Schmid / Lassnigg | Erwachsenenbildung in der Weltgesellschaft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

Schmid / Lassnigg Erwachsenenbildung in der Weltgesellschaft


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7534-3364-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 172 Seiten

ISBN: 978-3-7534-3364-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Was kann Erwachsenenbildung als Ort von Forschung, Diskurs und Praxis zum Thema der Globalisierung beitragen und: Wie werden die Erwachsenenbildung und deren Erforschung von globalen Zusammenhängen beeinflusst? Diese Fragen umfassen politische, soziale, aber auch konkrete bildungswissenschaftliche Dimensionen. So ändern sich sowohl die gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sich Erwachsenenbildung zu stellen hat, als auch die Steuerung dieses Handlungsfeldes durch europäische und internationale Organisationen. Politische Vorgaben ändern die Rolle der Erwachsenenbildung ebenso, wie Aushandlungsprozesse im Feld. Ein Blick auf den derzeitigen Forschungsstand zeigt darüber hinaus: Da ist noch viel zu tun, wenn Forschung mehr erklären soll als kulturelle Fragen. Die Ausgabe 42 des Magazin erwachsenenbildung.at versammelt 17 Beiträge, die sich vor allem mit den inhaltlichen Möglichkeiten der Erwachsenenbildung im Lichte der Globalisierung, der Frage der (politischen) Positionierung einer Erwachsenenbildung für die Weltgemeinschaft sowie Europäischen Organisationsformen auseinander setzen. Gesellschaftsanalysen sind ebenso vertreten wie eine Auseinandersetzung mit dem Individuum in der "Weltgesellschaft" und Vorstellungen von Projekten, Konzepten und Initiativen. Abgerundet und angereichert wird die Ausgabe durch umfassende Literatur-Reviews zum Thema, die den deutsch- sowie englischsprachigen Diskurs der letzten Jahrzehnte aufgreifen und versuchen, zentrale konzeptionelle Entwicklungen und Fragestellungen zu fassen. Magazin erwachsenenbildung.at (Meb) ist das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs der österreichischen Erwachsenenbildung. Es wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung dreimal jährlich herausgegeben. Für die Redaktion verantwortlich ist CONEDU - Verein für Bildungsforschung und -medien. Die eingereichten Artikel werden dem Review eines sechsköpfigen Fachbeirates unterzogen, der mit ExpertInnen aus Wissenschaft, Praxis und Medien besetzt ist. Alle Artikel und Ausgaben des Magazin erwachsenenbildung.at sind im PDF-Format unter erwachsenenbildung.at/magazin kostenlos verfügbar. Das Online-Magazin erscheint parallel auch in Druck (Print-on-Demand) sowie als E-Book.

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Weitere Infos & Material


Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen für die Weltgemeinschaft: Aktivitäten, Berichte, Empfehlungen
Heribert Hinzen Zitation Hinzen, Heribert (2021): Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen für die Weltgemeinschaft: Aktivitäten, Berichte, Empfehlungen. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 42, 2021. Wien. Online im Internet: https://erwachsenenbildung.at/magazin/21-42/meb21-42.pdf. Druck-Version: Books on Demand GmbH: Norderstedt. Schlagworte: UNESCO, DVV International, Erwachsenenbildung, Lebenslanges Lernen, nachhaltige Entwicklung, aktive BürgerInnenschaft, UNESCO Weltkonferenzen, Globalisierung Kurzzusammenfassung Der vorliegende Beitrag gibt einen detailreichen historischen Einblick in die Geschichte und Stellung der Erwachsenenbildung in der Weltgesellschaft – allen voran im Rahmen der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen. Der Autor ist selbst seit vielen Jahrzehnten an der Entwicklung von bedeutsamen internationalen Papieren und Empfehlungen sowie an der Planung und Durchführung von Konferenzen – z.B. der CONFINTEA, der von der UNESCO organisierten Weltkonferenz für Erwachsenenbildung – beteiligt. Aus dieser Perspektive verwebt sich der Rückblick auf fast ein halbes Jahrhundert bewegte (Berufs-)Biografie mit der Entwicklung eines Projekts einer Erwachsenenbildung für die Weltgemeinschaft, die an der Zielvorstellung von Frieden und Menschenrechten ausgerichtet ist. Das alles bestimmende Motiv: der Erwachsenenbildung und dem Lebenslangen Lernen einen angemessenen Platz in den internationalen Erklärungen der Weltgemeinschaft sichern. Der Beitrag schildert Erreichtes und Rückschläge, und am Ende steht: ein unbeirrt positiver Blick in die Zukunft, denn „die nächste CONFINTEA ist just around the corner“ (Red.) 02 Thema Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen für die Weltgemeinschaft: Aktivitäten, Berichte, Empfehlungen Heribert Hinzen Humanisierung und Globalisierung werden oft als Bausteine auf dem Weg zu einer universalen Weltordnung genannt, die die Weltgemeinschaft anstrebt. Die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen sind gefordert, durch Aktivitäten und Programme, Empfehlungen und Stellungnahmen, Berichte und Monitoring diesem Weg eine völkerverbindende und verbindliche Richtung zu geben. Die eigentlichen Träger sind die Mitgliedstaaten durch ihre Regierungen und diplomatischen Vertretungen, gestützt in wachsendem Maße durch Initiativen der Zivilgesellschaften und diverse staatliche und nicht-staatliche Fachorganisationen. Welche Befunde können wir geltend machen, wenn wir mit Recht danach fragen, welchen Beitrag denn nun Erwachsenenbildung und das Lebenslange Lernen für die Weltgemeinschaft haben? Wir können die Frage natürlich auch in eine andere Richtung lenken: Welchen Beitrag leistet die Weltgemeinschaft, damit Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen sich voll entfalten können? Mit dem Ersten Weltkrieg erreichte die Anzahl der beteiligten Länder und die Zahl der Toten bei Militär und Zivilbevölkerung erstmals ein globales Ausmaß. Das Projekt „1914-2014 – Remembering the past to live the present and shape the future. The contribution of European adult education“ (siehe Kelbert/Avdagic 2016) stellte sich der notwendigen Geschichtsaufarbeitung. Deutschland begann mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg, der dann mit gezieltem Genozid und als Vernichtungskrieg an Toten und Gräueltaten das bisher Dagewesene übertraf. Schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatte der Versuch begonnen, Frieden und Versöhnung im globalen Rahmen eine neue Perspektive zu geben. Die UN (United Nations) wurde 1945 gegründet, Völker und Staaten mussten neue Wege zur Weltgemeinschaft suchen, in der die Menschenrechte für alle gelten. Weltfrieden sollte das Ziel sein. Man braucht allerdings nur die Ländernamen Vietnam, Afghanistan, Irak, Syrien oder Jemen zu nennen, und schon wissen wir, wie weit wir davon entfernt sind. Insofern sind jegliche Bemühungen der UN begrüßenswert, den Menschenrechten in allen Staaten Geltung zu verschaffen und zu fordern, „Menschenrechte, humanitäres Recht, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in die Lehrpläne aller Bildungseinrichtungen aufzunehmen, und [...], dass zu den Inhalten der Menschenrechtsbildung auch Frieden, Demokratie, Entwicklung und soziale Gerechtigkeit zählen“ (UN 2011, S. 409). Der Autor hat gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern weltweit diese Prozesse in einem bewegten Leben – Studium, Beruf, Unruhestand – fast ein halbes Jahrhundert lang intensiv begleitet (siehe Duke/Hinzen 2018). Institutionell sind es besonders die UNESCO und das DVV International (Internationales Institut des Deutschen Volkshochschul-Verbandes) sowie fachlich in professioneller Perspektive Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen, die im Hinblick auf die globalen Ziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und eine aktive BürgerInnenschaft involviert sind und diskutiert werden (siehe Hinzen 1994; Samlowski 2009; Hirsch/ Jost/Waschek 2019). Die CONFINTEA (Conférence internationale sur l’éducation des adultes), die UNESCO Weltkonferenzen zur Erwachsenenbildung, und die SDG, die Sustainable Development Goals, stehen dabei im Mittelpunkt. Biographischer Zugang… Lassen Sie mich für diesen Beitrag durchgängig einen biographischen Zugang wählen, der persönliche, professionelle und politische Aspekte verknüpft (siehe Hinzen 2019). Ein geistes- und sozialwissenschaftliches Studium in den Zeiten der Studentenbewegung lagen hinter mir, als ich in den 1970er Jahren an der Universität Heidelberg in der Vergleichenden Erziehungswissenschaft mit einer Dissertation zu „Erwachsenenbildung und Entwicklung in Tanzania“ promovierte (siehe Hinzen 1978). Die Schriften und Reden „Education for Selfreliance“ und „Education never Ends“ von Staatspräsident Julius Nyerere übten zu dieser Zeit eine hohe Anziehungskraft auf mich aus (siehe Nyerere 1979). Die Graduiertenförderung ermöglichte mir Feldaufenthalte und die Mitarbeit an einer Evaluierung der Bildungskampagne „Chakula ni Uhai“ (Gesunde Nahrung für ein gutes Leben) des halbstaatlichen Instituts für Erwachsenenbildung in Dar es Salaam. So kam ich auch zu meiner ersten Begegnung mit der UNESCO, die 1975 in Kenia das „International Seminar on Comparative Structures of Adult Education in Developing Countries“ veranstaltete. Daraus erwuchs schnell eine große Nähe zum UNESCO Institute of Lifelong Learning (UIL) in Hamburg und damit verbunden die Koordination der Studie „The Tanzanian Experience. Education for Liberation and Development“ (siehe Hinzen/Hundsdörfer 1979), die Eingang fand in eine Serie des UIL mit Länderberichten zu Bildungssystemen und deren Reformen. In die Praxis der Erwachsenenbildung stieg ich als Kursleiter an Volkshochschulen und über die Mitarbeit in Fortbildungsseminaren ein. Im Jahr 1977 begann ich dann hauptberuflich bei DVV (Deutscher Volkshochschul-Verband) International mit einem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Projekt zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit an Volkshochschulen, heute das Programm „Globales Lernen“. Schon 1978 wechselte ich in die Leitungsebene mit Stationen in der Zentrale, in Regional- und Länderbüros, in denen ich dann bis 2015 und dem Ende meiner Vollberuflichkeit verblieb. Dazwischen lag die Mitwirkung an einer großen Anzahl von lokalen, nationalen und globalen Initiativen, die der Erwachsenenbildung und dem Lebenslangen Lernen einen angemessenen Platz in den internationalen Erklärungen der Weltgemeinschaft sichern sollten. Dieser Prozess hält an – wir befinden uns schließlich auf dem Weg zu CONFINTEA VII in Marrakesch im Jahr 2022. Das UIL organisierte bereits Mitte 2020 online vorbereitende Workshops auf kontinentaler Ebene für Regierungen und die Zivilgesellschaft zum Monitoring von Erwachsenenbildung gemeinsam mit dem ICAE (International Council for Adult Education) und DVV International, die durch Beratung auf Länderebene verdichtet werden. CONFINTEA VII und die Internationalität der Erwachsenenbildung werden im Masterstudiengang und in der „Adult Education Academy: International & comparative studies in adult education & lifelong learning“ thematisiert und angeboten (vgl. Universität Würzburg 2020, S. 38). Die daraus entstehenden Sammlungen, beispielhaft „International and Comparative Studies in Adult and Continuing Education“ (siehe Egetenmeyer/Boffo/ Kröner 2020), bieten inzwischen hilfreiche Angebote für vergleichende Fragestellungen im Studium und in der Praxis der Erwachsenenbildung. … Weltkriege, Weltfrieden und Weltgemeinschaft Früher wurde ich oft als Nachkriegskind bezeichnet. Meine Familie mütterlicherseits war in Düsseldorf ausgebombt worden und der Vater kam aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Die...



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