastair überrascht, ein so entzückendes Mädchen in Mr Northcots Haus anzutreffen. Der wissbegierige Student Alastair Ransleigh hatte den Oxforder Gelehrten aufgesucht, um einige botanische Fragen zu besprechen.

Wie sich herausstellte, war die bezaubernde junge Dame die Tochter des Botanikers. Alastair hatte sich Hals über Kopf in Diana verliebt. Sie wurden ein Paar.

Die Erinnerungen übermannten ihn und hielten ihn grausam umklammert. So hingerissen wie jetzt hatte Alastair Diana auch vor achteinhalb Jahren betrachtet, als sie den Ballsaal der Coddingfords betrat. An diesem Abend wollten sie erreichen, dass Dianas Vater ihre Verlobung bekannt gab. Doch dann hatte Diana dem älteren Mann den Arm gereicht, der ihr in den Ballsaal gefolgt war. Es war der Duke of Graveston, wie Alastair bemerkte. Der Mann, den Dianas Vater den versammelten Gästen als ihren zukünftigen Ehemann vorstellte.

Irgendetwas stieß so heftig gegen Alastairs Beine, dass er beinahe das Gleichgewicht verlor und abrupt in die Gegenwart zurückgeholt wurde.

„Onkel Alastair!“, rief sein sechsjähriger Neffe Robbie. Der Junge schlang die Arme um Alastairs Hüfte und hüpfte gleichzeitig auf und ab. „Seit wann bist du in Bath? Wie lange bleibst du? Bitte sag, dass du bleibst! Können wir zu Sally Lunn gehen und Kuchen essen? Und können wir meinen Freund mitnehmen?“

Alastair, der sich noch nicht vom Schock über Dianas Anblick erholt hatte, hockte sich zu Robbie nieder und umarmte ihn. Seine Hände zitterten ein wenig. Es gelang ihm kaum, den Impuls unterdrücken, in Dianas Richtung zu sehen. Er zwang sich, sich ganz auf seinen Neffen zu konzentrieren.

„Ich bin gerade erst angekommen und weiß noch nicht, wie lange ich bleiben werde. Deine Mama sagte mir, dass du mit dem Kindermädchen in Sydney Gardens bist. Also habe ich mich auf die Suche nach dir gemacht. Natürlich werden wir Kuchen essen gehen. Wo ist dein Freund?“

Robbie wies mit dem Finger auf einen etwa gleichaltrigen Jungen, der eine Strickjacke, feste Schuhe sowie eine Hose aus Nankin-Stoff trug und jetzt scheu zu Alastair aufschaute. Die Augen unter den dunklen Locken waren tiefblau. So tiefblau wie die Augen Dianas.

Es war ein weiterer Schock für Alastair. Das Kind musste Dianas Sohn sein.

Es hätte unser Sohn sein sollen!

Ein heftiger Schmerz gepaart mit Zorn durchzuckte Alastair. Ich soll diesem Jungen ein Stück Kuchen kaufen? Lieber würde ich es einer Viper zum Fraß vorwerfen!

Gleich darauf schämte er sich für seinen Gedanken. Was auch immer zwischen ihm und Diana vorgefallen war, dieses unschuldige Kind traf keine Schuld. Dennoch fiel es Alastair schwer, sich zu beherrschen. Die Situation brach viel zu unerwartet über ihn herein. Er hatte keine Möglichkeit gehabt, sich gegen die Bitterkeit zu wappnen, die das Wiedersehen mit Diana hervorrufen musste. Er konnte nicht vergessen, wie sehr sie ihn damals gedemütigt und wie hilflos er sich gefühlt hatte.

Damals bei den Coddingfords hatte er zunächst noch an ein Missverständnis geglaubt. Er war zu ihr geeilt und hatte sie gedrängt, ihm alles zu erklären. Er hatte ihr hinterhergerufen, doch der Duke hatte ihn nur warnend angehsehen und Diana hinausgeleitet. Alastairs Cousins hatten ihn letztendlich, während er immer noch gebrüllt hatte, mit Gewalt aus dem Ballsaal gezerrt.

Der Schmerz über Dianas Betrug war nahezu unerträglich. Und nun, da Alastair daran zurückdachte, spürte er ihn aufs Neue.

Er atmete tief durch. Es war lächerlich, so wegen einer Frau zu leiden oder ihretwegen so wütend zu sein. Diana war es nicht wert, dass er überhaupt einen Gedanken an sie verschwendete. Das hatte sie damals bewiesen.

Verflixt, ich bin doch schon seit Jahren über sie hinweg!

Da er allerdings nicht zum Selbstbetrug neigte, musste er sich eingestehen, dass er Diana und ihrem Verrat nicht so gleichgültig gegenüberstand, wie er gehofft hatte.

Immerhin, habe ich durch sie begriffen, wie wenig man den Frauen trauen kann.

Frauen konnten amüsant sein und von hinreißender Schönheit, einige waren wirklich unterhaltsam. Und auf die Lust, die ihre weichen warmen Körper einem Mann schenken konnten, wollte er nicht verzichten. Aber er durfte nie vergessen, dass Frauen kaltherzig, selbstsüchtig und tückisch waren.

Deshalb betrachtete er sie seit jener Nacht vor nunmehr acht Jahren lediglich als Gefährtinnen auf Zeit. Er genoss ihre Gesellschaft, brachte ihnen jedoch niemals Vertrauen entgegen. Nie wieder würde ihm eine Frau das Herz brechen.

Ich werde Diana höflich, aber kühl begegnen.

Dank seiner zurückgewonnenen Selbstbeherrschung wagte er es, sich nach Diana umzuschauen. Ja, sie war es wirklich. Noch hatte sie ihn nicht bemerkt, doch gleich musste sie ihn entdecken. Würde sie vor Scham erröten? Oder würde sie sich so ruhig und selbstbewusst geben, als habe sie ihn nie hintergangen und ihn nicht in aller Öffentlichkeit gedemütigt?

Obwohl er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Knaben richtete, spürte er, wie Diana abrupt stehen blieb. Als er sich schließlich zu ihr umdrehte, schaute sie nicht zu ihm, sondern konzentrierte sich ganz auf ihren Sohn.

„Mannington!“

Der Klang ihrer Stimme jagte Alastair einen Schauer über den Rücken und weckte hundert weitere Erinnerungen an jene Zeit, in der er täglich romantische Gedichte für Diana verfasst hatte.

„Bitte, Mama, darf ich mit meinem neuen Freund Kuchen essen gehen?“, fragte der Junge, während Alastair versuchte, die Vergangenheit zu verdrängen. „Robbie hat mich eingeladen.“

„Vielleicht beim nächsten Mal. Komm jetzt.“ Sie sah ihren Sohn streng an, blickte dann kurz zu Robbie und schließlich zu Alastair hinüber. Einen Moment lang trafen sich ihre Blicke. Nichts verriet, ob sie ihn erkannt hatte oder nicht. Sie nickte ihm knapp zu, wandte sich ab und ging davon.

„Bist du morgen wieder hier, Robbie?“, fragte Mannington hoffnungsvoll. „Vielleicht darf ich dann mitgehen.“

„Ich bin bestimmt hier“, versprach Robbie und schaute seinem Freund nach, der nun gehorsam, aber enttäuscht seiner Mutter hinterhertrottete. Rasch wandte sich Robbie an Manningtons Kindermädchen. „Sie kommen doch morgen wieder mit ihm hierher?“

Die junge Frau lächelte. „Ich werde es versuchen, junger Herr. Da sich die Duchess so wenig um den armen Jungen kümmert, wird es wohl keinen Unterschied machen, ob er im Haus bleibt oder hier im Park ist. Aber jetzt muss ich mich beeilen.“

Alastair bekämpfte den Impuls, Diana zu folgen. Er wollte sich ihr zu erkennen geben. Oder wusste sie längst, wer er war? Schließlich hatte er sich äußerlich kaum verändert. Nur den verliebten Träumer, der Diana in Versform ewige Liebe geschworen hatte, gab es nicht mehr.

Verflixt, kaum eine Woche bevor sie sich für den alten, reichen und angesehenen Duke entschied, hatte sie mir ihre Liebe gestanden.

Hatte sie in ihm nur den Lückenfüller gesehen? Jemanden, der mit seiner Bewunderung nur das Interesse anderer an ihr wecken sollte, bis schließlich ein stattlicher, wohlhabenderer Verehrer um ihre Hand anhielt?

Wut flammte in ihm auf. Er hatte geglaubt, er habe den Schmerz, den Kummer und die Scham über jene Demütigung überwunden. Doch kaum tauchte Diana auf, erlebte er die ganze Qual noch einmal. Oh, wie ich sie hasse, dachte er. Vor allem aber hasste er ihre Macht, ihm noch immer wehzutun.

Seit jener Nacht hatte er jede Menge Frauen gehabt und ein rastloses Soldatenleben geführt. Er schloss sich den Dragonern an und kämpfte jahrelang gegen Napoleon. Wie ein Wahnsinniger stürzte er sich dabei in jede Schlacht, weil er hoffte, so die Erinnerung an seine Liebe ausmerzen zu können. Und doch genügte der bloße Anblick Dianas, um ihn nun erneut aus dem Gleichgewicht zu bringen. Sie hingegen hatte damals wie heute vollkommen unbeteiligt gewirkt.

Robbie schob seine kleine Hand in Alastairs große und plapperte eifrig drauflos. Er berichtete von seinem neuen Freund, seinem Pony und seiner Zinnsoldaten-Sammlung, mit der er nun die Schlachten nachzuspielen gedenke, in denen der Onkel gekämpft hatte.

Wortlos ging Alastair neben ihm zum Ausgang des Parks, über die Brücke auf die andere Seite des Flusses und durch die Straßen zum Royal Crescent, wo Robbies Eltern lebten. Die ganze Zeit über gelang es ihm nicht, Dianas Bild aus seinen Gedanken zu verdrängen. Verflixt, sie war noch schöner, als er sie in Erinnerung hatte!

Daheim angekommen begab sich Robbie bereitwillig ins Kinderzimmer. Allerdings erst, nachdem ihm sein Onkel versprochen hatte, ihn...



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