E-Book, Deutsch, Band 70, 416 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm
Schirr Fürbitten als religiöse Performance
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-374-05417-6
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Eine ethnographisch-theologische Untersuchung in drei kontrastierenden Berliner Gottesdienstkulturen
E-Book, Deutsch, Band 70, 416 Seiten, Format (B × H): 155 mm x 230 mm
Reihe: Arbeiten zur Praktischen Theologie (APrTh)
ISBN: 978-3-374-05417-6
Verlag: Evangelische Verlagsanstalt
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Bertram J. Schirr, Dr. theol., Jahrgang 1982, studierte ev. Theologie in Berlin, Greifswald, Oxford und Göttingen. Er ist Vikar der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz, Mitglied der Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen und der Societas Liturgica, 2017 wurde er an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen mir der vorliegenden Arbeit promoviert.
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Christentum/Christliche Theologie Allgemein
- Geisteswissenschaften Christentum, Christliche Theologie Praktische Theologie Seelsorge, Pastoraltheologie
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Gottesdienst, Riten und Zeremonien
- Geisteswissenschaften Religionswissenschaft Religionswissenschaft Allgemein Gebet & liturgisches Material
Weitere Infos & Material
1;Cover;1
2;Titel;5
3;Impressum;6
4;Vorwort;7
5;Inhalt;9
6;Einleitung, Untersuchungsgegenstand und Problemstellung;15
7;1. Liturgietheoretische Fragestellungen und Forschungsstand;21
7.1;1.1 Manfred Josuttis – Methoden und Machtverhältnisse des Betens;23
7.2;1.2 Michael Meyer-Blanck – Fu?rbitten als Inszenierung und Mimesis;25
7.3;1.3 David Plu?ss – Von Inszenierung zur Performance;27
7.4;1.4 Ursula Roth – Die Theatralität und chorische Qualität des Betens;31
7.5;1.5 Transformationsprozesse durch Pluralisierung;34
7.6;1.6 Fu?rbitten empirisch;39
8;2. Theorien der Performance;53
8.1;2.1 Theorien der Performance – ein Überblick;53
8.1.1;2.1.1 Performance Studies – Richard Schechner und Victor Turner;55
8.1.2;2.1.2 Erika Fischer-Lichte – Performance als Auffu?hrung und Herstellung von ›Gemeinschaft‹;55
8.1.3;2.1.3 Kai van Eikels – Performance als Ausfu?hrung;58
8.2;2.2 Ergänzungen – Performance, Technik und Zitationalität;61
8.2.1;2.2.1 Marcel Mauss – Techniken des Körpers;62
8.2.2;2.2.2 Citationality und Iterability – Zitierte Techniken der Performance;66
9;3. Eigene Fragestellung und Hypothesen;71
9.1;3.1 Aufnahme des liturgietheoretischen Forschungsstands;71
9.2;3.2 Aufnahme aus der Theorie der Performance und ihrer Erweiterung;73
9.3;3.3 Forschungsfrage und Hypothesen;76
10;4. Methoden und Feldzugang;81
10.1;4.1 Der empirische Zugriff auf Techniken der Zusammenarbeit durch Ethnographie;81
10.2;4.2 Zur ›Theologizität‹ und der Theologischen Reflexion der Untersuchung;90
10.3;4.3 Forschungsfelder;94
11;5. Fu?rbitten in gemeinsamer Agitation – International Christian Salvation Church;99
11.1;5.1 Szenen der Beschreibung kollektivierender Techniken;99
11.1.1;5.1.1 Fu?rbitten zu Beginn des Gottesdienstes;99
11.1.2;5.1.2 Gebetsleitung durch Gemeindeglieder;109
11.1.3;5.1.3 Impromptu-Beten fu?r andere und fu?reinander;114
11.1.4;5.1.4 ›Eskalation‹ des Betens fu?r andere bei einer ›Child Dedication‹;120
11.2;5.2 Interpretation: Koordiniertes Handeln in den Fu?rbitten;123
11.2.1;5.2.1 Körperformierung;123
11.2.2;5.2.2 Kollektivierung durch Zitierungen;134
11.2.3;5.2.3 Anleitung und Widerstand: Verhandlung von Zusammenarbeit zwischen Leitenden und Betenden;143
11.2.4;5.2.4 Koordination durch Gottesbezug;157
11.2.5;5.2.5 Koordinierende Re-Präsentation von Anliegen;166
12;6. Fu?rbitten gemeinsam, individuiert und entspannt – Kirche fu?r Berlin;175
12.1;6.1 Szenen der Beschreibung kollektivierender Techniken;175
12.1.1;6.1.1 Erste Szene: Ankommen;175
12.1.2;6.1.2 Szenenfolgen von Fu?rbitten;180
12.2;6.2 Interpretation: Koordiniertes Handeln in den Fu?rbitten;191
12.2.1;6.2.1 Körperformierung;192
12.2.2;6.2.2 Kollektivierende Zitierungen;202
12.2.3;6.2.3 Anleitung und Widerstand: Verhandlung von Zusammenarbeit zwischen Leitenden und Betenden;212
12.2.4;6.2.4 Kollektivierung durch Herstellen von Gottesbezu?gen;223
12.2.5;6.2.5 Kollektivierung durch Re-Präsentation von Notsituationen;231
13;7. Fu?rbitten in gemeinsamereinheitlicher Anspannung – Jeremiasgemeinde;243
13.1;7.1 Szenen der Beschreibung kollektivierender Techniken;243
13.1.1;7.1.1 Sequenzfolge Ankommen;243
13.1.2;7.1.2 Szenenfolge: Gemeinsam Aufstehen und geteilte Haltung;246
13.1.3;7.1.3 Szene: Kollektivbildung durch Vergegenwärtigung Notleidender;251
13.1.4;7.1.4 Szenenfolge: Kollektivierung in Responsorien und Experimenten;255
13.2;7.2 Interpretation: Koordiniertes Handeln in den Fu?rbitten;261
13.2.1;7.2.1 Körperformierung;262
13.2.2;7.2.2 Koordination kollektiver Handlungen durch Zitierungen;273
13.2.3;7.2.3 Das Aushandeln des Ablaufs kollektiven Handelns in den Fu?rbitten zwischen Leitenden und Betenden;280
13.2.4;7.2.4 Die Koordination kollektiven Handelns durch Gottesbezug;292
13.2.5;7.2.5 Koordination von Betenden durch Vergegenwärtigung Notleidender;300
14;8. Vergleiche kollektivierender Techniken der drei Gemeinden;313
14.1;8.1 Gottesbezu?ge in Mikrointeraktionen der Gemeinde ›vor der Bu?hne‹;314
14.1.1;8.1.1 Zwei Ebenen der Interaktion: Dominante und subdominante Gottesanrufungen und -lokalisierungen;314
14.1.2;8.1.2 Mikrointeraktionale Techniken der Gottesannäherung durch Klang;316
14.1.3;8.1.3 Mikrointeraktionale Gottesannäherung durch Techniken der Bewegung;321
14.1.4;8.1.4 Vor Gott agieren und zugleich göttliche Gegenwart steigern;324
14.1.5;8.1.5 Abweichende Mikrointeraktionen und theologisches Körperwissen;327
14.2;8.2 Organisation von Widerständen und Abbru?chen durch die Gemeinden;331
14.2.1;8.2.1 Bearbeitung von Widerständen des Körpers;331
14.2.2;8.2.2 Bearbeitung von Widerstand zwischen Körpern;332
14.2.3;8.2.3 Theonome Körperdiplomatie;333
14.2.4;8.2.4 Die ›Fu?nfte Wand‹: Die Barriere zu Gott als Relativierung menschlicher Differenz;334
14.3;8.3 Fu?rbitten als Lehr- und Lernprozesse;335
14.3.1;8.3.1 ›Eingefleischte Vorurteile‹ und Vergleichen am eigenen Körper;336
14.3.2;8.3.2 Lernen durch Hybridisieren;337
14.3.3;8.3.3 Lehren und Lernen in den Fu?rbitten aus Teilnehmendenperspektive;339
14.3.4;8.3.4 Responsorien als Vermittlungsmethode;341
14.4;8.4 Integration der Vielfalt an Gottesanrufungen der Gemeinde;343
14.4.1;8.4.1 Integration durch ›deckelnde‹ Rahmung;344
14.4.2;8.4.2 Integration durch Kombination;345
14.4.3;8.4.3 Integration durch indirekte Auffu?hrung;348
14.4.4;8.4.4 Integration durch Ummantelung und Mehrdeutigkeit;349
14.4.5;8.4.5 Integration durch Re-Präsentation;352
15;9. Ergebnisse;353
15.1;Thesenkomplex I: ›Horizontale‹ Koordination;354
15.1.1;9.1 Koordination durch Körperformation;354
15.1.1.1;9.1.1 Körperliche Koordination durch materielle Inszenierung;354
15.1.1.2;9.1.2 Körperformierung durch Leitende;355
15.1.1.3;9.1.3 Selbstorganisierte Koordination der Anwesenden durch Klang und Bewegung;356
15.1.2;9.2 Koordination durch Zitierungen von Techniken;358
15.1.2.1;9.2.1 ›Gemischte Affordanzen‹: Überblendung von Zitierungen in der materiellen Inszenierung;359
15.1.2.2;9.2.2 Koordinierende Irritation durch Zitierung und Hybridisierung;360
15.1.2.3;9.2.3 Zitierung und Hybridisierung;361
15.1.3;9.3 Zusammenarbeit zwischen Anleitung und Widerstand;362
15.1.3.1;9.3.1 Anleitungstechniken;363
15.1.3.2;9.3.2 Widerstände der Betenden gegen die Leitenden;367
15.1.3.3;9.3.3 Neue Positionen und Beteiligungsmuster der Interaktion;369
15.2;Thesenkomplex II: Koordination durch Vergegenwärtigungen von Gott und Menschen in Not;371
15.2.1;9.4 Kollektivierende Bezu?ge zu göttlicher Gegenwart;371
15.2.1.1;9.4.1 Gottes Gegenwart durch Kollaboration vieler Körper auffu?hren: Das Herstellen von Gottesbezu?gen durch die Betenden;371
15.2.1.2;9.4.2 Unverfu?gbarkeiten Gottes hinter der ›Fu?nften Wand‹;375
15.2.1.3;9.4.3 Deutung der Erzeugung göttlicher Gegenwart durch Betende;375
15.2.2;9.5. Zusammenarbeit durch die Vergegenwärtigung von Menschen in Not;377
15.2.2.1;9.5.1 Körperliche und sprachliche Repräsentation anderer;377
15.2.2.2;9.5.2 Verku?rzte Zitierungen der Notsituationen fu?r Zusammenarbeit der Anwesenden;379
15.2.2.3;9.5.3 Die Reichweite der Anliegen in Übertragung der Erfahrungswelt der Teilnehmenden;379
15.3;Thesenkomplex III: Integration von Differenz und Pluralisierung durch Gottesbezu?ge;380
15.3.1;9.6 ›Horizontale‹ Integration der Differenz zwischen Betenden durch Gottesbezu?ge;380
15.3.1.1;9.6.1 Differenz und Kooperation;381
15.3.1.2;9.6.2 Integration von Unterschieden durch Erzeugen u?berwindbarer Differenzen;381
15.3.1.3;9.6.3 Integration von Differenzen durch Kombination von Techniken;382
15.3.1.4;9.6.4 Abbruch vor Gott als Relativierung menschlicher Differenz;383
15.3.1.5;9.6.5 Theonome Körperdiplomatie arrangiert Differenzen;384
15.3.2;9.7 ›Vertikale‹ Integration einer Vielheit an Gottesbildern und -anrufungen durch das Herstellen offener Gottesbezu?ge;385
15.3.2.1;9.7.1 Leitendenstrategien der Integration diverser Gottesinteraktionen;386
15.3.2.2;9.7.2 Ummantelung und Vermischung: Gemeinsame Herstellung eines offenen Gottesbezugs durch indirekte Auffu?hrung durch Leitende und Betende;388
15.3.2.3;9.7.3 Lehren und Lernen von Körperwissen: Integration von Vielfalt der Gottesinteraktion durch Betende;389
15.3.3;9.8 Fazit: Fu?rbitten als Kollaboration der Gemeinde;391
15.3.4;9.9 Praxisimpulse;398
15.3.5;9.10 Spuren und Fäden: Ausblicke und Anknu?pfungmöglichkeiten;399
16;Übersicht u?ber gefu?hrte Interviews;403
17;Bibliographie;405




