Kauer-Franz / Franz | Usability und User Experience Design | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 752 Seiten

Reihe: Rheinwerk Computing

Kauer-Franz / Franz Usability und User Experience Design

Das umfassende Handbuch
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-8362-8722-7
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Das umfassende Handbuch

E-Book, Deutsch, 752 Seiten

Reihe: Rheinwerk Computing

ISBN: 978-3-8362-8722-7
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Handbuch für gute Usability und UX-Design

Gute Usability und User Experience sind niemals Zufall. Dahinter stecken systematische Prozesse und Know-How aus verschiedenen Disziplinen. Produkte zu schaffen, die Menschen nicht nur leicht und sicher bedienen können, sondern rundum schätzen – wenn das Ihr professionelles Ziel ist, sind Sie hier richtig.

Lernen Sie mit diesem Handbuch das Fach gründlich kennen, vertiefen Sie Ihre Expertise oder steigen Sie in eine stärker datengetriebene Arbeitsweise ein. Erfahrene Spezialisten stellen Ihnen Grundlagen aus Psychologie und Design vor und geben Ihnen ein erprobtes Methodenrepertoire an die Hand. Inklusive praktischer Auswahlhilfe und konkreter Anleitungen. So evaluieren und optimieren Sie Ihre Produkte oder unterstützen Ihre Kunden mit professionellen Usability- und UX-Projekten. Für B2B, B2C, verschiedene Branchen und Anforderungen haben Sie immer eine effiziente Methode parat!

  • Data Driven Design: Mit umfassendem Methodenüberblick und praktischem Leitfaden zum richtigen Vorgehen
  • Gutes UX-Design für B2B- und B2C-Anwendungen
  • Inkl. interdisziplinäre Grundlagen, agile Methoden, Responsive Design, ROI u.v.m.

Aus dem Inhalt:

  • Übersicht über Prozesse und Vorgehen
  • Der richtige "Mindset"
  • User Researcher Skills: Beobachten, Fragenstellen, Zuhören
  • Psychologische Grundlagen
  • Nutzer*innen, Kund*innen und wir
  • Designgrundlagen
  • Data Driven UX Design
  • Inhaltspunkt
  • Lösungen evaluieren
  • Ein Glossar mit allen wichtigen Fachbegriffen
Kauer-Franz / Franz Usability und User Experience Design jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material




  1.  Für wen ist dieses Buch? Warum und wie sollten Sie das Buch lesen? ... 21


       1.1 ... Für wen ist dieses Buch geschrieben? ... 21

       1.2 ... Warum sollten Sie dieses Buch lesen? ... 22

       1.3 ... Wie sollten Sie dieses Buch lesen? ... 26

       1.4 ... Ihre ständigen Begleiter: Unsere drei Beispiele ... 27



  2.  Die wichtigsten Begriffe und ihre Historie ... 33


       2.1 ... Die (Vor-)Geschichte von Usability und User Experience ... 33

       2.2 ... Usability und User Experience Design -- die Kernbegriffe ... 40

       2.3 ... Das Zusammenspiel von Ergonomie, Usability und User Experience ... 52



  3.  Usability und User Experience als Erfolgsfaktor herausragender Produkte ... 67


       3.1 ... Was ist der Return on Investment (ROI)? ... 68

       3.2 ... Metriken für den unternehmerischen Erfolg ... 68

       3.3 ... ROI planen statt ROI »entdecken« ... 75

       3.4 ... Unterschiede zwischen Metriken für den unternehmerischen Erfolg im B2C- vs. B2B-Bereich ... 78

       3.5 ... Was sind typisch erreichbare ROIs durch Usability und User Experience Design? ... 80

       3.6 ... Praxisbeispiel: Messung des ROI bei MoveHub ... 83

       3.7 ... Praxisbeispiel: Messung des ROI bei BusinessBooster ... 84

       3.8 ... Praxisbeispiel: Messung des ROI bei Healthyfy ... 86



  4.  Wie »mache« ich Usability und User Experience Design? ... 87


       4.1 ... Die Norm ISO 9241-210 -- Menschzentrierte Gestaltung interaktiver Systeme ... 88

       4.2 ... Design Thinking ... 95

       4.3 ... Minimum Viable Product (MVP) -- das kleinste, sinnvolle Produkt ... 108

       4.4 ... Double Diamond ... 113

       4.5 ... Usability Engineering bei Medizinprodukten nach der Norm IEC 62366-1 ... 117

       4.6 ... Gemeinsamkeiten der beschriebenen Verfahren ... 120



  5.  Data-Driven UX Design ... 127


       5.1 ... Das Ziel des Data-Driven UX Design-Prozesses ... 128

       5.2 ... Der Data-Driven UX Design-Prozess (3DUX) im Überblick ... 129

       5.3 ... Die Flexibilitäts- und Risikomatrix -- oder: Wie viele Daten brauchen Sie wirklich? ... 143

       5.4 ... Objektive versus subjektive Daten ... 151

       5.5 ... Quantitative versus qualitative Daten ... 154

       5.6 ... Daten kritisch bewerten ... 155

       5.7 ... Schnelle Hilfestellung zur Einordnung ... 160



  6.  Ein hilfreiches Mindset für Usability und User Experience Design ... 165


       6.1 ... Annahmen vs. Wissen ... 166

       6.2 ... Die Nutzer wissen nicht, was sie wollen! ... 182

       6.3 ... Die wichtigsten Skills der User Researcher: beobachten, Fragen stellen, zuhören ... 190

       6.4 ... Gestaltung als lernbarer Prozess ... 204

       6.5 ... Testen und Unternehmenskultur ... 208



  7.  Grundlagen ... 211


       7.1 ... Psychologische Grundlagen -- keine Angst, es geht um Menschen ... 211

       7.2 ... Wahrnehmung -- die menschliche Sensorik ... 212

       7.3 ... Menschliche Informationsverarbeitung ... 253

       7.4 ... Designgrundlagen ... 275



  8.  Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail -- Vorbereitung ... 343


       8.1 ... Die Planung des Data-Driven UX Design-Prozesses ... 344

       8.2 ... Integration von Data-Driven UX Design in agile Entwicklungsprojekte ... 353

       8.3 ... Den Aufwand von Data-Driven UX Design angemessen auswählen ... 357



  9.  Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail -- Nutzungskontextanalyse ... 361


       9.1 ... Welche Fragen muss die Nutzungskontextanalyse beantworten? ... 362

       9.2 ... Was ist überhaupt der Nutzungskontext? ... 364

       9.3 ... Methoden der Nutzungskontextanalyse ... 376

       9.4 ... Analytische Methoden der Nutzungskontextanalyse ... 423

       9.5 ... Praxisbeispiele zur Kontextanalyse ... 443



10.  Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail -- Nutzungsanforderungen spezifizieren ... 455


       10.1 ... Betrachten Sie Ihre Personas oder Empathy Maps ... 456

       10.2 ... Use Cases und User Stories -- wie es nicht geht und wie es doch geht ... 458

       10.3 ... Von der User Story zur Anforderung ... 466

       10.4 ... Anforderungen formulieren für MoveHub ... 475

       10.5 ... Anforderungen formulieren für BusinessBooster ... 477

       10.6 ... Anforderungen formulieren für Healthyfy ... 479



11.  Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail -- Gestaltungslösungen entwickeln ... 481


       11.1 ... Erinnerung: Was ist das Ziel der Gestaltung und wie gehen wir dabei vor? ... 481

       11.2 ... Design Research ... 482

       11.3 ... Vom Groben zum Feinen ... 486

       11.4 ... Grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten entwickeln ... 487

       11.5 ... Arbeit mit Prototypen ... 491

       11.6 ... Wireframes ... 496

       11.7 ... Die Qualität von User-Interface-Konzepten mit dem Designgrid prüfen ... 543

       11.8 ... Screenflows ... 546

       11.9 ... Klickdummys ... 548

       11.10 ... Desktop, Mobile oder Smartwatch first? ... 554

       11.11 ... Responsive Design ... 559

       11.12 ... Visual Design ... 560

       11.13 ... Ausflug: Low-Code und No-Code ... 573

       11.14 ... Beispiel: Mögliche Design-Steps für MoveHub ... 574

       11.15 ... Beispiel: Mögliche Design-Steps für BusinessBooster ... 576

       11.16 ... Beispiel: Mögliche Design-Steps für Healthyfy ... 577



12.  Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail -- Gestaltungslösungen evaluieren ... 581


       12.1 ... Formatives vs. summatives Testen ... 581

       12.2 ... Wissenslücken identifizieren ... 586

       12.3 ... Nutzerevaluation vs. Expertenevaluation ... 587

       12.4 ... Remote vs. vor Ort ... 589

       12.5 ... Test-Cases gestalten ... 593

       12.6 ... Die vorgestellten Methoden ... 598

       12.7 ... Der Usability- und der User Experience-Test ... 599

       12.8 ... Usability und User Experience-Sprint ... 609

       12.9 ... Rapid User-Tests ... 615

       12.10 ... A/B-Testing ... 620

       12.11 ... UX-Benchmarking ... 625

       12.12 ... 5-Sekunden-Test ... 630

       12.13 ... Standardisierte Fragebögen ... 635

       12.14 ... Analyse von quantitativen Nutzungsdaten ... 648

       12.15 ... Webtracking/Klickanalyse ... 652

       12.16 ... Tagebuchstudie ... 653

       12.17 ... Card Sorting ... 660

       12.18 ... Experten-Review ... 665

       12.19 ... Assoziationsraumtest (ARTTest) ... 670

       12.20 ... Eyetracking ... 673

       12.21 ... Physiologische Messverfahren ... 680

       12.22 ... Fehler analysieren mithilfe der Root-Cause-Analyse ... 683

       12.23 ... Aus den Daten lernen und begründete Entscheidungen treffen ... 689

       12.24 ... Evaluationen in der Medizinprodukteentwicklung ... 692

       12.25 ... Beispiel: Evaluationsmethoden für MoveHub ... 693

       12.26 ... Beispiel: Evaluationsmethoden für BusinessBooster ... 694

       12.27 ... Beispiel: Evaluationsmethoden für Healthyfy ... 697



13.  Design, Get Data, Repeat -- wann ist Schluss? ... 699


       13.1 ... Den Übergang anhand der Qualität bestimmen ... 700

       13.2 ... Den Übergang anhand der Zeit bestimmen ... 702

       13.3 ... Nachsteuern ja oder nein? Die Flexibilitäts- und Risikomatrix als Hilfestellung ... 703

       13.4 ... Den richtigen Ansatz wählen ... 704

       13.5 ... So geht es weiter mit MoveHub, der B2C-Mobilitäts-App für jede Gelegenheit ... 706

       13.6 ... So geht es weiter mit BusinessBooster, dem B2B-CRM-BI-Tool für kleine und mittelständische Unternehmen ... 706

       13.7 ... So geht es weiter mit Healthyfy, dem Vermittlungsportal für Gesundheitsexperten (B2B- und B2C-Medizinprodukt) ... 707



14.  Entscheidungsmatrix für die Methodenauswahl ... 709


       14.1 ... Fragestellungen ... 710



15.  Wrap-up und Fazit ... 719


       15.1 ... Es geht um die Nutzenden ... 719

       15.2 ... Usability und User Experience Design ist interdisziplinär ... 720

       15.3 ... User Experience designt man nicht, sondern sie wird erlebt ... 720

       15.4 ... Der Weg zu einem herausragenden Produkt ist iterativ ... 721

       15.5 ... Man fängt zwar irgendwann mit Usability und User Experience Design an, aber man hört nie wieder damit auf ... 721

       15.6 ... Gestalten Sie anhand von Daten ... 722

       15.7 ... Schlusswort und Aufruf zur Mitgestaltung ... 722



  Anhang ... 725


       A ... Glossar ... 725

       B ... Literaturverzeichnis ... 738



  Index ... 746


1.2    Warum sollten Sie dieses Buch lesen?


Sie halten das Handbuch »Usability und User Experience Design« in den Händen. Beide Begriffe sind mittlerweile weit verbreitet und viele Produktverantwortliche und Studierende haben zumindest »schon mal etwas davon gehört«. In der tagtäglichen Praxis sind Usability und User Experience aber bei Weitem noch nicht in jedem Unternehmen und in jeder Produktentwicklung angekommen. Das hat zunehmend weitreichende Folgen, da Nutzende und Kunden vor allem in diesen Bereichen von Tag zu Tag anspruchsvoller werden.

Diese Veränderung zeigte sich in den letzten 10 bis 15 Jahren am stärksten bei B2B-Anwendungen – also Anwendungen, die für Unternehmenskunden entwickelt werden. Wo vor einigen Jahren noch eine technische Funktion für die Produktnutzung oder den Produktkauf ausgereicht hat, stehen heute oft die einfache Bedienbarkeit und die intuitive Verwendung an der ersten Stelle – auch wenn das nicht immer explizit geäußert wird.

Im B2C-Bereich, also bei Produkten, die für Endnutzer und Endnutzerinnen entwickelt werden, hat dieser Trend schon viel früher begonnen und ist inzwischen auch deutlich weiter fortgeschritten. Hier wird eine gute Usability inzwischen vorausgesetzt und die Gestaltung der umfassenden User Experience steht im Fokus: Ein Trend, der auch bei B2B-Anwendungen verstärkt zu beobachten ist und den Erfolg von B2B-Produkten in der Zukunft maßgeblich mitgestalten wird.

Schon jetzt hören wir die Forderung nach besserer Usability und User Experience täglich in unseren Usability-und-User-Experience-Laboren. Wenn Ihr Produkt also technisch nicht etwas komplett Neues, noch nie Dagewesenes, bisher wirklich absolut Unerreichbares leistet (oder anders gesagt: wenn man mit Ihrem Produkt nicht zum Mars fliegen kann), dann brauchen Sie eine starke Usability und User Experience für ein herausragend erfolgreiches Produkt. Sie sollten dieses Handbuch also dann lesen, wenn genau das eines Ihrer Ziele ist: ein erfolgreiches Produkt.

Um Sie bestmöglich dabei zu unterstützen, dieses Ziel zu erreichen, haben wir das Handbuch in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil des Handbuchs – also in den Kapiteln 1 bis 7 – gehen wir auf die Grundlagen ein. Dazu gehört für uns ein generelles Verständnis der Begriffe und des Ursprungs der Disziplin, aber auch eine Übersicht über verschiedene Ansätze und Prozesse, die sich über die Jahre etabliert haben. Außerdem möchten wir Ihnen ein förderliches Mindset aufzeigen, mit dem wir in unserer Arbeit als Usability-und-User-Experience-Professionals erfolgreich waren. Die Grundlagen schließen dann mit einer Übersicht über die wichtigsten Wahrnehmungspsychologischen Aspekte und Designaspekte, um Sie fundiert auf die Gestaltung Ihrer eigenen Produkte vorzubereiten. Der zweite Teil des Buches geht anschließend die einzelnen Phasen des Data-Driven-UX-Design-Prozesses Schritt für Schritt durch und zeigt Ihnen auf, wie Sie die erlernten Grundlagen einsetzen können, um herausragende Produkte zu gestalten.

Wir möchten Ihnen einen umfassenden Überblick über das Thema »Usability und User Experience Design« bieten und Sie befähigen, Kenntnisse in diesem Themengebiet zu erwerben, die Zusammenhänge zu erschließen und neue Methoden kennenzulernen. Wir haben dafür einen Spagat gewagt: Auf der einen Seite vermitteln wir systematisches Wissen, auf der anderen Seite stellen wir die Praxis in den Mittelpunkt, weil uns das als Praktiker besonders wichtig ist. Denn was bringt schwer übertragbares, rein theoretisches Wissen bei ganz praktischen Fragestellungen?

Für den Überblick über das Themengebiet möchten wir, bildlich gesprochen, eine Landkarte zeichnen, die es möglich macht, Themen einzuordnen und anzudenken. Für jeden Punkt auf der Landkarte – jedes Thema in diesem Buch – gibt es natürlich weiterführende Literatur, die Sie zur Hand nehmen können, um einzelne Themen, Methoden und Konzepte im Detail zu verstehen.

Wo immer wir passende Empfehlung für Sie haben, werden wir Sie im entsprechenden Abschnitt des Buches darauf hinweisen. Also keine Angst: Auch wenn Sie sich schon auskennen, werden Sie bestimmt den einen oder anderen weiterführenden Lesetipp erhalten.

So sollten Sie nach der Lektüre nicht nur einen Gesamtüberblick haben, sondern auch in der Lage sein, in einer konkreten Praxissituation zu entscheiden, ob es sich um ein Usability- oder ein User-Experience-Thema handelt oder ob Sie an anderen Orten nach einer passenden Lösung suchen müssen.

Dafür geben wir Ihnen eine Entscheidungshilfe an die Hand, mit der Sie Ihre Fragestellung im Projekt verorten können. Mit diesem Wissen können Sie im Anschluss aus dem Fundus der vorgestellten Methoden wählen, um den richtigen und passenden Ansatz für sich zu finden.

Schließlich möchten wir Sie dabei unterstützen, für die Nutzenden Ihrer Produkte das Bestmögliche herauszuholen. Wir möchten helfen, dass Sie die beste Version von Ihrem Produkt entwickeln können: intuitiv, mit dem genau richtigen Funktionsumfang, gut bedienbar, begeisternd und nicht zuletzt erfolgreich.

Dafür haben wir das Buch wie folgt strukturiert:

Nachdem wir Ihnen mit diesem ersten Kapitel hoffentlich helfen konnten herauszufinden, ob unser Handbuch für Sie hilfreich ist und wie Sie am besten damit arbeiten, starten wir in Kapitel 2, »Die wichtigsten Begriffe und ihre Historie«, direkt mit der Begriffsdefinition. Damit möchten wir Ihnen und uns eine gemeinsame Basis bereiten, die Ihnen hilft, dem Buch zu folgen und sich mit anderen Praktikern auszutauschen.

In Kapitel 3, »Usability und User Experience als Erfolgsfaktor herausragender Produkte«, werden wir Ihnen zeigen, warum es sich lohnt, Usability und User Experience in der Entwicklung der eigenen Produkte zu betrachten. Hierfür haben wir uns tief in die Literatur gewühlt, werden Studien erläutern, aber auch ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern und messbare Ergebnisse unserer Kunden vorstellen.

Kapitel 4, »Wie ›mache‹ ich Usability und User Experience Design?«, widmet sich einer Übersicht verschiedener Entwicklungsprozesse, die zum Ziel haben, Produkte mit einer hohen Usability und einer sehr guten User Experience zu entwickeln. Diese Übersicht soll Ihnen helfen, sich im Prozesswirrwarr zurechtzufinden und Prozesse und Prozessschritte auszuwählen, die für Sie geeignet sind.

In Kapitel 5, »Data-Driven UX Design«, stellen wir Ihnen den Prozess Data Driven UX Design (3DUX) vor. Diesen Prozess haben wir aus bestehenden Prozessen abgeleitet, aber mit einem stärkeren Fokus auf kritische und komplexe Produkte, der auch das Risiko in der Verwendung mitbetrachtet. Er hat sich in unserer täglichen Arbeit bewährt und hilft uns, das Beste aus den verschiedenen Prozesswelten zu kombinieren. Wie der Name schon sagt, folgen wir dabei einem datengetriebenen Ansatz, der die Integration von Nutzerdaten und Nutzerrückmeldungen an so vielen Stellen wie möglich propagiert und den Anspruch hat, ein erfolgreiches Produkt zu garantieren.

Kapitel 6, »Ein hilfreiches Mindset für Usability und User Experience Design«, befasst sich mit einem – aus unserer Sicht – vollkommen unterschätzten, aber fundamental wichtigem Thema: dem geeigneten Mindset für die Arbeit im Bereich Usability und User Experience. Hier möchten wir Ihnen gerne verschiedene Denkfallen und Denkblockaden aufzeigen, denen wir, aber auch viele Kolleginnen und Kollegen, im Laufe der Jahre immer wieder aufgesessen sind. Aber natürlich hören wir mit der Beschreibung der Denkblockaden nicht auf, sondern möchten Ihnen dabei helfen, ein Mindset zu entwickeln und zu stärken, das sich für uns als erfolgreich und hilfreich bei der Arbeit im Bereich Usability und User Experience erwiesen hat.

In Kapitel 7, »Grundlagen«, geht es dann an die fachlichen Grundlagen. Usability und User Experience Design ist eine Disziplin, bei der Sie Wissen aus den verschiedensten Bereichen brauchen. Wir werden Ihnen sowohl psychologische Grundlagen zu Wahrnehmung, Gedächtnis und Informationsverarbeitung nahebringen als auch über Designgrundlagen sprechen sowie Gestaltgesetze vorstellen.

Ab Kapitel 8, »Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail – Vorbereitung«, sehen wir uns den Data-Driven-UX-Design-Ansatz gemeinsam im Detail an – natürlich immer anhand unserer drei Beispiele, um den größtmöglichen Praxisbezug herzustellen.

Dabei geht es um die Vorbereitung und Planung des Data-Driven-UX-Design-Prozesses. Wir stellen uns den praxisrelevanten Fragen, wie in agilen Entwicklungsprozessen vorgegangen werden kann und wie Sie den Aufwand für die Entwicklung abschätzen können.

Daran schließt Kapitel 9, »Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail – Nutzungskontextanalyse«, an, in dem wir uns detailliert mit der Nutzungskontextanalyse beschäftigen. Sie lernen, was der Nutzungskontext ist, warum er bei der Betrachtung von Usability und User Experience nicht vernachlässigt werden darf, was alles zum Nutzungskontext gehört und mit welchen Methoden Sie ihn in der Praxis am besten kennenlernen.

Im darauf folgenden Kapitel 10, »Der Data-Driven UX Design-Prozess im Detail – Nutzungsanforderungen spezifizieren«, stellen...



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