Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 777 g
Daniel Oberegger 26 trichordale Präludien und Kontrapunkte - Johann Sebastian Bach 25 Präludien und Fugen
Buch, Deutsch, 256 Seiten, Format (B × H): 210 mm x 297 mm, Gewicht: 777 g
ISBN: 978-3-8197-1057-5
Verlag: epubli
Die Gesamtausgabe von Bachs Orgelwerk am Klavier zu lesen, ist
gleichzeitig Genuss und Herausforderung. Dann entsteht bald der Wunsch,
sie als einfache Klaviernoten vorliegen zu haben. Der erste Band von Bachs
Orgelwerk, von Peters, beinhaltet vor allem die 6 Trio- Sonaten, deren beide
oberen Stimmen sich andauernd überkreuzen, weshalb es besonders lästig
ist, es am Klavier zu spielen. Da die vorhandenen Klavierfassungen das
Problem der sich überkreuzenden Stimmen nicht lösen, habe ich mich dazu
entschlossen, es selbst für Klavier umzuschreiben, und weil es nur 6
Triosonaten sind, habe ich drei trichordale Triosonaten hinzu komponiert.
Die vorliegenden „Kontrapunkte“ setzen nun das Vorhaben fort, Bachs
Orgelwerk für Klavier umzuschreiben. In Band 2, 3 und 4 der Peters-
Ausgabe sind die berühmten Präludien und Fugen an der Reihe, von denen
bereits etliche von Klaviervirtuosen fürs Klavier umgeschrieben wurden,
etwa von Liszt oder Busoni, im Stil der Spätromantik mit viel Oktav-
Verdopplung der Pedalstimme. Wenn bei der Umschrift für Klavier auf diese
Virtuosismen verzichtet wird, kommt das Kontrapunktische an diesen
Werken deutlicher zutage. Bachs Idee für sein Klavierwerk folgend
beschließe ich weiter, einige seiner Präludien und Fugen in andere Tonarten
zu transponieren, damit, wie im Wohltemperierten Klavier, jede Dur- und
Moll- Tonart vorkommt. Das gelingt, wenn ich bei den Dur- Tonarten zuletzt
noch eine G-Dur- Fantasie mit einer anderen G-Dur- Fuge kombiniere, und
beide nach As-Dur transponiere.
Diese Systematik, die alle möglichen 24 Tonarten vorsieht, inspiriert mich
wiederum zur Idee, für alle möglichen 26 trichordalen Hexachordtypen, die
es gibt, jeweils ein Präludium und einen trichordalen Kontrapunkt zu
komponieren, und dann mit den Bachschen Orgel- Präludien und Fugen
abzuwechseln.




