E-Book, Deutsch, 133 Seiten
Reich Lotta
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7368-6964-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Was sich nicht schickt wird gefickt
E-Book, Deutsch, 133 Seiten
ISBN: 978-3-7368-6964-6
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Während ihre Eltern nach einem standesgemäßen Heiratskandidaten Ausschau halten, bumst sich die geile Lotta aus gutem Hause hemmungslos durch die Unterschicht. Frei von Standesdünkel sucht sie einen Mann mit den passenden Kronjuwelen. Wird die Liebe siegreich sein, oder aber das lodernde Feuer ihrer nimmersatten Schenkel? WOLLUST PUR! 'Etwas Hartes drückte gegen ihren Bauch. Als Lotta seinen schmutzigen Gedanken begriff, war es zu spät. Und die Wodkaflasche steckte bis zum Hals in ihrem aufgeplatzten Igel. Der Flaschenhals war schmal genug, um lautlos in ihrer klatschnassen Spalte zu verschwinden. Devot lehnte Lotta sich zurück, während die gefälschte polnische Steuerbanderole in ihrem Körper verschwand. Es machte keinen Sinn dagegen aufzubegehren. Sonst wäre die Flasche zerbrochen, und hätte aus ihrer lieblichen Fut ein Tentakelmonster gemacht. Blutend wie am ersten Tag der Periode. Nun war sie neugierig geworden. Wie weit die Flasche ging. Dimitris Kosakenzipfel stand zum zweiten Mal an diesem Abend. Sein violettes Auge schien sie zu beobachten, wie sie sich unter den Liebkosungen der kalten Flasche wand. Mit seiner freien Hand griff er beherzt zu. Zog die Mütze über Ivans Kopf zu. Riss sie herunter. Zog sie hoch. Riss sie herunter. Lotta genoss es, auf Gedeih und Verderb seinen perversen Gelüsten ausgeliefert zu sein. Sie musste zugeben, ihn maßlos unterschätzt zu haben. Ein Fehler, den sie mit einem brennenden Wurstloch bezahlen würde. Das Glas nahm ihre Körperwärme auf, und gab sie an ihre Schleimhäute ab. Sein Inhalt jedoch schwappte kühl gegen ihren Muttermund. In ihren Eingeweiden gluckerte es unter diesem mächtigen Klistier. Dimitris Bewegungen wurden schneller. Der Fleischzyklop verkrampfte in seiner Hand, sein eines Auge schien zu blinzeln. Dann spritzte er seine Soße über ihr Kleid. Die Flasche ploppte aus ihr heraus, und zerschellte am Boden. Damit hatten die süßen Marterqualen ein Ende.'
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Nachschlag am Buffet
Lotta hasste ihren altmodischen Vornamen, der sie einschnürte wie ein Korsett. In ihr lebten die Gene ihrer Großmutter fort, eine echte Freifrau von Lottersleben. Deren Herrschaft über das Haus endete, als sie mit einem Kammerdiener im Bett erwischt wurde. Lotta war die Kurzform von Charlotte. Insofern hatte sie es noch günstig getroffen. Dennoch kam sie nicht umhin, sich über einen Vornamen zu ärgern, den sie nicht selbst ausgesucht hatte. Adel verpflichtet. Mit einem guten Namen waren dröge Pflichten verbunden. Was ihre Eltern von ihr verlangten: Sitte und Moral. Dabei nannte sie ein vortreffliches Fötzlein ihr eigen. Rotbraune Ranken wuchsen um einen tiefen Brunnenschacht, der es mit jedem Eimer aufnehmen konnte. Seine feuchten Tiefen lockten Männer an wie Verdurstende in der Wüste. Alle wollten sie von diesem Wasser trinken, als wäre es ein edler Jahrgang aus dem Weinkeller des Schlosses. Einmal in der Woche stutzte sie die Hecken, damit der Garten ansehnlich blieb. Im Badezimmer hing ein rauer Luffaschwamm an einer schwarzen Baumwollkordel. Damit wurde die notwendige Reinlichkeit zu einem wollüstigen Vergnügen. Wenn einmal kein Mann über ihr lag, trieb sie den eingeseiften Schwamm wie ein verspieltes Haustier durch ihre weit offene Scham. Die Poren waren rauer als die Zunge jedes Liebhabers, der je bis zu ihrem Heiligsten vorgedrungen war. Viel lieber hätte sie sich jetzt im Badezimmer eingeschlossen. Als am Frühlingsball der Debütantinnen teilzunehmen. Seufzend lehnte sie über die Brüstung der oberen Galerie. Wo die Ahnen über jede ihrer Bewegungen, und jeden ihrer Gedanken wachten. Gebannt in Ölfarben auf Leinwand. Einst hatten sie Puder aufgelegt und teure Parfüms aus Paris oder Florenz. Nun wurden ihre alterslosen Gesichter von Firnis bedroht. Von der Galerie aus gingen zwei Gänge ab zu den Schlafzimmern. Lottas Räumlichkeiten lagen nicht im gleichen Trakt wie die ihrer Eltern. Zu groß die Gefahr, dass sie sie mit ihrem nächtlichem Liebesspiel einmal geweckt hätte! Unter ihrem Fenstersims wuchs ein Rebstock an einem Pflanzgitter die Fassade hinauf, wie ein umgekehrter grüner Wasserfall. Schon manch gelockter Jüngling hatte diesen gefährlichen Weg gewählt, um Rapunzel im Mondschein zu küssen. Auf die rosige Stelle zwischen den Haaren, wo die faltige Haut sich zu einem freundlichen Lächeln teilte. Lottas Busen wogte sinnlich in dem tief ausgeschnittenen Kleid. Sich fest ans Geländer zu lehnen wagte sie kaum. Wollte sie nicht riskieren, dass einer ihrer beiden Lieblinge sich selbstständig machte. Der unanständige Gedanke daran erhärtete ihre Nippel. Ihre erlesene Abendrobe war kein Teil von der Stange, oder aus einem Ladengeschäft. Um ihre Tochter unter die Haube zu bekommen, scheute Amalie von Lottersleben weder Kosten noch Mühen. Die Hausschneiderin hatte tiefrote Seide verführerisch eng auf den Leib gearbeitet. So eng, dass jede Unterwäsche hässliche Spuren hinterlassen hätte. Feine Bügel aus extra flexiblem Kunststoff hielten ihre Brüste an Ort und Stelle. Verhinderten, dass ihre harten Nippel durch den dünnen Stoff stachen. Wie zwei süße Dampfnudeln schwammen sie in ihrem eigenen Saft. Lotta trug keinen Slip darunter. Was für ein Luder wie Marie Antoinette schicklich war, konnte auch ihr nicht schaden. Obwohl sie nie probiert hatte auf einem Baguette zu reiten. Lotta hasste Krümel im Bett. „Da steckst du ja. Der Stauffenprinz erwartet dich.“ „Ich komme schon.“ „Und reiß dich zusammen. Er ist eine gute Partie!“ „Ja, Mutter.“ Sie musste sich am Geländer der Freitreppe festhalten, um nicht ins Straucheln zu geraten. Hohe Absätze vertrugen sich schlecht mit Treppen. Eigentlich zog man sie nur an, um sie postwendend wieder ausziehen zu können. Im Idealfall am Fußende eines Bettes, während ein Mann einen bedrängte. Sie verlängerten das Bein und machten den aufrechten Gang einer Gazelle. Es gefiel den Jägern, ihre Speere wurden hart im Futteral. Sie witterten den Saft eines läufigen Weibchens im Umkreis mehrerer Kilometer. Noch bevor sie ein Wasserloch ausmachen konnten. So verdursteten sie in der Wildnis, aber an warmem Fleisch fehlte es selten. Lottas Kleid war ideal für konservative Tänze. Ohne störende Schleppe, nicht zu kurz um einen Skandal auszulösen, dafür aber seitlich geschlitzt, um ihr dennoch genügend Beinfreiheit zu geben. Unten angekommen, knallten die Absätze ihrer Abendschuhe laut auf dem schwarzen Marmorboden. Wurden als vielzählige Echos von den holzvertäfelten Paneelwänden der Eingangshalle zurückgeworfen. Jeder hörte sie kommen. Die von der Feier der hohen Gesellschaft ausgebüchst war wie ein übermütiges Kind. Scham, ein lange vergessenes Gefühl. Weil aller Leute Augen auf ihr lasteten wie Senkblei. Der Festsaal war der am reichsten dekorierte Raum des Familiensitzes, denn er diente rein repräsentativen Zwecken. Das Eichenparkett stammte noch aus der Erbauung des Schlossguts. Gelegentlich wurden ausgetretene oder zersplitterte Bretter aus dem Stabmuster getauscht. Nach mehreren Lagen Leinsamenöl und der Patina aus jahrelangem Einwirken von Sonnenlicht, fielen die ausgebesserten Stellen kaum noch auf. In den kunstvollen Verzierungen der großen Fensterfassade mit Blick auf den Garten brach sich das Licht. Natürlich nicht jetzt, wo die dunkle Nacht gegen das Glas drückte. Aber liebreizend anzusehen bei nachmittäglichen Gesellschaften. Längst war der Familiensitz derer von Lottersleben an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Und elektrische Lichter mit dem Charme einer Rummelplatzbude waren LED-Lampen gewichen. Die Umrüstung hatte Vater ein kleines Vermögen gekostet. Von der Decke hingen schwere Lüster herab, die früher mit Kerzen bestückt gewesen waren. Lotta ging am übervollen Buffet vorbei ohne Hunger zu empfinden. Später würde sie Austern schlürfen, die salzig waren und glibberig. Eigentlich schmeckten sie wie Sperma, wenn man die Augen schloss und der Fantasie freien Lauf ließ. Lotta platzte in die Pause zwischen zwei Liedern. Die Spitzen der Gesellschaft standen in kleinen Grüppchen beieinander. Gesellschaftliche Anlässe wie dieser schmiedeten Adelige und Großindustrielle zusammen. Mutter instruierte den Kapellmeister, ein neues Stück anzustimmen. „Meine Herren, ich bitte zum Walzer.“ Die Jünglinge taxierten die Debütantinnen nach Körbchengröße und gesellschaftlicher Stellung. Denn die richtige Stufe auf der hierarchischen Leiter entschied, ob eine intimere Stellung in Frage kam. Stumm ließ Lotta die Fleischbeschau über sich ergehen, sie war Teil des Spiels. Und Spiele mochte sie. Der frivole Gedanke erregte sie, den Männern ausgeliefert zu sein. Innerlich zählte Lotta bis zehn, und atmete tief durch. Wenn sie jetzt feucht wurde, würden es alle mitbekommen. Sie trug keinen Schlüpfer unter ihrem Kleid. „Darf ich bitten?“ Sie kannte ihn aus Illustrierten die beim Frauenarzt auslagen. Das Leben der Schönen und Reichen, der Blaublütigen und Weinbergbesitzer. Manchmal war auch ihr eigenes Antlitz zwischen den Seiten gewesen. Prinz Achim von Stauffen hatte die Statur eines Riesen und überragte sie um gut einen Kopf. Es konnte nicht lange her sein, dass er dem Babyspeck entwachsen war. In die Höhe geflohen, um seinen gewöhnlichen Zügen zu entrinnen. Denn bei allem blauen Blute war sein Gesicht eine leere Leinwand. Eines dieser Dutzendgesichter, die eine amerikanische Musiksendung moderieren könnten. Langweiliges aschblondes Haar umrahmte die glatte Haut eines Milchbubis. Der Volksmund behauptete, wasserblaue Augen wären sexy. Ein tiefer Fluss, in dem man versinken wolle. Doch dieses Wasser war trübe wie die opake Eisplatte über einem Schlittschuhteich an einem kalten Februarmorgen. Nur seine Nase stach aus der Bedeutungslosigkeit hervor wie ein Wellenbrecher im Ozean. Gebogen wie ein Adler der die Flügel spannt, um sich auf seine Beute zu stürzen. „Du tanzt gut.“ Lotta schwang ihre Hüften zum Dreivierteltakt der Kapelle. In ihrem Rücken drückte die weiche Hand des Stauffenprinzen. Doch seine Berührung ließ sie kalt. Lotta bevorzugte die kräftigen Hände von Arbeitern und Proleten. Wenn derbe Schwielen über ihre Haut strichen, rannten elektrische Schauer ihr den Rücken entlang. Nur wer diese Partitur beherrschte, konnte bei ihr punkten. „Welche Hobbys hast du?“ „Reiten, Fechten und Fasanenjagd.“ So lernte man einfach keine Jungs kennen. Im Hintergrund zogen ihre Eltern die Fäden, als wären sie fremdbestimmte Marionetten. Lotta war sich sicher, dass beide Eltern sanften Druck ausübten. Sowohl ihre, als auch seine. Weil sie sich gut auf den Titelblättern gemacht hätten. Hausfrauen gejubelt hätten und Matronen, wenn sie von einer adligen Hochzeit in der Gala lasen. „Ich gebe mich gerne den Männern hin.“ „Was?“ „Ach nichts.“ Es war wie bei einer schlechten Nummer, wenn der gutaussehende Typ kein mechanisches Feingespür entwickelte. Bumsen konnte jeder, aber nicht im Takt! Achim gab sich wirklich Mühe charmant zu wirken. Während er seinen Einsatz...




