E-Book, Deutsch, 213 Seiten
Rommel Aus der 'Schwarzen Möwe' wird 'Elisabeth'
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-8366-0417-8
Verlag: diplom.de
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Entstehung und Inszenierungsgeschichte des Musicals über die Kaiserin von Österreich
E-Book, Deutsch, 213 Seiten
ISBN: 978-3-8366-0417-8
Verlag: diplom.de
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Inhaltsangabe:Einleitung: Die Diplomarbeit entstand als Abschluss meines Magisterstudiums an der Universität Wien im Fach Theaterwissenschaft. Sie befasst sich mit drei für Wien typischen Phänomenen: der österreichischen Kaiserin Elisabeth, dem Musical und dem Tod – in Text und Bild. Dass Elisabeth weit mehr ist als die Kitschfigur aus den Sissi-Filmen mit Romy Scheider und Karlheinz Böhm erfährt jeder, der sich in Wien mit der historischen Persönlichkeit beschäftigt – und man begegnet ihr in der Hauptstadt auf Schritt und Tritt. Das Musical von Michael Kunze (Buch und Libretto) und Sylvester Levay (Musik) geht dem Mythos Elisabeth nach und stellt die Figur in Beziehung zum Tod. Der Tod als personifizierte Gestalt, dem die Wiener auch noch heute sehr nahe stehen – auf dem Wiener Zentralfriedhof liegen mehr Tote als Wien Einwohner hat... „Elisabeth“ hatte am 3. September 1992 im Theater an der Wien Uraufführung und machte von dort aus seinen Weg in die Welt. Für ein Musical zu der Zeit, als Andrew Lloyd Webber die Szene beherrschte, ein ungewöhnliches Unterfangen. Kunze und Levay gaben die Rechte an ihrem Stück frei, ließen sehr unterschiedliche Inszenierungen zu, schrieben sogar neue Songs, je nach Aufführungsort. Die Diplomarbeit befasst sich zum ersten mit dem Genre Musical an sich, von seiner Zeit am New Yorker Broadway über das Londoner Westend bis nach Deutschland und Österreich. Die Enstehungsgeschichte, wie es dazu kam, dass das Stück in Wien – und nicht wie ursprünglich geplant am Heilbronner Theater – seine Weltpremiere feiern konnte, leitet den Hauptblock ein. Dieser beinhaltet einen Vergleich der literarischen Vorlagen mit dem Libretto – Michael Kunze hält sich dabei eng an die Elisabeth-Biografie von Brigitte Hamann. Außerdem werden die einzelnen Rollen, Musik, Kostüme und Bühnenbild (mit vielen Farbfotos!) analysiert. Anhand der einzelnen Inszenierungen (Wien, Japan, Ungarn, Schweden, Niederlande, Deutschland) wird die Entwicklung gezeigt, die das Stück innerhalb von gut zehn Jahren durchgemacht hat. Jede Inszenierung ist auch im Zusammenhang mit dem Ort zu sehen, mit dem Land, dem Theater, der Mentalität der Zuschauer. So gibt es ein Extra-Kapitel zum japanischen Takarazuka-Theater, das nur aus Frauen besteht und wodurch die androgyne Tod-Rolle eine besondere Note erhalten hat. Ein Exkurs beschäftigt sich mit dem Genre Musiktheater speziell in Wien, von den Ausstattungsstücken Emanuel Schikaneders über „Cats“ bis „Jekyll & [...]
Birgit Rommel, 1968 geboren ich Heilbronn, Schriftsetzer-Lehre, Zeitungsredaktions-Volontariat, Requisiteurin bei diversen Musical-Großproduktionen, Magister-Studium Theaterwissenschaft an der Universität Wien, Abschluss Diplom-Theaterwissenschaftlerin. Derzeit tätig als Redakteurin bei einer Tageszeitung in Koblenz.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Aus der "Schwarzen Möwe" wird "Elisabeth";1
2;Danksagung;7
3;Vorwort;8
4;1 Einführung;10
4.1;1.1 Von der Musical Comedy zum Drama Musical;10
4.2;1.2 Das Musical – ungeliebtes Stiefkind der Theaterfamilie;20
5;2 Aus der „Schwarzen Möwe“ wird „Elisabeth“;27
5.1;2.1 Der Autor Michael Kunze;27
5.2;2.2 Der Komponist Sylvester Levay;28
5.3;2.3 Die Zusammenarbeit Michael Kunzes mit dem Theater Heilbronn;30
5.4;2.4 Die literarischen Vorlagen;37
5.4.1;2.4.1 Biografie „Elisabeth – Kaiserin wider Willen“ von Brigitte Hamann;39
5.4.2;2.4.2 Die Tagebuchblätter von Constantin Christomanos;40
5.5;2.5 Vergleich der literarischen Vorlagen mit dem Libretto;44
5.6;2.6 Grundstimmung der Inszenierung und Persönlichkeitszeichnung der historischen Personen;70
5.6.1;2.6.1 Kaiserin Elisabeth – die gefesselte Seele;73
5.6.2;2.6.2 Luigi Lucheni – ein Mensch des 20. Jahrhunderts;77
5.6.3;2.6.3 Der Tod – ein Sensenmann als Popstar;78
5.6.4;2.6.4 Kaiser Franz Joseph – ein emotionaler Schwächling;83
5.6.5;2.6.5 Erzherzogin Sophie – die eiskalte Schwiegermutter;85
5.6.6;2.6.6 Kronprinz Rudolf – der verhinderte Revolutionär;85
6;3 Welturaufführung im Theater an der Wien;87
6.1;3.1 Regisseur Harry Kupfer;88
6.2;3.2 Bühnenbildner Hans Schavernoch;90
6.3;3.3 Kostümbildner Reinhard Heinrich;94
6.4;3.4 Choreograph Dennis Callahan;95
6.5;3.5 „Elisabeth“ im Spiegel der Medien;101
6.5.1;3.5.1 „Elisabeth“-Parodien;104
6.6;3.6 Exkurs: Ein Musical macht einen Star: Uwe Kröger;107
6.6.1;3.6.1 Fankult: Wien contra Deutschland;107
6.6.2;3.6.2 Werdegang Uwe Kröger;110
7;4 „Elisabeth“ auf den Bühnen in aller Welt;113
7.1;4.1 Vergabepraxis der Rechte vor und nach „Elisabeth“;114
7.2;4.2 Japan – zwei unterschiedliche Sichtweisen;117
7.2.1;4.2.1 Takarazuka – Eine besondere Theaterform mit Tradition;119
7.2.2;4.2.2 Toho – ein neues Lied für Elisabeth;156
7.3;4.3 Ungarn – drei Orte, eine Inszenierung;162
7.3.1;4.3.1 Szeged – ein Kaiserreich entsteht auf der Freilichtbühne vor dem Dom;162
7.3.2;4.3.2 Budapest – lange Laufzeit im Operett Színház;167
7.3.3;4.3.3 Miskolc – erfolgreiches Gastspiel im Nationaltheater;168
7.4;4.4 Schweden – ein Kammermusical im Musikteatern i Värmland Karlstad;171
7.5;4.5 Niederlande – zurück zur Kitsch-Version im Circustheater Scheveningen;174
7.6;4.6 Deutschland – ein neues Duett für Elisabeth und den Tod im Colosseum-Theater Essen;179
8;5 Exkurs: Der Kampf ums Theater an der Wien;185
8.1;5.1 Die Ausstattungsorgien des Emanuel Schikaneder und seiner Nachfolger;187
8.2;5.2 Vorstadttheater, Goldene und Silberne Operettenära;189
8.3;5.3 Eine seit 37 Jahren andauernde Erfolgsgeschichte: Musicals im Theater an der Wien;191
9;6 Resümee: Die Bedeutung von „Elisabeth“ für die Musicalbranche Ende des 20. Jahrhunderts;197
10;7 Nachwort;201
11;Quellenverzeichnis;202
12;Abbildungsverzeichnis;209
13;Anhang;211




