Murphy | Wer kein Erbarmen kennt | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 492 Seiten

Reihe: Liverpool Police Station

Murphy Wer kein Erbarmen kennt

Kriminalroman | Stadt der Mörder - Liverpool Police Station, Band 2
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-98690-096-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Kriminalroman | Stadt der Mörder - Liverpool Police Station, Band 2

E-Book, Deutsch, Band 2, 492 Seiten

Reihe: Liverpool Police Station

ISBN: 978-3-98690-096-0
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Das Böse schwelt in den Straßen Liverpools, der Stadt der Mörder! Der Kriminalroman »Wer kein Erbarmen kennt« von Margaret Murphy als eBook bei dotbooks. Der junge Sergeant Forster und Detective Inspector Jeff Rickman werden mit einem schockierenden Fall konfrontiert: In einem Müllwagen findet man die Leiche einer jungen Frau, entsorgt wie ein Stück Abfall. An der Kleidung des Opfers werden Blutspuren gefunden, die von Rickman selbst zu stammen scheinen - doch er hat die Frau noch nie gesehen. Um seine Unschuld zu beweisen, ermittelt er auf eigene Faust in den dunkelsten Vierteln von Liverpool - wo Asylbewerber Zuflucht in den Schatten suchen und Verbrecherringe regieren. Rickman wird hier nur überleben, wenn er sich auf seinen Kollegen Forster verlassen kann, aber von Sekunde zu Sekunde wächst das Misstrauen zwischen ihnen ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Kriminalroman »Wer kein Erbarmen kennt« von Margaret Murphy ist der zweite Band ihrer spannungsgeladenen Reihe um die »Liverpool Police Station«, in der jeder Band unabhängig gelesen werden kann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Margaret Murphy ist diplomierte Umweltbiologin und hat mehrere Jahre als Biologielehrerin in Lancashire und Liverpool gearbeitet. Ihr erster Roman »Der sanfte Schlaf des Todes« wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und mit dem First Blood Award als bester Debüt-Krimi ausgezeichnet. Seitdem hat sie zahlreiche weitere psychologische Spannungsromane und Thriller veröffentlicht, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Heute lebt sie auf der Halbinsel Wirral im Nordwesten Englands. Die Website der Autorin: margaret-murphy.co.uk Bei dotbooks veröffentlichte Margaret Murphy ihre psychologischen Spannungsromane: »Die Stille der Angst« »Der sanfte Schlaf des Todes« »Im Schatten der Schuld« »Das Pflegekind« Die ersten drei Romane sind auch im Sammelband erhältlich. Außerdem ist bei dotbooks ihre Thriller-Reihe um die Anwältin Clara Pascal erschienen, die auch im Doppelband erhältlich ist: »Warte, bis es dunkel wird - Band 1« »Der Tod kennt kein Vergessen - Band 2« Sowie ihre Reihe um die Liverpool Police Station: »Wer für das Böse lebt - Band 1« »Wer kein Erbarmen kennt - Band 2« »Wer Rache sucht - Band 3«
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Kapitel 3


Die Kriminalpolizei im Polizeirevier von Toxteth hatte viel zu tun. Ein bewaffneter Überfall, ein Einbruch in einer Grundschule, ein gestohlenes Auto, das man ausgebrannt in der Granby Street gefunden hatte, und einige Handydiebstähle bei Studenten.

»Wenn sie diese dämlichen Dinger nicht wie Modeaccessoires mit sich herumschleppen würden, würde man sie ihnen auch nicht klauen«, grummelte Sergeant Foster. »Haben die den Sicherheitsvortrag noch nicht gehört?«

Lee Foster teilte sich ein Büro mit Inspector Rickman, das durch Pressspanplatten und Glas im hinteren Ende des Raumes abgetrennt war.

»Ich hätte gedacht, dir müsste es gefallen, mit all diesen großäugigen Erstsemestern zu reden«, sagte Rickman und sah von einem Budgetbericht auf, mit dem er schon seit Tagen kämpfte. Foster war schmal und nach einem Wildwasserrafting-Urlaub in den kanadischen Rockies braun gebrannt, wodurch seine kobaltblauen Augen noch mehr strahlten. Rickman fragte sich beiläufig, wie viele Eroberungen er während der Ferien gemacht hatte und ob das Fehlen von Gel und einem Föhn seinen Stil ruiniert hatte.

Foster lächelte. »Ich bevorzuge Frauen mit ein bisschen Erfahrung.«

»Du machst Witze, oder? Jede erfahrene Frau weiß, dass sie dir aus dem Weg gehen muss«, sagte Rickman.

Foster nahm die spöttische Bemerkung gutmütig hin. »Das ist meine persönliche Tragödie: Ich bin dazu verdammt, missverstanden zu werden.«

»Deine persönliche Tragödie«, sagte Rickman, »ist, dass du kein bisschen Fingerspitzengefühl hast.«

Foster nickte nachdenklich. Er holte ein Stück Papier aus seiner Tasche, faltete es auf und hielt es zwischen Zeige- und Mittelfinger. »Du hast wahrscheinlich Recht.«

»Was ist das?«

Foster lächelte. In diesem Lächeln lag etwas Raubtierhaftes, sodass Rickman sagte: »Doch nicht die ...?«

»Ihre Privatnummer. Weißt du, Jeff, nicht alle Mädchen mögen den starken, ruhigen Typ.«

Rickman musste lächeln. »Ein Glück für dich, was, Lee? Na ja, du weißt ja, wie es heißt.«

»Was?«

»Stille Wasser«, sagte Rickman und tippte sich gegen die Nase. »Sie sind tief.«

Foster lachte. »In deinem Fall wohl eher schlammige Wasser.«

Das Telefon klingelte, und Rickman hob ab.

»Ich verstehe nicht, warum wir ihnen nicht einfach eine Bearbeitungsnummer für die Versicherung geben und diesen Haufen Müll in den Papierkorb schmeißen können«, murmelte Foster und blätterte die Berichte durch. »Wir werden so was Kleines wie ein Handy sowieso nie finden. Und selbst wenn, wie identifiziert man die? Es ist ja schließlich nicht so, dass ...«

Rickman legte eine Hand über den Hörer. »Halt mal die Klappe, okay?«

Foster ging die Berichte schweigend durch, hörte dabei mit halbem Ohr Rickmans Telefongespräch zu und merkte, wie seine Aufregung wuchs.

»Lass das liegen«, sagte Rickman, als er auflegte.

Foster ließ die Berichte ohne einen weiteren Gedanken fallen. »Wohin geht’s, Boss?« Hier ging es ums Geschäft, das verlangte eine gewisse Förmlichkeit.

»Sieht so aus, als hätten wir einen Mord«, sagte Rickman.

»Oh, klasse. Ein Tatort.« Foster schnappte sich seine Sonnenbrille, die er über den Griff seiner Kaffeetasse gehängt hatte. Wegen der aufgedruckten Silhouette einer Insel und dem Logo »Ein Geschenk von der Plum-Island-Tierkrankenstation« verschwand Fosters Becher nur selten.

Rickman schüttelte den Kopf.

Foster ließ die Schultern sinken. »Kein Tatort?«

»Wir wären bloß im Weg«, sagte Rickman, als spräche er mit einem enttäuschten Teenager. »Sobald die Spurensicherung fertig ist, werden wir mit einem Team hinfahren.«

»Dann wird alles Interessante schon verschwunden sein«, sagte Foster seufzend. Er wusste, dass es sinnlos war, zu streiten. Rickman bewegte sich keinen Millimeter, wenn es darum ging, die forensische Reinheit eines Tatortes sicherzustellen. Er zuckte mit den Schultern. »Also, wie ich schon sagte, wohin geht’s?«

»Zu einem Managementtreffen.«

Das genügte, um Foster die rosa Zettel vergessen zu lassen, die sich auf seinem Schreibtisch stapelten, jeder ein Bericht eines Handydiebstahls.

Sie gingen zum Konferenzzimmer, das sich größer anhörte, als es tatsächlich war. Es war ein rechteckiger Raum mit einem grauen Teppich und Gipswänden. Die Wände waren weiß gestrichen, und an der hinteren Wand standen eine weiße Tafel und ein mit Filz bezogenes schwarzes Brett nebeneinander. Die Fenster waren klein und nutzlos, sodass konstant Neonröhren summten, die das Zimmer grell erleuchteten und den Männern eine ungesunde graue Hautfarbe verliehen.

Detective Chief Inspector Hinchcliffe war extra vom Hauptquartier zu diesem Treffen gekommen. Er war groß, wirkte asketisch, hatte graue Haare und tiefe Sorgenfalten zwischen den Augenbrauen. Rickman kannte ihn nur vom Hörensagen. Hinchcliffe stellte sich vor und nickte Foster, mit dem er früher bereits zusammengearbeitet hatte, zu.

»Ich glaube, Sie kennen Tony Mayle«, sagte er.

Mayle war der leitende Beamte der Spurensicherung. Er war Mitte vierzig und ein Expolizist, sechs Jahre in Uniform, zehn als Detective Sergeant bei der Kripo. Er war ausgebildeter Forensiker, und da die wissenschaftliche Abteilung immer stärker mit Zivilisten besetzt wurde, nahm er seine Polizeipension, machte einen Universitätsabschluss in forensischen Wissenschaften und kam dann wieder zur Spurensicherung zurück. Er verfügte über den klaren Blick und die unerschütterliche Ruhe eines erfahrenen Beamten. Zusammen mit seiner wissenschaftlichen Distanz und seiner Beobachtungsgabe machte ihn das zum besten Spurensicherer, den Rickman kannte.

Nachdem sich alle vorgestellt hatten, setzten sie sich an den Konferenztisch, und Mayle sprach die Einzelheiten durch.

»Eine junge, weiße Frau«, sagte er. »Die Leiche war in einer Mülltonne versteckt, in einer Seitenstraße der Ullett Road. Sie wurde heute Morgen entdeckt, als die Mülltonnen geleert wurden. In der Leistengegend des linken Beines befanden sich große Wunden. Es sieht so aus, als sei sie in der Mülltonne verblutet.«

Stille. Jeder Mann überlegte, wie viel Blut das bedeuten musste.

»Der Gerichtsmediziner kann möglicherweise heute Nachmittag herkommen, um die Obduktion durchzuführen, falls er seine Termine ändern kann.«

»Irgendwelche Anzeichen von Fesseln?«, fragte Rickman.

»Nichts Offensichtliches, aber vielleicht wurden sie ihr nach dem Tod abgenommen.«

»Oder sie wurde unter Drogen gesetzt«, schlug Hinchcliffe vor.

»Fotos?«, fragte Rickman.

»Ich werde Ihnen Abzüge schicken lassen, sobald die Bildstelle sie entwickelt hat«, sagte Mayle. »Das sollte innerhalb der nächsten Stunde sein. Die Technik meinte, die Videokopien müssten gegen vier Uhr fertig sein.«

»Wie viele Tatorte?«, fragte Rickman.

»Der Müllwagen, den bringen wir zu einer gründlichen Untersuchung her. Natürlich die Mülltonne. Es ist wahrscheinlich, dass sie in dem Haus, aus dem die Mülltonne stammt, gewohnt hat, also behandeln wir auch das als Tatort.«

Das Risiko der Querkontamination bedeutete, dass jeder Ort mit einem eigenen, forensischen Team untersucht werden musste. Das klang bereits teuer.

Während Rickman sich Notizen machte, sagte Hinchcliffe: »Eines der Mädchen hat angegeben, dass die Bewohnerin des Nachbarapartments seit letztem Abend nicht nach Hause gekommen war.«

»Sie könnte sich die Leiche ansehen, oder nicht?«, fragte Foster.

»Kontamination«, sagte Mayle. »Ich will niemanden in der Nähe des Opfers sehen, bis wir alle DNS-Proben haben, die wir wahrscheinlich brauchen werden.«

»Rufen Sie Foster an, wenn Sie fertig sind«, sagte Hinchcliffe zu ihm. »Er kann die Nachbarin herbringen, um die Leiche zu identifizieren.«

»Haben wir einen Namen?«, fragte Rickman.

Hinchcliffe schüttelte den Kopf. »Die anderen Mädchen sagen, dass sie sie nur vom Sehen kannten.«

»In dem Haus wohnen viele Prostituierte«, fügte Mayle hinzu. »Wir haben andere Beweise«, fuhr er fort. »Blutspritzer im Flur. Könnten allerdings auch schon älter sein. Und Blutflecke auf Kleidern, die wir in ihrer Wohnung gefunden haben.«

»Lohnt es sich, einen Kriminaltechniker zu schicken, damit er sich die Blutflecken ansieht?«, fragte Rickman.

»Nicht, solange wir nicht wissen, ob es ihres ist. Nach allem, was wir wissen, könnte es auch von einem nächtlichen Streit stammen.«

»Und das Blut auf den Kleidern? Wie lange dauert die DNS-Analyse?«

»Bei einem Kapitalverbrechen sieben Tage«, sagte Mayle. »Aber das Labor könnte es in vierundzwanzig Stunden erledigen, wenn Sie den Extrapreis bezahlen.«

»Jeff?«, hakte Hinchcliffe nach.

»Das entzieht sich meiner Verantwortung, Sir«, erwiderte Rickman, »aber ich würde sagen, sehen wir mal, was wir haben, bevor wir anfangen, viel Geld auszugeben.« Er ging alles, was sie bisher hatten, in Gedanken durch. »Wenn wir eine direkte Identifizierung bekämen, würde das Zeit sparen. Ich schlage vor, dass wir die Zeugen und jeden, der in dem Haus wohnt, vernehmen. Mal sehen, wohin uns das führt.«

Hinchcliffe nickte zustimmend. »Es ist übrigens doch Ihre Verantwortung, zumindest im Augenblick. Ich werde die nächsten Tage verhindert sein, denn es gibt noch Fragen zu der Schießerei in der Mathew Street.« Vor sechs Monaten war zwischen rivalisierenden Drogengangs ein Revierkampf ausgebrochen, der in der Erschießung eines Gangführers in einem Pub im Stadtzentrum gipfelte.

»Sie machen mich zum leitenden Ermittler?« Seit der Schießerei gab es einen Personalengpass, da...



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