E-Book, Deutsch, 204 Seiten
Liebig Mit falschen Karten
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7460-5754-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Mein wahres Erfinderschicksal
E-Book, Deutsch, 204 Seiten
ISBN: 978-3-7460-5754-5
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann verschlug es den Autor sehr früh in die Welt der bits & bytes. Seinen ersten Computer kaufte er sich in den 90er-Jahren und brachte sich das Programmieren selbst bei. Als er als PC-Trainer tätig war, kam ihm die Idee für einen interaktiven Stadtplan, wie ihn heute jeder auf seinem Smartphone hat und sich auch bei jeder Suchanfrage in Google bemerkbar macht. Nach dem Scheitern des hochgelobten Projekts wanderte er enttäuscht nach Venezuela aus. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt Wien nach 21 Jahren analysierte er die Hintergründe für den Misserfolg, und bei seinen Recherchen entdeckte er schier unglaubliche Stories von glücklicheren Erfindern, die für dieselbe Idee hoch ausgezeichnet und sehr reich wurden ...
Autoren/Hrsg.
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Auch ein österreichischer Medienvertreter besuchte diese Fachmesse und hinterliess uns seinen „Fingerabdruck“ in Form der erwähnten Besucher-Karte. Man verwechselte bei der Messeleitung auf seiner Karte jedoch Austria mit Australia...
Die war damals für die Computerbranche, was die für die Verleger bedeutete: Die weltgrössten Fachmessen dieser Branchen.
präsentierte das erste „Smartphone“ (IBM Simon38) und die Firma 39 ihren ersten portablen GPS-Empfänger.
schliesslich präsentierte erstmals den 40Prozessor...
Als ich nach den stressigen Tagen in wieder in Wien angekommen war, freute ich mich sehr über den von meinem Kooperationspartner vorgelegten „Business-Plan 1994“ enthielt er doch Projekt-Vorgaben, die sehr vielversprechend waren und die Prognosen im seinerzeitigen -Projektplan bestätigen könnten, in der es hiess womit also das bevorstehende Jahr 1994 gemeint war.
Der Projektplan würde aber nicht nur die Amortisation der bitMAP-Investitionen gewährleisten, sondern auch ordentliche Gewinne generieren, denn er sah nicht nur die Erhöhung der bestehenden Bankgarantie auf 2,5 Mio ATS (ca. € 180k) vor, sondern hatte auch ein Projektvolumen von mindestens 5 Millionen Schilling (ca. € 312k) zum Ziel.
Die Zusammenarbeit für 1994 wurde wie folgt definiert:
Als „Risikobesicherung“ wurde folgender Passus verwandt:
Diese „Risikoabsicherung“ fand sich deshalb im Business-Plan, weil ich aus unserer schwachen Kapitalsituation in den Gesprächen mit den -Vertretern keinen Hehl machte und eben auch die Erhöhung der Bankgarantie wünschte, weil meine Hausbank dies so von mir verlangte.
Die Auflistung der von der lancierten Projektgeschäfte war auch sehr vielvesprechend und umfangreich. Da war von einer – mit einer Projektgrösse von 5 Mio. ATS (ca. € 350k) genauso die Rede, wie ein 0,5 Mio ATS (ca. € 35k), sowie das , für welches es laut Projektplan bereits ein „ok“ für die Teststrecke VIE-JFK OS 501 gab.
Im Bankenbereich war die Integration des Stadtplan-Systems in 200 geplant.
Als weitere Referenz wurde auch auf ZDS-Notebooks und GPS in den verwiesen.
Aus Deutschland erhielten wir eine Anfrage – ebenfalls für den Einsatz in Hubschraubern - vom „Becker Flugfunkwerk41“:
Solche Erfolgsmeldungen konnte ich auch gut gebrauchen, weil meine Hausbank auch die -Reaktionen nicht zu bewerten verstand und mir dringend aufgetragen hatte, auf eine Erhöhung der Bankgarantie durch die zu insistieren.
Trotz allem war ich immer noch guter Dinge, denn schliesslich war man beim gerade dabei ein Vertragswerk vorzubereiten, um deren Interesse an der Software mit handfesten Ziffern zu bekräftigen, was mich dann auch in die glückliche Lage versetzt hätte, mich aus dem Würgegriff der Bank zu befreien und mit freiem Kopf die Vermarktung auch in den USA – anvisieren zu können.
Die geplante Zusammenarbeit mit sah vor, dass im Jahr 1994 zwölf CD´s (jeweils 3 CD´s pro Quartal) von uns produziert würden, wobei dies € 35k pro CD an Einnahmen bedeuten würde, also gesamt € 420k bzw. bot man für die Generallizenz selbst weitere € 180k an!
Der EDV-Leiter des bat uns daher, ein Angebot für die Produktion der 1. CD (Strassenkarte Deutschland) zu legen, was wir auch taten und auch der dringenden Bitte desselben Herrns, mit dieser Arbeit unverzüglich zu beginnen, kamen wir nach, da man dieses erste Produkt im März 1994 anlässlich der Computermesse in Deutschland präsentieren wollte. Die bereits bewährte Datenleitung Berlin-Wien, über welche schon die Daten für die -Demo einlangten, „kühlte“ daher nicht aus und wir gönnten uns daher keinerlei Verschnaufpause, da die Perspektive mit dem grossen deutschen Kartenverlag zu kooperieren, greifbar nahe lag...
Als mich drei Wochen nach dem euphorischen Business-Plan der schliesslich der ´sche Finanzchef zu einen Gespräch lud, dachte ich, dass nun die „offizielle Bestätigung“ der Projekt-Vorgaben erfolgen würde, aber dem war nicht so und mir wurde der Gesprächsinhalt kurz darauf auch schriftlich übermittelt, in dem es nämlich hiess:
Wie es zu diesem Meinungsumschwung in knapp drei Wochen kommen konnte, wurde mir nie konkret erklärt und so war ich auch bei meiner Hausbank, die dieses bedeutungsvolle Schreiben zeitgleich erhielt, in wahrer Argumentationsnot.
Der Schock dieses unerwarteten Rückziehers sass tief, wurde aber 24 Stunden später durch ein Fax aus gemildert. Es handelte sich dabei um einen Vertragsentwurf des und es wurden alle bisher besprochenen Einzelheiten für eine zukünftige Zusammenarbeit definiert.
Eine Woche später erhielten wir auf unser Angebot auch den Auftrag zur schon in Arbeit befindlichen ebenfalls per Fax übermittelt und mit diesen Dokumenten ausgestattet, war ich mir sicher, die schlechte Stimmung bei meiner Hausbank ausräumen zu können, denn die mehr als € 500k würden meinen Schuldenstand (auch ohne der erwarteten Förderung) in fette schwarze Zahlen unwandeln.
Den Herren in der Bank waren jedoch diese guten Aussichten nicht genug und man trug mir auf, zusätzlich zu den erwarteten Beträgen von eine Bankgarantie in der Höhe von € 50k zu fordern, da man sonst nicht bereit wäre, dringend benötigte Mittel (hauptsächlich für überfällige Gehälter) zur Verfügung zu stellen, um die bereits in Auftrag gegebene erste CD-Produktion zu finanzieren.
Ausserdem bat man mich um Einholung von Bilanzziffern des 42, was mich besonders befremdete, handelte es sich doch bei diesem Unternehmen um den drittgrössten Medienverlag der Erde, der – weil im Familienbesitz – nicht an der Börse notiert war und daher auch keine Bilanzen veröffentlichte.
Trotzdem tat ich wie mir aufgetragen wurde und erbat in einem Telefonat meinen Ansprechpartner bei um die besagte Bankgarantie in der von der Bank gewünschten Höhe bzw. um die Bilanzziffern. Letzteres führte zur hörbaren Erheiterung. Zum Ersuchen der zusätzlichen Bankgarantie meinte er, dass dies eine „schiefe Optik“ während der laufenden Verhandlungen erzeugen würde, weshalb er mir anstelle einer klassischen Bankgarantie die Überlassung einer sogenannten „Patronatserklärung“ anbot.
Um eine Vorstellung über eine derartige Erklärung zu bekommen, übermittelte er mir kurz darauf ein „Beispiel für eine Konzernbürgschaft“, die von der -Finanzabteilung ausgestellt, folgenden Wortlaut hätte




