E-Book, Deutsch, 448 Seiten
Reihe: ISSN
Rosenberg Interkulturelle Behördenkommunikation
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-11-030953-9
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Eine gesprächsanalytische Untersuchung zu Verständigungsproblemen zwischen Migranten und Behördenmitarbeitern in Berlin und Buenos Aires
E-Book, Deutsch, 448 Seiten
Reihe: ISSN
ISBN: 978-3-11-030953-9
Verlag: De Gruyter
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Behördenkommunikation mit Migranten ist im Rahmen derzeitiger Integrationsdebatten von aktueller Brisanz – und gestaltet sich für beide Seiten schwierig. Sprachliche, kulturelle und fachliche Wissensdivergenzen führen zu teils gravierenden Verständigungsproblemen, zuweilen bricht sogar offener Streit aus. In dieser Untersuchung werden anhand der Analyse authentischer Migranten-Behörden-Gespräche in Berlin und Buenos Aires Ursachen und Bearbeitungsmöglichkeiten solcher Verläufe erforscht. Ein Fokus liegt dabei darauf, die Bedeutung unterschiedlicher Sprachkompetenzen in interkultureller Kommunikation herauszuarbeiten und so den jeweiligen verständigungsrelevanten Anteil der Einflussgrößen Interlingualität, Interkulturalität, Institutionalität empirisch zu ermitteln. Erst dies erlaubt es, die Interdependenz dieser Faktoren zu ermessen, die behördliche Interaktionen mit Migranten z.T. ineffektiv und auch konfliktiv geraten lassen. Hieraus werden Implikationen für eine Verbesserung der Kommunikation in diesem institutionellen interkulturellen Kontext abgeleitet. Das Buch richtet sich an ein Fachpublikum und zugleich an alle, die in ihrem Berufsalltag mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprachen kommunizieren.
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1;Dank X;10
2;1 Einleitung;11
2.1;1.1 Gegenstand und Relevanz der Arbeit;11
2.2;1.2 Aufbau der Arbeit;13
3;2 Migration nach Deutschland und Argentinien – ein Überblick;15
3.1;2.1 Zum Begriff Migration;15
3.2;2.2 Migration nach Deutschland;17
3.2.1;2.2.1 Historische Entwicklung;17
3.2.2;2.2.2 Aktuelle Daten – Deutschland;19
3.3;2.3 Migration nach Argentinien;27
3.3.1;2.3.1 Historische Entwicklung;27
3.3.2;2.3.2 Aktuelle Daten – Argentinien;31
4;3 Theoretische Grundlagen;36
4.1;3.1 Die Kommunikation zwischen Migranten und Behördenmitarbeitern als Experten-Laien-Kommunikation;36
4.1.1;3.1.1 Zur Experten-Laien-Kommunikation;38
4.1.2;3.1.2 Wissensvermittlung und Verständigungsherstellung;41
4.1.3;3.1.3 Experten- und Laienrollen;45
4.2;3.2 Die Kommunikation zwischen Migranten und Behördenmitarbeitern als institutionelle Kommunikation;48
4.2.1;3.2.1 Institutionelle Kommunikation und Spezifika der Behördenkommunikation;48
4.2.2;3.2.2 Zu den Begriffen Asymmetrie, Hierarchie, Macht und Dominanz;51
4.3;3.3 Die Kommunikation zwischen Migranten und Behördenmitarbeitern als interkulturelle Kommunikation;54
4.3.1;3.3.1 Zu den Begriffen Kultur und Kommunikation;54
4.3.2;3.3.2 Zum Begriff Interkulturelle Kommunikation – mit Fokus auf der Rolle der Sprache in der interkulturellen Kommunikation;58
4.3.3;3.3.3 Ansätze zur Erforschung von interkultureller Kommunikation;61
4.4;3.4 Empirische Untersuchungen zur Kommunikation zwischen Behördenmitarbeitern und Migranten;66
4.4.1;3.4.1 Sozialwissenschaftliche und kommunikationspsychologische Ansätze;68
4.4.2;3.4.2 Kommunikations- und sprachwissenschaftliche Ansätze;70
4.5;3.5 Verständigungsprobleme und (fehlende) Kooperativität: Klärung zentraler Begriffe;77
4.5.1;3.5.1 Zum Begriff des Verständigungsproblems;77
4.5.2;3.5.2 Zum Kooperativitätsbegriff;80
5;4 Forschungsmethode und Datenkorpus;84
5.1;4.1 Überlegungen zur gesprächsanalytischen Untersuchung von Verständigungsproblemen;84
5.2;4.2 Datenerhebung;88
5.2.1;4.2.1 Vorgehensweise bei der Datenerhebung;88
5.2.2;4.2.2 Gestaltung des Fragebogens;90
5.2.3;4.2.3 Interviewereinfluss;91
5.3;4.3 Datenkorpus und Kurzvorstellung der Informanten;92
5.3.1;4.3.1 Datenkorpus;92
5.3.2;4.3.2 Die Gesprächsteilnehmer: Klienten;92
5.3.3;4.3.3 Die Gesprächsteilnehmer: Sachbearbeiter;93
5.4;4.4 Transkription;94
6;5 Diskussionsansatz;96
7;6 Analysen I: Verstehensprobleme in der Interaktion zwischen Behördenmitarbeitern und Klienten mit Migrationshintergrund – Wissensdivergenzen in drei Bereichen?;100
7.1;6.1 Divergenzen hinsichtlich sprachlicher Kompetenzen;102
7.1.1;6.1.1 Rezeptive Sprachkompetenzen;109
7.1.2;6.1.2 Sprachproduktionskompetenzen;130
7.1.3;6.1.3 Zwischenfazit – Unterschiedliche Sprachkompetenzen;149
7.2;6.2 Kulturelle Wissensdivergenzen;159
7.2.1;6.2.1 Die T-Anrede;159
7.2.2;6.2.2 Kulturelle Praxen;163
7.2.3;6.2.3 Kulturelle Konzepte;169
7.2.4;6.2.4 Soziale Rollenverteilung;171
7.2.5;6.2.5 Zwischenfazit – Kulturelle Wissensdivergenzen;179
7.3;6.3 Fachlich-institutionelle Wissensdivergenzen;185
7.3.1;6.3.1 Lexik aus dem Behördenkontext, Fachtermini und Abkürzungen;185
7.3.2;6.3.2 Semantisch oder pragmatisch nicht eindeutige Fragen;204
7.3.3;6.3.3 Fehlendes fachlich-institutionelles Hintergrundwissen (Kontextwissen);209
7.3.4;6.3.4 Fehleinschätzungen über erwartete Informationen – das Handlungsschema «Datenabfrage»;215
7.3.5;6.3.5 Zwischenfazit – Fachlich-institutionelle Wissensdivergenzen;225
7.4;6.4 Abschließende Bemerkungen: Verstehensprobleme und Wissensdivergenzen;232
7.4.1;6.4.1 Beobachtete Probleme;232
7.4.2;6.4.2 Problembearbeitung und Bearbeitungsinitiierungen;234
7.4.3;6.4.3 Zur Rolle der Sprache;238
8;7 Analysen II:Schuld ist immer der andere – Einschätzungen der Beteiligten übereinander;240
8.1;7.1 (Vor-)Urteile der Sachbearbeiter der vorliegenden Studie über Klienten;241
8.2;7.2 (Vor-)Urteile der Klienten der vorliegenden Studie über Behördenmitarbeiter;243
8.3;7.3 Einstellungen der Klienten zu den Behördenmitarbeitern – detaillierter;247
9;8 Analysen III: Mehr als Wissensdivergenzen – Streitinteraktionen zwischen Behördenmitarbeitern und Migranten;254
9.1;8.1 Zu den Begriffen Streit und Konflikt;255
9.2;8.2 Streit in der Interaktion zwischen Migranten und Behördenmitarbeitern;258
9.3;8.3 Fragestellungen für die Analyse von Streitgesprächen im Korpus;260
9.4;8.4 Analyse Streitgespräch 1;265
9.4.1;8.4.1 Die Streitobjekte – Worüber wird gestritten?;266
9.4.2;8.4.2 Detail-Analyse Streitgespräch 1;267
9.4.3;8.4.3 Zwischenfazit – Streitgespräch 1;310
9.5;8.5 Analyse Streitgespräch 2;328
9.5.1;8.5.1 Die Streitobjekte – Worüber wird gestritten?;328
9.5.2;8.5.2 Detail-Analyse Streitgespräch 2;329
9.5.3;8.5.3 Zwischenfazit Streitgespräch 2;342
9.6;8.6 Vergleichende Bemerkungen und Parallelen zu weiteren Streitgesprächen;350
9.6.1;8.6.1 Vergleich der Streitgespräche 1 und 2;350
9.6.2;8.6.2 Parallelen zu weiteren Gesprächen;357
9.6.3;8.6.3 Zur Rolle der Sprache II;368
9.7;8.7 Ein Kontrast-Beispiel;372
9.7.1;8.7.1 Analyse Kontrast-Beispiel;373
9.8;8.8 Abschließende Bemerkungen – Mehr als Wissensdivergenzen;380
10;9 Zusammenfassung und abschließende Diskussion der Ergebnisse;385
10.1;9.1 Zusammenfassung der Beobachtungen – Probleme in der Verständigung zwischen Behördenmitarbeitern und Klienten mit Migrationshintergrund;388
10.1.1;9.1.1 Verstehensprobleme im Zusammenhang mit Wissensdivergenzen;388
10.1.2;9.1.2 Einstellungen der Interaktanten zueinander;393
10.1.3;9.1.3 Streitinteraktionen zwischen Behördenmitarbeitern und Migranten;394
10.1.4;9.1.4 Zur Rolle der Sprache III;398
10.2;9.2 Implikationen für eine verbesserte Behörden-Migranten-Kommunikation;399
10.2.1;9.2.1 Trainingsentwürfe für die Kommunikation mit Migranten auf Behörden;400
10.2.2;9.2.2 Implikationen für den Umgang mit Verstehensproblemen im Zusammenhang mit Wissensdivergenzen in drei Bereichen;402
10.2.3;9.2.3 Implikationen bezüglich der Vermeidung oder Bearbeitung von Streit;412
10.3;9.3 Abschließende Bemerkungen zur Methode;417
10.4;9.4 Ausblick;419
11;Literaturverzeichnis;422
12;Internetquellenverzeichnis;447




