Schenk | Sky-Navy 31 - Sabotage | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 31, 221 Seiten

Reihe: Sky--Navy

Schenk Sky-Navy 31 - Sabotage


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7565-7174-1
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 31, 221 Seiten

Reihe: Sky--Navy

ISBN: 978-3-7565-7174-1
Verlag: neobooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sky-Navy 31 'Sabotage' Truppen der Confederate Stars haben die Raumbasis Arcturus besetzt und die dort liegenden Schiffe der Sky-Navy interniert. Hoch-General Omar ibn Fahed hat die ihm verbliebenen drei Trägerschlachtschiffe und siebzehn Kreuzer an einem geheimen Treffpunkt gesammelt und hofft nun darauf, dass weitere Schiffe zu ihm stoßen. Auch der APS-B-Kreuzer 'D.S. Dragoon' empfängt die Aufforderung von ibn Fahed und will dessen Sammelpunkt anfliegen. Doch das Schiff wird sabotiert und kommt in einem fremden Sonnensystem aus der Nullzeit. Hier stößt die Besatzung auf eine Bedrohung, mit der niemand gerechnet hat und ein verzweifelter Kampf um das Überleben des Schiffes beginnt.

Michael Schenk, Jahrgang 1955, schreibt Fantasy, Science Fiction, Horror und historische Romane. Speziell für seine Serien 'Sky-Navy', 'Sky-Troopers' und 'Die Pferdesoldaten' wurde unter www.sky-navy.de eine eigene Homepage angelegt, die eine Vielzahl zusätzlicher Informationen beinhaltet.
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Kapitel 3 Hoffnung


Siedlung Loyalty, Gondwana II, Südspitze Großkontinent

Es war ein kleines und unbedeutend erscheinendes Sonnensystem, im astronomischen Sternenkatalog „New Cosmic Catalogue“ mit der Bezeichnung NCC-1489B-62D eingetragen. Ein System mit einer Sonne vom Sol-Typ und vier Planeten. Zwischen dem dritten und vierten Planeten gab es ein Asteroidenfeld in Form eines weit gestreuten Ringes, von dem die Astronomen annahmen, dass es die Überreste einer Welt waren, die einst einer kosmischen Katastrophe, dem Einschlag eines größeren Asteroiden, zum Opfer gefallen war.

Die Planeten I, III und IV waren lebensfeindlich, doch Planet II bot überraschend erdähnliche Bedingungen. Die Zusammensetzung der Atmosphäre und der Luftdruck entsprachen idealem Erdstandard. Fast achtzig Prozent der Oberfläche bestand aus einem gewaltigen Ozean, fünfzehn aus einem riesigen Kontinent und fünf aus Inseln und kleinen Archipelen.

Planet II war ideal zur Nutzung durch den Menschen geeignet. Der riesige Kontinent befand sich in einem Zustand, der dem einstigen Superkontinent der Erde entsprach. So wurde er nach diesem Gondwana getauft und der Planet dementsprechend Gondwana II.

Es gab riesige Ebenen und gewaltige Wälder, mit Bäumen von hundertzwanzig Metern Höhe und Farngewächsen, die bis zu zwanzig Meter maßen. Die Pflanzenwelt war ebenso üppig wie die Tierwelt, wobei man von beidem noch nicht genau wusste, was für den Menschen als Nahrung taugte oder den Menschen als solche betrachtete. Während der ersten Erkundung waren Flugechsen mit einer Flügelspannweite von zehn Metern beobachtet worden und Lebewesen, die den Dinosauriern der alten Erde in etwa ähnelten.

Eine noch unbekannte Gefahr waren auch die kleinsten Lebewesen. Bazillen, Mikroben, Viren und dergleichen, die vielleicht unbekannte Krankheiten hervorriefen.

Doch trotz aller offenen Fragen …

Gondwana II sollte Zuflucht und Heimat jener Menschen werden, die sich Hoch-General Omar ibn Fahed angeschlossen hatten und die ebenfalls an der Schuld des einstigen Hoch-Admirals John Redfeather zweifelten.

Die drei Trägerschlachtschiffe (D.C.S.) Trafalgar, Borodino und Saratoga sowie die Navy-Schiffe (D.S.) Sharps, San Marco, South Africa, Petersburg, Moskva, Aberdeen, Canterbury, Remington, Blackwing, Orion, Murray Leinster, Beaumont und Whitney, gehörten zu jenen Schiffen, die nicht der Kontrolle durch die Konföderation unterlagen, welche inzwischen die Sky-Base Arcturus und damit das High-Command der Direktorats-Streitkräfte besetzt hielt. Die Kreuzer gehörten alle zur APS-Klasse und die meisten von ihnen zur modernen B-Serie, die mit Hiromata-Nullzeit-Scanner und dem Wabenschirm, nach verbesserter Norsun-Technologie, ausgestattet waren.

Die drei Trägerschlachtschiffe hatte man für einen Katastropheneinsatz ausgestattet, als sie unvermittelt von Konföderierten angegriffen worden waren und nur knapp entkommen konnten. Fünf der riesigen Schiffe fielen jedoch in die Hände des Feindes. Die Ausstattung mit Hilfsgütern für einen Katastrophenfall erwies sich nun als Glück im Unglück, denn es ermöglichte den Aufbau einer Siedlung auf Gondwana II. Hier sollten jene Zivilisten und Angehörigen von Navy-Besatzungen und Raumkavalleristen eine vorübergehende Heimat finden, die man von den Sky-Basen Rigel und Arantes evakuiert hatte.

Seit einer Woche wurde Material mit FLVs von den drei Trägern auf den Boden des Planeten gebracht. Baumaschinen, Arbeitsroboter vom Typ „Worker“ und Menschen arbeiteten emsig, um eine gute Grundlage für das Überleben auf Gondwana II zu schaffen.

Hoch-General Omar ibn Fahed war mit Admiral Carl Uddington und Commodore Faso eingetroffen, um sich die Fortschritte anzusehen. Captain Lemovich, vom fünften Regiment der Sky-Cavalry, begleitete die kleine Gruppe mit dreien seiner Trooper.

Es waren knapp 5.000 Männer und Frauen, zu denen noch dreihundertvierunddreißig Kinder kamen, welche die Siedlung bewohnen und bewirtschaften würden. Sie hatten in den vergangenen Wochen ihren Bürgermeister, Town-Mayor Bernd Kellermann, und den Sprecher der Bürgerschaft, Citizens Speaker Hiro Watanabe, gewählt. Gemeinsam mit diesen beiden waren der Leiter des Rettungswesens aus Brandwehr und Rettungsdienst, der Chief of Rescue Charles Wood, und die Leiterin der kleinen Polizeistation, Chief-Constable Lara Elmardottir, ernannt worden. Bei diesen beiden Personen war es nicht um Sympathie, sondern die Qualifikation gegangen, weswegen man auf eine demokratische Wahl verzichtet hatte. Diese vier Personen bildeten die Gruppe der Bürgerschaft, welche die des Hoch-Generals begleitete.

High-Engineer Sira Elgord komplettierte die kleine Versammlung. Ihre Aufgabe war es, über die Fortschritte beim Bau der Siedlung zu berichten. Diese hatte inzwischen auch einen Namen, der besonders dem Hoch-General gefiel.

„Loyalty?“ Ibn Fahed lächelte. „Ja, das ist ein guter Namen. Er steht für unsere Loyalität gegenüber dem Direktorat und jenen Freunden, die derzeit nicht bei uns sein können.“

Jeder wusste, dass er damit auf seinen Freund John Redfeather anspielte, den man seines Ranges enthoben hatte und irgendwo auf dem Mars gefangen hielt.

Auch High-Engineer Elgord lächelte. „Es ist ein großes Glück für uns, dass die Ladung an Hilfsgütern ausreichend Material für die Unterbringung von 500.000 Personen umfasst. Unsere Anzahl beträgt nur ein Zehntel, so dass uns das Baumaterial so schnell nicht ausgehen wird. Wir errichten einstöckige Wohnhäuser aus Bauschaum, die wir mit den Fertigbauteilen, wie Türen, Fenstern, elektrischen und sanitären Einrichtungen, ergänzen.“ Das Lächeln der Ingenieurin vertiefte sich. „Selbst wenn uns die Fertigbauteile einmal ausgehen sollten … Hier gibt es riesige Wälder und aus Holz lassen sich prima Häuser errichten.“

„Da Sie von sanitären Einrichtungen gesprochen haben … Wie sieht es mit den Leitungen und Rohren für die Versorgung und, vor allem, für die Entsorgung aus?“, erkundigte sich Commodore Faso. „Mangelnde Hygiene kann zum Ausbruch von Krankheiten führen.“

Sira Elgord sah ihn indigniert an. „Das ist mir durchaus bewusst, Mister Faso. Unter den Straßen, die wir mit Plas-Beton ausführen, laufen die Tunnel entlang, in denen sich die von Ihnen erwähnten Leitungen und Rohre befinden.“

„Es hapert noch an der Straßenbeleuchtung“, meinte Town-Mayor Bernd Kellermann. „Auch sind noch einige der Häuser ohne Stromversorgung. Nachts wird es in unserer Siedlung ganz schön dunkel und ungemütlich. Ein paar Leute fürchten sich, da dies immerhin eine unbekannte Welt für sie ist.“

Chief-Constable Lara Elmardottir fühlte sich angesprochen. „Bernd, ich habe für 5.000 Siedler nur zwanzig Constables. Wir laufen uns nachts die Füße platt, um den Leuten das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.“

Der Bürgersprecher Hiro Watanabe nickte. „Das ist wohl wahr, Chief-Constable. Ihre Constabulary muss dringend mit mehr Fahrzeugen, Fluggleitern und Personal ausgestattet werden. Hoch-General, Ihre Raumkavallerie verfügt über etliche Kombifahrzeuge, die auf Rädern fahren oder auch fliegen können. Wäre es nicht möglich, unserer Polizeistation drei davon zuzuweisen?“

„Besser wären fünf“, wandte Elmardottir ein.

Ibn Fahed nickte. „Faso, notieren Sie, dass wir zehn Kombifahrzeuge für Polizei und Rettung an Loyalty abgeben werden.“ Der Hoch-General zögerte kurz. „In Anbetracht der Tatsache, dass Gondwana praktisch noch unerforschtes Land ist, werden wir auch fünf FLV an Loyalty abstellen. Inklusive der Flight-Crews.“

Bernd Kellermann war hierfür sichtlich dankbar. „Das hilft tatsächlich bei der Erforschung, General, und es steigert auch unsere Verteidigungsmöglichkeiten. Wir wissen ja noch nicht, was hier auf uns lauern mag. Von riesigen Raubtieren bis hin zu winzigen Mikroben.“

Die Gruppe stand auf einem Hügel, der guten Ausblick über Loyalty bot.

Derzeit bestand die Siedlung aus rund 2.500 eingeschossigen Häusern mit flachen Dächern, auf denen man möglichst bald die Solarmodule für die interne Versorgung mit Energie montieren würde. Derzeit wurde diese von zwei kompakten Fusionsreaktoren geliefert, die in einem der wenigen zweigeschossigen Gebäude untergebracht waren.

High-Engineer Sira Elgord war sichtlich stolz auf das bislang Erreichte, welches, wenn man die Kürze der Zeit bedachte, einem Wunder glich, jedoch dem Fleiß und Engagement der vielen Arbeitskräfte zu verdanken war.

„Wir planen vorsichtshalber großzügig, Hoch-General, da wir ja noch nicht wissen, wie lange wir hier sein werden und wie viele Menschen vielleicht noch zu uns stoßen. Wir haben die Straßen unter psychologischen Aspekten angelegt, bei denen wir das klassische, schachbrettartige Muster, durch sanfte Kurven aufgelockert haben. Zum Bau der Straßen haben wir, nachdem Kanalisation und Versorgungstunnel angelegt waren, den üblichen hellgrauen Plas-Beton als Belag genutzt. Die neben den Straßen verlaufenden Gehwege haben wir dafür farblich angelegt. Für jeden Teil der Siedlung eine andere Gehsteigfarbe.“

„Hm, sehr schön“, brummte ibn Fahed, der von psychologischer Stadtplanung nicht die geringsten Kenntnisse besaß. „Ich erkenne zwischen den vielen Häusern auch große Grünflächen. Ist das dort einheimisches Gras? Dieses gefährliche Stechgras?“

„Derzeit noch“, gab die Ingenieurin zu. „Unsere Grünflächen sind daher, zum Schutz der Kinder, noch abgesperrt. Wir beabsichtigen das planetare Gras durch das auf der Erde und in den Sky-Basen...



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