Meroff | Echt Mutig | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 214 Seiten

Meroff Echt Mutig

Frauen setzen sich aktiv für Gottes Sache ein
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7309-4758-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Frauen setzen sich aktiv für Gottes Sache ein

E-Book, Deutsch, 214 Seiten

ISBN: 978-3-7309-4758-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Dieses Buch soll Dich aus der Ruhe bringen. Denn es stellt Lebensgeschichten und Fakten aus dem Leben von Frauen zusammen, die Dich nicht unberührt lassen können. Sie wollen Dich schockieren, betrüben und erzürnen, wie sie die Autorin bei ihrer Recherche geschockt, betrübt und erzürnt haben. Doch dieses Buch soll Dich auch ermutigen. Du liest von Frauen aus 'Gottes Such- und Rettungsteam', die keine Superstars sind. Sie wurden von der Autorin ausgewählt, weil sie die gleichen gewöhnlichen Ängste und Schwächen haben, die wir alle kennen. Und während sich keine dieser Frauen in der Lage fühlte, die Welt zu verändern, war jede einzelne bereit, durch Gottes Gnade ein kleines Gebiet dieser Welt in Angriff zu nehmen. Du liest was geschehen kann, wenn einzelne Frauen es zulassen, wie Mutter Teresa es ausdrückte, 'ein Bleistift in der Hand eines schreibenden Gottes zu sein, der Liebesbriefe an die Welt sendet'. 'Das Buch ist ein Weckruf, den erschütternden Nöten von Frauen in unserer heutigen Welt als Christen zu begegnen! Es ist ein eindringlicher Aufruf zum Gebet und zur Aktion!' Frank Hinkelmann Deborah Meroff arbeitet als Journalistin für OM International. Im Rahmen ihrer Arbeit bereiste sie über 80 Länder. Meroff ist Autorin zahlreicher Bücher und schreibt für mehrere Zeitschriften. Sie lebt in London, Großbritannien.

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Kapitel 2 Hinter dem Regenbogen
»Lebe um zu lieben. Liebe um zu leben.«
Amy Carmichael Tammy Koh war eine Geschäftsfrau. Sie hatte hart gearbeitet, um so weit zu kommen und hatte mit einem Magengeschwür dafür be­zahlt. Woher kam also diese Gewissheit, dass Gott von ihr wollte, Singapur zu verlassen, um in das weit entfernte Königreich Nepal zu gehen? Tammys Leben hatte keinen viel versprechenden Start gehabt. Ihre ersten Jahre waren von der zwanghaften Verhaltensstörung ihrer Mutter überschattet gewesen, einem Verhalten, das ihren Va­ter gewalttätig werden ließ. Ein normales Familienleben war fast unmöglich. Frau Koh übte manipulierende Rituale aus, denen alle folgen mussten, wie zum Beispiel, nur auf einer Seite des Raumes zu gehen oder den Wasserhahn auf eine ganz bestimmte Weise aufzudrehen. Tammy und ihre jüngere Schwester erlebten oft die Zornausbrüche ihrer Eltern. Die Situation verschlimmerte sich, bis Tammy neun Jahre alt war. Ihre Mutter kam zu ihr in die Schule, um ihr mitzuteilen, dass sie ihren Vater verlässt. Das kleine Mädchen schaute ihr schockiert und mit gebrochenem Herzen hinterher, während Tränen über ihre Wangen rollten. Würde sie ihre Mutter je wieder sehen? Was sollte aus ihr und ihrer Schwester werden? Herr Koh brachte seine zwei Mädchen zu seinen Schwestern und seiner Mutter. Tammy lehnte sich immer dagegen auf, wenn diese abwertende Bemerkungen über ihre Mutter machten, und sie versuchte ihr Bestes, um sie zu verteidigen. Die ungewöhnlich zu­sammengestellte Familie zog mehrere Male um, was das Gefühl der Schwestern entwurzelt zu sein verstärkte. Eine ihrer Tanten führte ein Bordell. Tammy war erschüttert als der Tag kam, an dem ihre Cousinen in den Betrieb geschickt wurden, um dort zu arbei­ten. Wartete das gleiche Schicksal auf sie und ihre Schwester? Schließlich nahm Frau Koh Kontakt zu ihren Töchtern auf, und sie konnten sich gelegentlich heimlich treffen. Die Mutter ver­traute ihnen an, dass sie in einem kleinen Zimmer wohnte und Geld sparte, damit sie eines Tages wieder beisammen wohnen können. Doch ihr Vater erfuhr von diesen Treffen. Betrunken und voller Zorn fiel er über die Mädchen her und schlug sie brutal zu­sammen. Tammy wurde in die Höhe gehoben und auf den Boden geworfen. »Bei wem wollt ihr wohnen?«, schrie er, »bei mir oder eurer Mutter? Entscheidet euch!« Tammys verschreckte Schwester stotterte, sie wolle bei ihm bleiben. Aber Tammy schüttelte den Kopf. Sie wollte weggehen und bei ihrer Mutter wohnen. Mit einem zornerfüllten Brüllen zerrte ihr Vater seine verletzte und blutende Tochter unvermittelt aus dem Haus hinaus. Als die beiden zu einem Friedhof kamen, griff er in seine Tasche und warf einige Dollar auf Tammy. »Wenn du deine Mutter willst«, sagte er zu ihr, »solltest du ein­fach abhauen und sie finden. Ich möchte nichts mehr mit dir zu tun haben. Es ist zu Ende!« Tammy schluchzte, als er nochmals fluchte und davon stapfte. Zum zweiten Mal war sie von einem Elternteil verstoßen wor­den. Nach einer vermeintlichen Ewigkeit erbarmte sich ein vorbei­kommender Fremder des armen Kindes und half ihr, die Adresse ihrer Mutter zu finden. Für die nächsten Jahre lebte Tammy bei ihrer Mutter und Groß­mutter in einem beengten Appartement. Schließlich stieß auch ihre Schwester zu ihnen. Aber Tammys Hass gegen ihren Vater lo­derte in ihr und entlud sich in Rebellion. Als Teenager verschaffte sie sich den Ruf, dass sie sowohl mit Freunden als auch Verwand­ten auf Kriegsfuß stand. Die Beziehung zu ihrer alten Großmutter war besonders von Feindseligkeit geprägt. Als sie vierzehn war, hatten sie eines Tages einen besonders erbitterten Streit. Tammy bekannte einem Freund, dass ihr Temperament ihr zu schaffen machte. Er vertraute ihr an, wie sich sein eigenes Leben verändert hatte, nachdem er sich Jesus ausgeliefert hatte. Die Familie Koh waren strenge Buddhisten oder Taoisten[1], und Tammy wollte den alten Traditionen gegenüber nicht untreu sein. Aber sie war ver­zweifelt. Sie betete, bekannte ihre Sünden und bat Christus, die Kontrolle über ihre verwirrten Emotionen zu übernehmen. Oberflächlich betrachtet veränderte sich nichts Wesentliches. Aber der Hass, der Tammy innerlich so lange aufgefressen hatte, verschwand auf unerklärliche Weise. Sie war erstaunt, dass sie so­gar Mitleid für ihren Vater entdecken konnte. Als er sie ungefähr ein Jahr später das nächste Mal besuchte, traten Tränen in Tammys Augen. Sie erkannte, dass es keine logische Erklärung für ihr ver­ändertes Herz gab, aber sie sah es als Beweis der heilenden Begeg­nung mit Gott an. Die Familie versuchte sogar wieder für eine Zeit zusammen zu leben, was aber nicht klappte. Frau Koh freute sich, die Veränderung an ihrer rebellischen Tochter zu beobachten. Ihre Zustimmung schlug jedoch in Zorn um, als ihr Tammy erklärte, dass sie Christin geworden war. In den Augen der älteren Frau war dies ein Verrat an allem, was als Chine­sisch galt. Tammy wusste, dass von ihr als dem ältesten Kind erwartet wurde, alle religiösen Pflichten, wie zum Beispiel die Ah­nenverehrung, zu erfüllen. Frau Koh verbot ihr die Kirchenbesu­che und versuchte, sie von christlichen Freunden fern zu halten. Tammy war gezwungen, die Bibel heimlich zu lesen und auf jegli­che Gemeinschaft zu verzichten. Doch als auch ihre Schwester ein Jahr später Jesus in ihr Leben aufnahm, verlor ihre Mutter die Kontrolle. Sie schnappte ein Messer und hielt es drohend an Tam­mys Kehle. Die Mädchen mussten entscheiden, was ihnen wichti­ger war: Jesus Christus oder ihr Leben. Mutig erklärten beide Schwestern, dass sie Jesus treu sein wür­den, ganz egal welche Konsequenzen das hätte. Frau Koh setzte ihre Drohung nicht in die Tat um, aber die Spannungen zu Hause wurden immer unerträglicher. Als Tammy siebzehn war, forderte Frau Koh schließlich beide Mädchen auf, auszuziehen. Tammy war bereits daran gewöhnt, hart zu arbeiten. Sie hatte mitgeholfen, ihren Unterhalt zu verdienen, seit sie vierzehn war, indem sie während der Schulferien und an Wochenenden in einer Papierfabrik arbeitete. Ihr schnelles logisches Denken half ihr je­doch in der Schule, gute Noten zu bekommen, und sie war fest entschlossen, den High School Abschluss zu machen. Sie träumte davon, an der Hochschule Mathematik zu studieren. Aber zwei Jahre lang blieb ihr kaum Zeit etwas anderes zu tun, als sich selbst und ihre Schwester über Wasser zu halten. Die Mädchen hatten den Riss in ihrer Beziehung zur Mutter nie gewollt. »Wenn Mutter uns je bittet zurückzukommen, werden wir dies um Jesu Willen tun«, darin waren sich beide einig. Das war keine Entscheidung, die sie leichtfertig trafen. Das neurotische Verhalten der Frau war noch immer eine Quelle des Kummers für alle in ihrem Umfeld. Aber Frau Koh gab schlus­sendlich nach. Ihre Töchter zogen wieder bei ihr ein, bestanden aber darauf, den Gottesdienst besuchen zu dürfen. Tammy machte schließlich ihren Hochschulabschluss. Mit ihrer Schwester eröffnete sie eine kleine Geschenkboutique und später, nachdem sie einen Buchhaltungskurs absolviert hatte, gründete sie eine eigene Firma, die Einzelpersonen finanzielle Dienstleistungen anbot. Ihr Glaube blieb für sie wichtig. Doch eines Tages bei einer Missionskonferenz, auf der sie von Missionaren hörte, die für das Evangelium als Märtyrer starben, hinterfragte sie das Ausmaß ihrer persönlichen Hingabe. Am Ende dieser Konferenz traf sie die stille Entscheidung, Gott in die Mission zu folgen, falls er sie rufen würde. Daraufhin sprach Gottes Stimme zu ihrem Herzen: »Wenn du die Entscheidung getroffen hast zu antworten, warum stehst du dann nicht für mich auf?« Tammy begann zu zittern. Was wäre, wenn sie sich diese Stimme nur einbildete? Mit großem Mut stand sie auf, um ihre Entscheidung öffentlich zu machen. Das Zittern wurde von Ge­wissheit abgelöst. Mehrere Jahre vergingen. Tammy war siebenundzwanzig und führte zwei florierende Unternehmen, als sie sich einige Zeit frei nahm, um an einer Mini-Weltmissions-Ausstellung in Malaysia teilzunehmen — einem von OM organisierten »Führungscamp«. Das Camp stellte sie vor eine unerwartete Herausforderung. Nie zuvor war ihr bewusst geworden, dass Buchhalter und Ge­schäftsleute gebraucht werden könnten, um das Reich Gottes vor­anzutreiben. Aber jetzt hörte sie von vielen Bereichen, in denen dringend diese Fertigkeiten benötigt wurden. Wollte Gott ihr et­was sagen? Sie betete, dass Gott ihr, noch bevor sie diese Ausstel­lung verlassen würde, Klarheit darüber schenkte, wann und wohin sie gehen sollte. In den nächsten Tagen merkte sie, dass ihr Herz zu Nepal hingezogen wurde. Tammy besuchte zu dieser Zeit eine junge christliche Ge­meinde. Die Besucherzahl war noch sehr gering. Als sie von der Konferenz zurückkehrte und ankündigte, dass Gott sie Richtung Nepal führte, erwartete sie von den paar Dutzend Leute nicht mehr, als dass sie für sie beten würden. Aber sie überraschten Tammy. Die Gemeinde erklärte sich bereit, für ihre gesamten Kosten auf dem Feld aufzukommen. Später erklärte sich die Mut­tergemeinde bereit, die finanzielle Unterstützung von Tammy zu übernehmen. Eine andere Verpflichtung blieb ihr jedoch. In ihrer...



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