Kingsley | Broken Miles & Forbidden Miles | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 753 Seiten

Reihe: Die Miles Family Saga Doppelband

Kingsley Broken Miles & Forbidden Miles


2. Auflage, Mehrfachband 2021
ISBN: 978-3-96797-134-7
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 753 Seiten

Reihe: Die Miles Family Saga Doppelband

ISBN: 978-3-96797-134-7
Verlag: MORE by Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die ersten beiden Bände der großen Miles Family Saga in einem E-Book!

Broken Miles.

Zoe Suttons Leben ist nicht nach Plan verlaufen. Sie hatte weder vor sich scheiden zu lassen noch danach weiter für die Familie ihres Ex-Mannes zu arbeiten. Jetzt, vier Jahre später, weiß Zoe nicht, was sie machen soll. Bleibt sie auf dem Weingut und bei der Miles Familie, die ihr so ans Herz gewachsen sind oder muss sie ihr Zuhause verlassen, um wieder glücklich zu werden? Roland Miles wollte immer nur das Beste, aber am Ende hatte er alles verloren. Seine Ehe, sein Zuhause, seine Familie - alles war ihm nicht so wichtig wie seine Karriere, viel Geld und ein tolles Großstadtleben. Und obwohl er all das jetzt besitzt, ist er doch nicht glücklich. Als das Weingut seiner Familie in Schwierigkeiten steckt, kehrt Roland nach Jahren wieder heim, um sie zu unterstützen. Und als wären die Mätzchen seiner Geschwister, die Sorgen seiner Mutter und die Geheimnisse seines Vaters nicht schon kompliziert genug, trifft er auch wieder auf Zoe. Seit ihrer Scheidung hat er sie nicht mehr gesehen und je mehr Zeit er auf dem Weingut verbringt, umso unsicherer wird er: Ist das, was er einst so leichtfertig aufs Spiel setzte, nicht viel mehr wert als Geld und Karriere?

Eine Second Chance Romance und der Auftakt der Miles Family Saga.

Forbidden Miles.

Brynn Miles hielt es für eine gute Idee auf das Weingut ihrer Familie zurückzukehren während sie an der nahegelegenen Uni studiert. Aber als Nesthäkchen der Familie ist ihr Leben komplizierter als gedacht. Dates? Beziehungen? Nicht, wenn sich ihre drei älteren Brüder Roland, Leo und Cooper wie wandelnde Keuschheitsgürtel und Bodyguards verhalten. Für Chase war die kleine Schwester seines besten Freundes Cooper Miles immer uninteressant. Außerdem ist er nicht auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung. Frauen sind für ihn kurzweilige Abenteuer und er möchte Spaß und keinen Alltag mit Verpflichtungen. Bis zu dem Abend, an dem Chase Brynn nach Jahren wiedersieht. Und vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben richtig sieht. Ab diesem Moment ist nichts mehr so wie vorher. Aber Brynn ist für ihn tabu, denn er ist der beste Freund ihres Bruders und die Miles Familie sein zweites Zuhause. Das darf er auf keinen Fall aufs Spiel setzen ... 

Eine Brother's Best Friend Romance und der zweite Teil der Miles Family Saga.



Claire Kingsley schreibt Liebesgeschichten mit starken, eigensinnigen Frauen, sexy Helden und großen Gefühlen. Ein Leben ohne Kaffee, E-Reader und neu erfundene Geschichten ist für sie nicht vorstellbar. Claire Kingsley lebt mit ihrer Familie im Pazifischen Nordwesten der USA.

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Weitere Infos & Material


Kapitel Eins


Roland

Dein ganzer Scheiß ist weg, und ich versuche rauszufinden, was zur Hölle eigentlich passiert ist.

Nachricht von Roland, vor vier Jahren

Sie wollten ein verdammtes Wunder. Ich las die Mail noch einmal, formulierte schon einen Plan. Was mein Chef verlangte, war heftig. Aber wie man so sagte, genau dafür zahlten sie mir die fette Kohle. Ich war nicht ohne Grund der jüngste Finanzchef in der Geschichte von Dimension Inc.

Ich war ein gottverdammter Wundervollbringer.

Beim Blick auf die Uhr musste ich schlucken. Es war schon nach neun Uhr abends. Ich hatte nicht gemerkt, dass es schon so spät war. Aber ich war meist bis spätabends im Büro, und da war auch niemand, der deswegen gemeckert hätte. Heute hatten Farrah und ich nichts vor; denn sie war nicht in der Stadt. Und selbst wenn wir etwas vorgehabt hätten, wäre es für sie okay gewesen. Sie arbeitete genauso viel wie ich, und sie verstand, was nötig war, um es bis hierher zu schaffen. Darüber musste ich mir bei ihr nie Gedanken machen.

Mein Handy vibrierte neben meinem Laptop auf dem Tisch. Ich schaute auf das Display und zuckte zusammen. Die Nummer meiner Eltern. Ihre Dienstnummer, um genau zu sein. Was hieß, es könnte jeder von beiden sein. Ich hatte überhaupt keine Lust, den Anruf anzunehmen, aber wenn ich nicht ranging, würde ich sie später zurückrufen müssen. Also brachte ich es besser gleich hinter mich.

Ich nahm das Smartphone und meldete mich. »Ja?«

»Hallo, hier ist Leo.«

Das war merkwürdig. Mein kleiner Bruder rief mich nie an. Vielleicht mal eine Textnachricht, denn wir standen uns nicht wirklich nah. Ein Anruf bedeutete möglicherweise schlechte Nachrichten.

»Was ist los?«, fragte ich.

»Du musst herkommen.«

»Warum? Was ist passiert?«

»Mom und Dad verlieren das Weingut«, sagte er. »Totales Chaos.«

Ich lehnte mich auf meinem Stuhl zurück und kniff mir in den Nasenrücken. Du verarschst mich doch. »Wie meinst du das, das Weingut verlieren?«

»Das Unternehmen steckt bis zum Hals in Schulden«, sagte er. »Dad hat irgendeinen Scheiß geheim gehalten. Es sieht übel aus.«

»Und was soll ich da jetzt machen?«

»Sei kein Arschloch. Denkst du, ich hätte dich angerufen, wenn es keine große Sache wäre? Das hier ist ernst. Du musst nach Hause kommen.«

Fuck. Nach Hause? Das war der letzte Ort, an dem ich sein wollte.

»Jetzt?«, fragte ich. »Ich kann hier nicht einfach alles stehen und liegen lassen. Ich bin sicher, Dad schafft das.«

»Roland«, sagte Leo im scharfen Ton. »Dad hat den Karren in den Mist gefahren. Er ist garantiert nicht derjenige, der ihn wieder rausholt. Wir brauchen dich hier. Wenn es wegen Zoe ist …«

»Es ist nicht wegen Zoe.«

Ich massierte meinen Nasenrücken. Allein der Gedanke an Zoe verursachte mir Kopfschmerzen. Wieso meine Mutter ausgerechnet meine Exfrau im Weingut der Familie angestellt hatte, war mir schleierhaft. Auch wenn mir das normalerweise scheißegal war. Ich war in San Francisco, fast tausend Meilen von meiner Heimatstadt im Staat Washington entfernt. Dass sie dort arbeitete, hatte keinerlei Einfluss auf mein Leben.

»Wir kriegen das hin, dass ihr zwei euch nicht sehen müsst«, sagte er.

»Ich habe doch schon gesagt, dass es nicht um sie geht. Ich bin erwachsen, ich kann durchaus im gleichen Raum wie Zoe sein.«

»Gut. Dann sieh zu, dass du deinen Arsch nach Hause bewegst.«

»Leo –« Mehr sagte ich nicht, weil es am anderen Ende klickte. Er hatte aufgelegt. Ich warf mein Handy auf den Tisch. »Fick dich, Leo. Fick dich, Dad.«

Ich guckte in meinen Kalender. Morgen war alles dicht, aber wenn ich Donnerstag in der Früh losfliegen würde, könnte ich abends beim Weingut sein. Ich schickte meiner Assistentin Danielle eine Nachricht, sie solle mir einen Flug nach Seattle buchen und einen Mietwagen reservieren.

Meine Konzentration war aber dadurch jetzt im Arsch. Heute Abend würde ich keine Arbeit mehr fertigkriegen. Aber es war sowieso schon spät. Ich klappte meinen Laptop zu, schnappte meine Sachen und ging nach Hause.

* * *

Ich hatte meine Wohnung wegen der Aussicht gekauft. Tagsüber konnte ich übers Wasser schauen. Nachts glitzerten die Lichter der Stadt in der Dunkelheit. Sie hatte mich ein Vermögen gekostet, aber wenn ich abends an den bodentiefen Fenstern stand und hinausschaute, wusste ich, dass sie jeden Cent wert gewesen war.

Ich ging in die Küche und nahm die Flasche Glenlivet aus der Bar, goss mir ein Glas ein und nahm einen großen Schluck. Der Alkohol brannte in meinem Hals und verbreitete wohltuende Wärme in meiner Brust.

Danielle schrieb mir zurück und schickte die Flugdaten für Donnerstag. Ich seufzte und schenkte mir noch einen Scotch ein.

Heimat. Ich war in Echo Creek aufgewachsen, einer kleinen Stadt in den Cascade Mountains. Auf einem Weingut groß zu werden, klang idyllisch, aber ich war froh, als ich es endlich hinter mir lassen konnte.

Wie lange war ich nicht mehr dort gewesen? Anderthalb Jahre? Länger? Das konnte doch nicht sein, oder? Aber ich war letztes Jahr an Weihnachten nicht hingefahren. Wahrscheinlich war es tatsächlich so lange her.

Ein bisschen schuldig fühlte ich mich deswegen. Es war ja nicht so, dass ich meine Familie nicht mochte. Mein Vater und ich gerieten zwar gelegentlich aneinander, und meine Geschwister nörgelten andauernd an mir herum, so dass ich schlussendlich weggezogen war. Aber ich wusste, dass sich meine Mutter freuen würde, wenn ich regelmäßiger nach Hause käme.

Ich hatte nur so furchtbar viel zu tun. Es war schwierig, Zeit für eine Reise freizuschaufeln, die nicht dienstlich war. Und ich würde mich zu Hause den unvermeidlichen Vorwürfen stellen müssen.

Warum kommst du denn nicht öfter? Kannst du nicht länger bleiben? Willst du nicht zurückkommen und mit deinen Brüdern das Familienunternehmen betreiben?

Nein, verdammt nochmal. Aber niemand von ihnen hatte je verstanden, warum ich aus der Reihe getanzt war. Warum ich den für mich vorgesehenen Platz im Weingut nicht eingenommen hatte.

Ich war für größere Dinge bestimmt als für einen beschissenen Weinhandel in einer Kleinstadt irgendwo im Nirgendwo. Da gab es keine Herausforderungen. Kein Risiko. Und die zu erwartenden Gewinne – vor allem die finanziellen – waren viel zu wenig für mich. Geld war nicht alles, aber mal ehrlich, es war fast alles. Und ich war gut darin, Geld zu machen. Großartig sogar. In den letzten paar Jahren hatte ich für mein Unternehmen einen Arsch voll Geld gemacht.

Man brachte mir Respekt entgegen, und die Leute rissen sich um mich. Sie vertrauten mir Millionen von Dollar an. Ich hatte mein eigenes Büro, eine Assistentin und ein Penthouse mit einem unbezahlbaren Blick. Genug Geld, um mir praktisch alles leisten zu können, was ich wollte.

Ich lebte meinen Traum, und ich konnte nicht begreifen, wieso sich meine Familie nicht einfach für mich freuen konnte. Wieso sie immer darauf herumreiten musste, dass ich nicht die ganze Zeit dort war. Meine Brüder waren natürlich alle geblieben. Meine Schwester würde nach dem College vermutlich auch nach Hause zurückkehren. Sie hatten sogar meine Exfrau bei sich eingestellt. Was zum Teufel wollten sie dann von mir?

Ich nippte noch mal am Scotch, schlenderte zum Fenster und fragte mich, was mein Dad getan haben mochte, das Leo so aus der Fassung brachte. Leo und ich waren selten einer Meinung, und er hätte mich nicht wegen einer Nichtigkeit angerufen. Die große Frage war: Wusste mein Dad von Leos Anruf? Erwarteten sie, dass ich auf dem glänzenden Ross meines Masterabschlusses in BWL angeritten käme und sie rettete? Oder ging Leo hinter ihrem Rücken vor und zog mich in den Scheiß mit hinein?

Ich würde es wohl bald herausfinden.

Als ich an zu Hause dachte, kehrten meine Gedanken auch zu Zoe zurück. Ich ging in mein Schlafzimmer, stellte meinen Drink ab, warf einen kurzen Blick über meine Schulter – als hätte ich Angst, jemand würde mich erwischen – und holte eine kleine Schachtel von einem der Regale im Schrank.

Darin lag ein einziger Gegenstand. Zoes Ehering.

An dem Tag, als sie mich verlassen hatte, hatte ich ihn auf der Küchentheke unserer Wohnung gefunden. All ihre anderen Sachen waren weg. Ihre Seite des Kleiderschranks leer. Ihre Schubladen im Badezimmer ausgeräumt. Sie hatte nicht viel von dem mitgenommen, was uns beiden gehörte – von den Dingen, die wir gemeinsam und mit Liebe angeschafft hatten. Einiges davon hatte ich ihr später gebracht, die Dinge, von denen ich annahm, dass ihr doch etwas an ihnen lag. Aber nicht ihren Ring. Ihn zu behalten, war eine Riesendummheit, und ich wusste selbst nicht, warum ich ihn noch hatte. Er war nicht mal besonders schön.

Als wir damals durchgebrannt waren, als armes Studentenpärchen, waren wir gerade mal zwanzig Jahren alt. Ich hatte Monate gespart, um mir den Ring leisten zu können, und war verdammt stolz auf mich, als ich die Summe beisammen hatte. Wenn ich ihn jetzt betrachtete, war er ziemlich erbärmlich. Nur ein dünner simpler Goldring mit einer winzigen Aussparung für einen Diamanten. Zoe war begeistert, als ich ihn ihr an den Finger steckte – sie sagte, sie hätte überhaupt keinen Ring erwartet.

Damals waren wir ganz andere...



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