Remmers | In Christus gesegnet | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 324 Seiten

Remmers In Christus gesegnet


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-89287-582-6
Verlag: Christliche Schriftenverbreitung e.V., Abt. Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 324 Seiten

ISBN: 978-3-89287-582-6
Verlag: Christliche Schriftenverbreitung e.V., Abt. Verlag
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Eine Auslegung zum Epheserbrief
Der Apostel Paulus teilt im Brief an die Epheser Dinge mit, die wir in keiner anderen Schrift des Neuen Testaments finden. Dieser Brief lässt und in Sphären blicken, die von der Erde weit entfernt sind: "die himmlischen Örter".

Diese Vers-für-Vers-Auslegung erklärt den Brief an die Epheser für den christlichen Leser von heute.

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Kapitel 2: Die Erfüllung des Ratschlusses Gottes


Gottes Gnade (Kap. 2,1–10)


Mit den Worten „auch euch“ wird der in Kapitel 1,20 unterbrochene Gedanke wieder aufgenommen. Dort wird die Auferstehung des Herrn Jesus erwähnt, und hier wird dieser Gedanke fortgesetzt, allerdings sogleich von einem weiteren Einschub bis zum Ende von Vers 4 unterbrochen, wonach es dann mit einer kleinen Änderung heißt: „auch uns“.

In den ersten drei Versen finden wir das Urteil Gottes über den Zustand des Menschen. Von Vers 4–6 wird uns Gottes Gnade und Sein Wirken an uns und in den Versen 7–10 das Ziel Seines Handelns mit uns mitgeteilt. Hier wird uns nicht das Werk des Herrn Jesus am Kreuz vorgestellt – das finden wir in Kapitel 1,7 –, sondern die Segnungen, die Gott uns auf Grund dieses Werkes hat zuteil werden lassen.

Der Zustand des Menschen


Bevor das geschieht, wird erst ein klares Bild davon gegeben, wie Gott die Menschheit sieht, ob der einzelne Mensch es nun weiß oder nicht.

Vers 1: Auch euch, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden,

Zunächst spricht Paulus mit „euch“ die Nationen an, danach aber schließt er in dem Wort „uns“ die Juden mit ein. Im Alten Testament war Israel das auserwählte, gesegnete Volk Gottes. Die Nationen, die Unbeschnittenen, hatten keinen Anteil an den Vorrechten Israels, wie ab Vers 11 deutlich herausgestellt wird. Doch was hier von den Ephesern gesagt wird, trifft auf alle Menschen zu: „tot in euren Vergehungen und Sünden“. Es ist nicht der leibliche Tod gemeint, denn in Vers 2 wird ja von dem früheren Lebenswandel gesprochen. Gemeint ist der moralische Zustand des natürlichen Menschen, an dem Gott kein Wohlgefallen haben kann. „Tot“ bedeutet hier ‚geistlich tot', das heißt getrennt von Gott und zugleich in Unkenntnis über Ihn. Im Römerbrief dagegen werden die Aktivitäten des in der Sünde lebenden Menschen beschrieben (Röm 1–3). Die Sünden beweisen, dass im Menschen nichts Gutes vorhanden und er für Gott geistlich tot ist. Nach dem Römerbrief muss dieser in Sünden lebende Mensch mit Christus gekreuzigt werden, sterben und in der Taufe begraben werden (Röm 6). Jeder, der getauft ist, hat dadurch bezeugt, dass sein altes Wesen ein Ende gefunden hat.

Hier dagegen sehen wir den Sünder als von Natur tot. Er muss für Gott lebendig gemacht werden – mit Christus; er muss auferweckt werden – mit Christus; er wird sogar in den Himmel versetzt gesehen – in Christus. Die Lehre des Römerbriefs mit dem Ende des alten Menschen und die des Epheserbriefes mit einer neuen Schöpfung, dem neuen Menschen, ergänzen einander in vollkommener Weise. Es fällt uns wohl leichter, die Lehre des Römerbriefes zu verstehen, weil sie uns praktisch näher liegt. Durch die Rechtfertigung aus Glauben und das Gericht über den alten Menschen hat unser altes Leben ein Ende gefunden und wir wandeln jetzt in Neuheit des Lebens. Aber hier wird uns nicht nur ein neuer praktischer Anfang vorgestellt, sondern eine neue Schöpfung, ein neuer Mensch (Kap. 2,15; 4,24). Aus elenden Geschöpfen hat Gott für sich etwas Neues geschaffen.

Es gibt keinen guten Kern in dem verlorenen Menschen. Wäre es so, dann hätte der Sohn Gottes nicht für uns zu sterben brauchen, denn dann hätten wir uns selbst aus dem Schlamm der Sünde befreien können. Aber ein Toter kann nichts tun. Gott musste uns aus dem Tod befreien, denn nur Er ist dazu imstande. Der Kern aller Religionen, die ja (mit Ausnahme der israelitischen) nicht auf göttlicher Offenbarung, sondern auf menschlichen Gedanken basieren, ist, dass man ein mehr oder weniger gutes Ziel vor Augen hat, das der Mensch durch eigene Bemühungen erreichen muss. Aber wahre Errettung gibt es nur durch den Glauben an Gott, der allein uns von unseren „Vergehungen und Sünden“ reinigen kann. Eine Vergehung (oder Übertretung) ist eine Handlung, von der man weiß, dass sie nicht richtig ist, während vielen Menschen nicht bewusst ist, dass ihr ganzes Leben aus Sünden besteht. Sündigen bedeutet ursprünglich: das Ziel verfehlen.

Vers 2: In denen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams;

In diesen Dingen lebt der Mensch von Natur, und das Vorbild dafür ist der „Zeitlauf dieser Welt“ und der „Fürst der Gewalt der Luft“, das heißt Satan, der Engelfürst, der gewaltige Macht hat. Zwar ist seine Macht durch das Kreuz gebrochen, weil der Mensch sich jetzt nicht mehr unentrinnbar unter seinem Einfluss befindet. Es gibt Rettung. Aber unterschätzen wir die Macht des Teufels nicht. Er ist auch jetzt noch der Fürst der Gewalt der Luft. Wie die Luft uns umgibt, die alles durchdringt, so ist es auch mit dem Fürsten der Gewalt der Luft. Es gibt keine Abkapselungsmöglichkeit. Satan verfolgt die Menschen überall. Er ist der Geist, „der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams“. Die Menschen werden nicht nur von außen beeinflusst, sondern dieser Geist ist auch in ihnen tätig. Satan hatte es Judas ins Herz gegeben, den Herrn Jesus zu verraten (Joh 13,2). Satan beeinflusst die Gedanken der Menschen und ist dadurch in denen aktiv, die hier Söhne des Ungehorsams genannt werden, das heißt Menschen voller Ungehorsam. Ähnlich ist es mit dem Ausdruck „Kinder des Zorns“ (Vers 3). Es sind Menschen, deren ganzes Leben nur aus Ungehorsam gegenüber Gott besteht. Der natürliche Mensch fragt nicht nach dem Willen Gottes. Er ist also ungehorsam, ob er es will oder nicht. Auch wenn die Juden eine Stellung einnahmen, die sie aus den Völkern der Welt heraushob – sie besaßen die Offenbarung Gottes, ein Vorrecht, an das manche Stellen im Neuen Testament erinnern –, waren sie von Natur nicht besser. Kein Angehöriger des jüdischen Volkes wird dadurch errettet, dass er Jude ist.

Vers 3: Unter denen auch wir einst alle unseren Wandel führten in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren wie auch die Übrigen.

Deshalb sagt der Apostel hier: „unter denen auch wir einst alle unseren Wandel führten in den Begierden unseres Fleisches“ und nennt damit zugleich die Quellen des Bösen: die Begierden des Fleisches. Wer den „Willen des Fleisches und der Gedanken“ tut, handelt nicht nach dem Willen Gottes und ist somit ungehorsam, wie wir in Vers 2 sahen. Während „Fleisch“ auf die Quelle des Tuns weist, zeigen die „Gedanken“ den geistigen Weg, der zur sündigen Tat führt. Dadurch sind auch die Juden „von Natur Kinder des Zorns wie auch die Übrigen“. Alle Menschen stehen unter dem gerechten Zorn Gottes. Deshalb konnte der Herr Jesus sagen: „Wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm“ (Joh 3,36). Am Kreuz hat Er stellvertretend für alle, die an Ihn glauben, den gerechten Zorn und die gerechte Strafe Gottes über alle Sünden und über den Zustand, der hier beschrieben wird, auf sich genommen. Deshalb darf jeder, der an Ihn glaubt, wissen, dass Gottes Zorn von Ihm abgewendet ist, denn Gott ist gerecht und bestraft nicht zweimal. Auf dem, der nicht glaubt, bleibt der Zorn Gottes; er bleibt ein Kind des Zorns.

Gottes Handeln mit uns


In Vers 4 kommt der Apostel auf die Erweisung der Macht Gottes zurück, ein Thema, das er schon in Kapitel 1,19 begonnen, aber in Vers 21 unterbrochen hat.

Vers 4: Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat,

Erst wenn wir unseren völlig verdorbenen Zustand erkennen, können unsere Augen auch für die Liebe, Gnade, Güte und Barmherzigkeit Gottes geöffnet werden. So wurde auch dem verlorenen Sohn erst, als er als Hirte bei den Schweinen gelandet war, der Blick für die Liebe seines Vaters geöffnet (Lk 15). Bei seiner Rückkehr durfte er den ganzen Reichtum der Barmherzigkeit und Liebe seines Vaters erfahren.

Wir finden hier nicht das Werk des Herrn Jesus, sondern den Ursprung dessen, was auf Golgatha geschehen ist, die Liebe im Herzen Gottes, wie wir es schon am Anfang von Kapitel 1 sehen. Johannes schreibt einmal: „Gott ist Licht“, aber zweimal: „Gott ist Liebe“ (1. Joh 1,5; 2,8. 16). Danken wir Ihm täglich für Seine viele Liebe, die Er uns erwiesen hat, indem Er uns durch Seinen Sohn errettet hat!

Vers 5: Hat auch uns, als wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig gemacht – durch Gnade sei ihr errettet –,

Obwohl wir tot waren in den Vergehungen (s. Vers 1), wird uns hier nicht Gottes „Reaktion“ auf unseren elenden Zustand geschildert, denn dann hätte es ausgereicht, dass Er uns unsere Sünden vergab. Wir besitzen diese zwar, wie Kapitel 1,7 sagt, aber Gott wollte uns viel mehr geben: Er wollte uns den Reichtum Seiner Barmherzigkeit, Liebe, Gnade und Güte überschwänglich erweisen. Seine Absicht war, uns einen Platz zu schenken, der in nächster Nähe und in Übereinstimmung mit dem Platz ist, den Er Seinem Sohn gegeben hat. Ihn hat Er nach vollbrachtem Werk aus den Toten auferweckt und zu Seiner Rechten in den himmlischen Örtern gesetzt (Kap. 1,20). Deshalb hat Er uns „mit dem Christus lebendig gemacht“. Wir waren moralisch tot in Sünden. Tod bedeutet nach Gottes Wort Trennung. Der moralische Tod ist die Trennung, die Entfernung des in Sünde lebenden Menschen von Gott, der leibliche Tod die Trennung von Seele und Leib, und der zweite Tod – im Unterschied zum leiblichen Tod – ist die ewige Verdammnis, die ewige Trennung von Gott. Der Herr Jesus, der selbst das Leben ist, ist freiwillig für uns in den Tod gegangen. Als Er am Kreuz in den drei...



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