Riva | Traumboote nach Italien | Buch | 978-3-936496-36-9 | www.sack.de

Buch, Deutsch, Band 14, 289 Seiten, KART, Format (B × H): 150 mm x 210 mm, Gewicht: 430 g

Reihe: studia litteraria

Riva

Traumboote nach Italien

Eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager
Erscheinungsjahr 2012
ISBN: 978-3-936496-36-9
Verlag: Egert, G

Eine literatur- und kulturwissenschaftliche Untersuchung deutscher Italienschlager

Buch, Deutsch, Band 14, 289 Seiten, KART, Format (B × H): 150 mm x 210 mm, Gewicht: 430 g

Reihe: studia litteraria

ISBN: 978-3-936496-36-9
Verlag: Egert, G


Seit dem Mittelalter bestehen zwischen Deutschland und Italien enge Beziehungen, die bis in die Gegenwart fortdauern. Waren es in der Frühzeit Pilgerreisen, die gläubige Menschen aus Deutschland nach Italien führten, so entwickelte sich Italien in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum beliebtesten Ferienland der Deutschen. Die Sehnsucht der Deutschen nach dem Süden fand ihren Ausdruck in zahlreichen Italienschlagern, die das günstige Wetter, die landschaftliche Schönheit und den kulturellen Reichtum des Landes sowie die Lebensart der italienischen Bevölkerung priesen. Alessandra Riva analysiert in ihrer Dissertation die Texte von 147 Italienschlagern hinsichtlich ihrer Themen, Topoi, Figuren und stilistischen Besonderheiten. Auf diese Weise gelingt ihr eine plastische Darstellung des Italienbildes der Deutschen, wie es in den Schlagern zum Ausdruck kommt.

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung.S. 1
Teil I: Grundzüge der Gattung Schlager.S. 5
A. Was ist ein Schlager? Wortgeschichte und Definitionsversuche.S. 5
B. Die Geschichte des deutschen Schlagers.S. 12
C. Konstitutive Elemente: Text, Musik, Interpret.S. 34
1. Text.S. 36
a) Form.S. 44
b) Stil und Sprache.S. 46
c) Grammatikalische und syntaktische Struktur. S. 47
d) Themen und Schlagertypen. S. 47
2. Musik und Interpret. S. 66
D. Fazit. S. 71
Teil II: Italienschlager zwischen den dreißiger Jahren
und der Mitte der sechziger Jahre. S. 72
A. Kontextualisierung und Vorstellung der Italienschlager.S. 72
1. Die deutsche Italienreise.S. 74
2. Die italienische Einwanderung nach Deutschland. S. 80
3. Die Entstehung von Italienbildern.S. 83
4. Die Italienschlager im 20. Jahrhundert.S. 91
B. Literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse der Texte.S. 97
1. Die Themen der Italienschlager.S. 97
a) Liebe.S. 97
b) Natur.S. 106
c) Musik.S. 111
d) Geselligkeit.S. 116
e) Stadt.S. 122
f) Italienklischees.S. 125
g) Italienische Auswanderung.S. 128
2. Die Topoi der Italienschlager.S. 130
a) Die Nacht.S. 133
b) Gesang und Mandolinen.S. 139
c) Das Meer.S. 144
d) Das Boot.S. 147
e) Die Sonne.S. 149
f) Der Himmel.S. 152
g) Der Wein und weitere italienische Produkte.S. 153
h) Die Taverne.S. 156
3. Die Farben in den Italienschlagern.S. 157
4. Die Topografie der Italienschlager.S. 163
5. Die Figuren der Italienschlager.S. 167
6. Sprachliche und stilistische Analyse der Texte.S. 173
7. Einige Beispiele deutscher Versionen bekannter italienischer Lieder.S. 181
C. Das Italienbild der Italienschlager.S. 199
D. Die Italienschlager und die deutsche Nachkriegsgesellschaft.S. 208
Schlusswort: Fahren die Traumboote weiter?.S. 213
Bibliografie.S. 218
Anhang: Italienschlagertexte.S. 228
Quellen der Schlagertexte.S. 286


Vorwort
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen, die mich während meiner Promotion
unterstützt haben, herzlich bedanken.
Die erste Anregung für diese Arbeit kam von meinem Betreuer Herrn Prof. Dr.
Gerhard Kurz, dem ich für seine nützlichen Ratschläge und inhaltlichen Hinweise
danke. Die Zusammenarbeit mit ihm war immer angenehm und aufschlussreich.
Ebenso möchte ich meiner Zweitgutachterin Frau Prof. Dr. Barbara Stein-Molinelli
danken. Als deutsche Dozentin in Italien, die sich der Schwierigkeiten italienischer
Muttersprachler bei der Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit in deutscher
Sprache bewusst ist, war sie für mich bei stilistischen und sprachlichen Fragen eine
große Unterstützung
Für die abschließende Lektorierung meiner Dissertation bedanke ich mich bei Frau
Sina Vivien Schneider, mit der ich sehr gerne zusammengearbeitet habe.
Einleitung
Die verschiedenen Aspekte der deutsch-italienischen Beziehungen, der Begegnungen
und des Zusammenlebens sind in der heutigen Zeit konkreter Teil des deutschen
Lebens: Alltäglich hat man in Deutschland Kontakt zu Italien, sei es über die zahlreichen
italienischen Restaurants und Eisdielen, sei es dank des Interesses an und der
Liebe der Deutschen zu der italienischen Sprache und Kultur, sei es wegen des Reizes,
den das Land mit seinen berühmten und weniger berühmten Orten ausübt, sowie der
üblichen Vorstellung immer günstiger Wetterbedingungen.
Diese Zuneigung der Deutschen zu Italien hat nicht nur die Literatur beeinflusst,
sondern ebenso die deutsche Unterhaltungsmusik schon vor sechzig Jahren. Schlager
wie Capri-Fischer (1943, aber erst 1949 berühmt geworden), Komm ein bißchen mit
nach Italien (1956) oder Zwei kleine Italiener (1962) sind in Deutschland heutzutage
immer noch allgemein bekannt und gehören zu der beträchtlichen Produktion von
Italienschlagern, die schon seit 1930 verfasst und komponiert wurden.
Ziel dieser Arbeit soll es deshalb sein, das Italienbild in den so genannten
Italienschlagern herauszustellen und näher zu untersuchen. Die bisherige Forschung
bietet gute Abhandlungen zur Poetik und Geschichte des Schlagers vor allem aus den
sechziger und siebziger Jahren, wie beispielsweise Der Schlager. Bestandsaufnahme –
Analyse – Dokumentation. Ein Leitfaden von Hans C. Worbs (1963), Der Schlager:

ein Panorama der leichten Musik von Peter Czerny (1968), Schlager in Deutschland.
Beiträge zur Analyse der Populärmusik und des Musikmarktes von Siegmund Helms
(1972), Schlager. Versuch einer Gesamtdarstellung unter besonderer Berücksichtigung
des Musikmarktes der Bundesrepublik Deutschland von Werner Mezger (1975)
oder Schlager, das Lied als Ware. Untersuchungen zu einer Kategorie der Illusionsindustrie
von Dietrich Kayser (1976), die sehr aufschlussreich für ein Verständnis
dieser Gattung sind. Dass der Schlager jedoch auch heutzutage ein aktuelles kulturwissenschaftliches
Forschungsthema ist, beweist die hochinteressante, im Jahr 2008
von der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland organisierte
Ausstellung „Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des Schlagers“. Der Besuch
dieser Veranstaltung sowie das dazu veröffentlichte Begleitbuch haben mir weitere
Anregungen für diese Arbeit und die Möglichkeit gegeben, den Schlager und seine
Geschichte – eine der drei Säulen meiner Dissertation – konkret zu erleben und zu
verstehen. Ich konnte aber feststellen, dass sowohl in der Sekundärliteratur als auch in
der Ausstellung die Italienschlager lediglich dem Bereich der Fernwehschlager
zugeordnet werden und nicht als selbständiges Phänomen analysiert werden. Bis auf
wenige Artikel von Andreas Herkendell in den Jahren 1996/1997 und den Beitrag von
Alexandra Neuner im Katalog zur Ausstellung des Badischen Landesmuseums in
Karlsruhe „Wenn bei Capri die rote Sonne.: die Italiensehnsucht der Deutschen im
20. Jahrhundert“ ebenfalls von 1997 konnte ich keine monografischen Untersuchungen
über die Italienschlager im Forschungspanorama finden. Daher will diese Arbeit dieses
Desiderat auf einer breiten empirischen Basis behandeln. Grundlage für diese
Untersuchung soll deshalb ein eigens für die Arbeit angelegtes Korpus von 147
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Italienschlagern sein, deren Texte im Anhang zu finden sind. Diese wurden
Abhandlungen und Tonträgern entnommen. Obwohl die Anzahl der gesammelten
Texte sehr groß ist und die bekanntesten Italienschlager enthält, soll kein Anspruch auf
Vollständigkeit erhoben werden. Meiner Ansicht nach konnten dennoch sichere Ergebnisse
in meiner Untersuchung gewonnen werden.
Bevor die Gründe der deutschen Italienbegeisterung dargestellt und untersucht
werden, ist es notwendig, dass die Gattung des Schlagers unter verschiedenen Aspekten
vorgestellt wird. Die erste Frage, der nachgegangen werden soll, ist die Suche nach
einer adäquaten Definition für „Schlager“, die als Bezugsfolie in der Arbeit dienen
soll. Der Etymologie sowie den Definitionsversuchen in Lexika und wissenschaftlichen
Untersuchungen werden die Hinweise und die semantischen Merkmale entnommen,
die in eine möglichst vollständige und zufriedenstellende Begriffsbestimmung
der Gattung münden sollen.
Da der Schlager keine wurzellose Erscheinung ist und dieses Phänomen fast 150
Jahre zurückzuverfolgen ist, darf seine Geschichte nicht vernachlässigt werden. Die
verschiedenen Themen, mit denen sich die Textdichter befassen, hängen auch von
gesellschaftlichen und politischen Kontexten ab. Ohne Rücksicht auf die Geschehnisse
des Jahrhunderts ist es unmöglich, den Inhalt einiger Schlager zu verstehen. Ebenfalls
zu beachten ist, dass, wie die meisten Schlagertypen, auch der Italienschlager nur in
einer begrenzten Periode eine starke Verbreitung fand. Zum Verständnis des Phänomens
trägt deswegen auch die Darstellung der allgemeinen Entwicklung der
Geschichte des deutschen Schlagers bei.
Der Schlager als Gattung muss außerdem in seinen Komponenten, Text, Musik
und Interpret, analysiert werden. Besondere Aufmerksamkeit erhält in dieser Arbeit
die Textanalyse. Die Ergebnisse des ersten Teils über die Struktur und den Stil der
Schlagertexte werden dann in der spezifischen Untersuchung der Italienschlager
verwendet.
Die zweite Säule, die zum Kernpunkt der Dissertation führt, ist die Erforschung
und Darstellung der Umstände, die die Italienmode im Schlager insbesondere in der
Nachkriegszeit, aber auch schon früher, ermöglicht haben. Die Geschichte der
deutschen Italienreise und des Tourismus nach Italien sowie der Zuwanderung der
Italiener nach Deutschland ist mit der Entstehung und Entwicklung der Italienschlager
eng verbunden. Aufschlussreich für diesen Teil waren einige Untersuchungen wie
Reisen in Italien von Attilio Brilli (1989), der Beitrag von Michael Maurer Reiseländer
– Metropolen. Italienreisen. Kunst und Konfession (in Bausinger/Beyrer/Korff
1991), verschiedene Kapitel im Ausstellungskatalog Wenn bei Capri die rote Sonne.:

die Italiensehnsucht der Deutschen im 20. Jahrhundert (1997) und in Goldstrand und
Teutonengrill. Kultur- und Sozialgeschichte des Tourismus in Deutschland 1945 bis
1989 (Hrsg. Spode 1996), der Beitrag von Schindling in Deutsche im Ausland -
Fremde in Deutschland. Migration in Geschichte und Gegenwart (1992) und die
Abhandlung von Yvonne Rieker „Ein Stück Heimat findet man ja immer“. Die
italienische Einwanderung in die Bundesrepublik (2003). Die italienische Halbinsel
war und ist seit den frühen Pilgerfahrten im Mittelalter immer ein beliebtes Reiseziel.
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Ihre kulturelle und landschaftliche Schönheit, das günstige Wetter und die Lebensart
der Bevölkerung haben Künstler und Gelehrte aus ganz Europa immer wieder
fasziniert und inspiriert. So wurden in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts die
ersten Gruppenreisen nach Italien von der NS-Arbeiterorganisation „Kraft durch
Freude“ organisiert. In den fünfziger und sechziger Jahren, als sich der Wohlstand in
der Zeit des Wirtschaftswunders verbreitet hatte, konnten sich die deutschen Bürger
endlich einen Urlaub leisten, und Italien wurde zum populärsten Ferienland. Nach
diesem Italien-Boom ist das Land aufgrund seiner Kultur und der Attraktivität seiner
Badeorte bis heute weiterhin ein beliebtes Ferienziel geblieben. Nicht nur die
Sehnsucht der Deutschen nach dem Süden, sondern auch die italienische Präsenz in
Deutschland hat das Italienbild der Deutschen mitbestimmt. Aufschlussreich ist es,
dass die Anwesenheit der Italiener in den deutschen Gebieten bereits seit dem
Mittelalter nachweisbar ist. Sie exportierten aber nicht nur ihre Arbeitskraft, sondern
auch ihre Lebensart, Küche und Mode, die den deutschen Alltag langfristig beeinflusst
haben.
Die Erzeugung von Italienbildern, die die dritte Säule dieser Arbeit darstellt, wird
mithilfe imagologischer Studien untersucht. Hierzu dienen Beiträge wie Blaichers
Erstarrtes Denken. Studien zu Klischee, Stereotyp und Vorurteil in englischsprachiger
Literatur (1987), Dyserincks „Zum Problem der ‚images’ und ‚mirages’ und ihrer
Untersuchung im Rahmen der Vergleichenden Literaturwissenschaft“ in der Zeitschrift
Arcadia (1966), Fischers Nationale images als Gegenstand vergleichender Literaturgeschichte.
Untersuchungen zur Entstehung der komparatistischen Imagologie (1981)
sowie spezielle Abhandlungen über die Italienbilder, beispielsweise die von Heitmann
in seinen Spiegelungen: romanistische Beiträge zur Imagologie (1996), Deutsches
Italienbild und italienisches Deutschlandbild im 18. Jahrhundert von Heitmann und
Scamardi (1993), Italienbilder – Deutschlandbilder. Gesammelte Aufsätze von
Petersen (1999) und Italien verstehen von Große und Trautmann (1997). Diese Studien
vermitteln die notwendigen Kompetenzen, um die Geschichte der Italienreise und der
Zuwanderung nach Deutschland aus einer imagologischen Perspektive betrachten zu
können. Auf dieser Basis werden die aus den deutsch-italienischen Begegnungen entstandenen
Italienbilder erarbeitet. Aus den genannten Beiträgen wird ebenfalls deutlich,
wie auch die Literatur, die Filmindustrie und die Kunst der Reiseplakate zu den
Vorstellungen der Deutschen beitragen konnten.
Die ausführliche Untersuchung der Italienschlagertexte, in der ebenfalls die
deutschen Versionen bekannter italienischer Lieder bzw. Schlager berücksichtigt
werden, zeigt erstens, dass die Italienschlager allen Eigenschaften der Gattung Schlager
entsprechen und gleichzeitig ihre eigenen Elemente aufweisen, die sie von anderen
Schlagertypen abheben. Der Italienschlager, der natürlich auch Themen, Topoi,
Sprache und Stil des deutschen Schlagers aufweist, soll hier aber dadurch definiert
werden, dass er Italien in seinem Text durch Situationen, Orte, Figuren, italienische
Eigennamen und Vokabeln in der italienischen Sprache, die man als Signalwörter
bezeichnen kann, thematisiert. Ein Schlager, in dem eine Liebesszene zum Beispiel in
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Neapel oder in Venedig spielt, die Musik der Mandolinen erwähnt wird oder die
geliebte Frau Antonella heißt, gehört also zu den Italienschlagern.
Zweitens ergibt sich aus dieser Analyse, wie die (Italien-)Schlager in die kulturelle
und literarische Tradition eingebettet sind. Die Topoi – im Curtius’schen Sinne von
neutralen Klischees –, die sich in den Texten wiederholen, sind keine neuen
Phänomene in der Kulturgeschichte. Symbole und Metaphern, wie beispielsweise die
Nacht, der Gesang, der Wein, das Meer sowie die wiederkehrenden Farben Rot, Blau,
Gold wurden bereits in der antiken Literatur und Religion verwendet. Die Schlager
kann man also kulturell nicht isolieren. Sie bieten aber eine „recycelte“ Verwendung
dieser Topoi an, die sich mit der topischen Poetik von Heinrich F. Plett (2000) gut
erklären lassen. Grundlegend für die Erläuterung der Topoi ist auch der Aufsatz
Gedanken über deutsche Schlagertexte (Killy 1971), in dem Walther Killy den Begriff
der „Leerformen“ einführt und erläutert, wie der Schlager im Vergleich zur Dichtung
mit den tradierten Bildern umgeht. Aufgrund dieser Theorie wird die Symbolik der
genannten Bilder in der kulturellen Tradition ihrer entleerten Bedeutung in den
Schlagertexten gegenübergestellt, um diese eigenartige Zugehörigkeit der Schlager zur
Kulturgeschichte zu zeigen.
Schließlich wird ein Italienbild der Italienschlager aufgrund dieser Elemente dargestellt.
Wie man bereits ahnen kann, handelt es sich um eine traumhafte Vorstellung
Italiens, die sich aus diesen Topoi, Figuren, Farben und Gefühlen zusammensetzt.
Dieses Traumbild kann wissenschaftlich mit dem Begriff des Mythos von Roland
Barthes zutreffend erklärt werden. Das Italien der Italienschlager besteht aus
„Formen“ aus dem Diskurs über Italien, die ihn auf eine bestimmte Weise verändern.
Das ist die sogenannte „Italianität“, eine Verklärung der Realität Italien, die jedoch im
Hintergrund weiterhin existiert.
Der Boom der Italienschlager in den fünfziger Jahren war kein Zufall. Dieses
Italienbild, das einer Traumwelt entspricht, galt als Zufluchtsort für die deutsche Bevölkerung,
die sich mit dem Elend und den Entbehrungen der Nachkriegszeit auseinandersetzen
musste. Anfangs dienten diese Italienschlager zur Erholung und
Ablenkung für die erschöpften Menschen in den Trümmern. Später standen sie in
enger Verbindung mit dem Fremdenverkehr, der durch solche Traumbilder für Italien
als Reiseziel warb. Die Vorstellung der deutschen Touristen von Italien war von
diesen Bildern stark geprägt, die trotz der Unterschiede zur Realität populär blieben.
Diese Dissertation kann also für ein unterschiedliches Lesepublikum von Interesse
sein. Nicht nur für Kultur- und Literaturwissenschaftler kann diese Untersuchung
fruchtbar sein, sondern auch Schlagerbegeisterte können darin viele Elemente der
Gattung Schlager und eine große Anzahl von Schlagertexten finden. Letztlich soll
diese Arbeit durch ihre Darstellung der Italienschlager, der deutsch-italienischen
Begegnungen in der Geschichte und der Entstehung von Italienbildern einen Beitrag
zur Erforschung der interkulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien
leisten.



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