E-Book, Deutsch, 436 Seiten
Schwartz Wahre Liebe kann warten
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8192-5285-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 436 Seiten
ISBN: 978-3-8192-5285-3
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
In der Einleitung wird der Arzt Jürgen vorgestellt, der beim Einfangen seines Papageis tödlich verunglückt. Beim Kondolieren nähert sich der 74-jährigen Witwe Eva überraschend der fünf Jahre ältere Adam mit den Worten: 'Eva, auf diese Gelegenheit habe ich über ein halbes Jahrhundert gewartet, um Dir erneut ewige Treue und stete Liebe zu schwören.' Eva ist angesichts des Verlustes ihres Mannes zu diesem Zeitpunkt total verwirrt und schickt Adam weg. In Kapitel zwei wird der Weg von Adam durch die Welt beschrieben. Adam geht mit offenen Augen und Sinne durch das Leben und den Tag. Er sieht Eva auf dem Markt und verliebt sich sofort. Ihr Vater ist aber gegen diese Beziehung und verbietet sie. In Kapitel drei wird der Werdegang von Jürgen beschrieben, der Eva als Patientin kennenlernt. Sie heiratet ihn, da Adam ihr nichts bitten kann. Adam seinerseits kümmert sich nun um seinen sozialen Aufstieg. Er kann Eva nie vergessen, denn wahre Liebe kann warten. In Kapitel sechs kommt es zur Versöhnung zwischen Adam und Eva. Sie heiraten und beschließen ihr Leben.
Manfred Schwartz hat in München das Licht der Welt erblickt, wo er auch Chemie studierte. Dann führte ihn das Leben in der Industrie über Ludwigshafen am Rhein und der Forschung nach wässrigen Polymerdispersionen in die große weite Welt nach Brasilien zu einem Lackhersteller und Südostasien in der Funktion Marketing für Bindemittel. Seine soziale Ader konnte er in einer entwicklungspolitisch interessanten Stellung im Nordosten Brasiliens einbringen. Die Rückkehr nach Deutschland war durch die beiden Kinder bestimmt. Dann kam der Lockdown durch Corona, der seine literarische Ader freilegte. Seitdem hat er mehrere Werke im Bereich Belletristik und Sachbuch (Nachhaltigkeit) verfasst.
Autoren/Hrsg.
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Einleitung
In Kapitel 1 wird der Arzt Jürgen vorgestellt. Der passionierte Vogelkundler Dr. Jürgen Sauer hatte sich nicht nur für die Vogelwelt in seiner direkten näheren Umgebung gekümmert. Ihn interessierte schon seit seiner frühesten Jugend und besonders angespornt durch seine Reisen nach Asien die Vogelwelt in Deutschland als auch in anderen Regionen dieser Welt. Die Geräusche der Vögel hatten ihn schon als Kind fasziniert. Sein Lieblingstier war ein bunt gefederter Papagei von der Gattung Ara, den er aus Brasilien mitgebracht hatte. Dieser Papagei, obwohl er schon in die Jahre gekommen war, hatte ein ausgezeichnetes Federkleid. Nachdem ihn Jürgen von einer Reise mit seiner Frau mitbrachte, widmete er sich täglich eine Stunde nach der Mittagspause diesem Vogel. Eigentlich war Jürgen schon immer zum Mittagessen nach Hause gekommen und hatte dann im Anschluss daran beim Auflegen einer Schallplatte durch das Hören der Musik die Entspannung und die Energie für den Nachmittag in der Praxis gesucht. Als der Papagei in seinem Haus ankam, stellte Jürgen fest, dass der Papagei beim Einschalten der Musik von der Langspielplatte in seinem Käfig zu tanzen begann. Wie dem auch sei, der alte Sauer kam früh morgens nach dem Frühstück in seinen Vogelpark und entdeckte den leeren Käfig seines Lieblingspapageis. Durch das Simulieren der Rufe seines Papageis fand Jürgen jedoch rasch heraus, wo sich dieser aufhielt: auf einem schönen, in der besten Blüte stehenden Baum mitten im Garten. Nachdem er den Papagei gesichtet hatte, sprach er ganz vorsichtig und mit leiser Stimme auf ihn ein, damit er sich dieser beruhigen sollte und er ihn wieder in aller Ruhe einfangen konnte. In aller Eile holte der 81-jährige Arzt Jürgen aus dem nächstgelegenen Gartenhäuschen eine Leiter. Da das Anwesen von stattlicher Größe war und in verschiedene Ambiente im Bereich des Gartens unterteilt war, gab es für zu jedem Bereich der unterschiedlichen Bewüchse ein eigenes Gartenhäuschen zur Aufbewahrung der entsprechenden Werkzeuge. Jürgen Sauer musste also nicht allzu weit gehen, um sich eine Leiter zu besorgen. Diese lehnte er an den besagten Baum, wo der trotz seines stolzen Alters immer noch schön gefiederte Papagei saß, an. Da Sauer nun durch die Hektik und Nervosität schon ziemlich außer Atem war, merkte er noch beim Aufstieg auf die Leiter einen leichten Schwindelanfall, aber er dachte, das geht schon vorbei. Also erklomm er noch weiter die Leiter, durch seine Annäherung wurde der Papagei immer nervöser, was nicht gerade zur Beruhigung Jürgens beitrug. Da es keine Zeugen gab und die Nachstellung des Unfalls keinerlei weiteren Erkenntnisse ergaben, muss man davon ausgehen, dass der Arzt von der obersten Sprosse beim Versuch nach seinem Papagei zu greifen, ausrutschte oder das Gleichgewicht verlor und zu Boden fiel, wo er direkt mit dem Kopf auf einer aus dem Boden hervorgestehenden Wurzel aufschlug. Er war sofort tot. Dieser bizarre rasche Tod hatte sich aber bei genauerer Betrachtung schon durch verschiedene obskure Anzeichen angedeutet. Denn Voraus ging eine Reihe von Deutungen auf Jürgens Tod. Sein Jugendfreund Thomas Luft, den er seit seiner Einschulung in die Grundschule kannte und mit dem er Zeit seines Lebens immer in regelmäßigen Abstanden intensiven Kontakt hielt, schied völlig unerwartet und unvorhersehbar freiwillig aus dem Leben. Dieser unverständliche und nicht nachvollziehbare Abgang und das Lebensende von Thomas haben Jürgen sehr mitgenommen. Zudem gab es weitere, für Jürgen noch unverständlichere Ereignisse. Das erste Ereignis war eine Gala bei seinem besten Studienfreund Dr. Heinz Marx. Die beiden hatten sich im Grundstudium der Medizin an der Universität in der Mensa kennen und schätzen gelernt. So war es also sicher keine Überraschung, dass Heinz seinen Studienfreund Jürgen anlässlich seines 50-jährigen Bestehens seiner Praxis zu einer Gala im hauseigenen Garten einlud. Die als Mittsommernachtsfest geplante Veranstaltung hatte aber die Rechnung ohne den Wirt, sprich ohne Petrus, gemacht. Aus heiterstem Himmel kamen urplötzlich schwarze Wolken auf, die deutlich gelbliche Einfärbung hatten, ein Hinweis auf Hagel. Es begann plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung furchtbar zu hageln. Im Laufschritt versuchten die Gäste den teils tennisballgroßen Hagelkörnern zu entkommen, vergeblich. Einige wurden dermaßen am Kopf getroffen, dass sie ohnmächtig zu Boden sanken, andere erlitten durch die Aufregung und Stress einen Herzinfarkt. Die Bilanz des zehnminütigen Tohuwabohus war katastrophal. Die gesamte Einrichtung des Festes wurde zerschlagen, dabei wurden ein gutes Dutzend Menschen verletzt. Leider haben der Stress und die Wucht der Körner auch zu Todesopfern geführt. Wie vergänglich ist doch das Schöne und das Leben? Aber, auch das Haus und Garten von Jürgen waren von diesem Unwetter betroffen. Ob dies einer oder mehrere Gründe für den Unfall von Jürgen waren oder sind, niemand weiß es. Dass aber die tragikomischen Versuche, seinen Papagei einzufangen bei den Beschädigungen an Haus und Garten durch den Hagel miteinander zu tun haben könnten, daran hatte niemand gedacht. Auch das Begräbnis und die Totenfeier für Jürgen am nächsten Tag wird von heftigsten Unwettern begleitet. Da es beim Begräbnis sehr stark regnete, wurde statt der üblichen Zeremonie nur ein kurzes Gebet ausgesprochen und die Trauergemeinde zog sich schnellstens wieder in die Aussegnungshalle zurück. Dort konnte man der Witwe kondolieren. Bei der Verabschiedung der letzten Trauergäste nähert sich der 74-jährigen Witwe Eva überraschend der fünf Jahre ältere Adam Riese mit den Worten: „Eva, auf diese Gelegenheit habe ich über ein halbes Jahrhundert gewartet, um Dir erneut ewige Treue und stete Liebe zu schwören.“ Frau Sauer, die als Eva Klein geboren worden war, ist angesichts des Verlustes ihres Mannes zu diesem Zeitpunkt von und mit solchen Worten total verwirrt. Daher schreit sie reagiert empört auf und schickt Adam weg. In Kapitel 2 wird der Weg von Adam durch die Welt beschrieben. Er hilft seiner Mutter, wo er nur kann. Da sie für den Unterhalt der Beiden sorgen muss, verbringt sie die meiste Zeit in ihrem Geschäft. Für Adam hat sie keine Person, die sich um ihn kümmern kann. Adam genoss die Freiheit, sich die Dinge im Geschäft seiner Mutter genauer unter die Lupe zu nehmen, so mochte er gerne ganz zärtlich seiner Kinderhand über die verschiedenen Stoffe gleiten zu lassen. Da er die Muster holte, musste seine Mutter die Kundschaft nicht allein lassen, sondern konnte sie in der Zwischenzeit besser beraten. Wenn dann Adam mit dem Muster zu seiner Mutter kam, entwickelte er eine neue Art zu spielen. Er stellte sich vor, was die Kundin mit diesem Muster machen würde. Fantasie hatte Adam schon immer und er lebte sie im Rahmen seiner Möglichkeiten aus. Nebenbei half und unterstützte er seine Mutter beim Gelderwerb, aber für ihn war das Leben ein zärtliches Zusammenleben mit anderen Menschen. Er war sehr sanft, wie auch sonst hätte er die unterschiedlichen Stoffe erfühlen können, er war auf Harmonie aus. Da seine Mutter tagsüber im Geschäft war, blieb abends wenig Zeit übrig. Es musste das Haus sauber gehalten werden, das Essen zubereitet und die Wäsche gewaschen werden, der Garten war zu richten. Je nach Jahreszeit und Wetter musste das Gras geschnitten werden, Unkraut gejätet werden, die Äpfel und Birnen gepflückt werden. Es gab immer etwas zu tun. Gerade die etwas schwereren körperlichen Arbeiten nahm Adam gerne seiner Mutter ab. Er wollte der geborene Kavalier sein. Sein Weltbild sah die Gleichberechtigung von Mann und Frau vor, aber man muss halt in der Realität doch gewissen Unterschieden gerecht werden. Während seine Mutter das Abendbrot vorbereitete, turnte Adam gerne in den Bäumen, um die Früchte einzusammeln. Für ihn war das Zusammenhalten und das Teilen des Lebens mit anderen Menschen wichtig. Er konnte und wollte sich nach einem Tag im Geschäft am Abend an der frischen Luft austoben. Seine Statur, sein Körperbau wurde im Laufe der Zeit immer männlicher, sein Teint immer farbiger. Daneben hatte seine Mutter keine Zeit für die Anschaffungen des täglichen Lebens, sie musste ja im Laden sein, wenn Kundschaft kam. Daher hatte Adam morgens oft die Einkäufe übernommen. Er mochte gerne das Stöbern auf dem Markt. Adam ging mit offenen Augen und Sinne durch das Leben und den Tag. Er wollte immer etwas Neues aufnehmen, nach vorne schauen und das Leben genießen. So kam es zur ersten Begegnung mit Eva auf dem Markt. Sein Geruchssinn hatte ihn auf eine andere Duftnote, die mehr in Richtung Citronella ging, aufmerksam gemacht. Seine Augen suchten, woher denn dieser Geruch kommen könnte. Er sah am nächsten Stand ein junges Mädchen, dessen sanften Bewegungen seine Augen verwirrten. Da auch schon seine Nase verwirrt war, führte dies Adam in einen besonderen Erregungszustand. Alle seine Antennen waren nun auf dieses Wesen ausgerichtet. Er beobachtete dieses bildhübsche Mädchen mit zierlichem Körperbau genau. Ihr weichgeformter Körper bewegte sich in beigefarbenen Mokassins mit einer...




