E-Book, Deutsch, 414 Seiten
Reihe: Kunst und Gesellschaft
Karstein / Zahner Autonomie der Kunst?
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-658-10406-1
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Zur Aktualität eines gesellschaftlichen Leitbildes
E-Book, Deutsch, 414 Seiten
Reihe: Kunst und Gesellschaft
ISBN: 978-3-658-10406-1
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Autonomie der Kunst ist heute umstrittener denn je. Als Produkt bürgerlicher Emanzipationsbestrebungen erscheint sie mittlerweile vielen ideologieverdächtig. Aber auch die Verwendbarkeit des Begriffes der (Kunst-)Autonomie als einem analytischen Konzept wird immer wieder in Zweifel gezogen. Vor diesem Hintergrund unterzieht der vorliegende Band die verschiedenen soziologischen Autonomiekonzeptionen einer kritischen und empirisch gesättigten Überprüfung.
Dr. phil. Uta Karstein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig.Dr. rer. pol. Nina Tessa Zahner ist Juniorprofessorin am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhaltsverzeichnis;6
2;Autonomie der Kunst? – Dimensionen eines kunstsoziologischen Problemfeldes;9
2.1;Literatur;48
3;Teil I Begriffsgeschichte – Gesellschaftsgeschichte;57
4;Kunstautonomie als (historische) Ausnahme und normative Leitidee;58
4.1;1Kunstbegriffe;58
4.2;2Genesen künstlerischer Autonomie;60
4.3;3Auftragskunst vs. Autonomie;63
4.4;4Soziologische Perspektiven;67
4.5;Literatur;69
5;Zwischen Unabhängigkeit und Selbstbestimmung;73
5.1;1Ordnung in der Vieldeutigkeit;73
5.2;2Begriffsbildung und realer Prozess von Kunstautonomie im 18. Jh.;75
5.3;3Kunstmäßigkeit versus Autonomie;78
5.4;4Innovation der Künste für eine andere Welt;80
5.5;5Autonom und fait social;82
5.6;6Vorhandensein von Kunst als Bedingung der Möglichkeit ihrer Autonomie;84
5.7;7Politische Instrumentalisierung der Autonomie von Kunst;86
5.8;8Zusammenfassung;89
5.9;Literatur;91
6;L’art pour l’art und Zweckfreiheit. Zum Verhältnis von soziologischem und philosophischem Autonomiebegriff;93
6.1;1Pierre Bourdieu: Das künstlerische Feld als autonomes Kollektivsubjekt;94
6.2;2Immanuel Kant: Autonomie als Spezifikum der ästhetischen Einstellung;100
6.3;3Kant undoder Bourdieu – Wie lassen sich Autonomie und Funktion heute denken?;106
6.4;Literatur;109
7;Kunstautonomie als Problem. Avantgarde, Kulturindustrie und Kulturpolitik;111
7.1;1Kunstautonomie als bürgerliche Kategorie;111
7.2;2Kunstinterne Versuche der Aufhebung der Autonomie;114
7.3;3Vom Weiterleben der Kunstautonomie in der Kulturtheorie und Kulturpolitik;119
7.4;Literatur;125
8;Autonome Kunst als Konstrukt. Zur Legitimierung bürgerlicher Musik im Marxismus;128
8.1;1Das klassische Erbe;128
8.2;2Kulturpolitische Rahmenbedingungen;129
8.3;3Umdeutungsstrategien;131
8.4;4Ernst Blochs utopisches Musikverständnis;137
8.5;5Von der relativen zur absoluten Autonomie;140
8.6;Literatur;141
9;Die Heteronomien des Marktes. Eine Rekonstruktion der Diagnosen zur Ökonomisierung der Kunst;144
9.1;1Die Diagnose der Ökonomisierung;145
9.2;2„Kunst und Kapital“ – marktwirtschaftliche Öffnung als Vulgarisierung der Kunst;147
9.3;3Pierre Bourdieus – Ökonomisierung als der Nivellierung kritischen Denkens;149
9.4;4Kunst und Warenform bei Horkheimer und Adorno;152
9.5;5Habermas’ These von der Fragmentierung und Kolonialisierung der Lebenswelt;156
9.6;6Für eine alternative Sichtweise: Die Diagnose von der Ausdifferenzierung des Feldes;160
9.7;Literatur;165
10;Teil II Mit Kant & Co. ins Feld: Theorie und Forschungspraxis;170
11;Autonome Kunst und frühe Kunstmuseen in Europa;171
11.1;1Der ‚Ursprung‘ des Kunstmuseums?;171
11.2;2Autonome Kunst. Ein kommunikations- und differenzierungstheoretischer Zugang;174
11.2.1;2.1Kunstkommunikation und gesellschaftliche Funktion;175
11.2.2;2.2Ausdifferenzierung der Kunst;176
11.2.2.1;2.2.1 Wechsel von Anlehnungskontexten;177
11.2.2.2;2.2.2 Die Autonomisierung von Kunst;178
11.3;3Ort der autonomen Kunst? Das Alte Museum in Berlin;180
11.3.1;3.1Ausbildung, Nation, Ökonomie: Die Anfänge des Alten Museums;180
11.3.2;3.2Publikumsvorstellungen: Weitere Planungen;183
11.3.3;3.3Der Neubau;183
11.3.4;3.4Erfreuen undoder Belehren: Wie umgehen mit autonomer Kunst?;187
11.4;4Fazit;190
11.5;Literatur;191
12;Die „deontische Macht“ der Ausstellung;195
12.1;1Eigenrationalitäten und Eigenlogiken;199
12.2;2Die Ausstellungskunst und das Ringen um die Autonomie der Kunstwerke;202
12.3;3Blockbuster und Kuratoren;207
12.4;4Die paradoxen Eigenrationalitäten der Kunst – ein vorläufiger Befund;211
12.5;Literatur;213
13;Ästhetische Importe. Die Bedeutung künstlerischer Autonomie für die ökonomische Praxis;217
13.1;1Einleitung;217
13.2;2Diffusionen;220
13.2.1;2.1Der Kreative als (Quasi)-Künstler;220
13.2.2;2.2Die Ausweisung „kreativer Spielfelder“: Ästhetische Arenen;227
13.2.3;2.3Arbeitspraxis als künstlerische Schaffenspraxis: „Kreative Phasen“ und „ästhetische Praktiken“;231
13.3;3Fazit;235
13.4;Literatur;238
14;Autonomes Feld und Räume des Möglichen – Jean-Luc Godard und das Feld des Films zur Zeit der Nouvelle Vague;242
14.1;1Einleitung;242
14.2;2Autonomie des Film-Feldes;244
14.2.1;2.1Die Cinéphilie in der Fünften Republik;246
14.2.2;2.2Das symbolische Attentat;249
14.3;3Die Autorenpolitik als Forderung und Praxis – das Frühwerk von Jean-Luc Godard;250
14.3.1;3.1Das Zerstören der filmischen Illusion;251
14.3.2;3.2Aufgabe der Sensomotorik;253
14.3.3;3.3Imitationen und Referenzen;255
14.3.4;3.4Filmischer Essayismus;257
14.4;4Godards künstlerische Praxis und der Raum des Möglichen;258
14.5;Literatur;260
15;„Underground“ und die Berliner Techno-Szenewirtschaft;263
15.1;1Einleitung;263
15.2;2Autonomie in der Bourdieu?schen Kulturfeldtheorie;266
15.3;3Auf dem Weg zur Neo-Subkulturtheorie;268
15.4;4Autonomisierungsprozesse in der Techno-Szenewirtschaft;271
15.5;5Distinktionen in der Techno-Szenewirtschaft;274
15.6;6Schluss;280
15.7;Literatur;281
16;Die Pluralisierung der Autonomie. Eine soziologische Untersuchung über die freien Berliner Projekträume;285
16.1;1Der Autonomiebegriff bei Bourdieu;286
16.1.1;1.1Der nomos des Kunstfeldes;286
16.1.2;1.2Die Avantgarde-Künstler als Verfechter der künstlerischen Autonomie;288
16.1.3;1.3Die aktuelle Debatte über die Autonomiefrage;289
16.2;2Die Berliner Projekträume, Verfechter der Autonomie?;291
16.2.1;2.1Die Situation der Projekträume in Berlin;292
16.2.2;2.2Die Streuung der freien Szene im Kunstfeld;294
16.2.2.1;2.2.1 Projekträume als Verfechter der reinen Kunst;294
16.2.2.2;2.2.2 Projekträume oder autonomes Image als Kapitaleinlage;298
16.2.2.3;2.2.3 Projekträume oder die Demokratisierung der Autonomie;301
16.3;3Die Pluralisierung der Autonomie;303
16.4;Literatur;304
17;„Ein Geben und Nehmen“ – Kunst zwischen Freiheit und Funktion in Publikumsurteilen;307
17.1;1Einleitung;307
17.2;2Theoretische Ästhetiken;309
17.2.1;2.1Reine Kunst – reine Urteile: Die Autonomie der ästhetischen Kategorien;309
17.2.2;2.2Wer hat etwas zu sagen in der autonomen Kunst?;311
17.3;3Empirische Ästhetiken;313
17.3.1;3.1„Für ne Stadt dieser Größe“ – Ästhetisches Bewerten im Hinblick auf die Angemessenheit und Funktion vor Ort;315
17.3.2;3.2„Schön is sie dann, wenn das Publikum auch kommt“ – Ästhetisches Bewerten im Hinblick auf das Publikum;321
17.4;4Zusammenfassung;326
17.5;Literatur;327
18;„Morgen gehen wir zum Konzert – oder zur Vernissage?“;330
18.1;1Der Streit um die Kunstautonomie und die Grenzen des Autonomiekonzepts;331
18.2;2Eine Ästhetik populärer Musik;334
18.3;3Chronotopoi ästhetischen Erlebens;338
18.4;4Chronotopoi ästhetischen Erlebens im Vergleich;340
18.5;5Resümee und Ausblick;345
18.6;Literatur;347
19;Teil III Habitus und Ausbildung: Berufs- und Professionstheoretische Perspektiven;350
20;Performative Kapazität der künstlerischen Autonomie – Beobachtungen im Kontext von Kunsthochschulen;351
20.1;1Künstler-in werden, Künstlerin sein;351
20.2;2Was ist und wie autonom sind Künstler-innen in spe? Theoretische Grundlagen;354
20.3;3Künstlerische Autonomie als Treiber kommunikativer Praxis an Kunsthochschulen;359
20.4;4Künstlerische Autonomie als dynamische Angelegenheit;366
20.5;Literatur;369
21;Professionalisierung als Weg zur Autonomie der Künste?;372
21.1;1Einleitung;372
21.2;2Künstlerische Existenz und „individuelle Professionalisierung“;374
21.3;3Kunst als industriegesellschaftliche Nische;377
21.4;4Von Singularität zu Marktgängigkeit;380
21.5;5„Professionalisierung“ als Bildungsauftrag;382
21.6;6Künstlerische Autonomie zwischen Eigensinn und Nützlichkeit?;384
21.7;Literatur;386
22;Kunst als Anlehnungskontext. Professionalisierung und Autonomie im Feld des Bauens um 1900;390
22.1;1Einleitung;390
22.2;2Professionalisierung und Autonomie;392
22.2.1;2.1Autonomietheoretische Implikationen professionellen Handelns;392
22.2.2;2.2Autonomietheoretische Implikationen sozialer Felder;395
22.3;3Professionalisierung der Architekten;398
22.3.1;3.1Ausgangspunkt;398
22.3.2;3.2Formen der Institutionalisierung;401
22.3.3;3.3Sonderwissen & standesgemäßer Habitus;404
22.3.4;3.4Freiheit versus Bürokratie?;407
22.3.5;3.5Die autonome Kunst als Vorbild;409
22.4;4Resümee;411
22.5;Literatur;412




