Klippel | Tödliche Mischung | Buch | 978-3-947238-31-6 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 303 Seiten, Format (B × H): 1500 mm x 2150 mm

Klippel

Tödliche Mischung

Zum Giftmotiv im Spielfilm
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-947238-31-6
Verlag: Vorwerk 8

Zum Giftmotiv im Spielfilm

Buch, Deutsch, 303 Seiten, Format (B × H): 1500 mm x 2150 mm

ISBN: 978-3-947238-31-6
Verlag: Vorwerk 8


In der Geschichte des Giftes mischten sich immer wieder Wissenschaft und Erzählung. Im 20. Jahrhundert haben sich diese beiden Elemente voneinander geschieden, und Gift­erzählungen finden in sich z.B. in Populärkultur, Presse oder Film.
Für die Darstellung von Gift im Spielfilm ergeben sich spezifische Herausforderungen. Indem Giftdiskurse in der Kultur- und Wissen­schaftsgeschichte das Phänomen des Gifts kulturell dem Verborgenen, Geheimen, Unzugänglichen und Unergründlichen zuordnen, besteht ein Widerspruch zum Film als einem Medium, das sich durch einen Exzess an Sichtbarkeit auszeichnet. Der Film hält prinzipiell am Mythos von der Unsichtbarkeit des Giftes fest und entscheidet sich für die Fokussierung auf Lüge, Täuschung und Hinterlist. Die vermeintlich liebende Gattin bereitet eine tröstliche Tasse Tee, einen süßen Kakao oder eine würzige Speise. Der korrupte Arzt verabreicht eine ›wohltuende‹ Medizin, der perfide Verführer einen edlen Rotwein. Die Vergiftung ist damit eine Pervertierung des privaten Bereichs und seiner Funktion als Schutzraum. Auch können Vergiftungen nicht spontan oder im Affekt durchgeführt werden, denn sie be­nötigen ein geheimes Wissen und müssen sorg­fältig geplant werden. Gifterzählungen im Film sind deshalb komplizierte Geschichten von ausweglosen emotionalen Verstrickungen, Hinterhältigkeit und Kaltblütigkeit.
Dennoch stellt sich das Problem der Repräsentation des Gifts bzw. der Sichtbarmachung desselben: Wie ist die Beziehung zwischen Motiv und prekärer visueller Darstellung zu sehen? In welchem Verhältnis steht die Unmöglichkeit der Visualisierung des Gifts zur Ausprägung von filmischen Giftmotiven? Lässt sich von einer spezifischen Ästhetik des Gifts sprechen, einer besonderen Art der Darstellung des Undarstellbaren? Diesen und weiteren Fragen geht Klippels anhand von konkreten Filmbeispielen nach.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Klippel, Heike
Heike Klippel ist Professorin für Filmwissenschaft an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Veröffentlichungen zu Themen feministischer Filmtheorie, Gedächtnis und Film, zum Giftmotiv im Film und zu Film und Alltag.



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