Mason | In den Fängen des Wikingers | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 313 Seiten

Mason In den Fängen des Wikingers

Roman
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-96148-060-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman

E-Book, Deutsch, 313 Seiten

ISBN: 978-3-96148-060-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Seine Leidenschaft wird ihm zum Verhängnis: Das Romance-Highlight 'In den Fängen des Wikingers' von Connie Mason jetzt als eBook bei dotbooks. Als er sie das erste Mal sah, war sie nur in Mondlicht gehüllt und in ihr langes, glänzendes Haar ... Der Wikinger Thorne ist wie verzaubert von der Schönheit der jungen Gälin Fiona. Doch sein ungestümer Drang, sie zu besitzen, wird für ihn zum Fluch: Ein Blick in ihre funkelnden Augen - und von nun an kann keine andere Frau mehr sein Begehren wecken. In unbändiger Wut nimmt er Fiona gefangen und macht sie zur Sklavin auf seinem Drachenboot. Doch je mehr sie sich ihm widersetzt, desto stärker wird seine Leidenschaft. Als Fiona sich ihm hingibt, glaubt er, den Bann gebrochen zu haben - doch er spürt, dass sie ein dunkles Geheimnis umweht ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Liebesroman 'In den Fängen des Wikingers' von Romantik-Queen Connie Mason . Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Connie Mason hat früh ihre Leidenschaft für das Lesen und Schreiben entdeckt. 1984 veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Im Jahr 1990 wurde die Amerikanerin vom »Romantic Times Magazine« zur »Erzählerin des Jahres« gekürt. Die Bestsellerautorin hat bereits mehr als 50 historische Liebesromane erfolgreich veröffentlicht. Heute lebt Connie Mason mit ihrem Mann in Florida. Sie hat drei Kinder und neun Enkel. Bei dotbooks veröffentlicht Connie Mason ihre Regency-Romane »In den Armen des Lords« und »In den Armen des Marquis«; beide auch im Sammelband »Regency Kiss - Die Ballsaison ist eröffnet« erhältlich. Auch bei dotbooks veröffentlichte sie: »Die Liebe des Outlaws« »Die Leidenschaft des Outlaws« »Das Verlangen des Outlaws« »In den Fängen des Wikingers« »Die Gefangene des Ritters« »Das Herz des Schwarzen Ritters« »In den Armen des Ritters« »Die Gefangene des Lairds«
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2. KAPITEL


Grau schlugen die Wellen an den westlichen Strand. Das Land lag still und verlassen da. Keine Menschen standen am Ufer, und kein Rauch stieg von den Hütten jenseits der bewaldeten niedrigen Hügel auf.

Die Einwohner waren klug genug, ihre Behausungen nicht am Strand zu bauen, um nicht im Schlaf von einer Horde Wikinger überrascht zu werden, sondern im Binnenland, wo sie rechtzeitig die Palisaden schließen und die Bögen spannen konnten.

Kein Geräusch störte die Stille, außer dem Plätschern der Wellen und den Schreien der Möwen, als die Sonne hinter den Nebelschwaden aufging.

An seinem Posten auf einer Anhöhe, von der aus er das Meer überblicken konnte, streckte sich gähnend ein Junge in einem schweren Wollumhang und richtete sich mühsam auf. Es war seine Aufgabe, nach fremden Schiffen Ausschau zu halten, die sich dem Strand näherten, und die Dorfbewohner rechtzeitig zu warnen, so dass sie sich noch bewaffnen konnten. Er hatte nichts gesehen, seit er die Wache von einem anderen Jungen übernommen hatte, und war gelangweilt vom Anblick des leeren Ozeans. Er griff in seinen Lederbeutel, um Brot und Käse zu frühstücken, aber ehe er ein Stück abbeißen konnte, erregte etwas weit draußen im Nebel seine Aufmerksamkeit. Er blinzelte, dann starrte er den dunklen Umriss an. Dann entdeckte er noch einen und noch einen. Insgesamt waren es fünf. Plötzlich erhellte die Sonne die Segel und ließ Metall aufleuchten.

Jetzt erkannte er die Drachenköpfe über den Wellen. Das Licht spiegelte sich in glänzenden Helmen, Speeren und Schwertklingen. Jedes Drachenschiff wurde von sechzehn Ruderern vorangetrieben. Am Mast hing ein einziges rot-weiß gestreiftes Segel.

Der Junge stand reglos vor Angst da, als die fünf schmalen Schiffe sich dem Strand näherten. Bald darauf sprangen dreißig hochgewachsene, bärtige und blonde Räuber aus jedem der Schiffe. Insgesamt einhundertundfünfzig. Sie trugen Kettenhemden, die bis zu den Knien reichten, darüber pelzgefütterte Umhänge, die am Hals mit Gold- oder Silberfibeln geschlossen wurden. Ihre Beine steckten in geschnürten Lederstiefeln, und konische Helme schützten ihre Köpfe.

Jeder der Männer führte mehrere Waffen mit sich: Schwerter, Kampfäxte, Speere, kurze Messer. Runde Holzschilde mit einer Metallplatte in der Mitte dienten zu ihrem Schutz. Während die Wikinger die Drachenschiffe verließen, fand der Junge endlich den Mut, sich zu bewegen. Aber inzwischen war es zu spät. Man hatte ihn von unten bereits gesehen. Zwei Wikinger stiegen die Anhöhe hinauf und packten ihn, ehe er einen Warnschrei ausstoßen konnte.

»Wir haben den Jungen, Thorne«, sagte Ulm, während er den zappelnden Knaben zu den Schiffen brachte, wo Thorne den Männern Befehle erteilte. »Was sollen wir mit ihm machen?«

Thorne warf dem Jungen einen prüfenden Blick zu und stellte fest, dass er noch fast ein Kind war und daher keine Gefahr von ihm drohte. »Ich werde mit ihm sprechen.«

Ulm hielt den Jungen an den Schultern fest, während Thorne Fragen stellte. »Wie weit ist es bis zum Dorf, Junge?«

Der Knabe sah Thorne an, überrascht, dass der Wilde Gälisch mit ihm sprach. Als er schwieg, stieß Ulm ihn an. »Beantworte die Frage, Bursche.«

Der Junge schluckte und versuchte, etwas zu sagen, aber die Angst schnürte ihm die Kehle zu.

»Ich werde dir nichts tun, antworte nur ehrlich«, sagte Thorne. »Wie weit ist es bis zum Dorf?«

»Nicht weit.«

»Hat das Dorf Palisaden?«

»Ja, aber das Tor ist offen.«

»Ich suche eine Frau. Sie hat langes, welliges Haar und veilchenfarbene Augen. Sie ist eine Hexe. Kennst du sie?«

Der Junge machte große Augen. »Eine Hexe? Nein, in unserem Dorf gibt es keine Hexe. Nur auf eine Frau passt deine Beschreibung. Fiona die Gelehrte. Aber sie ist keine Hexe.«

Thorne kniff die Augen zusammen. »Denk nach, Junge. Die Frau, die ich suche, ist von großer Schönheit, keine Bäuerin.«

Der Junge leckte sich die Lippen. »Ich – nein. Ich weiß nicht, von wem du sprichst.«

Thorne glaubte ihm nicht. Er würde die Hexe finden, und dann würde er sie zwingen, den Zauber zu brechen. »Führ den Jungen fort. Sag den Männern, die hier bleiben, um die Schiffe zu bewachen, sie sollen auf ihn aufpassen. Wir werden von ihm nichts mehr erfahren.«

Der Morgen war hell und klar, als Thorne seine wilde Horde zum Dorf führte. Als Ulm das kleine Kloster erblickte, verließ er mit der Hälfte der Männer den Pfad. Gewöhnlich verfügten Klöster über großen Reichtum, weit mehr als die Bauern. Ulms Männer zogen die mächtigen Schwerter und näherten sich den ahnungslosen Mönchen. Thorne hingegen interessierte die Aussicht auf Reichtümer und Sklaven nicht. Er war nur aus einem einzigen Grund hier.

Die Hexe.

Fiona die Gelehrte bahnte sich den Weg durch den Wald zu der Anhöhe, wo Brann, der Zauberer, seine Hütte errichtet hatte. Es war ihre Gewohnheit, den alten Mann täglich zu besuchen, im Allgemeinen morgens, ehe ihr Vater aufstand und die Dorfbewohner den Tag mit der Morgenmesse begannen. An diesem Tag hatte sie einen Korb bei sich, gefüllt mit Heilkräutern wie Lorbeer, Fenchel, Eisenkraut und Salbei. Brann war nicht nur ein Zauberer, sondern auch ein Heiler. Er mischte Tränke und Heilmittel, die geheimnisvolle Kräfte besaßen. Die Dorfbewohner suchten seine Hilfe in allen Fällen, von Liebeskummer über Versagen der Manneskraft bis zur Abwehr von Gefahren.

Fiona schlenderte den schmalen Pfad zu der kleinen Hütte entlang. Sie klopfte einmal, dann öffnete sie die Tür, ohne auf die Aufforderung zum Eintreten zu warten. Die Hütte war dunkel und voller Rauch. Es roch nach Kräutern und Gebräuen, die nur sie und Brann kannten. Fionas verstorbene Mutter war ebenfalls eine Heilerin gewesen, und sie hatte ihre Fähigkeiten an die Tochter weitergegeben.

Obwohl Mairie die Heilerin zum Christentum übergetreten war, reichten ihre keltischen Wurzeln tief. Man sagte ihr nach, mystische Fähigkeiten von ihren Vorfahren geerbt zu haben. Fionas Kräfte waren nicht so stark wie die ihrer Mutter, aber Brann hatte ihr gezeigt, wie sie ihre Fähigkeiten nutzen konnte, sowie Hellsichtigkeit und die Heilkraft, zum Nutzen anderer.

Fiona spähte durch den Rauch und sah Brann an der einzigen Fensteröffnung stehen. Er starrte aufs Meer hinaus. Er regte sich nicht, als sie sich ihm näherte. Nachdem sie den Korb auf den Tisch gestellt hatte, berührte sie sanft seine Schulter.

»Brann? Was ist? Ist dir nicht gut?«

Es vergingen einige Momente, ehe der alte Mann sich umdrehte und Fiona erkannte. Zwar waren seine Augen klar, doch etwas loderte darin, das Fiona erschauern ließ. Er schien durch sie hindurchzusehen. Nie hatte sie Brann so abwesend erlebt, und das beunruhigte sie.

»Brann? Was ist los?«

»Ach, Fiona«, sagte er, plötzlich wieder erwachend. »Es fängt an.«

»Was fängt an?«

Brann sah an ihr vorbei, mit starrem Blick und sagte in merkwürdigem Singsang: »Sie werden unsere Küste mit ihren Drachenschiffen erreichen und plündern und rauben. Du wirst ihn an seinem Namen erkennen, man nennt ihn den ›Gnadenlosen‹. Sein Schwert heißt Bluttrinker, und sein Schiff Odins Raven. Er hält dein Schicksal in seinen starken Händen. Er kommt, um dir das Leben zu nehmen. Stattdessen wird er dir das Herz rauben.«

Er verstummte, und sein Blick wurde klar. Aber seine Miene blieb ernst.

»Ich habe diese Prophezeiung schon früher gehört, Brann. Warum quälst du mich jetzt damit? Ich glaube nicht länger daran. Vor einem Jahr schon kamen Wikinger an unseren Strand, aber nichts geschah, dem Herrn sei Dank, und sie kehrten nicht zurück. Es ist Unsinn zu glauben, dass ein Wikinger mir das Herz rauben würde. Und außerdem, warum sollte jemand hierher kommen, um ausgerechnet mich zu töten?«

»Die Antwort weiß ich nicht, indes wirst du es bald wissen.

Wenn du diesen Tag überlebst, wirst du in ein fernes Land reisen und dich großen Gefahren ausgesetzt sehen.«

Fiona war zu klug, um Branns Prophezeiung von der Hand zu weisen. Sie vertraute ihm vorbehaltlos, aber diese Voraussage konnte unmöglich stimmen. Sie dachte an ihre Begegnung mit dem Wikinger zurück, vor einem Jahr im Schein des Mondes, und sie erinnerte sich an seine Hände auf ihrer nackten Haut. Sein Körper hatte ebenso wenig wie sein Herz eine weiche, zärtliche Stelle. Er hatte ihr Gewalt antun wollen, und vermutlich hätte er sie danach getötet, hätte sie nicht die Geistesgegenwart besessen zu fliehen.

Obwohl sie es niemals zugegeben hätte, nicht einmal sich selbst gegenüber, dachte sie viel zu oft an den Wikinger. Manchmal erschien er sogar in ihren Träumen, aber in den Träumen tat er Dinge mit ihr, die nichts mit Tod zu tun hatten.

»Was denkst du?« fragte Brann.

Fiona errötete. Konnte der Zauberer in ihren Kopf sehen? »Wie viel Zeit bleibt mir, ehe deine Prophezeiung sich erfüllt?« Brann lächelte traurig. »Der Tag steht bevor.«

Fiona erschrak. »Wikinger sind hier? An unserer Küste? Jetzt?« Warum hatte sie das nicht gespürt?

»Sie stehen vor den Toren des Dorfes.«

»Gott schütze uns! Was soll ich tun? Ich muss sofort zurück.« Brann nickte. »Ja. Wir müssen schnell zurück. Es könnte schon zu spät sein.«

Fiona hielt sich nicht damit auf zu fragen, was Brann meinte, während sie eilig hinauslief und den Pfad zum Dorf entlanghastete. Brann folgte ihr mit einer für einen so alten Mann erstaunlichen Schnelligkeit.

»Beeil dich«, rief sie ihm über die Schulter zu. »Ich fühle sie jetzt und fühle ihren Zorn. Du hast Recht. Sie wollen mich töten.«

Thorne hatte die Dorfbewohner bei ihren Morgenarbeiten überrascht. Ein...



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