E-Book, Deutsch, Band 2, 420 Seiten
Reihe: Safe Harbor
Kingston Filthy Game: Du gehörst mir
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-86495-353-8
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, Band 2, 420 Seiten
Reihe: Safe Harbor
ISBN: 978-3-86495-353-8
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Manche Menschen verleihen dir Flügel - doch was ist, wenn man sie dir wieder nimmt und du abstürzt?
Lange hat Blair Reynolds das Leben als Escortdame und den damit verbundenen Luxus genossen. Aber tief in ihrem Inneren sehnt sie sich nach echter Zuneigung und Liebe - selbst wenn sie das nicht zugeben würde und auch nicht daran glaubt, dass es für sie einen Märchenprinzen gibt.
Ihrer Überzeugung zum Trotz, lässt sie sich nach einer heißen Pokerrunde auf den attraktiven Aiden Montgomery ein. Schnell folgt jedoch die Ernüchterung, offensichtlich wusste er von ihrer Vergangenheit und hat ihre leidenschaftliche Nacht als Geschäft angesehen. Wütend und verletzt schmeißt sie ihn aus ihrem Hotelzimmer.
Eigentlich will Blair den Mann, der verwirrende Gefühle in ihr auslöst, nie mehr wiedersehen, doch gegen seinen Charme und die Chemie zwischen ihnen kann sie sich nicht lange wehren.
Alles scheint perfekt, bis Blair plötzlich merkt, dass sie nicht die einzige Frau ist, der Aidens Herz gehört ...
Teil 2 der "Safe Harbor"-Reihe.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
Blair Ich bin eine Zockerin. Ich liebe Kartenspiele – besonders Black Jack. Ich gewinne – immer! Okay, ich kann Kartenzählen, aber das ist nicht der Grund, weshalb ich so gut in diesem Glücksspiel bin. Ich kann einfach hervorragend in den Gesichtern der Menschen lesen. Mein Blick schweift durch das Casino. Früher bin ich oft beruflich hier gewesen, seit Kurzem nur noch aus Leidenschaft. Ich bin ein Escort gewesen, habe diesem Teil meines Lebens jedoch vor einiger Zeit den Rücken gekehrt. Zu sagen, dass mich der Job aufgefressen hat, ist übertrieben, zumal ich mir vor meinem Ausstieg aussuchen konnte, mit wem ich ausgehe oder gegen Geld Sex habe. Eigentlich bin ich einfach nur an einem Punkt angekommen, an dem ich erwachsen werden will. Ich habe natürlich auf eine unkonventionelle Art und Weise für mein Geld gearbeitet, aber im Grunde war ich bloß ein hübsches Mädchen mit vielen Sugar Daddys - ein Aschenputtel, aus dem Cinderella wurde, jedoch ohne Prinz, Schloss und Happy End. Trotzdem ist das okay so. Ich glaube nicht an ein Happy End, zumindest nicht für mich. Meine Freundin Olivia hat ihr Happy End bekommen, und das ist absolut toll, trotzdem heißt das nicht, dass ich ebenfalls auf eins hoffe. Das erwarte, brauche und will ich auch gar nicht. Ich habe schon vor Jahren auf die harte Tour gelernt, dass man sich am besten nur auf sich selbst verlässt, denn früher oder später steht man ohnehin allein da. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als mich selbst am meisten zu lieben und glücklich zu machen. Um noch mal auf das Ende meiner Karriere zurückzukommen: Ich wollte endlich etwas schaffen. Aus eigenem Antrieb, durch Mühe und Können, und nicht wegen meines hübschen Gesichtes und meiner tollen Titten. Es ist ein unglaubliches Gefühl, sich den Luxus und die schönen Kleider durch Köpfchen, harte Arbeit und schlaues Investment zu verdienen. Die Bewunderung und das Begehren meiner Kunden konnten mir nie so viel geben wie mein jetziger Erfolg in meinem neuen Job. Ich bin in einer kleinen, aber doch sehr angesehenen und erfolgreichen Firma für die Marktanalyse verantwortlich. Ich stelle fest, was bei potenziellen Kunden gut ankommt, und suche nach Projekten, in die wir lukrativ investieren können. Mir gefällt meine Arbeit, mein Ziel ist es jedoch, innerhalb der nächsten Jahre so viele Erfahrungen zu sammeln und genug Geld zu verdienen, um mich selbstständig machen zu können. Ich will ganz vorne mit dabei sein und nicht nur Zeit und Energie in etwas investieren, das ich später in eine andere Abteilung abgeben muss. Der Barkeeper reicht mir meinen bestellten Cosmopolitan und zwinkert mir zu. Süß ist er, aber nicht der Typ Mann, auf den ich tatsächlich stehe. Obwohl ich gar nicht so genau sagen kann, wer oder was meinem Typ entspricht. Genau genommen spielt das auch keine Rolle, da ich sowieso nichts Festes suche, oder? Mein Blick schweift durch den Raum. Ich habe bereits ein paar Runden Black Jack gespielt, jetzt ist mir aber nach etwas anderem. Im Augenwinkel sehe ich einen hellbraunen Lockenkopf und betrachte das Profil des dazugehörigen Mannes genauer. Er sieht süß aus, diese verwuschelten Haare vermitteln den Eindruck, als wäre er gerade erst aus dem Bett gekommen. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich sie glattstreichen oder weiter zerzausen will. Interesse keimt in mir auf, ich nehme meinen Drink und gehe auf den Pokertisch zu - Texas Hold’em, und genau ein Platz ist noch frei. »Darf ich mich dazugesellen?«, frage ich und lächle in die Runde, allerdings ohne dem Objekt meiner Begierde allzu viel Beachtung zu schenken. »Sicher, Süße, aber wir spielen hier nicht um ein Paar neuer Schuhe - eher um zehn.« Ein dicker, rotköpfiger und schwitzender Kerl schaut mich süffisant grinsend an. Ich kenne diese Art von Mann. Er ist einer jener, die mir früher Geld hinterhergeschmissen haben, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. »Das hoffe ich sogar!« Normalerweise hätte ich an dieser Stelle das dumme Blondchen gespielt, aber das will ich jetzt nicht, ich will ihn beeindrucken. Doch auch ohne eine Show abzuziehen, wird keiner meiner Mitspieler vermuten, dass ich sogar intelligenter bin als die meisten Menschen. Ich nehme Platz und setze, genau wie die anderen neun Spieler, ein paar Chips. Der Dealer gibt die Karten. Sie sind nicht sonderlich gut, aber auch nicht schlecht, alles in allem bisher eine Hand, aus der ich im Laufe des Spiels noch etwas machen kann. Ich fühle den interessierten Blick von Löckchen auf meinem Gesicht. Mir ein Grinsen verkneifend, warte ich einige Augenblicke, bevor ich ihn meinerseits anschaue. Nichts hätte mich auf das vorbereiten können, was mich nun regelrecht umhaut. Er sieht auf eine unkonventionelle Art atemberaubend aus. Ich schätze ihn auf Mitte dreißig, wahrscheinlich ein wenig jünger. Sein Oberkörper ist breit und muskulös, was ich selbst dann erkannt hätte, wenn sich sein Designerhemd nicht wie eine zweite Haut um seine Brust schmiegen würde. Allgemein würde ich einiges darauf wetten, dass er überall sehr gut gebaut ist. Ich lasse meinen Blick noch mal über sein Äußeres wandern. Ja, durchweg ein attraktiver Mann; was ihn jedoch für mich unwiderstehlich macht, sind seine Augen, die mich durch die Gläser seiner schwarz gerahmten Brille verschmitzt, aber vor allem unverhohlen, anschauen. Ich habe noch nie eine so erstaunliche Farbmischung aus Grau und Grün gesehen. Ohne ihn zu kennen, würde ich ihn als einen hyperintelligenten und sexy Nerd einschätzen, der es faustdick hinter den Ohren hat. Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, weshalb ich den Cut in seiner rechten Augenbraue mit der Zunge nachzeichnen will, bevor ich noch ganz andere Sachen mit ihm anstellen würde … Aiden Ich kann nicht genau sagen, warum, doch die Frau, die als Letzte zu unserer Pokerrunde dazugestoßen ist, verheißt nichts Gutes. Sie lenkt mich ab. Natürlich ist sie außerordentlich hübsch und verdammt sexy, aber das ist es nicht, was mich an ihr reizt. Interessiert mustere ich sie. Wir sind uns noch nie persönlich begegnet, gesehen habe ich sie jedoch schon oft hier. Ich weiß, was sie treibt, und ich weiß auch, wie gut sie am Spieltisch ist. Vielleicht lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, aber pures Können ist ihre Art zu pokern nicht. Ich erkenne zumindest die Anzeichen in ihren Augen, es waren gerade nur Sekundenbruchteile, trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass sie, wie ich, ebenfalls Karten zählt. Ein heißes Eisen, wie ich selbst weiß – deshalb, und weil es mir einfach den Spaß am Zocken nimmt, mache ich es nicht mehr sonderlich oft. Wir setzen der Reihe nach unsere Chips. Der Erfahrung und den Mienen meiner Mitspieler nach würde ich sagen, dass die Partie durchaus interessant werden könnte. Auf jeden Fall weiß ich, dass der Kerl neben mir sich zu sehr von den hübschen Damen am Tisch ablenken lässt. Wir spielen eine Runde nach der anderen. Stunden vergehen, in denen ich die Unbekannte studiere, genauso wie sie mich. Es fasziniert und frustriert mich zugleich, dass ich sie in keiner Sekunde durchschauen kann. Sie weiß, dass ich interessiert an ihr bin, und vermittelt ebenfalls Interesse an mir, und das ist der Knackpunkt, denn sie zeigt mir nur das, was ich sehen soll. Ein herausforderndes Lächeln, ein vielversprechender Blick, den sie mir unter gesenkten Wimpern zuwirft, oder ein kurzes Anwinkeln der Arme, sodass ich zwangsläufig auf ihre verdammt hübschen Brüste schauen muss. Sie macht mich vor Lust total verrückt und weiß das ganz genau, da bin ich mir sicher. Sehen wir mal von ihren körperlichen Reizen ab, hat sie dem schleimigen Kerl und allen anderen, inklusive mir, klargemacht, dass sie keine leichte Gegnerin ist. Am Ende sind nur noch wir beide im Spiel. Plötzlich schenkt sie mir ein freches Lächeln. »All in.« Ihre Stimme ist rau, sexy und feminin. Unwillkürlich stelle ich mir vor, wie sie mir versaute Sachen ins Ohr haucht, während mein Schwanz ganz tief in ihrer Pussy steckt. Sofort schüttle ich meine nicht jugendfreien Gedanken ab und überschlage kurz den Wert ihrer Chips, der einige tausend Dollar betragen dürfte, ebenso wie meine. Meine Karten sind gut, die Frage ist nur, wie gut sind ihre? Innerlich zucke ich mit der Schulter. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Davon abgesehen bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auf die eine oder andere Weise heute Abend gewinnen werde. »Ich gehe mit.« »Dann zeig mal her«, fordert sie mich auf und streicht dabei mit ihrem perfekt manikürten Fingernagel zärtlich über ihre eigenen Karten. Der Dealer ist komplett außen vor, ebenso die letzten Spieler, die aus Neugier am Tisch geblieben sind. Oh ja, sie legt es definitiv darauf an, mit mir im Bett zu landen. Das Gezocke ist eine ganz besondere Art von Vorspiel. Mit einem Grinsen, das, wie ich weiß, meine Grübchen zum Vorschein bringt, lächle ich sie an und lege meine Karten offen. »Straight Flush.« »Ich schätze, der Pott geht an mich.« Lächelnd deckt sie ihre Karten auf. »Royal Flush.« Anstatt mich zu ärgern, grinse ich sie bloß weiterhin an. Verdammt, ist sie sexy! Die namenlose Schöne sammelt einen großen Haufen Chips ein und erhebt sich. »Vielen Dank für das Spiel.« Sie sagt es an alle gewandt, aber ich weiß trotzdem, dass ihre Worte ganz allein mir gelten. »Es war mir ein Vergnügen.« Ich erhebe mich ebenfalls vom Tisch, schließe mein Jackett und gehe, ohne sie noch mal eines Blickes zu...




