E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Night Heiße Affäre mit dem Bad Boy
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1910-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-1910-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Sie will keinen Playboy, sie will keinen Bad Boy - und schon gar nicht Drew Barrington, der beides ist! Nach einer Enttäuschung muss Alana sehr vorsichtig sein. Aber ausgerechnet Drew scheint entschlossen, dass eine Affäre mit ihm genau das ist, was sie jetzt braucht ...
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5. KAPITEL
Ein Hupen ließ Alana auf die Uhr sehen. Cadence und Blake waren pünktlich. Seit Cadence ihr von ihren gemeinsamen Plänen für den Abend berichtet hatte, war sie total aufgekratzt. Nach Feierabend war sie in ihre Lieblingsboutique gefahren und hatte sich das perfekte Outfit ausgesucht. Prüfend betrachtete sie ihr Spiegelbild und lief schließlich zufrieden die Treppe in ihrem geräumigen Reihenhaus hinunter. Ihren langen Mantel nur über den Arm geworfen verließ sie das Haus. Dank ihrer Aufregung war ihr so warm, dass ihr trägerloser Jumpsuit genug Schutz gegen die Kälte zu bieten schien.
Alana konnte kaum glauben, dass sie auf dem Weg zu einer Filmpremiere mit anschließender Exklusivparty war. Die Hauptrolle spielte Christian Jacobs, ihr absoluter Lieblingsschauspieler. Sie wusste, dass er verheiratet war, fragte sich aber, ob seine Frau ihr wohl gestatten würde, ihm einen Kuss zu geben, falls sie ihm nahe genug kommen würde. Sie musste über sich selbst lachen, als sie auf die Limousine vor ihrem Haus zuging.
Der Fahrer öffnete ihr die Tür. Alana stieß einen Pfiff aus.
„Heute reisen wir aber schick“, sagte sie, als sie sich duckte, um einzusteigen.
Die nächsten Worte blieben ihr im Hals stecken, als ihr Blick auf Drew fiel. Er reichte ihr die Hand, um ihr beim Einsteigen behilflich zu sein. Sie hatte nicht daran gedacht, Cadence zu fragen, ob er auch eingeladen war. Ihr Magen knotete sich nervös zusammen. Sie räusperte sich und setzte ein Lächeln auf.
„Hey, Drew. Wie geht’s dir, Blake?“ Ihr Lächeln schwand. „Cadence“, grüßte sie ihre Freundin vorwurfsvoll, da diese sie ohne Vorwarnung über Drews Anwesenheit gelassen hatte. Darüber reden wir noch, signalisierte sie ihr mit den Augen.
Cadence sank leicht zusammen und lächelte schuldbewusst.
Drew verschwendete keine Zeit und rutschte neben Alana.
„Ich weiß, dass du meine vielen, vielen Nachrichten bekommen hast.“ In der Tat hatte sie all seine Anrufe und Nachrichten seit dem Tag, als er vor ihrer Tür aufgetaucht war, unbeantwortet gelassen.
„Ich war wirklich sehr beschäftigt.“ Trotz des schummerigen Lichts im Wagen schlug sie die Augen nieder.
„Alles Lügen“, erwiderte er.
Alana konnte nicht glauben, dass er sie tatsächlich der Lüge bezichtigte – auch wenn es stimmte. Dann sah sie sein breites Grinsen und war froh, dass er sie nur auf den Arm nahm.
„Was ist los? Schrecken dich mein gutes Aussehen und meine charmante Persönlichkeit neuerdings ab?“
„Oh, bitte!“ Sie rollte mit den Augen. Blake und Cadence kicherten.
„Warum meidest du mich dann?“
„Ich meide dich nicht, Drew. Ich bin nur sehr beschäftigt.“ Schon log sie ihn wieder an. Als er vor ihrer Tür stand, hatte sie ihn mit der Ausrede abwimmeln müssen, sie würde sich unwohl fühlen. Sie musste darüber lachen, wie verblüfft er von ihrer Weigerung war, mit ihm auszugehen. Es war ihm völlig neu, abgewiesen zu werden. Als er ging, sah er immer noch reichlich verwirrt aus.
„Okay. Das akzeptiere ich … dieses Mal.“
Sie atmete tief durch und wandte sich an Blake. „Vielen Dank für die Einladung. Ich bin schon ganz aufgeregt. So viel Prominenz hatte ich noch nie um mich.“
Bevor Blake antworten konnte, warf Drew ein: „Gern geschehen. Aber mich hattest du schon tausendmal um dich. Was ist heute Abend anders?“
„Moment mal! Blake hat nichts damit zu tun?“
Mit einem stolzen Lächeln auf den Lippen schüttelte er den Kopf. „Ich habe euch eingeladen. Deswegen habe ich versucht dich anzurufen, aber du wolltest ja nicht rangehen.“
„Tja, dann vielen Dank, Drew.“ Sie verstummte, um nicht zu begeistert zu erscheinen. Sein Ego war auch ohne ihr Zutun groß genug.
„Ist sonst noch jemand mit von der Partie?“, fragte sie. Hatte man hier etwa ein Doppeldate arrangiert? Offensichtlich war sie die Letzte, die die Einzelheiten des heutigen Abends erfuhr. Und sie war mehr als nur ein bisschen verschnupft darüber.
Als der Wagen vor dem Theater am Broadway anhielt, war Alana die Erste, die ausstieg. Sie wartete zwar, bis alle anderen auch ausgestiegen waren, hielt sich aber ein Stück weit hinter ihnen. Auf keinen Fall wollte sie wie Drews Begleitung erscheinen. Doch als Gentleman ließ er sie vor sich hergehen, woraufhin sie schneller lief, um wieder so viel Abstand wie möglich zwischen ihn und sie zu bringen.
In der hell erleuchteten Lobby des Theaterfoyers fiel Alana auf, wie attraktiv Drew in seinem maßgeschneiderten Smoking aussah. Einige Frauen fassten ihn näher ins Auge, lächelten scheu oder zwinkerten ihm zu. Er nahm es mit der charmanten Gelassenheit des geschulten Womanizers.
Ein umwerfend aussehender Mann mit scharfen Gesichtszügen und langem aschblondem Haar lief auf Drew zu und umarmte ihn herzlich. Drew stellte ihn als seinen Freund und neues Mitglied des Delgado-Teams vor. Sean war auch der Schwager einer der Schauspieler, die in dem Film mitwirkten. Ihm verdankte er die Einladung.
„Folgt mir!“ Sean führte sie in das Theater. Sein französischer Akzent machte es anfangs schwer, ihn zu verstehen. Er und Drew unterhielten sich angeregt, während sie den Gang entlangliefen. Sean zeigte ihnen ihre Plätze in den vorderen Sitzreihen. Aufregung breitete sich in Alana aus, als sie die vielen Prominenten um sich herum erkannte, die sich ebenfalls zu ihren Plätzen begaben. Für einen Moment vergaß sie sogar, Drew zu meiden, bis er sich in den Sitz neben ihr fallen ließ.
Bevor der Film begann, kamen die Schauspieler auf die Bühne. Die Menge jubelte. Alana hielt den Atem an, um nicht loszukreischen, als Christian Jacobs erschien, Augenkontakt suchte, lächelte und mit seinen Kollegen in der ersten Reihe Platz nahm. Er saß nur wenige Meter entfernt von ihr. Sie brach fast in ihrem Sitz zusammen, bewahrte aber Haltung.
Die Lichter gingen aus, und während Musik erklang, erwachte die Leinwand zum Leben. Sie atmete tief durch. Dies war definitiv eine Nacht, die sie nie vergessen würde.
Nachdem der Film vorbei war, wurden sie in ihren Limousinen zur Party gefahren, die auf einer Dachterrasse stattfand, von der aus man die Lexington Avenue überblicken konnte. Alana war in New York geboren und verfügte über gute Geschäftsbeziehungen, doch von diesem Ort hatte sie noch nie gehört. Ehrfürchtig betrachtete sie die ganz in Weiß gehaltenen Wände, Möbel und Teppiche. Von der Decke hingen Kronleuchter, die sich in der Fensterfront spiegelten, durch die man eine herrliche Aussicht auf New Yorks berühmte, glitzernde Skyline hatte. Schwarz-weiß gekleidete, behandschuhte Kellner reichten Champagner und Kanapees.
Blake, Drew, Cadence und Alana fanden ein nettes Plätzchen, von dem aus man den Ausblick genießen konnte. Sie aßen, tranken und redeten darüber, wie toll der Film war und welches Glück sie hatten, ihn gesehen zu haben, bevor er am nächsten Tag in die Kinos kam. Endlich konnte Alana sich entspannen und den Abend genießen. Noch immer war sie sehr darauf bedacht, Drew auf Abstand zu halten – ganz egal, wie oft er sich neben sie setzte. Mit ihrer Körpersprache signalisierte sie ihm, ihr vom Leib zu bleiben.
Applaus brandete auf, als die Schauspieler eintraten. Zum x-ten Male an diesem Abend hielt Alana den Atem an. Christian Jacobs und seine Kollegen sahen in Wirklichkeit noch umwerfender aus als auf der Leinwand. Auch seine Frau war bildschön. Am liebsten hätte sie sie gefragt, wo sie ihre Schuhe her hatte. Wahrscheinlich aus einem anderen Land. Die Schauspieler liefen gut gelaunt durch die Menge, klatschten Hände ab und dankten ihren Gästen und Unterstützern, einschließlich Alana, Blake und Cadence.
Christian kam auf sie zu und ergriff Drews Hand. „Du bist doch Seans Kumpel, oder?“
„Ja.“ Drew lächelte charmant.
Christian zog ihn in die Arme. „Ich habe letztes Jahr dein Rennen in Katar gesehen. Ein paar von uns waren dabei, um Sean anzufeuern.“
„Ich erinnere mich.“
„Wie schön, dass ihr jetzt im selben Team seid“, sagte Christian.
Sean gesellte sich zu ihnen. „Jetzt muss ich mir keine Sorgen mehr machen, wenn er mich schlägt.“ Er lachte.
„Ich freue mich schon auf die nächsten Rennen. Und die Partys natürlich.“ Christian grinste und hob die Augenbrauen, als ob es dabei um einiges mehr ginge als nur um das Feiern. Alana war überrascht, als sie einen Stich der Eifersucht verspürte. Sie sah weg.
„Lass mich dir meine Leute vorstellen“, sagte Drew. „Das ist mein Bruder Blake, seine Verlobte Cadence und Alana, meine … eine gute Freundin.“
Ihr entging sein Zögern nicht. Was hatte er eigentlich sagen wollen?
Alle lächelten und schüttelten Christians Hand. Danach ging Alana mit Cadence auf die Damentoilette, um endlich in haltloses Gekicher ausbrechen zu können.
„Oh Gott, wir haben Christian Jacob die Hand geschüttelt“, prustete Cadence.
„Ich kann es kaum glauben“, erwiderte Alana. „Und dass all diese Prominenten sich hier wie ganz normale Menschen benehmen!“
Vor dem Spiegel zog Cadence ihre Lippen nach. Nachdem sie den Lippenstift wieder in ihre Tasche gesteckt hatte, starrte sie Alana an, die ebenfalls ihr Make-up überprüfte.
„Was?“, fragte Alana.
„Hast du Drews Zögern mitbekommen, als er dich Christian vorgestellt hat? Was wollte er sagen?“
„Ich weiß es nicht und will es auch gar nicht wissen.“
Cadence warf ihr einen ungläubigen Blick zu. „Ich glaube dir kein...




