Palmer | Ein Frauenheld wird schwach | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1476, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Palmer Ein Frauenheld wird schwach


1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86349-053-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1476, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86349-053-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Keine Frage: J.B. ist ein Frauenheld! Sehr zum Kummer von Tellie, die den schwarzhaarigen Rancher mit den grünen Raubtier-Augen aufrichtig liebt. Aber Liebe steht nicht auf J.B.'s Programm - und das zeigt er ihr deutlich. Verwirrt stürmt Tellie davon und verursacht einen Autounfall, bei dem sie ihr Gedächtnis verliert. Weil er sich schuldig fühlt, nimmt J.B. sie auf, um sie zu pflegen - und merkt schnell, wie viel ihm die junge Frau bedeutet, wie sehr er sie begehrt. Es scheint, als gäbe ihm das Schicksal noch eine zweite Chance. Doch dann kehrt Tellies Erinnerung zurück ...



Die US-amerikanische Schriftstellerin Diana Palmer ist für ihre zahlreichen romantischen Liebes- und Familienromane bekannt, die seit 1979 veröffentlicht werden. Über 150 Bücher wurden von der erfolgreichen Autorin bisher verfasst, die weltweit gern gelesen werden. Der Roman 'Diamond Girl' wurde 1998 für das US-amerikanische Fernsehen verfilmt. Für ihr Werk erhielt sie bisher zahlreiche Auszeichnungen, ihre Romane stehen regelmäßig auf den US-amerikanischen Bestsellerlisten.

Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin war sie 16 Jahre lang als Reporterin tätig. Ihr Interesse gilt den amerikanischen Ureinwohnern, derzeit studiert sie nebenbei Geschichte, sie strebt ein weiteres Universitätsdiplom an, und zwar möchte sie sich auf die Historie der amerikanischen Ureinwohner spezialisieren. Aktiv setzt sie sich für die Rechte der Ureinwohner ein, sie unterstützt Museen und historische Gesellschaften. Zu ihren vielen Hobbys zählen unter anderem die Archäologie, die Anthropologie, die Musik sowie die Astronomie.

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2. KAPITEL


Tellie hatte im Laufe der Jahre gelernt, ihre Gefühle zu verbergen. So machte es ihr auch keine Mühe, Marge und die Mädchen nicht spüren zu lassen, dass es eine Veränderung bei ihr gab. Denn es gab eine. Sie war es einfach leid geworden, darauf zu warten, dass J.B. sie als Frau wahrnahm. Sie musste sich damit abfinden, dass sie ihm nicht das Geringste bedeutete. Sie war in die Familie aufgenommen worden. Und sicherlich gab es hin und wieder Augenblicke, in denen J.B. ihr gegenüber eine gewisse Verbundenheit empfand. Aber die jüngsten Ereignisse waren der eindeutige Beweis dafür, dass sie alle weitergehenden Hoffnungen, die sie insgeheim noch hegte, vergessen konnte. Das war überfällig – und wenn es sie umbrachte.

Am Montag nach der Begegnung mit J.B. betrat Tellie das Büro des Rindermastbetriebs von Calhoun und Justin Ballenger, um ihre Aushilfsstelle anzutreten.

Justin, der ältere der Ballenger-Brüder, hieß sie herzlich willkommen. Er war hochgewachsen, hager und hatte grau meliertes Haar und braune Augen. Tellies Job war eine Schwangerschaftsvertretung für eine Kollegin in der Verwaltung des Unternehmens.

„Tut mir ja leid, dass Sie sich damit Ihre Ferien ruinieren müssen“, meinte Justin zu Tellie.

„Das muss Ihnen nicht leidtun. Ich bin Ihnen sehr dankbar für den Job. Ich stecke mitten im Studium und muss noch einige Semester finanziell bestreiten.“

„Na schön. Sie kennen sich ja aus mit der Materie. Also seien Sie uns willkommen.“

„Danke.“ Tellie freute sich über den freundlichen Empfang.

„Ich danke Ihnen“, erwiderte Justin und überließ sie ihrer neuen Aufgabe.

Die Arbeit erwies sich als nicht allzu schwierig – sie bestand größtenteils darin, per Computer über die Größe der Herden der einzelnen Kunden Buch zu führen und die vereinbarten Fütterungen zu dokumentieren. Das erforderte einige Konzentration, zumal fast pausenlos das Telefon klingelte und sich Züchter oder Käufer meldeten. Auch mit Behörden, sogar mit Regierungsstellen, hatte sie zu tun. Selbst aus Übersee kamen Anfragen. Tellie fand das alles faszinierend.

Es dauerte einige Tage, bevor sie sich die nötige Routine angeeignet hatte. Nach und nach lernte sie die Kolleginnen im Büro kennen und die Männer, die draußen arbeiteten. Einer von ihnen stach besonders hervor. Er war groß und kräftig, hatte glattes schwarzes Haar, dunkle Augen, olivfarbene Haut und eine tiefe, rauchige Stimme. Er kam aus El Paso, und alle nannten ihn nur Grange. Einen Vornamen schien er nicht zu haben.

Er mochte Tellie vom ersten Augenblick an und zeigte es ihr auch ziemlich offen. Justin merkte das sofort, denn Grange hatte bis dahin für nichts anderes Interesse gezeigt als für seine Arbeit.

Als Justin Tellie gegenüber etwas davon erwähnte, war sie überrascht.

„Er ist doch ganz nett, oder?“, sagte sie.

Justin hob die Brauen. „Am ersten Tag, als er hier war, hat ihm einer der Jungs in seiner Bude einen Streich mit seinem Bettzeug gespielt. Grange hat das Licht angedreht, sich kurz umgesehen, einen der Männer aus seiner Koje gezerrt und ihn im hohen Bogen aus der Baracke geworfen.“

„Und? Hatte er den Richtigen erwischt?“, fragte Tellie.

„Ja, tatsächlich. Bloß weiß bis heute niemand, wie er das herausbekommen hat. Und er hat es auch niemandem verraten. Seitdem machen die Jungs respektvoll einen Bogen um ihn.“

Tellie war neugierig geworden. „Was hat er denn gemacht, bevor er hierher kam?“

„Keiner weiß es. Aber es fragt auch keiner. Es geht das Gerücht, dass er früher bei den Green Berets war. Aber von ihm selbst kommt das sicher nicht. Ist schon ein komischer Vogel. Aber er kann arbeiten, und er rührt keinen Tropfen Alkohol an.“

„Nicht schlecht“, meinte Tellie anerkennend.

„Na, halten Sie sich lieber von ihm fern. Ich bin mir nicht sicher, was J.B. von ihm hält. Und der ist einer meiner besten Kunden. Ich möchte es mir mit ihm nicht verderben.“

Nahm Justin etwa an, dass J.B. eifersüchtig sein könnte? Was für ein absurder Gedanke.

„Wie auch immer. Ich fühle mich ein wenig verantwortlich für Sie, auch wenn Sie schon erwachsen sind“, fügte Justin hinzu. „Ich weiß einfach zu wenig über diesen Mann, kann allerdings nichts Schlechtes über ihn sagen. Er ist pünktlich, zuverlässig, fleißig, aber er geht seine eigenen Wege. Er ist kein besonders geselliger Typ.“

„Dasselbe könnte ich von mir auch behaupten“, entgegnete Tellie mit einem leisen Seufzer.

„Na, okay. Sie gehören jetzt dazu. Kommen Sie mit der Arbeit zurecht?“

„Sie gefällt mir sehr. Es macht wirklich Spaß.“

„Umso besser. Wenn Sie irgendetwas brauchen, lassen Sie es mich wissen.“

„In Ordnung. Danke.“

Wieder zu Hause, berichtete Tellie von ihrer neuen Arbeit und erzählte auch von Grange, ohne allerdings seinen Namen zu erwähnen.

„Der Mann hat Geschmack, wenn er dich mag“, neckte Marge sie.

Tellie, die gerade dabei war, das Geschirr vorzuspülen, bevor sie es in die Spülmaschine stellte, lachte verlegen. „Irgendwie ist er ein bisschen unheimlich.“

Brandi fragte, wie sie das meinte.

Tellie verharrte einen Augenblick, bevor sie den Teller, den sie in der Hand hielt, in den Spüler stellte, und überlegte. „Ich weiß auch nicht. Es ist nicht so, dass ich Angst vor ihm hätte. Aber er hat eine ganz eigenartige Ausstrahlung. So ein wenig wie Cash Grier.“

„Ach, der ist auch ruhiger geworden, seitdem er mit seiner Tippie zusammen ist.“ Marge nahm die Einladung zum Klatschen dankbar auf. „Es heißt sogar, die beiden wollen bald heiraten.“

„Wie spießig“, bemerkte Dawn. Sie legte gerade auf dem Küchentisch Stoffstücke für den Quilt zurecht, den sie nähen wollte.

„So ein bisschen Spießigkeit schadet bestimmt niemandem“, erwiderte Marge, „Cash Grier am allerwenigsten.“

„J.B. ist jedenfalls nicht spießig“, meinte Dawn, die offenbar Lust hatte, ihre Mutter ein wenig zu provozieren. „Letzten Monat war es die Cheerleaderin der Football-Mannschaft. Jetzt ist es die Zweite bei den Wahlen zur Miss Texas. Sie ist fast jedes Wochenende bei ihm.“

Tellie stellte den Teller ab, bevor er ihr herunterfiel. Ihre Hände zitterten.

Jetzt erkannte Dawn, was sie angerichtet hatte. Sie ging zu Tellie, umarmte sie von hinten und sagte mit aufrichtigem Bedauern: „Es tut mir leid, Tellie.“

Tellie hatte sich schon wieder gefasst. „Ist schon gut. Nur weil ich so ein hoffnungsloser Fall bin, braucht ihr mich nicht in Watte zu packen. Wir kennen ja alle J.B. Er steht nun einmal auf schöne Frauen.“

„Nun ist es aber gut“, schaltete sich Marge wieder ein. „Du siehst auch gut aus. Abgesehen davon, kommt es darauf allein nicht an. Schönheit vergeht, aber ein guter Charakter und ein gutes Herz nicht.“

„Ihre Standardphrase“, kommentierte Brandi. „Aber recht hat sie schon: Du bist wunderschön, Tellie. Wegen deines Aussehens brauchst du dir keine Sorgen zu machen.“

„Danke, Leute. Ihr seid wirklich lieb zu mir“, sagte Tellie leise.

Sie fuhr mit dem Geschirreinräumen fort, und das Gespräch wandte sich anderen Themen zu.

Am nächsten Tag kam Grange zu Tellie ins Büro und blieb vor ihrem Schreibtisch stehen, bis sie aufsah.

„Mir wurde gesagt, dass Sie bei J.B. Hammocks Schwester Marge leben“, sagte er.

Die Bemerkung kam so überraschend, dass Tellie ihn nur verständnislos anstarrte. „Wie bitte?“, fragte sie.

Er trat verlegen von einem Fuß auf den anderen. „Sie müssen wissen, dass ich nicht ganz zufällig in Jacobsville gelandet bin.“

In diesem Augenblick kam Justin aus seinem Büro und betrat den Raum. Als er Grange bei Tellie stehen sah, runzelte er missbilligend die Stirn.

Grange hatte den tadelnden Blick bemerkt und sagte rasch: „Lassen Sie uns in der Mittagspause zusammen etwas essen. Es ist wirklich keine Anmache. Ich möchte nur kurz mit Ihnen reden.“

Wenn es doch ein Versuch ist, ist er jedenfalls charmant, dachte Tellie. „Okay.“

„Ich hol Sie ab.“ Dann drehte er sich um und ging.

Justin ging auf Tellie zu und fragte: „Was gab es denn?“

„Ach, nichts. Er wollte nur mal mit mir über Marge sprechen. Deshalb haben wir uns zum Mittagessen verabredet.“

„Über Marge? Was hat das denn zu bedeuten?“

„Keine Ahnung. Aber was kann schon groß passieren? Er wird ja wohl kaum in einem vollen Fast-Food-Restaurant über mich herfallen.“

„Wahrscheinlich nicht“, meinte Justin. „Trotzdem wäre es mir lieb, wenn Sie ein wenig auf der Hut wären. Wie ich schon sagte: Der Mann ist eine unbekannte Größe.“

„Ich verspreche es“, antwortete Tellie.

„Barbara’s Café“ gehörte zu den beliebtesten Treffpunkten in Jacobsville. Hierher kamen all jene zum Lunch, die der bodenständigen texanischen Küche den Vorzug vor Pizza und Frühlingsrolle gaben. Selbst unter den Auswärtigen hatte sich das kleine Restaurant einen Namen gemacht.

Auch an diesem Tag herrschte reger Betrieb. Grange gelang es trotzdem, einen Tisch für zwei zu ergattern, und Tellie und er gaben ihre Bestellungen auf.

„Ich kenne die Hammocks seit meiner Kindheit“, begann Tellie, nachdem die Bedienung wieder gegangen war und Grange seinen Hut auf einen Stuhl gelegt hatte. „Als ich vierzehn war, haben Marge und J.B. mich bei sich aufgenommen.“

„Sind Sie und J.B. … enger...



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