Marsh | Süße Küsse am Valentinstag? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0003, 144 Seiten

Reihe: Julia

Marsh Süße Küsse am Valentinstag?


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-0140-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0003, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0140-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Liebesbriefchen? Pralinés? Nichts für Cash und Lucy, die all das für sentimentalen Kitsch halten. Trotzdem geben die überzeugten Singles sich in der Valentinswoche als Liebespaar aus - für eine romantische Spendenaktion! Dadurch erhofft Cash, sein Playboy-Image loszuwerden, und Lucy gelangt an dringend benötigtes Geld für ihre Großmutter. Nur gut, dass das vorgegebene Flirt-Programm ihren Herzen nichts anhaben kann. Doch die beiden haben die Rechnung ohne Amor gemacht, der listig seinen Bogen spannt und - zielt. Wird sein Pfeil sie treffen - vielleicht sogar mitten ins Herz?



USA-Today-Bestsellerautorin Nicola Marsh hat weltweit mehr als sieben Millionen Romane verkauft und diverse Preise wie den Romantic Times Reviewer's Choice Award gewonnen. Für Erwachsene schreibt sie aufregende Liebesromane, für Jugendliche spannende Geistergeschichten. In ihrer Freizeit liebt die frühere Physiotherapeutin gutes Essen, sich um ihre kleinen Helden zu kümmern und es sich mit einem guten Buch gemütlich zu machen.

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1. KAPITEL

„Das ist eine absolute Katastrophe.“ Cashel Burgess warf die Zeitung auf seinen Schreibtisch und ließ den Blick noch einmal über die Schlagzeile gleiten.

Wenn er sie nur lange genug anstarrte, würde das ganze verdammte Dilemma vielleicht einfach verschwinden.

Träum weiter.

„Das wird dir hoffentlich eine Lehre sein, nicht immer nur mit den falschen Frauen anzubändeln.“ Barton Clegg, ein alter Freund vom College, der als Einziger die Macht hatte, ihm aus diesem Schlamassel herauszuhelfen, tippte auf das abgedruckte Foto. „Sie sieht umwerfend aus, das muss man dir lassen, aber weißt du was, Cash?“ Barton machte eine halsabschneiderische Geste. „Sie hat dich komplett in der Hand, Kumpel.“

„Erzähl mir etwas, das ich noch nicht weiß.“ Cash stieß sich von seinem Schreibtisch ab und begann, unruhig auf und ab zu laufen – etwas, das er viel zu oft tat, seitdem er erfahren hatte, dass das Starlet, dem er bei einem ausgiebigen Mittagessen finanziellen Rat gegeben hatte, eine sehr verdrehte Version dessen erzählte, was zwischen Kalbsschnitzel und Tiramisu geschehen war.

„Also, was kann ich für dich tun?“

„Schadensregulierung!“ Cash blieb stehen und deutete auf die Zeitung. „Wenn ich wegen einer völlig an den Haaren herbeigezogenen Geschichte von dieser Frau Klienten verliere …“ Er schüttelte noch immer ungläubig den Kopf. „Die PR-Agentur, für die du arbeitest, ist eine der besten. Du musst mein Image wieder aufpolieren, ehe es durch diesen Mist hier ernsthaften Schaden nimmt.“

Bart sah seinen Freund entschuldigend an. „Wir nehmen im Moment keine neuen Klienten an, das weißt du.“ Bart drehte sich auf dem ergonomischen Stuhl einmal um die eigene Achse. „Ich kann ein gutes Wort für dich einlegen, aber das wird nicht helfen …“

Plötzlich kniff Bart die Augen zusammen, dann schnippte er mit den Fingern und sprang auf. „Es gibt einen Weg, wie die Agentur dich garantiert als Kunden annehmen wird.“

Cash nickte erleichtert. „Was immer es auch ist, ich tu’s.“

Ein wissendes Grinsen breitete sich auf dem Gesicht seines Freundes aus. „Bist du dir da ganz sicher?“

Cash lehnte sich gegen die Schreibtischkante und massierte sich den Nasenrücken. „Wie du vorhin so dezent angemerkt hast, hat diese Frau mich komplett in der Hand. Also werde ich alles tun.“

„Fein. Dann musst du dir nur für eine Woche eine Freundin zulegen.“

„Was zum …“

„Die Firma veranstaltet vor dem Valentinstag eine große Spendenaktion. Ein einwöchiges Love-in, in dem Pärchen ganz viel schnulziges Zeug zusammen machen und dabei gefilmt werden. Diese Filmchen werden auf die Website der Agentur gestellt, und die Leute können das romantischste Pärchen wählen.“ Barts selbstgefälliges Grinsen wurde breiter. „Du wolltest positive PR. Was wäre da besser, als Unmengen an Geld für einen guten Zweck zu sammeln und dabei von Millionen gesehen zu werden? Oh, und sorg dafür, dass deine Freundin sauber und gesund ist – also das Gegenteil von deinem sonstigen Geschmack.“

Cash starrte seinen Freund entgeistert an. „Bist du total verrückt geworden? Wo zum Teufel soll ich für eine Woche so eine Freundin herbekommen?“

Bart winkte ab. „Das ist doch eine Kleinigkeit.“ Er schlenderte zu der breiten Glastür, die auf den parkähnlichen Garten von Cashs Villa in Williamstown hinausging. „Ich bin mir sicher, du findest eine Lösung.“

Cash ballte seine Hände zu Fäusten. Das hier durfte einfach nicht wahr sein. Ein wild gewordenes Starlet, das Gerüchte und Anspielungen über ihn verbreitete, nur weil er es zurückgewiesen hatte. Die Frau beschädigte seinen Ruf in einer Branche, in der ein guter Ruf alles war.

Er beriet die Stars in finanziellen Fragen. Die Elite von Australiens Schauspielern und Musikern kam zu ihm, wenn sie ihr Geld investieren wollte. Damit hatte er sich ein beträchtliches Vermögen aufgebaut.

Das nun in Gefahr zu sehen, hatte ihn dazu getrieben, sich an Bart zu wenden. Die Lösung seines Kumpels klang eigentlich ganz einfach, doch er konnte schlecht eine Freundin aus dem Ärmel schütteln.

Bart stieß einen leisen Pfiff aus. „Hey, was ist mir ihr?“

„Mit wem?“

„Mit der Süßen in den obszön engen Shorts.“

Cash ging zum Fenster, wo Bart seine Nase gegen die Scheibe drückte wie ein hormongesteuerter Teenager.

„Lucy? Du machst Witze, oder?“

Lucy Grant, seine Gärtnerin, wäre die letzte Frau, die er bitten würde, für eine Woche seine Freundin zu spielen.

Ihre coole Aura faszinierte ihn, aber weiter hatte er sich bislang über sie keine Gedanken gemacht. Abgesehen von den Malen, bei denen er einen geschäftlichen Anruf entgegengenommen und sich mit dem Hörer in der Hand an genau diesem Fenster wiedergefunden hatte, wo er den Ausblick auf ihren sexy Po, die langen Beine und pralle, nicht zu große Brüste in einem engen Tanktop genoss.

Zuzusehen, wie Lucy den Rasen mähte oder sich vornüberbeugte, wenn sie die Hecken schnitt, machte das Arbeiten von zu Hause aus so viel angenehmer.

Ehrlich gesagt achtete er darauf, seine Tage im Büro hier zu Hause so zu legen, dass sie mit ihren vierzehntägigen Arbeitseinsätzen zusammenfielen. Vielleicht würde sie in naher Zukunft weich werden und ihm ein Lächeln schenken? Angesichts des tödlichen Blickes, den sie ihm heute Morgen zugeworfen hatte, als ihre Wege sich auf der Veranda kreuzten, war das eher unwahrscheinlich.

„Warum nicht?“ Bart löste sich nur widerstrebend vom Fenster. „Die Agentur hat noch Platz für ein weiteres Pärchen, und heute ist Bewerbungsschluss.“ Er tippte sich gegen die Nase. „Wenn ich ein gutes Wort für dich einlege, bist du dabei. Garantiert.“

„Du bist verrückt.“ Cashs Blick glitt unbewusst zu Lucy, die in der Nähe des Tors stand und sorgfältig die Hecken stutzte. Er schüttelte den Kopf. „Ich kenne die Frau doch gar nicht.“

„Es gibt keinen besseren Moment als jetzt, um das zu ändern.“ Bart schaute auf seine Uhr. „Ich muss zurück ins Büro und brauche deine Antwort. Bist du dabei?“

Cash spürte, wie sich sein Nacken verspannte. Das Letzte, wonach ihm der Sinn stand, war sieben Tage lang wie ein verliebter Idiot durch die Gegend zu stolzieren.

Aber seine Firma war sein Ein und Alles. Er hatte zu lange und zu hart dafür gearbeitet, um es jetzt wegen Umständen leiden zu lassen, die er nicht beeinflussen konnte.

Er hatte sich an Bart gewandt, weil er positive PR brauchte. Aber der Valentinstag? Wirklich?

„Drei … zwei … eins …“ Bart gab ein summendes Geräusch von sich und Cash nickte.

„Okay. Ich mach’s.“

Mit einem selbstzufriedenen Grinsen zog Bart sein Jackett über. „Also, wer wird die Glückliche sein?“

„Überlass das nur mir.“ Im Geist ging Cash bereits die Liste seiner weiblichen Bekannten durch. Vergeblich.

Mit der Hälfte von ihnen war er schon ausgegangen und hatte nicht vor, das noch einmal zu tun. Die andere Hälfte wollte mehr und würde diese Woche voller Liebesgesäusel als ernsthafte Erklärung seiner Gefühle ansehen.

Oh, oh. Er brauchte jemanden, der sich keine romantischen Illusionen machte.

Jemanden, der keine gemeinsame Zukunft mit ihm plante.

Jemanden ohne Hintergedanken oder den Wunsch, ihn in Ketten zu legen.

Als er Bart zur Tür begleitete und Lucy ihn mit einem kurzen Nicken begrüßte, wusste er es. Er brauchte jemanden wie sie.

„Verdammt.“ In dem Moment, als Cash an der Haustür erschien, rutschte Lucy die Heckenschere aus, und sie schnitt aus Versehen ein großes Loch in das Australische Veilchen.

Diese Wirkung hatte der Mann immer auf sie. Sobald sie ihn sah, sträubten sich ihre Nackenhaare und sie verspürte den Wunsch, irgendetwas abzuschneiden – und zwar nichts, was im Garten grünte und blühte.

Was nicht allein seine Schuld war – sie hegte einfach eine gesunde Missbilligung gegen Millionäre in maßgeschneiderten Anzügen. Das war eine persönliche Abneigung, die sie in den letzten neun Jahren zur Kunst erhoben hatte.

Cash wirkte noch charmanter als die meisten. Das lag an seinem freundlichen Lächeln und seiner geistreichen Art. Was genau die Eigenschaften waren, die sie wachsam werden ließen. Genau wie seine Fähigkeit, mit ihr zu flirten, ohne sich allzu sehr darum bemühen zu müssen. Und die Lockerheit, mit der er sich ihr näherte und von der sie wusste, dass sie nur eine wohl einstudierte Fassade war, die er der Welt präsentierte.

Erfolgreiche Menschen wie er würden nichts im Leben erreichen, wenn sie immer so entspannt wären. Dank Google wusste sie genug über ihren Hauptkunden Cashel Burgess, um sicher zu sein, dass er in der Vorstandsetage ein wahrer Tiger war.

Mit gerade mal achtundzwanzig Jahren schon Selfmade-Millionär gewesen. Hoher IQ. Hatte an der Highschool ein Jahr übersprungen. Abschluss in Betriebswirtschaftslehre. MBA. Beeindruckende Jobs bei den führenden Versicherungsunternehmen, bevor er seine eigene Beratungsfirma eröffnet hatte.

Er bewegte sich selbstverständlich zwischen den A-Promis, war oft auf den Gesellschaftsseiten und in den Klatschspalten der Melbourner Zeitungen zu finden. Wie nicht anders zu erwarten hatte er dabei immer eine vollbusige blonde Schauspielerin am Arm.

Nein, sie hatte keinerlei Vertrauen in Männer, die sich in der Öffentlichkeit ganz anders verhielten als privat. Deshalb zog...



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