E-Book, Deutsch, Band 410, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
Sands / Evans Baccara Collection Band 410
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2566-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 410, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
ISBN: 978-3-7337-2566-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
ZÄRTLICHE STUNDEN IN DEINEN ARMEN von CHARLENE SANDS
Erin weiß, Texaner sind wortkarge Einzelgänger! So wie Daniel Hunt, dem sie in einer Bar begegnet. Trotzdem kann sie der Anziehung des sexy Millionärs nicht widerstehen und verbringt die Nacht mit ihm. Doch verbindet sie mehr als nur prickelnde Leidenschaft?
HEISSE KÜSSE ZUM WEIHNACHTSFEST von CHARLENE SANDS
Milliardär Jared Stone liebt die Gefahr! Als er einen Unfall hat, rettet Bella ihm das Leben - was für ein Glück! Er bietet ihr eine Anstellung auf seiner Ranch an und schätzt bald nicht nur ihre Qualitäten als Köchin. Aber Bella verbirgt ein Geheimnis ...
VERLIEBT IN DEN SEXY MILLIONÄR von HARMONY EVANS
Sonya kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um sich ein neues Leben aufzubauen. Bei der Renovierung ihres Elternhauses hilft ihr der smarte Selfmade-Millionär Trent Waterson. Doch Trent gilt als Bad Boy. In so einen Mann will sich Sonya bestimmt nicht verlieben!
Alles begann damit, dass der Vater von Charlene Sands ihr als Kind die schönsten, brillantesten und fantastischsten Geschichten erzählte. Er erfand Geschichten von plündernden Piraten, mächtigen Königen und Sagen von Helden und Rittern. In diesen Erzählungen war Charlene immer die Prinzessin, Königin oder Heldin um die gekämpft oder die gerettet wurde. Mit diesem Bild wuchs sie auf und inspirierte sie immer in diesen fantastischen Welten zu träumen. Die Romantik kam später, als Romane von verschiedenen anderen Autoren sie fesselten. 25 Jahre lang hat sie in Teilzeit als Lehrerin für Geburtshilfe in einem Krankenhaus gearbeitet. Momentan schreibt sie zeitgenössische romantische Literatur und auch historische Western. Mittlerweile hat sie 28 Bücher verfasst und hat mit dem Schreiben 'ihr Bild gefunden', wie sie es selbst bezeichnet. Sie ist mit dem Readers Choice Award 2006, dem Cataromance Reviewer's Choice Award 2007 und 2008 und dem Booksellers Best Award 2009 ausgezeichnet worden. Sie ist ein aktives Mitglied der 'Romance Writers of America', gehört zu dem 'Orange County Chapter', den 'Los Angeles Chapter of RWA' und verbringt dort auch ehrenamtlich viel Zeit, indem sie Verbindungen zu veröffentlichten Autoren hält. Sie ist mit ihrer Jugendliebe Don verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder und zwei Katzen. Wenn sie nicht gerade schreibt, findet man sie an sonnigen kalifornischen Stränden oder beim Bowling mit ihrem Team. Gerne verbringt sie auch ruhige Abende und Candlelight Dinner mit ihrem Ehemann. Selbst bezeichnet sie sich als hoffnungslose Romantikerin.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Einige ihrer Freundinnen verfassten Listen mit wilden und verwegenen Dingen, die sie in diesem Leben noch tun wollten. Erin Sinclair hielt es genau umgekehrt: Sie hatte eine Liste von Dingen, die sie garantiert nicht tun wollte – und dazu gehörte ganz eindeutig der Ritt auf einem mechanischen Bullen in einem Saloon in Texas. Das beinlose, mit Leder behängte Monstrum machte ihr einfach nur Angst, wenn es sich so unberechenbar auf und ab bewegte, sodass nur die erfahrensten Reiter sich oben hielten.
Erin saß an der Bar des Dark Horse Saloons am Stadtrand von Royal und nippte an ihrem zweiten Cadillac Margarita. Der Bulle schien sie förmlich zu hypnotisieren. Niemals würde sie sich auf ein solches Biest setzen. Risiken waren nicht ihre Sache.
Sie hatte sich von der Gruppe Frauen getrennt, mit der sie gekommen war. Es waren sechs Ladys aus dem Texas Cattleman’s Club, mit denen Erin sich seit ihrer Ankunft im vergangenen Monat angefreundet hatte und die sie zu einer Geburtstagsfeier in den Saloon eingeladen hatten.
Die Party war längst vorbei, und die Frauen waren wieder zu Hause bei ihren Ehemännern oder Partnern. Erin hatte weder das eine noch das andere.
Es war November. Anfang des neuen Jahres würde sie wieder nach Seattle zurückkehren. Sie hatte hier in Texas absolut gar nichts erlebt, was man auch nur ansatzweise als wild oder verwegen bezeichnen konnte.
„Noch einen Margarita, Blondie?“, fragte der Barkeeper mit einem Blick auf ihr fast leeres Glas. „Oder haben Sie genug gehabt?“
Der Zweifel in seinem Ton weckte ihren Widerspruch. „Ich habe ganz und gar nicht genug“, versicherte sie ihm. „Noch einen.“ Sie schenkte ihm ein süßes Lächeln. „Danke.“
Kopfschüttelnd wandte sich der Barkeeper ab, und Erin konzentrierte sich wieder auf den Bullen, der sie irgendwie magisch anzuziehen schien. Verlor sie den Verstand, oder sah der verdammte Bulle sie tatsächlich an und forderte sie mit seinen absurden künstlichen Hörnern heraus?
Sie hatte gerade den letzten Tropfen ihres Margaritas auf den Lippen, als sie einen großen, gut aussehenden Mann bemerkte. Er mochte gut einen Meter achtzig groß sein. Der muskulöse Körper steckte in einer Cowboykluft, inklusive passender Stiefel und Stetson. Auf seinen breiten Schultern hätte er das Metallbiest problemlos nach draußen tragen können.
Wo sie schon bei der Liste der Dinge war, die sie nie tun wollte – ein Texaner stand zwar nicht darauf, aber bisher hatte sie auch noch mit keinem etwas gehabt. Sie kicherte. Traurige Tatsache war, dass es von fünfzig noch achtundvierzig weitere Staaten der USA gab, mit deren Männern sie bisher nichts gehabt hatte. Nur in ihrem Heimatstaat Washington gab es einen Ex. Rex Talbot. Ein ganz besonderes Prachtstück. Sie war froh, dass sie im Moment hier in Texas war, zumindest noch über die Feiertage. Denn Rex hatte ihren Ruf in Seattle fast ruiniert, aber daran wollte sie jetzt nicht denken. Nicht heute Abend.
Vielleicht sollte sie sich heute einen dieser attraktiven Cowboys gönnen. Vorzugsweise den ganz besonderen Leckerbissen, der gerade Blickkontakt zu ihr suchte. Es schmeichelte ihr, dass er sie aus der Menge der attraktiven Frauen auserwählt hatte.
Diese unglaublichen Augen ließen sie nicht mehr los. Sie musterte ihn ihrerseits – die markanten Züge, das perfekt geformte Kinn und die türkisblauen Augen. Er weckte ihr Verlangen und brachte ihr Herz zum Stolpern. Der stumme Austausch zwischen ihnen hatte etwas Prickelndes. Explosives.
Vielleicht sollte sie doch keinen weiteren Margarita mehr trinken. Sie stand im Moment irgendwie neben sich. Sie drehte sich zum Barkeeper herum, um ihm zu sagen, dass sie den bestellten Drink nicht mehr brauchte. Sie hatte wirklich genug gehabt.
Als sie sich umwandte, um den Blickkontakt zu dem attraktiven Cowboy wieder aufzunehmen, war er verschwunden. Sie sah sich nach ihm um, aber vergebens. Sie hatte ihn in der Menge verloren. Vielleicht hatte er sich gelangweilt und den Saloon verlassen.
Erin war enttäuscht. So etwas passierte ihr ständig.
So viel also zu ihrer Absicht, einmal ein Risiko einzugehen!
Blieb nur noch der mechanische Bulle. Ja, genau das würde sie jetzt tun. Sie würde sich auf das verdammte Ding setzen. Wieso nicht? Sie wollte wenigstens eine aufregende Erinnerung mit nach Seattle nehmen. Sie, die Ex-Nanny, die früher an einer Schule Musik unterrichtet hatte. Vielleicht brauchte sie diese Erinnerung, wenn sie Texas den Rücken gekehrt hatte.
Plötzlich sah der Bulle gar nicht mehr so furchteinflößend aus. Wieso sollte sie sich auf dem Ding nicht halten können? Kurz entschlossen reihte sie sich in die Schlange der Wagemutigen ein. Fünf Sekunden auf diesem Bullen, und sie wäre zufrieden. Zufrieden und stolz auf sich.
„Du schaffst das“, sprach sie sich selbst Mut zu.
Als sie an der Reihe war, verkündete der Manager der kleinen Arena mit dröhnender Stimme: „Diese kleine Lady ist Erin aus Seattle. Sie will es mit dem Destroyer aufnehmen.“
Erin schluckte. Einer der Helfer hievte sie auf den Lederrücken des Bullen. „Wir fangen langsam an“, sagte er. „Halten Sie sich mit den Schenkeln fest und versuchen Sie, das Gleichgewicht zu halten, wenn es losgeht.“
Er trat zurück. Sie atmete tief durch und deutete mit einem Nicken an, dass sie bereit war.
Der Bulle begann, sich zu bewegen …
Erin sah in die blauen Augen über sich. Der Mann kniete neben ihr und musterte sie stirnrunzelnd. Seine Lippen, die wie zum Küssen gemacht schienen, waren fest aufeinandergepresst. Hatte sie ihren schönsten Traum verschlafen? Was war hier los? Sie bewegte sich, und das Polster hinter ihrem Rücken protestierte mit einem Quietschen. „Was ist passiert?“
„Sie sind gestürzt.“ Er hatte eine volle, angenehme Stimme. Mit einer Kopfbewegung deutete er auf den mechanischen Bullen.
Mit einem Schlag stand ihr alles wieder vor Augen. Jetzt sah sie auch die Menge, die sich um die Arena versammelt hatte und sie beobachtete. „Wie lange habe ich mich gehalten?“
Ein Lächeln glitt über seine Züge. Ein absolutes Killerlächeln. „Ungefähr drei Sekunden.“
Sie schnitt eine Grimasse.
„Ihr Kopf?“, fragte er und bedachte dabei einen der Helfer, der sich näherte, mit einem Blick, der auch stärkere Gemüter vertrieben hätte.
„Ich fühle mich gut“, sagte sie, und es stimmte. Der Bulle hatte sie abgeworfen, aber sie war auf dem Polster gelandet. Nichts tat weh, nichts drehte sich um sie. Nicht mehr.
Der Mann blieb an ihrer Seite und half ihr auf die Beine. Applaus war zu hören und bewundernde Pfiffe. Erin lachte verlegen. Plötzlich schienen sich alle gleichzeitig zur Seite zu lehnen. „Oh!“
„Ich habe Sie.“ Er hob sie auf seine Arme. „Sie brauchen frische Luft.“
Sprachlos starrte sie ihn an, überrascht von seiner Kraft. Aus der Nähe war er noch beeindruckender. Mit seiner Größe, seiner Kraft und diesen unglaublich blauen Augen fiel er in eine absolute Sonderklasse. Er trug sie, als wöge sie nicht mehr als ein paar Federn und wäre keine ausgewachsene Frau von sechsundzwanzig.
Sie waren noch nicht sehr weit gekommen, als Erin zur Bar deutete. „Meine Tasche.“
Er nickte und nahm ihre Tasche vom Hocker, ohne Erin dabei loszulassen. Für einen Moment trafen sich ihre Blicke. „Ich bin Dan.“
Sie lächelte. Was für eine denkwürdige Art, sich kennenzulernen! Aber sie wollte sich nicht beklagen. „Ich bin Erin. Freut mich, Sie kennenzulernen.“
Er murmelte eine Antwort.
Die kühle Herbstluft holte sie jäh aus dem heißen Traum. Sie wollte nicht, dass Dan sie absetzte, aber sie wusste nicht, wohin mit ihren Armen, also schlang sie sie um seinen Nacken. Jetzt, wo sie draußen auf dem Parkplatz waren, holte die Wirklichkeit sie langsam wieder ein. „Ich … äh … es geht mir wieder gut“, sagte sie. „Sie können mich absetzen.“
Nach einem kurzen Blick nickte er und ließ sie dann an seinem Körper nach unten gleiten. Wohl nur, um ihr noch Halt zu geben, vermutete sie, aber die Berührung löste eine Reihe interessanter Reaktionen bei ihr aus. Sie erschauerte.
„Kalt?“, fragte er.
„Nein. Ich … äh … die Situation ist ja wirklich schräg. Ich kenne Sie kaum, dennoch …“
Sie konnte den Gedanken nicht zu Ende bringen. Sie konnte diesem sexy Cowboy doch wohl nicht sagen, dass allein eine flüchtige Berührung seines Körpers sie mehr oder weniger in Flammen setzte.
„Verstehe.“ Er schien auch ohne Worte zu begreifen, was mit ihr los war. Oh, Gott! Wie peinlich! Fielen ihm alle Frauen so um den Hals?
„Wieso der Bulle?“, wollte er wissen.
„Weil er da war“, erklärte sie spontan. „Ich komme aus Seattle und bin nur noch kurze Zeit hier in Texas. Ich meine, in Washington gibt es keine mechanischen Bullen.“
„Wohl nicht.“ Er runzelte die Stirn.
„Und ich … Also ich habe hier als Nanny gearbeitet. Und dann haben mich ein paar Freundinnen zu einer Geburtstagsfeier in den Saloon eingeladen. Irgendwann sind sie dann alle nach Hause gegangen, und ich … ich wollte …“
Er war ein guter Zuhörer, trug selbst aber nichts zur Unterhaltung bei. Sie wollte nicht noch länger einfach so weiterreden. „Ist ja auch egal.“
Er war ein wirklich stiller Typ. Und noch viel mehr.
„Sind Sie nüchtern genug, um nach Hause zu fahren?“, erkundigte er sich.
„Oh...




