Buch, Deutsch, 128 Seiten, PB, Format (B × H): 133 mm x 207 mm, Gewicht: 176 g
Revision eines Fehlurteils
Buch, Deutsch, 128 Seiten, PB, Format (B × H): 133 mm x 207 mm, Gewicht: 176 g
ISBN: 978-3-89528-693-3
Verlag: Aisthesis Verlag
Annette von Droste-Hülshoffs Judenbuche, ein Meisterwerk deutscher Erzählkunst, ist fester Bestandteil des schulischen Literaturkanons. Die bisherige Rezeption der Erzählung jedoch bietet den merkwürdigen Fall eines kollektiven Fehlurteils. Norbert Mecklenburg plädiert für dessen Revision, um dem Werk eine ganz neue Chance zu eröffnen. Seine Alternativlektüre beruht auf genauer Analyse, die bisher Unbeachtetes am Text aufdeckt. Er zeigt in scharfsinniger Argumentation, wie die herkömmlichen Lektüren alle in die gleiche, im Text selbst versteckte Falle tappen. Im Gegenzug zu metaphysisch-phantastischen Deutungskonstrukten arbeitet er eine psychologisch-sozial-ethische Sinnebene heraus: Sie ist es, die Drostes Erzählung aus alter Zeit gegenwärtig hält. Abschließend macht Mecklenburg Literaturlehrern Mut zu testen, ob nicht manche Schüler bessere Leser der Judenbuche sein könnten als die wissenschaftlichen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Vorwort
Einleitung
Textanalytisches
Die Rezeptionslage
Argumente gegen die Mörder-These
Johannes Niemand und das Inkognito Friedrichs
Das dreifache Selbstmordmotiv
Der Schluss als Falle
Die ethische Dimension der Erzählung
Gewissen, Angst und Ehre
Juden in der Judenbuche
Didaktische Überlegungen




