E-Book, Deutsch, Band 2, 280 Seiten
Reihe: Kingsmen Football Stars
Rayne You Can't Break the Rules
24001. Auflage 2024
ISBN: 978-3-95818-784-9
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Roman | Die spicy Sports-Romance von Piper Rayne: One Night Stand to Lovers meets Single Dad und Nanny
E-Book, Deutsch, Band 2, 280 Seiten
Reihe: Kingsmen Football Stars
ISBN: 978-3-95818-784-9
Verlag: Forever
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
PIPER RAYNE ist das Pseudonym zweier USA Today-Bestsellerautorinnen. Mehr als alles andere lieben sie sexy Helden, unkonventionelle Protagonistinnen, die sie zum Lachen bringen, und viel heiße Action. Und sie hoffen, du liebst das auch!
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Kapitel 2
Brady
Es klingelt und Theo sprintet aus seinem Zimmer an mir vorbei die Treppe hinunter.
»Langsam! Halt dich am Geländer fest!«, rufe ich und laufe hinterher.
»Mommy!«, schreit er.
Ich hatte ihn nur zwei Tage, und Hannah ist hier, um ihn abzuholen.
Als ich ins Foyer komme, fummelt Theo schon am Türschloss herum.
»Lass mich.« Ich greife an ihm vorbei und öffne den Riegel sowie das Schloss am Griff, dann dreht er den Türknauf und macht die Tür auf.
Theo lässt die Schultern hängen, als er meine Eltern sieht, nicht seine Mom.
»Hey, was ist denn los? Ist das jetzt die Art von Begrüßung, die ich bekomme?«, sagt meine Mom.
Theo schenkt ihr ein Lächeln. »Ich dachte, du wärst Mom. Tschuldigung, Glamma.«
Ja, Glamma, nicht Grandma. Lennon – die eigentlich meine Stiefmutter ist, aber ich betrachte sie ausschließlich als meine Mom - besteht darauf, dass sie zu cool, zu jung und zu modern ist, um jemals Oma genannt zu werden.
Und sie hat recht. Ich frage mich oft, wie ein spießiger Investmentbanker wie mein Vater eine Frau abbekommen hat, die eine Sexspielzeugfirma besitzt.
»Mach es mit einer Umarmung wieder gut«, sagt sie. Theo stürzt herbei und presst sich an ihre Beine. Lennon beugt sich vor und küsst ihn auf den Scheitel.
Nachdem Theo sich losgerissen hat, geht er direkt zu meinem Vater und macht das Gleiche. »Hallo, Opa.«
Mein Vater wuschelt ihm durchs Haar. »Hey, Kumpel. Bist du schon wieder auf dem Weg zu deiner Mom?«
Er zieht sich zurück und nickt ausgiebig. »Ja. Sie geht heute mit mir ins Aquarium.«
Mein Vater lächelt. »Sehr cool.«
»Ich war schon mal mit Dad dort. Es ist so cool. Ihr solltet den einen Fisch sehen, den sie haben …«
Theo redet weiter, während ich ihnen ein Zeichen gebe hereinzukommen. Mein Vater beugt sich vor, hebt Theo hoch und geht ins Wohnzimmer, wobei er ihm aufmerksam zuhört. Lennon drückt meine Hand, als sie an mir vorbeigeht.
Sie weiß, wie sehr mich das geteilte Sorgerecht belastet. Die Tatsache, dass er hin und her gereicht werden muss, ist nicht das, was ich im Sinn hatte.
Aber Hannah und ich funktionieren als gemeinsame Eltern und Freunde besser. Letztendlich muss ich daran glauben, dass diese Art der Beziehung meinem Sohn mehr nützt, als wenn er zwei Eltern hätte, die zwar im selben Haus leben, aber unglücklich miteinander sind.
Wir verbringen die Zeit zu viert im Wohnzimmer und Theo zeigt meinen Eltern das neueste Lego-Feuerwehrauto, an dem er gearbeitet hat.
Nach einer Weile wechseln mein Vater und Lennon einen Blick. Sie steht von der Couch auf und geht zu Theo hinüber. »Hey, warum zeigst du mir nicht die neuen Lego-Sets, die du in deinem Zimmer aufgebaut hast?«
Jedes Mal, wenn wir ein Lego-Set bauen, stellen wir es auf eines der Regale in seinem Zimmer. Ich bin mir sicher, dass Lennon nur wenig Interesse daran hat zu sehen, woran er gearbeitet hat. Ich habe eher den Eindruck, dass es ein Vorwand ist, damit mein Vater und ich allein sind.
»Oh ja, Glamma, ich habe fast die ganze Stadt. Dad hat gesagt, als Nächstes sind die Boote dran.« Er nimmt ihre Hand und zieht sie aus dem Raum.
Bald hören wir Lennons und Theos Schritte auf der Treppe, und er redet ununterbrochen von dem Set, das Onkel Chase zusammenbauen musste, weil Dads Freunde es umgeworfen haben. Der Junge muss gespitzelt haben, denn Chase hat beim Wiederaufbau eigentlich gute Arbeit geleistet.
Nachdem ich den Gedanken verdrängt habe, wende ich mich an meinen Vater, der auf der anderen Seite der Couch sitzt. »Gute oder schlechte Nachrichten?«
Er schmunzelt. »Wir konnten dir noch nie etwas vormachen.«
»Ihr habt es bisher aber immer versucht. Also - gut oder schlecht?« Eine Million beängstigender Dinge schießen mir durch den Kopf. Lassen sie sich scheiden? Nein, sie scheinen glücklich zu sein. Ist etwas mit meinem Bruder oder meiner Schwester? Aber dann würden sie nicht den ganzen Weg hierherfahren. Es kann nicht sein, dass Lennon wieder schwanger ist.
Früher haben sie immer versucht, mir etwas vorzumachen – ziemlich oft sogar. Ich erinnere mich noch, als ich zwölf war und sie so taten, als würde mein Vater Lennon helfen, etwas in der Garage zu finden, während sie in Wirklichkeit herummachten oder anderweitig herumfummelten. Irgendwann habe ich sie darauf angesprochen. Ein anderes Mal hatte Lennon es versäumt, am Weihnachtsmorgen ein paar Geschenke unter den Baum zu legen, und ich fand den Sack ein paar Wochen später in der Garage, als ich mir meinen Roller holte. Sie versuchten, mir zu erklären, dass der Weihnachtsmann zu viele Kekse gegessen und wohl vergessen hatte, die Geschenke unter den Baum zu legen.
»Nun … wir hoffen, dass du es für eine gute Nachricht hältst.« Mein Dad hat sein ernstes Gesicht aufgesetzt. Das, das ich immer sehe, wenn er an einem Geschäftsabschluss arbeitet.
»Ich höre.«
»Lennon und ich führen Verhandlungen, um die Kingsmen zu kaufen. Wenn alles glattgeht, sind wir die Eigentümer, sobald das Trainingslager beginnt.«
Ich blinzle und blinzle noch einmal, bis meine Augen weit offen sind. Keine Ahnung, was ich erwartet hatte, aber das sicherlich nicht. »Wow. Dann darf man wohl gratulieren, oder?«
Er schaut mich an und versucht, meine Reaktion zu deuten. »Ist das okay für dich?«
Ich denke darüber nach, was es für mich bedeutet, dass meine Eltern Eigentümer meines Teams sind, und wie es die Art und Weise verändern könnte, wie meine Mannschaftskameraden mich sehen. »Ich schätze … das bedeutet, dass ihr meine Chefs sein werdet.« Ich zucke zusammen.
Mein Dad seufzt. »Theoretisch gesehen, ja, aber du wirst keine Sonderbehandlung von uns bekommen. Und wir werden uns nicht einmischen, was auch immer du auf dem Spielfeld tust. Es sei denn, die Dinge laufen komplett schief.«
Ich schmunzle. »Danke für den Vertrauensbeweis.«
»Die Wahrheit ist, dass wir schon seit einiger Zeit darüber nachdenken, das Team zu kaufen. Dass du letztes Jahr hierher gewechselt bist, war überraschend und hat Lennon und mich dazu bewegt, das Gespräch zu vertagen. Wir wollten uns nicht in dein Leben einmischen. Doch dann bekamen wir die Nachricht, dass Giles Hanover immer noch verkaufen will, aber wir würden niemals den Vertrag unterschreiben, ohne vorher mit dir gesprochen zu haben.«
Ich lehne mich auf der Couch zurück, die Hände hinter dem Kopf verschränkt. »Ich weiß das zu schätzen, Dad, aber ich würde dir nicht im Weg stehen, selbst wenn ich nicht einverstanden wäre. Ihr habt über die Jahre so viel für mich und Theo getan …«
Mein Dad unterbricht mich schnell. »Das tun Eltern nun mal, Brady. Das weißt du doch jetzt selbst.« Er hat recht. Es gibt nichts, was ich nicht für meinen kleinen Jungen tun würde. Mir selbst hat es nie an etwas gefehlt, als ich aufwuchs.
Ich nicke. »Ja, ich weiß. Was ich damit sagen will, ist, dass du es tun solltest, wenn du es willst. Ich bin zweiunddreißig. Realistisch betrachtet, sind meine Tage als Footballspieler gezählt, während du das Team für Jahrzehnte besitzen könntest, wenn du das wollen würdest. Ich werde dem Ganzen nicht im Wege stehen.«
Mein Dad steht auf und klopft mir auf die Schulter. »Also gut. Wünsch uns Glück. Giles Hanover ist ein Arschloch erster Klasse, dem ich nicht ein Stück über den Weg traue.« Dann wird er ernst. »Natürlich darfst du niemandem etwas davon erzählen.«
»Meine Lippen sind versiegelt.« Das Geräusch von Schritten auf der Treppe veranlasst mich zu rufen: »Halt dich am Geländer fest!«
Mein Dad grinst. »Er erinnert mich sehr an dich.«
»Ich war also in seinem Alter total anstrengend?«
Theo und meine Mom kommen zu uns ins Wohnzimmer. »Dad! Glamma hat gesagt, dass sie mich ins Legoland mitnimmt, wenn ich dieses Wochenende brav bei Mom bin.« Seine Augen sind groß und voller Aufregung, während er vor mir auf und ab hüpft.
»Ist das nicht in der Nähe von San Diego?«, frage ich und schaue meine Mom an.
Sie winkt ab. »Wir nehmen den Hubschrauber und machen einen Tag draus.«
Ich will nicht lügen und behaupten, dass es nicht schön ist, Geld zur Verfügung zu haben, und meine Eltern hatten schon immer Geld, das steht fest. Aber erst als ich ein Teenager war, traten sie dem Ein-Prozent-Club bei. Ich will nicht, dass Theo aufwächst und denkt, es sei normal, für einen Tagesausflug in ein Privatflugzeug zu springen.
»Mom …«
Sie hält beide Hände hoch. »Was? Darf ich mein einziges Enkelkind nicht verwöhnen?«
Lennon kommt um meine Antwort herum, als es an der Tür klingelt und Theo aus dem Zimmer rennt.
»Wir sollten sowieso gehen«, sagt mein Dad.
Meine Mom schaut zwischen uns hin und her. »Habt ihr miteinander gesprochen?«
»Alles ist gut«, sagt mein Dad.
Sie nimmt mich in den Arm. »Wir versprechen dir, dass wir uns nicht...




