Reuel | Das Spiel der Krähe | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 360 Seiten

Reihe: Die Rückkehr der Westfal-Chaoten

Reuel Das Spiel der Krähe

Die Rückkehr der Westfal-Chaoten 2
2. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7407-4292-8
Verlag: TWENTYSIX EPIC
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Rückkehr der Westfal-Chaoten 2

E-Book, Deutsch, 360 Seiten

Reihe: Die Rückkehr der Westfal-Chaoten

ISBN: 978-3-7407-4292-8
Verlag: TWENTYSIX EPIC
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Westfal, Ende des 19. Jahrhunderts. Ein letzter Widersacher aus dem Geheimorden der Ekpyrosis hegt weiterhin böse Absichten. Es ist kein Geringerer als der Magier Ruinard Esker. Ihn zur Rechenschaft zu ziehen, ist dem Halbling Reginald Vonderlus ein persönliches Anliegen. Doch jener Gegner steht kurz vor der Wahl zum Bürgermeister und übt bereits niederträchtigen Einfluss in der Stadt aus. Eine Kluft zwischen den Bürgern Allfaldrias tut sich auf. Die Westfal-Chaoten scheint die Situation zunächst nicht weiter zu kümmern, bis sie allesamt verhaftet und für die Tragödie im Bunker vom Zwyndrinwald verantwortlich gemacht werden. Steht Reggie nun allein mit dem Rücken zur Wand? Eines ist sicher: Er braucht Verbündete im Kampf gegen den Intriganten, denn das Spiel der Krähe hat längst begonnen.

Der Autor wuchs in Kornelimünster auf, einem bekannten und idyllischen Örtchen, das zu Aachen gehört. Der zweifache Vater arbeitet als Mediengestalter. Er kämpfte begeistert als Larper beim Schwarzen Eis auf den Schlachtfeldern von Mythodea mit. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich gerne Magic: the Gathering, etwas World of Warcraft und auch Pen&Paper. Seine größten Vorbilder sind J.R.R. Tolkien und Andrzej Sapkowski.

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1. Eine Beichte
Am Vormittag des 1. April 1889 in Allfaldria. Verwirrt fanden sie sich auf der Altpforte, Ecke Stramodtstraße wieder, die ein kurzes Stück tiefer, parallel zur Brückentorgasse verlief. Nachdem sie das Trifolium durch die magische Pforte verlassen hatten, stellte der Zwerg unter ihnen gleich klar, dass das gegenüberliegende Jenuss Huus, ihre Lieblingskneipe in dieser Stadt, leider erst am Abend seine Türen öffnen würde. Darauf hatte ihr Freund der Halbling und Inspektor außer Dienst namens Reginald Vonderlus den Vorschlag unterbreitet in sein naheliegendes Lieblingscafé einzukehren, das gleich in der Nebengasse lag. Einstimmig entschieden sie ihn dorthin zu begleiten. Das Lokal trug den Namen Zum Kittel und hatte ein großes Fenster zur Straße hin, von wo man die Passanten prima beobachten konnte. Das hatte Reggie früher schon gerne getan, wenn er sich hier gelegentlich eine Auszeit gönnte oder sich mit jemanden traf, wie zuletzt die Freundin und Reporterin, Ädelein Keckefott, vom Allfäller Anzeiger. Das lag nun jedoch schon einige Wochen zurück. Und seitdem hatte sich viel ereignet. An diesem schönen ersten Aprilmorgen saß der Halbling, dessen Markenzeichen eine schwarze Melone war, jetzt mit seinen besten Freunden zusammen. Den Hut hatte er im Café natürlich abgesetzt. Gerade erst hatten sie wieder einmal ein aufregendes Abenteuer hinter sich gebracht, in das sie erneut unverhofft geraten waren. Vor ungefähr einem Monat war Reggie mit einem einzigen Hinweis auf die Suche nach ihnen aufgebrochen, da sie mehrere Monate von der Rückkehr aus Trivess, ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer, verschollen blieben. Insgesamt war es in den vergangenen elf Monaten für die Männer sehr turbulent zugegangen. Einen Großteil hatten sie fern von ihrer Heimat verbracht, in fremden Betten genächtigt und zeitweilig noch nicht einmal das gehabt. Daher war es nur verständlich, dass sich jeder von nun an danach sehnte ein normales Leben zu führen und das sollte auch so kommen. Vorerst gab es noch eine schlechte Nachricht, die der Halbling ihnen an diesem Morgen offenbaren musste. Und dabei handelte es sich wirklich nicht um einen Aprilscherz. Nein, das wäre seinen Freunden gegenüber nur fair, hatte Reggie für sich entschlossen. Denn schließlich waren sie in dem Glauben heimgekehrt, einen Sieg über eine nationalistische Partei und Orden errungen zu haben. Die Ekpyrosis. Sie stammte aus dem Lande Rhonisch, das im Süden an Westfal angrenzte, und seit über einem Jahr spielte dieser Orden eine lästige Rolle in ihrem Leben, indem dieser über so manche Akteure versuchte, ihre Macht über die Grenze hinweg in Westfal auszubreiten. Selbst Reggie hatte erst kürzlich ihren ganzheitlichen tückischen Plan durchschaut und zunächst seine Stelle als Inspektor beim Polizeilichen Präsidium in Allfaldria vorerst an den Nagel gehangen. Bisher, so sein anfänglicher Plan, nur um seine verschollenen Freunde zu suchen und nach Hause zu begleiten. Ein Versprechen, das er gewissen Menschen gegeben und mit der heutigen Ankunft somit auch eingelöst hatte. Was wären Tolus Schwester Dini und Andoreds Schwestern erleichtert? Nervös rieb sich der Halbling seine schwitzigen Hände, denn er wollte es ihnen jetzt endlich beichten. Seitdem sie von dem Fall des Ordens gehört hatten, an dem Syljana Braélad, die Elbin des Silbernen Klees, und Wizow Fundux, der kleine Kobold aus Treveriam, ausschließlich beteiligt waren, enthielt er ihnen diese Tatsache vor. Es war sehr wahrscheinlich, dass sie für längere Zeit nicht mehr so zusammen kamen. Zuvor wartete Reggie mit seiner Offenbarung, bis jeder sein Getränk serviert bekommen hatte und spinkste hin und wieder zu seinem Freund Ehren hinaus, der vor dem Fenster wartete. Dem pechschwarzen Einhorn schien es draußen gut zu gehen. Anschließend bat der Halbling um ihre Aufmerksamkeit und räusperte sich, bevor er sich nun von seinem Stuhl erhob. »Meine Freunde, bevor wir uns gleich Hals über Kopf verabschieden und auseinandergehen, möchte ich euch noch etwas mitteilen.« Der Elb, Andored, hatte längst bemerkt, wie unruhig der Halbling seit ihrem Eintreffen im Café geworden war. Die Nachricht, schloss er daraus, konnte daher keine Gute sein, wenn sie ihm so schwer fiel. Geistig machte sich Ando deshalb darauf gefasst und überlegte schon vorab, was es sein konnte. Reggie räusperte sich erneut. »Nun mach es nicht so spannend, kleiner Mann«, sagte Tolumirantos amüsiert. »Du klingst ja schon beinahe wie Monty, wenn er nervös ist.« Ertappt schaute Reginald ihn an und musste schlucken. Sein aufgesetztes Lächeln wirkte gequält und er schien mit den Worten zu ringen. »Reggie«, nannte ihn Andored sanft bei seinem Spitznamen. »Schau mich an!« Als der Halbling seiner Aufforderung Folge leistete, sprach der Elb beherzt weiter und sah ihm dabei direkt in die Augen. »Du bist in guter Gesellschaft. Wie schwer es auch ist, niemand wird dich dafür verurteilen.« »Ist gut«, fasste sich der kleine Mann, fuhr sich mit einer Hand verlegen durch sein blondes Kraushaar. »Ich habe euch eine wirklich wichtige Sache vorenthalten«, gestand er ihnen. Unbehelligt warteten sie darauf, dass ihr kleiner Freund weitersprach. Als ihn eintreffende Gäste kurz daran hinderten, warteten sie geduldig auf ihn. Die Anwesenheit Fremder veranlassten Reggie jedoch nun dazu, in abgewandelter Form zu sprechen. Man wusste ja nie, wer zufällig mithörte. Er hoffte inständig, dass sie ihn dennoch verstehen würden. »Die Krähen sind nicht alle hinfort«, verkündete er im metaphorischen Sinne und meinte damit die verstorbenen Mitglieder des Ordens. Tolu winkte mit einer Handgeste ab und gestand ein, dass sie natürlich wüssten, dass es noch viele Anhänger gebe, aber niemanden wie Tretenville oder Roykoff. »Oder, Reggie?«, sah er ihn auffordernd an und als der Halbling zögerte, wurde er gleich argwöhnischer. »Oder, Reggie?«, wiederholte er jetzt nachdrücklicher seine Frage und Tolus rechte Braue wanderte zur Stirn hinauf. »Doch«, widersprach der Halbling ihm kleinlaut. »Eine einzige Person ist noch übrig, derzeit sogar in der Stadt zugegen und stets wachsam.« Still und mit versteinerten Gesichtern sahen sie ihn alle an. Im Hintergrund redeten die anderen Gäste unbehelligt miteinander, als wäre an diesem Morgen alles in bester Ordnung. Nur eben für die sieben Männer nicht. Kurz darauf setzte sich Tolumirantos seufzend vor und stützte seinen Kopf mit einem Arm auf dem Tisch ab. Er schien über das Gesagte nachzudenken. Unterdessen zupfte Medjev ihm am Ärmel, um flüsternd zu erfragen, was Reggie genau gemeint hatte. Dann regte sich Andored und durchbrach die Beklommenheit mit ruhiger Stimme. »Das ist schlecht«, meinte der Elb kurzum. »Aber mitnichten unser Problem.« »Zumindest so lange es uns nicht betrifft«, pflichtete ihm nun auch Tolu bei und bedachte den Elb mit hochgezogener Augenbraue. Wütend pfefferte Tomagril einen Bierdeckel auf den Tisch. Niemand der Gäste bemerkte es, da sie von ihren eigenen ausgelassenen Erzählungen abgelenkt waren. »Ist doch nur eine Frage der Zeit«, meinte der blassere Elb verärgert und verschränkte trotzig seine dünnen Arme vor der flachen Brust. Dabei zeichnete sich sogar seine Kerbe auf der Stirn ab. Ein Zeichen, dass er es ernst meinte. »Ganz ruhig Blondie«, sagte Tolu gelassen zu Tomagril und wandte sich dann allen zu. »Das sind ungelegte Eier. Warten wir mal ab«, beruhigte sie der Zwerg und richtete sich daraufhin an den Halbling. »Danke für deine Ehrlichkeit, Reggie. Ich denke, wir sollten gemeinsam und in Ruhe austrinken und gehen dann unserer Wege. Lassen wir erst einmal das normale Leben wieder einkehren und etwas Gras über die ganze Sache wachsen. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht? Aber ich brauche dringend eine Auszeit.« »Korrekt«, stimmte auch Monty, der Gestaltwandler, zu und gab sich bildmalerisch wortgewandt. »Wir beobachten unterdessen die Saat und schauen, ob sie Früchte trägt. Wenn sich die Krähe daran vergreifen will, schnappen wir sie uns.« »Nun ja«, schaltete sich der Halbling wieder ein, der längst auf seinem Stuhl zurückgekehrt war und lachte verlegen auf. Denn ganz so einfach verhielt sich die Angelegenheit natürlich nicht und das hatten Ando und Tolu auch schon längst geahnt. »Diese Krähe ist eine Besondere. Sie verfügt über großen Einfluss und außergewöhnliche Kräfte.« Während er das letzte Wort sagte, klimperte er mit seinen Fingern in der Luft, wie Zauberkünstler es taten, um ihre tollen Tricks visuell etwas auszuschmücken. Darin steckte der Hinweis, dass es sich erneut um einen Magier handelte. »Schlimmer als die letzten Krähen?«, hakte Tolu ungläubig nach. Reggie nickte auch dieses Mal und blieb weiter bildmalerisch....



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