E-Book, Deutsch, Band 33, 400 Seiten
Reihe: Bianca Weekend
Leiber / Toth / Maclay Bianca Weekend Band 33
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3140-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Kleines Städtchen - große Liebe
E-Book, Deutsch, Band 33, 400 Seiten
Reihe: Bianca Weekend
ISBN: 978-3-7515-3140-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
DER PREIS IST LIEBE von VIVIAN LEIBER
Der ganze Ort steht Kopf, seit der attraktive Architekt Adam Tyler hier aufgetaucht ist. Und ausgerechnet die unscheinbare Stacy Poplar scheint ihn erobert zu haben. Was niemand ahnt: Stacy hat eine höchst pikante Bezahlung für ihren Job in Adams Haushalt abgemacht ...
IHR BITTERSÜSSES GEHEIMNIS von PAMELA TOTH
Seit Lily in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine zweite Chance mit ihrer großen Liebe, dem Bauunternehmer Steve Lindstrom. Aber wie wird er reagieren, wenn sie ihm ihr Geheimnis preisgibt, das sie bisher mit niemandem teilen konnte?
DIE HAUPTROLLE IN DEINEM LEBEN von CHARLOTTE MACLAY
Entsetzt erfährt Jennifer, was der gut aussehende Grady Murdock in ihrem kleinen Städtchen Moraine wirklich will: Er soll für einen Investor prüfen, ob es sich lohnt, den Ort aufzukaufen. Diesem Mann will sie die Stirn bieten! Und verliert doch unversehens ihr Herz an den Feind ...
Charlotte Maclay hatte immer Geschichten in ihrem Kopf. In der dritten Klasse erfanden sie und eine Freundin Bambi - Geschichten und führten sie als kleine Theaterstücke auf. Ihre Freundin spielte Bambi - sie war Thumper, der Hase aus dem Disney - Film. Eines Tages zog ihre Freundin weg, aber Charlotte erfand weiterhin Geschichten. Jahre später gab ihr ihr Ehemann ein kleines Lehrbuch, wie man Romane schreibt. 1987 veröffentliche sie ihren ersten Roman. 4 Jahre und ein Dutzend unverkaufte Manuskripte später verkaufte sie das erste Mal eines ihrer Bücher an Harlequin. Mittlerweile hat sie eine anschauliche Zahl von Büchern geschrieben und schreibt eine wöchentliche Kolumne in einer Zeitung. Charlotte und ihr Ehemann haben 2 verheiratete Töchter und zwei Enkelkinder.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Adam Tyler fühlte sich großartig nach dem langen Nachtflug von Rio de Janeiro nach Chicago. Und das nicht nur, weil er nach – zwei, drei, vier? – Monaten endlich wieder daheim in den Staaten war, oder weil sein nächster Auftrag einen klarblauen Himmel und Sonnenschein versprach, einschließlich eines eindeutigen Mangels an Giftschlangen.
Er warf einen Blick in den Seitenspiegel, bevor er sich mit seinem tomatenroten Beamer auf dem Drehkreuz von Chicagos Flughafen O’Hara zur nächsten Ausfahrt einfädelte. „Ich bin so froh, wieder zurück zu sein.“
„Was für eine sentimentale Bemerkung!“ Die Stimme seines Kollegen Ryan Jennings klang spöttisch durch das Autotelefon. „Du hast also vor zu bleiben?“
„Auf keinen Fall. Bin praktisch schon auf dem Weg nach Las Vegas.“
„Okay. Reisende soll man nicht aufhalten. Und du hast es verdient. Sechs Monate Bau eines Krankenhauses an den Ufern des Amazonas … du liebe Güte, das ist hart.“
„Fünfeinhalb Monate“, verbesserte Adam. „Wir haben die Arbeit vor Termin abgeschlossen.“
„Dafür bekommst du Pluspunkte im Himmel – und bei Lasser & Thomas. Der alte Lasser wird dir ganz sicher das Vegas-Projekt übergeben.“
„Gut, ich brauche es“, sagte Adam. „Der Dschungel war fantastisch, aber ich möchte nie wieder dorthin zurück.“
„Wie ich gehört hab, war es gar nicht so übel. Es hieß, dass eine gewisse Endrundenteilnehmerin der Miss-Universum-Wahl vom letzten Jahr dich besucht habe.“
„Nur zwei Mal“, sagte Adam. „Und Miss Venezuela war Zweite, kam gleich nach Miss Trinidad & Tobago. Sie war charmant und sehr schön, ganz ohne Zweifel, aber sie war nicht mein Typ.“
„Adam, die sind alle dein Typ. Wir könnten dich zu einem Bauvorhaben in die Antarktis schicken, und du wärst der einzige Mann dort, der eine Verabredung zum Dinner hat. Und sie wäre einfach sagenhaft.“
Adam klemmte den Hörer zwischen Schulter und Ohr, als er aus der Tasche die Mautmünzen hervorkramte. Er wurde nun einmal diesen Ruf nicht los, den er sich vor Jahren, als er noch keine dreißig war, eingeheimst hatte. Aber in diesem Fall hätte er sich nicht tugendhafter verhalten können. Zu mehr als einem Kuss war es bei der Schönheitskönigin nicht gekommen.
„Mich solltest du bedauern“, fuhr Ryan fort. „Mir wurde ein Job angeboten in Deerhorn, Wisconsin. Ein kleiner Farmerort, ein richtiger Krähwinkel. Ich werde eine Grundschule bauen, um ein Einraumschulhaus zu ersetzen. Lasser ist dort aufgewachsen. Also tut er es aus Gefälligkeit. Er trägt die Kosten.“
„Das ist großzügig – für ihn.“
„Aber ich muss es ausführen. Überleg nur, zwei oder drei Monate nur Kühe, Maisfelder, selbst gebrautes Bier und Käsefondue. Warum bekomme nur ich all die glamourösen Aufträge?“
„Lieber wäre mir dann schon der Amazonas“, erwiderte Adam mitfühlend. „Sommer in Wisconsin? Lang-wei-lig!“
„Ich nehme an, dass Lasser es heute amtlich macht, obwohl er wahrscheinlich mit deiner Sache wartet, bis du ins Büro kommst.“
„Ich werde morgen früh da sein.“
„Prima. Wir essen Lunch zusammen. Vergleichen unsere Leben. Du kannst ja vorgeben, dass dir Vegas gleichgültig ist, und ich bewahre Haltung wegen Deerhorn.“
„Ryan, ich weiß nicht, wie du das schaffen willst.“
„Hey, ich habe Familie“, sagte Ryan. „Ich kann keinen Job annehmen, der mich zu lange von zu Hause fernhält. Und bei den langfristigen Aufträgen muss ich imstande sein, die ganze Sippe mitzunehmen – einschließlich Hund. Las Vegas ist kein Platz für eine Familie.“
„Auch ich habe Familie“, gab Adam zu bedenken.
Aber sie beide wussten, dass es nicht das Gleiche war. Ryan war verheiratet, hatte zwei Jungs, Zwillinge, und eine Schwiegermutter im Haus. Er war Trainer einer Juniorliga im Baseball, Führer einer Pfadfindergruppe, und er hatte jeden Freitagabend ein Date mit seiner Frau.
Als Familie hatte Adam seine Haushälterin, ein Handy, eine Reihe von Zeichnungen in seiner Brieftasche und eine Tochter mit dem Namen Karen, die diese Zeichnungen angefertigt hatte und die seine Sekretärin ihm von der Lasser & Thomas-Zentrale zufaxte.
Immerhin führte er ein Leben, das ihm zusagte, hatte die Möglichkeit, sich frei und ungebunden zu bewegen, was ihm wichtig war. Und er brauchte – im Gegensatz zu Ryan – keine Familienkonferenz einzuberufen, sobald er einen neuen Auftrag annahm. Er wünschte sich allerdings, Karen öfter zu sehen. Und dieses Gefühl wurde heftiger, wenn er nach Hause kam und sah, wie sie wieder ein Stück gewachsen war. Er verdrängte den Gedanken, dass er eines Tages von einem Job zurückkehrte und sie kein Kind mehr war.
Wie auch immer, sosehr er sich über das Amazonasprojekt gefreut hatte, sosehr freute er sich jetzt, nach Hause zu kommen. Sogar die nachmittägliche Stoßzeit stimmte ihn froh und auch die Werbeplakate zu beiden Seiten des Freeways und die ersten zehn Tophits im Radio … all das, was er im Amazonasgebiet von Brasilien nicht gehabt hatte. Er winkte dem Fahrer des Lieferwagens freundlich zu, der ihn geschnitten hatte. Und er ging mit dem Tempo runter, um einem anderen Fahrer die Vorfahrt zu lassen. Er lauschte den Radiowerbungen, lachte über Episoden der Situationskomik und über die witzige musikalische Einladung zu einem königlichen Burger in einer der Fast-Food-Ketten.
Er dachte über das Treffen mit Lasser morgen früh nach. Er würde ein neues Projekt bekommen, würde all die Post durchgehen, die seine Sekretärin für ihn aufgehoben hatte, und würde sich um den Flug nach Vegas kümmern.
Er hatte einen Haarschnitt dringend nötig. Das sonst bürstenschnittkurze dunkelbraune, jetzt sonnengebleichte Haar reichte ihm bis zum Kragen des Jacketts. Seine Anzüge waren ein weiteres Problem. Die er nach Brasilien zu den selten stattfindenden Konferenzen mitgenommen hatte, zwängten ihn in den Schultern ein und saßen schlaff um die Taille herum. Seine Muskeln hatten sich während der vergangenen Monate besser ausgebildet, als ein zweimaliger Besuch in der Woche in einem Fitnesscenter es jemals hätte schaffen können.
Adam stand in dem Ruf, dass er alles daransetzte, um ein Bauwerk termingerecht und unter den veranschlagten Kosten abzuschließen. Bei diesem letzten Job war das möglich geworden durch sein Einspringen als Vorarbeiter, nachdem der Maurermeister von Lasser & Thomas nach einem Schlangenbiss ausgeflogen werden musste. Davor hatte er tatkräftig mit seinen Männern zusammen die Lichtung des Urwaldes innerhalb von nur achtzehn Tagen bewältigt. Diese Einsätze hatte er in seine Arbeitszeitblätter nicht eingetragen.
Wenn er ein kurzärmliges Hemd anhätte, würde Lasser ihn hänseln, dass es eher ganz danach aussähe, als ob er zwei Monate am Strand verbracht hätte, statt zu arbeiten. Nachdem der anfängliche Sonnenbrand gewichen war, hatte seine Haut die ebenmäßige Farbe von dulce de leche, einem brasilianischen Karamellpudding, angenommen.
Er verließ die I-294 bei der Ausfahrt Willow Road und steuerte Northfield West an. Im Gepäck hatte er eine Puppe für Karen und eine Samttasche voller loser Edelsteine, die er in Rio de Janeiro gekauft hatte. Er würde die Steine gerecht aufteilen unter den drei Menschen, die ihm am nächsten standen – seine Sekretärin, seine Haushälterin und seine Tochter Karen. Karen würde nicht allzu beeindruckt sein, aber seine Sekretärin hatte es schon immer zu schätzen gewusst, was er ihr von seinen Jobs mitbrachte. Und seine Haushälterin …?
Ihr gegenüber hatte er ein ausgesprochen schlechtes Gewissen, weil er während der vergangenen fünf Monate seltener zu Besuchen nach Hause zurückgekehrt war, als er versprochen hatte. Und so kaufte er im Blumenladen gleich um die Ecke all die Rosen auf, die da waren. Und er sollte es lieber nicht vergessen, ihr eine großzügige Extrazulage zu zahlen, falls sie sich dazu überreden ließ, auch noch für die Zeit zu bleiben, die er für Las Vegas brauchte.
Ryan hatte recht. Las Vegas war kein Ort für eine Familie. Zumindest nicht der Teil von Vegas, wo seine Arbeitsstätte sein würde.
Er fuhr in die Gasse mit den gepflegten grünen Rasenflächen und den Beeten von bunten Blumen, die die schmalen einstöckigen Häuser umgaben. Er parkte vor dem Haus mit dem braunen Gras und den wenigen welken, von der Sonne arg mitgenommenen Tausendschönchen. Daheim. Er holte vom Fondsitz den Strauß aus mehreren Dutzend Rosen.
Als Affie, die Haushälterin, aus dem Haus herausgestürzt kam, erkannte Adam sie nicht sofort. Blondes, lockiges Haar … War sie beim letzten Mal, wo er sie gesehen hatte, nicht brünett gewesen? Oder war es ihre Vorgängerin gewesen?
Und was sollte der Koffer? Adam stieg aus.
„Hallo, Affie. Danke für all das, was Sie …“, sagte er und hielt ihr die Rosen entgegen.
Sie hatte die Augenbrauen hochgezogen, was Affie recht wütend wirken ließ.
„Ich gehe.“
„Was ist mit Karen?“
Affie warf ihren Koffer in den Kofferraum ihres rostigen Zweisitzers und wies mit dem Daumen aufgebracht in Richtung des Hauses. „Vielleicht lernen Sie es noch, für sie ein Vater zu sein“, sagte sie.
Adam umfasste die Rosen fester in...




